{"id":26905,"date":"2018-08-22T06:25:10","date_gmt":"2018-08-22T04:25:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.claret.org\/25-de-februar-seligsprechung-von-p-claret\/"},"modified":"2018-08-22T06:25:10","modified_gmt":"2018-08-22T04:25:10","slug":"25-de-februar-seligsprechung-von-p-claret","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.claret.org\/de\/ephemeride\/25-de-februar-seligsprechung-von-p-claret\/","title":{"rendered":"25 de Februar &#8211; Seligsprechung von P. Claret"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Ein langer und intensiver Prozess<\/strong><\/p>\n<p>Das Zeugnis der pers\u00f6nlichen Integrit\u00e4t und missionarischen Heiligkeit von P. Claret war unzweifelhaft f\u00fcr das Volk, das Zeuges seiner apostolischen Bestrebungen war, und f\u00fcr alle, die ihn n\u00e4her kannten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www2.claret.org\/sites\/default\/files\/imagenes\/espiritualidad\/calendario\/08-beatificacin_claretcervera_1934.jpg?resize=328%2C218\" width=\"328\" height=\"218\" alt=\"\" title=\"\"><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Doch wurde auch eine <em>schwarze Legende<\/em> um ihn herumgesponnen, die von politischen Gruppierungen gef\u00f6rdert wurde, die sein Amt als Beichtvater der K\u00f6nigin weder in ihre Gewalt bringen noch manipulieren konnten. Durch diese Legende wollte man in Zeitungen, B\u00fcchern und auf Flugbl\u00e4ttern einen Claret darstellen, der vom ehrgeizigen Streben nach Macht getrieben und Sklave eines z\u00fcgellosen sittlichen Lebens war. Solche Schm\u00e4hungen verursachten unserem Pater Stifter zu Lebzeiten sehr viel Leid, konnten aber kein beweiskr\u00e4ftiges Argument vorbringen, als dass man an seiner Heiligkeit h\u00e4tte zweifeln k\u00f6nnen. Die Kongregation \u00fcbernahm es vom Augenblick seines Todes an, die Aussagen derer zu sammeln, die ihn wahrhaft kannten. P. Jaime Clotet widmete sich dieser Aufgabe mit Begeisterung, Einsatz und Best\u00e4ndigkeit.<\/p>\n<p>Best\u00e4rkt durch das einm\u00fctige Zeugnis der Heiligkeit, das alle abgaben, wurden 1887 die ersten offiziellen Schritte unternommen, um seinen Seligsprechungsprozess einzuleiten. Unter der Leitung des Bischofs von Vic begann der <em>Informationsprozess<\/em>, der drei Jahre dauerte und die di\u00f6zesanen Prozesse in Vic, Tarragona, Madrid, Barcelona, L\u00e9rida und Carcassonne umfasste. Diese Prozesse sind in zwei B\u00e4nden mit \u00fcber zweitausend Seiten enthalten. Ende 1890 sagte das kirchliche Gericht in Vic P. Jos\u00e9 Xifr\u00e9, er solle den Prozess nach Rom bringen.<\/p>\n<p>1891 wurde der Prozess in Rom er\u00f6ffnet. Die Nachforschungen wurden von Kardinal Ledochowski geleitet, der nach dem Studium der Unterlagen ausrief: \u201eWelch gro\u00dfartiger Prozess ist der unseres Dieners Gottes! Wie sch\u00f6n! In den vierundzwanzig Jahren, seit ich mich mit solchen Angelegenheiten besch\u00e4ftige, habe ich keinen interessanteren Prozess gesehen.\u201c<\/p>\n<p>Nach der sorgf\u00e4ltigen Pr\u00fcfung der 123 Werke, die P. Claret zugeschrieben wurden, urteilte Papst Leo XIII. Ende 1895, der Weiterf\u00fchrung des Prozesses stehe nichts entgegen.<\/p>\n<p>Am 4. Dezember 1899 setzte Papst Leo XIII. die Kommission zur Einleitung des Verfahrens ein. In dem Dekret ist zu lesen: \u201eUnter den Bisch\u00f6fen der spanischen Kirche, die am \u00f6kumenischen Vatikanischen Konzil teilnahmen, findet sich der Mann, der aufgrund seiner Werke, seiner Worte und seines Rufes der Heiligkeit ber\u00fchmt ist, der Diener Gottes Antonio Mar\u00eda Claret \u2026\u201c<\/p>\n<p>Zwischen 1900 und 1921 wurden sowohl in Vic als auch an anderen Orten in Spanien die <em>apostolischen<\/em>Prozesse durchgef\u00fchrt mit dem Ziel, alle m\u00f6glichen Beweise bez\u00fcglich der Tugenden und Wunder des Dieners Gottes zu sammeln. Die ordentlichen Prozesse wurden ihrerseits in Rom best\u00e4tigt, und dort wurden die Nachforschungen und Studien fortgesetzt.