{"id":25076,"date":"2018-07-30T11:12:50","date_gmt":"2018-07-30T09:12:50","guid":{"rendered":"https:\/\/www.claret.org\/25-de-januar-bekehrung-des-heiligen-paulus\/"},"modified":"2018-07-30T11:12:50","modified_gmt":"2018-07-30T09:12:50","slug":"25-de-januar-bekehrung-des-heiligen-paulus","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.claret.org\/de\/ephemeride\/25-de-januar-bekehrung-des-heiligen-paulus\/","title":{"rendered":"25 de Januar &#8211; Bekehrung des heiligen Paulus"},"content":{"rendered":"<div class=\"field field-name-body field-type-text-with-summary field-label-hidden\">\n<div class=\"field-items\">\n<div class=\"field-item even\">\n<p><strong>Die Berufung von Paulus<\/strong><\/p>\n<p>Am heutigen Tag, an dem wir der Bekehrung des heiligen Paulus gedenken, feiern wir die Berufung des Apostels zur Nachfolge Jesu und zur Verk\u00fcndigung des Evangeliums an die Heiden. In Damaskus entdeckte Paulus nicht nur seine christliche Berufung, sondern auch seine apostolische und insbesondere seine Sendung zum Apostolat unter den Heiden. Von dieser Christuserfahrung an f\u00fchlte sich Paulus als Apostel wie einer der Zw\u00f6lf, wie Petrus, Jakobus und Johannes. Die Erfahrung dauerte dann sein ganzes Leben lang an und war die Garantie, die ihm Christus zur Verk\u00fcndigung des Evangeliums in aller Welt gab. Deshalb war sein ganzes Leben Berufung im vollen Sinn, und dessen war sich der Apostel deutlich bewusst, wie er uns in einem seiner Briefe sagt: \u201eIch erkl\u00e4re euch, Br\u00fcder: Das Evangelium, das ich verk\u00fcndigt habe, stammt nicht von Menschen; ich habe es ja nicht von einem Menschen \u00fcbernommen oder gelernt, sondern durch die Offenbarung Jesu Christi empfangen.\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Die Berufung Clarets<\/strong><\/p>\n<p>Die Berufung Clarets hat eine deutlich paulinische Pr\u00e4gung. In der Autobiographie finden wir die lebendige Beschreibung seiner Berufung. Bei zwei Gelegenheiten kommt es ausdr\u00fccklich zur Berufung und zur Antwort darauf. Der Anruf der Berufung erscheint jeweils deutlich und klar, und die Antworten sind unmittelbar und gro\u00dfm\u00fctig.<\/p>\n<p>Zum ersten direkten Anruf im Hinblick auf eine Berufung und zur ersten positiven Antwort kam es im Alter von zw\u00f6lf Jahren. In der Schule wurde er, wie er sagt, gefragt, was er einmal werden wolle. \u201eIch antwortete ihm, ich wolle Priester werden.\u201c Diese Antwort gab er sicher und entschlossen. Seine Antwort auf die Berufung zeigt die ungeheure Seelengr\u00f6\u00dfe des heiligen Antonius Maria Claret, seine Bereitschaft im Dienst Gottes und seine Abl\u00f6sung von den Dingen der Welt, und all das verbunden mit seiner festen Entschlossenheit, Christus trotz aller Schwierigkeiten nachzufolgen.<\/p>\n<p>In der Folge fasste er den wirksamen Entschluss, diesen Wunsch in die Tat umzusetzen, beginnend mit der intellektuellen Vorbereitung: \u201eUnd  tats\u00e4chlich, nachdem ich die Grundschule mit Auszeichnung abgeschlossen hatte, schickte man mich in den Lateinunterricht.\u201c Doch die Umst\u00e4nde erlaubten ihm nicht weiterzumachen, und er musste davon Abstand nehmen, wenn auch immer in der Absicht, in seinem Entschluss fest zu bleiben. In allem Vertrauen \u00fcberlie\u00df er sich dem Willen Gottes \u201ein der Hoffnung, dass er schon regeln w\u00fcrde, was zu geschehen hatte. In der Tat kam es ja auch so, wie ich weiter unten zeigen werde.\u201c<\/p>\n<p>Zur zweiten Berufung und Antwort darauf kam es mit 21 Jahren. Es waren die endg\u00fcltige Berufung und die endg\u00fcltige Antwort darauf. Gott brach in seine Seele ein mit einem gro\u00dfen Licht, das ihn erleuchtete, ihn blendete, ihn orientierungslos zur\u00fccklie\u00df wie Paulus und das es schaffte, dass es sein einziges Anliegen wurde, die Wahrheit zu suchen.