{"id":24835,"date":"2018-07-24T19:20:43","date_gmt":"2018-07-24T17:20:43","guid":{"rendered":"https:\/\/www.claret.org\/claretiner\/claretiner-kalender\/p-clemente-serrat-generaloberer\/"},"modified":"2022-04-07T16:18:48","modified_gmt":"2022-04-07T14:18:48","slug":"p-clemente-serrat-generaloberer","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.claret.org\/de\/ephemeride\/p-clemente-serrat-generaloberer\/","title":{"rendered":"P. Clemente Serrat, Generaloberer"},"content":{"rendered":"<p><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" data-attachment-id=\"24829\" data-permalink=\"https:\/\/www.claret.org\/de\/ephemeride\/p-clemente-serrat-generaloberer\/01-clemente_serrat-2\/\" data-orig-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.claret.org\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/01-clemente_serrat.jpg?fit=768%2C1024&amp;ssl=1\" data-orig-size=\"768,1024\" data-comments-opened=\"0\" data-image-meta=\"{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;1&quot;}\" data-image-title=\"01-clemente_serrat\" data-image-description=\"\" data-image-caption=\"\" data-large-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.claret.org\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/01-clemente_serrat.jpg?fit=768%2C1024&amp;ssl=1\" class=\"alignleft size-medium wp-image-24829\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.claret.org\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/01-clemente_serrat.jpg?resize=225%2C300&#038;ssl=1\" alt=\"\" width=\"225\" height=\"300\" title=\"\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.claret.org\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/01-clemente_serrat.jpg?resize=225%2C300&amp;ssl=1 225w, https:\/\/i0.wp.com\/www.claret.org\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/01-clemente_serrat.jpg?w=768&amp;ssl=1 768w\" sizes=\"(max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/>Geboren am 12. Januar 1832 in Gurb (Provinz Barcelona, Spanien), studierte er am Seminar in Vic und wurde am 26. September 1856 zum Priester geweiht. Er arbeitete ein Jahr lang als Vikar in Olost (Provinz Barcelona, Spanien) und trat am 3. Juli 1859 in die Kongregation der Missionare ein. Bei einer bestimmten Gelegenheit sagte P. Claret zu P. Xifr\u00e9: \u201ePassen Sie mir gut auf diesen jungen Mann auf; er wird ein Schatz f\u00fcr die Kongregation sein.\u201c<\/p>\n<p>Die Profess legte er am 25. August 1862 in Segovia (Spanien) in die H\u00e4nde von P. Claret ab. Kurz nach seiner Profess wurde er mit 29 Jahren zum Superior des Hauses Segovia ernannt, wo er bis zur Revolution von 1868 blieb, w\u00e4hrend der er nach Frankreich fl\u00fcchtete. Sp\u00e4ter, als P. Pablo Vallier 1869 f\u00fcr Chile bestimmt wurde, wurde er zum Novizenmeister ernannt. Dieses Amt versah er von 1870 bis 1878 in Prades, Thuir und Vic. Dann hatte er das Amt des Ausbilders in den Seminarien in Gracia, Santo Domingo de la Calzada und Cervera inne. Er versah auch das Amt des Hausoberen in Vic, Gracia, Santo Domingo de la Calzada und Cervera.<\/p>\n<p>1876 wurde er zum Generalkonsultor gew\u00e4hlt. Dieses Amt hatte er bis 1888 inne, als ihm das Amt des Generalsubdirektors \u00fcbertragen wurde. Als P. Xifr\u00e9 starb, wurde er in Vic beim 8. Generalkapitel (Dezember 1899) zum Generaloberen gew\u00e4hlt.<\/p>\n<p><strong>Leitungst\u00e4tigkeit<\/strong><\/p>\n<p>In seiner Amtszeit ist neben anderen Leistungen hervorzuheben: 1900 wurden die ersten Allgemeinen Verf\u00fcgungen ver\u00f6ffentlicht, eine geordnete systematische Sammlung der allgemeinen Regelungen der Kongregation, die aus den Generalkapiteln hervorgegangen waren. Darin ging es neben der Sicherstellung der Observanz darum, der Vereinigung eine eigene Gestalt und einen eigenen Charakter zu geben als ein Erkennungsmerkmal. Sie wurden 1905, 1906 und 1912 jeweils auf den aktuellen Stand gebracht.