<\/p>\n<p>Am 6. Januar 1926 erkl\u00e4rte Papst Pius XI. in einem Dekret die Heldenhaftigkeit der Tugenden des Dieners Gottes. In der Rede, die er bei dieser Gelegenheit hielt, nannte er den Ehrw\u00fcrdigen einen <em>modernen Apostel<\/em> und sagte: \u201eEs ist ein Titel, eine Ehre, ein Verdienst, das f\u00fcr Antonius Maria Claret kennzeichnend ist, dass er in einer \u00fcberaus gegl\u00fcckten Vereinigung den Dienst der Predigt, der N\u00e4chstenliebe, der pers\u00f6nlichen Arbeit mit der breitetesten, modernsten, kundigsten, lebendigsten, flei\u00dfigsten, in genialer Weise popul\u00e4ren Verwendung des Buches, der Brosch\u00fcre, des Flugblattes verband, das Zeit und Raum verschlingt.\u201c<\/p>\n<p>Am 18. Februar 1934 wurden die beiden Wunder feierlich erkl\u00e4rt, die seiner F\u00fcrsprache zugeschrieben wurden. Und am 24. Februar wurde das Seligsprechungsurteil ver\u00f6ffentlicht, aufgrund dessen man zur Seligsprechung des Dieners Gottes schreiten konnte.<\/p>\n<p>In diesen langen Jahren des Prozesses stand der Kongregation die m\u00fchsame Arbeit von zwei ber\u00fchmten Postulatoren zur Verf\u00fcgung: P. Jer\u00f3nimo Batll\u00f3 (1891 \u2013 1913) und P. Felipe Maroto (1913 \u2013 1934). Ihre Arbeit war sehr wertvoll und schwierig, weil sie sich den Hindernissen der <em>schwarzen Legende<\/em>entgegenstellten, die wir schon angesprochen haben. Gl\u00fccklicherweise konnte man am Ende die Wahrheit erkennen und sie erstrahlen lassen, um das Leben unserer Kirche zu erhellen.<\/p>\n<p><strong>Die erforderlichen Wunder<\/strong><\/p>\n<p>Das erste als solches anerkannte Wunder war die Heilung der f\u00fcnfzehnj\u00e4hrigen Javiera Mestre, die im Mai 1897 in L\u00e9rida (Spanien) an schwarzen Blattern litt. In Todesgefahr rief sie den ehrw\u00fcrdigen P. Claret um seine F\u00fcrsprache an und wurde von einem Tag auf den anderen vollkommen geheilt.<\/p>\n<p>Als Wunder wurde auch die Heilung des Jungen Antonio Maria \u00c1valos zur Pr\u00fcfung vorgelegt. Die drei \u00c4rzte, die Aussagen machten, stimmten in der Tatsache der Wunderheilung \u00fcberein, unterschieden sich jedoch bez\u00fcglich der Ursache der Erkrankung. Die Heilige Kongregation \u00fcberging dieses Wunder lieber und wandte sich einem anderen zu.<\/p>\n<p>Das zweite anerkannte Wunder war die Heilung von Schwester Benigna Sibila Alsina von der Vereinigung der Philipp-Neri-Schwestern, die 1930 ein schweres Krebsleiden im Unterleib bekam. Die \u00c4rzte entschieden sich als letztes Mittel zu einer Heilung f\u00fcr eine Operation, die aber wegen der \u00e4u\u00dfersten Schw\u00e4che der Patientin nicht durchgef\u00fchrt werden konnte. Die Kranke und ihre Mitschwestern baten Gott auf die F\u00fcrsprache des ehrw\u00fcrdigen Antonius Maria Claret, und die Heilung trat sofort und vollst\u00e4ndig ein.<\/p>\n<p><strong>Die Seligsprechungsfeier<\/strong><\/p>\n<p>Schlie\u00dflich kam der ersehnte 25. Februar 1934. P. Claret wurde im Petersdom seliggesprochen. Es war der Sonntag der Verkl\u00e4rung des Herrn, ein verlockendes Datum, um zu erkl\u00e4ren, dass das Leben des ehrw\u00fcrdigen Antonius Maria Claret von der Liebe des Herrn derart verkl\u00e4rt worden war, dass es zur Widerspiegelung seines Lichts als Missionar f\u00fcr ganz Spanien, Kuba, Italien und Frankreich wurde.