<\/p>\n<p>Den endg\u00fcltigen Anruf empfing er \u2013 nach Clarets eigenen Worten \u2013 in Barcelona, als er in der Messe war und den Satz aus dem Evangelium h\u00f6rte, an den er sich von klein an erinnerte: \u201eWas n\u00fctzt es einem Menschen, wenn er die ganze Welt gewinnt, dabei aber sein Leben einb\u00fc\u00dft?\u201c Er befand sich in einer sehr verwirrenden Lage, ging v\u00f6llig auf in weltlichen Dingen, in der Textilherstellung, und sein geistlicher Eifer war abgek\u00fchlt. Seine Seele verlor nach und nach das Gesp\u00fcr, das sie immer f\u00fcr die himmlischen Dinge hatte, obwohl er unerm\u00fcdlich daran arbeitete, in Freundschaft mit Gott zu bleiben.<\/p>\n<p>Dieser Satz des Evangeliums, den er seit seiner Kindheit in Erinnerung hatte, war nach seinen eigenen Worten \u201ewie ein Pfeil, der mich ins Herz traf.\u201c Unverz\u00fcglich kam ihm die paulinische Haltung der Hingabe und des Gro\u00dfmuts gegen\u00fcber Christus. Das \u201eWas soll ich tun?\u201c des heiligen Paulus wurde bei Claret zur selben Haltung: \u201eIch \u00fcberlegte hin und her, was ich tun sollte, aber ich kam zu keinem Schluss.\u201c Claret begann einen Entscheidungsprozess, als er sah, dass ihn Gott vom Sockel seiner menschlichen Sicherheit, seiner Liebe zu den irdischen Dingen, seiner Zukunft in Arbeit, Gesellschaft und Wirtschaft gesto\u00dfen hatte:<\/p>\n<p>? Entscheidung, etwas zu tun angesichts der neuen geistlichen Auseinandersetzung, in der er sich befand. Eine Auseinandersetzung, bei der es nicht nur um Ideen ging, sondern um das Leben, was ihn zu einem ernsthaften und verantwortlichen Entschluss verpflichtete.<\/p>\n<p>? Tiefer Zweifel dar\u00fcber, was er konkret tun sollte, um den Willen Gottes zu erf\u00fcllen, der sich ihm in der empfangenen Erleuchtung deutlich kundgetan hatte. Der neue Lebenszusammenhang machte ihn v\u00f6llig orientierungslos.<\/p>\n<p>? Was er sofort und klugerweise tun konnte, war, einen Hananias zu suchen, der ihm sagte, was er im Einzelnen tun sollte. Als solcher erwies sich P. Amig\u00f3, der ihm sagte, was er tun sollte.<\/p>\n<p>? ;Nach der qualvollen Lage, die in dem Heiligen eine v\u00f6llige Ver\u00e4nderung in der Perspektive seiner menschlichen Existenz ausl\u00f6ste, dachte er \u00fcber die fr\u00fcheren Ereignisse in seinem Leben nach und wurde sich ihrer im Sinn seiner Berufung bewusst. Gleichzeitig erwachte der geistlichen Eifer wieder, den er fast ganz vernachl\u00e4ssigt hatte.<\/p>\n<p>? Da seine Entscheidung wirksam war, verlie\u00df er alles und beschloss, dem Weg der Priesterberufung zu folgen. Dazu setzte er alle Mittel ein, die ihn zur Erreichung des so ersehnten Ziels f\u00fchren sollten: Lateinlernen, geistliche L\u00e4uterung und Eintritt ins Seminar von Vic am 30. September 1829.<\/p>\n<p><strong>Begeistert f\u00fcr den missionarischen Stil von Paulus<\/strong><\/p>\n<p>Auch begeisterte ihn der apostolische Eifer des heiligen Paulus: \u201eWas mich aber geradezu begeistert, ist der Eifer des Apostels Paulus. Wenn ich sehe, wie er von Ort zu Ort eilt und als \u201aGef\u00e4\u00df der Erw\u00e4hlung\u2018 die Lehre Jesu \u00fcberallhin tr\u00e4gt \u2026 Er predigt, er schreibt, er unterweist in den Synagogen, in den Gef\u00e4ngnissen und \u00fcberall. Er arbeitet und motiviert zur Arbeit, ob gelegen oder ungelegen. Er wird ausgepeitscht, gesteinigt, in jeder Weise verfolgt und aufs gemeinste verleumdet. Aber er l\u00e4sst sich keine Angst einjagen, im Gegenteil: Er freut sich noch \u00fcber die Widerw\u00e4rtigkeiten und bringt es sogar fertig zu sagen, er wolle sich einzig und allein des Kreuzes Jesu Christi r\u00fchmen.