<\/p>\n<p>Im Jahr 1900 wurde auf Bitten des Bischofs von La Serena in Andacollo (Chile) gegr\u00fcndet. Der erste Vertrag war vorl\u00e4ufig, bis man absehen konnte, wie sich eine Gr\u00fcndung entwickeln w\u00fcrde, die so wenig zu dem Dienst passte, den die Missionare bis dahin entfaltet hatten, n\u00e4mlich die dauernde Betreuung einer Marienwallfahrtskirche und eines weiten l\u00e4ndlichen Gebiets. Bald sah man, wie wirksam ihre Arbeit war und wie notwendig es war, dass sie vom Pfarrer von La Serena unabh\u00e4ngig waren. So beantragte man die Schaffung der ersten Pfarrei der Kongregation, und dem Antrag wurde stattgegeben.<\/p>\n<p>Eine Frucht der Missionen, die von Mexiko aus in Texas und Kalifornien gehalten wurden, war die Gr\u00fcndung in San Antonio (USA) im Jahr 1902, die P. Ram\u00f3n Prat durchf\u00fchrte. Zun\u00e4chst vom Bischofshaus und dann vom eigenen Haus aus begannen die S\u00f6hne des Herzens Mariens eine unerm\u00fcdliche missionarische Arbeit in der ganzen Umgebung. Gleichzeitig begannen sie auch, die ersten Schritte zu einer Gr\u00fcndung in San Marcos, einem kleinen Ort mit 2 000 Einwohnern, etwa 200 Kilometer von San Antonio entfernt, zu unternehmen.<\/p>\n<p>Beim 9. au\u00dferordentlichen Generalkapitel (1904) wurde die Schaffung einer dritten Provinz der Kongregation, n\u00e4mlich der Provinz B\u00e9tica, beschlossen. Dieser Beschluss wurde dann Anfang Oktober 1906 umgesetzt, wobei P. C\u00e1ndido Catal\u00e1n zum Provinzial ernannt wurde, der seinen Sitz in Zafra nahm. Die Provinz umfasste Extremadura, Andalusien und die Kanarischen Inseln.<\/p>\n<p>In dieser Zeit stieg die Kongregation von 1 368 Claretinern im Jahr 1899 auf 1 490 im Jahr 1907, wobei die Zahl der H\u00e4user 84 betrug, 24 mehr als beim Tod von P. Xifr\u00e9. Hauptaufgabe blieb die Predigtt\u00e4tigkeit, nicht mehr ausschlie\u00dflich Missionen und Exerzitien. Es wurden weitere Dienste wie die Pfarrarbeit und der Unterricht an h\u00f6heren Schulen sowohl f\u00fcr Interne als auch f\u00fcr Externe \u00fcbernommen. In dieser Zeit entstand auch ein erster Ansatz zu einem Verlag (1903), der Keimzelle des sp\u00e4teren Herz-Marien-Verlags. Ebenso breiteten sich in der ganzen Kongregation Zeitschriften aus wie <em>La Guinea Espa\u00f1ola<\/em> oder <em>El Misionero<\/em> (1903).<\/p>\n<p><strong>Lehrt\u00e4tigkeit<\/strong><\/p>\n<p>Mit den Worten des heiligen Paulus: \u201eIch ermahne euch, ein Leben zu f\u00fchren, das des Rufes w\u00fcrdig ist, der an euch erging\u201c, ermahnt P. Serrat eindringlich, \u201etreu in der Berufung zu verharren, zu der ihr berufen seid. Ja, liebste Br\u00fcder, wir beschw\u00f6ren auch um Gottes willen, euch als treue Diener zu erweisen, als w\u00fcrdige Nachahmer der Tugenden des g\u00f6ttlichen Meisters, der euch berief, als \u00fcberaus w\u00fcrdige Glieder der Ordensgemeinschaft, der ihr zu eurem Gl\u00fcck angeh\u00f6rt [\u2026].\u201c<\/p>\n<p>Dem heiligen Paulus folgend, ermutigt er zur Treue und zeigt die Mittel an, die der Apostel in seinem Brief an die Epheser anregt: \u201eSeid dem\u00fctig, friedfertig und geduldig, ertragt einander in Liebe, und bem\u00fcht euch, die Einheit des Geistes zu wahren durch den Frieden, der euch zusammenh\u00e4lt.\u201c<\/p>\n<p>Das erste und grundlegende Mittel zur Beharrlichkeit in der Berufung sind Demut und Sanftmut, zwei Tugenden, die f\u00fcr den Claretiner-Missionar typisch sind:<\/p>\n<p>\u201eVor allem verlangt der Apostel als erstes und grundlegendes Mittel zur Beharrlichkeit in der Berufung die Demut und Sanftmut. [\u2026] Die Demut soll nicht irgendwie sein, sondern unumschr\u00e4nkt, cum omni humilitate, und in jeder Hinsicht. [\u2026] Sie muss aus dem Innersten der Seele hervorgehen, und dabei muss man sehr tief von sich denken und erw\u00e4gen, dass man seinen Ursprung im Staub hat, im Nichts, in der S\u00fcnde; dass die Gnade der Berufung und alle Begabungen, die man besitzt, ungeschuldete Wohltaten sind, zu deren Verwalter man gemacht wurde und mit denen man sorgf\u00e4ltig wirtschaften muss; dass der Ruhm und die Ehre seiner Taten und Dienste ganz ausschlie\u00dflich f\u00fcr Gott sein muss, wobei man sich die Besch\u00e4mung vorbeh\u00e4lt, wie es der Verfasser der Nachfolge Christi sagt, soli Dio honor et gloria, mihi autem confusio [\u2026]. So muss die Vorstellung sein, die sich der Ordensmann, der die Beharrlichkeit in der Berufung liebt, von sich selbst machen soll.