<\/p>\n<p>In dem Apostolischen Schreiben, mit dem P. Claret zum Seligen erkl\u00e4rt wird, hei\u00dft es: \u201e\u2026 Von der Zeit der Apostel an bis in unsere Zeiten der Mission unter den Heiden sind wahrhafte Nachfolger Jesus Christi auserw\u00e4hlt worden, und zwar sicherlich nach dem Plan der g\u00f6ttlichen G\u00fcte, um die Menschen in einer gelegenen und angemessenen Weise dem g\u00f6ttlichen Erl\u00f6ser zuzuf\u00fchren, sei des durch ihr bewundernswertes Leben, sei es durch ihre Lehre. Im Verlauf des 19. Jahrhunderts zeigte sich diese Notwendigkeit deutlich, weil die Menschen, eingebildet aufgrund der Forschritte der Erfindungen, der Wissenschaften und der K\u00fcnste, leicht soweit kamen, dass sie Gott und seine Kirche verachteten und die Gesellschaft auf andere Grundmauern aufbauen wollten als auf das Fundament, das unser Herr Jesus Christus gelegt hat \u2026 In gleicher Weise erweckte er in seiner Kirche unter anderen herausragenden M\u00e4nnern desselben Jahrhunderts den ehrw\u00fcrdigen Diener Gottes Antonius Maria Claret, den Apostel aller spanischen Lande, der sich als Weltpriester und Pfarrer, als apostolischer Missionar, als Erzbischof und als Gr\u00fcnder der Kongregation der Missionare, S\u00f6hne des unbefleckten Herzens Mariens mit besonderem Flei\u00df daran machte, derartigen N\u00f6ten abzuhelfen, und uns dabei ein bewundernswertes Beispiel hinterlie\u00df, das wir nachahmen k\u00f6nnen.\u201c<\/p>\n<p>Papst Pius XI. trat nach der Seligsprechungsfeier in den Petersdom, um die Reliquien des neuen Seligen zu verehren und um seine F\u00fcrsprache zu erbitten. Am folgenden Tag richtete er eine Rede an die zahlreichen Pilger, die aus Spanien gekommen waren.<\/p>\n<p><strong>Widerhall im Leben der Kongregation<\/strong><\/p>\n<p>F\u00fcr die Kongregation war der ganze lange Prozess etwas gewesen, das man wie eine Zeit der Erwartung und der Sehnsucht erlebte. Der 13. Juni 1897 war ein bedeutsamer Zeitpunkt, da die sterblichen \u00dcberreste des Dieners Gottes aus dem Zisterzienserkloster Fontfroide (Frankreich) in die Merzedarierkirche in Vic neben dem Mutterhaus der Kongregation \u00fcberf\u00fchrt wurden.<\/p>\n<p>P. Juan Post\u00edus verfasste im Namen von P. General im Februar 1934 ein Rundschreiben, mit dem er alle Missionare ermunterte, sich vorzubereiten, um die Seligsprechung von Pater Stifter zu erleben. Er schlug vor, in allen unseren Kirchen am Seligsprechungstag selbst einen dreit\u00e4gigen Einkehrtag und eine eucharistisch-marianische Heilige Stunde zu halten.<\/p>\n<p>Die Seligsprechungsfeier war ein gro\u00dfes Fest f\u00fcr die ganze Kongregation, die sich durch die Mitglieder des kurz darauf stattfindenden Generalkapitels im Petersdom vertreten f\u00fchlen durfte.<\/p>\n<p>In der Tat war die Seligsprechung von Pater Stifter eine Gnadenstunde, die dem Leben der \u00fcber die ganze Erde verstreuten Missionare neue Dynamik verlieh. Der Weg der Nachfolge Jesu als Missionare im Stil von Claret war von der Kirche offiziell best\u00e4tigt worden als ein echter und fruchtbarer Weg der Heiligung. Das Licht dieses Ereignisses erhellte das Generalkapitel, das am 15. M\u00e4rz 1934 er\u00f6ffnet wurde.<\/p>\n<p><strong>Blicken wir in die Zukunft<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nachdem wir dieses so bedeutsame Familienereignis festgehalten haben, nehmen wir die Worte von Papst Pius XI. in der Audienz vor dem Generalkapitel auf, das zwanzig Tage nach der Seligsprechung von Pater Stifter stattfand: \u201e\u2026 Das bevorstehende Generalkapitel, das, wie es die Ordensleute, in deren Adern das missionarische Blut ihres heiligen Erzvaters pulst, nichts weniger sein kann als ein neuer Ausgangspunkt; denn so sehr sich Gott am Vergangenen erfreuen und daf\u00fcr danken kann, es bleibt immer etwas zu tun, immer mehr, immer besser \u2026\u201c Es liegt an uns, diese Geschichte weiterzuf\u00fchren, deren Wurzel heilig ist.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein langer und intensiver Prozess Das Zeugnis der pers\u00f6nlichen Integrit\u00e4t und missionarischen Heiligkeit von P. 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