\u201c<\/p>\n<p>Voller kirchlicher Gesinnung sagt er sp\u00e4ter \u00fcber Paulus auch: \u201eSobald  er unterwegs von Jesus Christus gerufen wurde und danach beseelt von dem Geist, den er in Damaskus empfing, k\u00fcmmert er sich nicht mehr um Fleisch und Blut, sondern erf\u00fcllt vom Feuer der Liebe, l\u00e4uft er \u00fcberall hin als Gef\u00e4\u00df der Erw\u00e4hlung und bringt den Namen Jesu, wobei er nichts weiter sucht als die gr\u00f6\u00dfere Ehre Gottes und das Heil der Seelen; er f\u00fcrchtet weder Kerker noch Ketten; weder Gei\u00dfel noch Todesdrohungen halten ihn auf; man braucht nur das Buch der Apostelgeschichte zu lesen und die Briefe, die er uns hinterlie\u00df, um zu sehen, was ein Priester tut, der von kirchlicher Gesinnung erf\u00fcllt ist. Ebendieser Geist beseelte Menschen wie Dominikus Guzm\u00e1n, Vinzenz, Xaver und so viele andere Priester.\u201c<\/p>\n<p>Diesen Stil des heiligen Paulus ahmte Claret sein ganzes missionarisches Leben lang nach. Und das ist die Art Apostolat, die Claret f\u00fcr jeden Missionar wollte: ein Mensch, der auf den radikalen Anruf Christi antwortet und sich im Feuer der Liebe entz\u00fcnden l\u00e4sst, das ihn verzehrt und andere entflammt. Ein Mensch, der den Namen Jesu \u00fcberall auf der Erde verk\u00fcndet und dabei die Ehre Gottes und das Heil aller Menschen sucht. Ein Mensch, der unerm\u00fcdlich prophetisch wirkt, aber voller Zartheit als ein Sohn des Herzens Mariens. Ein Mensch, der keine Angst hat, nicht schwankt, sondern hofft und fest steht. Ein Mensch, der sich von nichts und niemandem abschrecken l\u00e4sst, sondern der angesichts der Widrigkeiten w\u00e4chst und dabei wie Paulus, wie Claret wei\u00df, auf wen er sich verl\u00e4sst und in wem er seine Quelle und seine St\u00e4rke hat.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Berufung von Paulus Am heutigen Tag, an dem wir der Bekehrung des heiligen Paulus gedenken, feiern wir die Berufung des Apostels zur Nachfolge Jesu und zur Verk\u00fcndigung des Evangeliums an die Heiden. In Damaskus entdeckte Paulus nicht nur seine christliche Berufung, sondern auch seine apostolische und insbesondere seine Sendung zum Apostolat unter den Heiden. [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":69,"featured_media":25069,"parent":33293,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"_et_pb_use_builder":"","_et_pb_old_content":"","_et_gb_content_width":"","footnotes":""},"class_list":["post-25076","page","type-page","status-publish","has-post-thumbnail","hentry"],"jetpack_sharing_enabled":true,"jetpack_shortlink":"https:\/\/wp.me\/PdaBmi-6ws","jetpack_likes_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.claret.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/25076","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.claret.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.claret.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.claret.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/69"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.claret.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=25076"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.claret.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/25076\/revisions"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.claret.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/33293"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.claret.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/25069"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.claret.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=25076"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}