\u201c<\/p>\n<p>\u201eEr darf nicht nur auf das achten, was der Ordensstand an Gro\u00dfem und Erhabenem hat, um sich gegen die Selbstgef\u00e4lligkeit des Stolzes vorzusehen, des grausamen Zerst\u00f6rers der Gnade der Berufung, sondern er muss abw\u00e4gen, was es in diesem Stand an M\u00fchsamem und Schwierigem gibt, und die Dem\u00fctigungen, die \u00fcber ihn hereinbrechen k\u00f6nnen, wo er es am wenigsten denkt, um sich gegen die Mutlosigkeit oder den Unwillen vorzusehen, der eine weitere nicht weniger verh\u00e4ngnisvolle Klippe ist.\u201c<\/p>\n<p>\u201eEr muss also das best\u00e4ndige Opfer ber\u00fccksichtigen, das ihm das Ordensleben auferlegt, die Selbstverleugnung und die Einschr\u00e4nkungen, die der Gehorsam und die \u00fcbrigen Gel\u00fcbde mit sich bringen, die Geistesgegenwart, um mit einzelnen umzugehen, die einem von Natur aus zuwider sind, usw. usf.; er muss auch bedenken, dass in diesen kritischen Augenblicken der Dem\u00fctigung und der Pr\u00fcfung die Welt ihm die Schwierigkeiten vergr\u00f6\u00dfern wird, indem sie ihn mit dem falschen Glanz der Ehren, Annehmlichkeiten und der Freiheit verf\u00fchrt, mit der Verlockung der Familie oder der Freunde, die ihm eine verhei\u00dfungsvolle Zukunft in dem Babel w\u00fcnschen, das er verlassen hat \u2026 Doch wohlger\u00fcstet mit ihnen (mit der Demut und mit der Sanftmut), wird er sich den Opfern und Dem\u00fctigungen stellen, die im Ordensstand \u00fcber ihn hereinbrechen k\u00f6nnen, und die Anreize und Schmeicheleien der Welt verabscheuen \u2026\u201c<\/p>\n<p>Das zweite Mittel ist, sich gegenseitig in geduldiger Liebe zu st\u00fctzen und H\u00e4rte und Strenge gegen\u00fcber den Mitbr\u00fcdern zu vermeiden.<\/p>\n<p>\u201eWenn man einen Mitbruder beobachtet, der von der Betr\u00fcbnis des Geistes beherrscht wird, Opfer einer l\u00e4stigen Krankheit oder anderer Pr\u00fcfungen ist, dann verbittern wir doch seine Lage nicht noch weiter, indem wir ihm Vorw\u00fcrfe oder Anschuldigungen machen wie die taktlosen Freunde Ijobs, <em>quis innocens periit?,<\/em> noch d\u00fcrfen wir uns seinem Leid gegen\u00fcber gef\u00fchllos erweisen und von weitem vorbeigehen wie der Levit und der Priester, sondern wir m\u00fcssen uns ihm als gute Samariter in Liebensw\u00fcrdigkeit und Mitleid zuwenden, die Wunden seiner Seele heilen mit dem Wein und \u00d6l der Tr\u00f6stungen. Der Herr m\u00f6ge nicht zulassen, dass es in irgendeiner unserer Gemeinschaften einen einzigen gibt, der in seinen Betr\u00fcbnissen mit irgendeinem Grund sagen kann: <em>consolantem me quaesivi et not inveni.<\/em>\u201c<\/p>\n<p>\u201eWir bitten euch um Christi willen, liebste Mitbr\u00fcder, denkt eingehend \u00fcber diesen Punkt nach, denn wenn die Herzensh\u00e4rte gegen\u00fcber denen, die leiden, oder die Ungeduld und Strenge wegen der Verfehlungen der Mitbr\u00fcder zur Gewohnheit wird, k\u00f6nnte sie diese in der Berufung zum Schwanken bringen, und kein kleiner Gewissensbiss w\u00e4re der begr\u00fcndete Verdacht, in irgendeiner Form zu einem so schweren Schaden beigetragen zu haben.\u201c<\/p>\n<p>Und das dritte Mittel ist die Gewissenhaftigkeit, die Einheit des Geistes zu wahren durch das Band des Friedens.<\/p>\n<p>\u201eJa, geliebteste Mitbr\u00fcder, wir m\u00fcssen all unsere Bestrebungen, all unseren Eifer und unser Streben daran setzen, die Einheit des Geistes zu wahren, die \u00dcbereinstimmung der Gesinnung, die liebende Innigkeit der Herzen; und zwar derart, dass das Denken und Meinen, das Wollen und Wirken, die Gef\u00fchls- und Willensregungen ein und dieselben sind, wie bei den Urchristen Regel und Beispiel f\u00fcr die guten Ordensleute.\u201c<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Geboren am 12. 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