{"id":26947,"date":"2018-08-22T07:29:29","date_gmt":"2018-08-22T05:29:29","guid":{"rendered":"https:\/\/www.claret.org\/18-de-april-p-esteban-sala-mitgrunder-und-erster-generaloberer\/"},"modified":"2018-08-22T07:29:29","modified_gmt":"2018-08-22T05:29:29","slug":"18-de-april-p-esteban-sala-mitgrunder-und-erster-generaloberer","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.claret.org\/de\/ephemeride\/18-de-april-p-esteban-sala-mitgrunder-und-erster-generaloberer\/","title":{"rendered":"18 de April &#8211; P. Esteban Sala, Mitgr\u00fcnder und erster Generaloberer"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Esteban Sala y Masnou ist am 28. Mai 1812 im Bauernhaus Sala geboren, das zu der Pfarrei San Mart\u00edn de Sescors (Provinz Barcelona) geh\u00f6rt. Sein Vater war von seiner ersten Frau verwitwet, mit der er drei Kinder hatte. Esteban ging aus der zweiten Ehe hervor. Er war das f\u00fcnfte von sechs Geschwistern, von denen drei Ordensleute wurden, einer Claretiner und die anderen beiden Benediktiner. Eine von diesen Benediktinern war P. Bernardo, der sich aufgrund der Exklaustration der Ordensleute in Spanien aus seinem Kloster zur\u00fcckziehen musste und sich unserer frisch gegr\u00fcndeten Kongregation anschloss, wo er 26 Jahre blieb, bis er 1875 wieder in den Benediktinerorden eintrat, und zwar in das Kloster Montserrat.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www2.claret.org\/sites\/default\/files\/imagenes\/espiritualidad\/calendario\/12-esteban_sala.jpg?resize=298%2C447\" alt=\"12-esteban_sala.jpg\" width=\"298\" height=\"447\" title=\"\"><strong>Zum Menschenfischer berufen<\/strong><\/p>\n<p>Esteban sp\u00fcrte den ersten Ruf des Herrn als Kind. Eines Tages, als er sich beim Fischerspielen vergn\u00fcgte, erfuhr er innerlich den Ruf des Herrn, der zu ihm sagte: \u201eWerde ein Seelenfischer!\u201c Es war ein Anliegen, das ihn zutiefst durchdrang und ihn einlud, in die Fu\u00dfstapfen der ersten Fischer zu treten, die alles zur\u00fccklie\u00dfen und Christus nachfolgten. Mit elf Jahren begann er den Lateinunterricht in Manlleu und machte dann die Rhetorik bei den Piaristen in Moy\u00e1. 1828 ging er ins Seminar nach Vic, um Philosophie zu studieren. Nach drei Jahren kam er an die Universit\u00e4t Cervera, um Theologie zu studieren. Dort verbanden sich seine gl\u00e4nzenden intellektuellen F\u00e4higkeiten mit seinem lebhaften Wunsch, sich auf eine T\u00e4tigkeit als Priester vorzubereiten. 1834 erhielt er den Grad eines Bakkalaureus der Theologie; er erreichte ein so hohes Niveau, dass er sofort zum Ersatzdozenten f\u00fcr Theologie ernannt wurde, w\u00e4hrend er seine eigenen Studien fortsetzte. 1836 kehrte er nach Vic zur\u00fcck, um dort das siebte Studienjahr zu machen. Auch dort ragte er als sehr f\u00e4higer und gl\u00e4nzender Student heraus.<\/p>\n<p>In diesen Jahren erlebte Spanien Zeiten schwerer politischer Ersch\u00fctterung. Die antiklerikalen Gesetze verboten neue Priesterweihen. Esteban musste zwei Jahre warten, bis er am 29. September 1839 vom Bischof von Solsona zum Priester geweiht wurde. Alles war bereit, seinen Dienst aufzunehmen.<\/p>\n<p>Im Oktober 1840 wurde er als Grundschul- und Lateinlehrer mit dem Titel eines Vikars des Pfarrers in die Kleinstadt Vallfogona versetzt. Ein solches Amt war f\u00fcr viele Kleriker wegen der guten Bezahlung sehr erstrebenswert. 1842 erhielt er ein Benefizium am Dom von Vic. Wie man sieht, war die kirchliche Laufbahn von P. Esteban Sala weitangelegt und weckte immer gr\u00f6\u00dfere Erwartungen.<\/p>\n<p><strong>Eine Begegnung, die ihn beeindruckte und zur Umkehr des Herzens f\u00fchrte<\/strong><\/p>\n<p>Am 1. M\u00e4rz 1843 nahm P. Claret im Alter von 35 Jahren seine intensive missionarische T\u00e4tigkeit in ganz Katalonien wieder auf. Er lebte in \u00e4u\u00dferster Armut, war zu Fu\u00df unterwegs, zog unermessliche Menschenmengen an, die von \u00fcberallher kamen, um sein schlichtes und durchdringendes evangeliumsgem\u00e4\u00dfes Wort zu h\u00f6ren. Er arbeitete von vier Uhr Morgens ohne Pause und ohne Erm\u00fcdung. Die Bekehrungen waren zahllos. Im Juli desselben Jahres leitete P. Claret auf Bitten des Klerus, der von seinem missionarischen Eifer beeindruckt war, in Campdev\u00e0nol zum ersten Mal Exerzitien f\u00fcr Priester. Angesichts des Erfolgs dieser Erfahrung hielt er anschlie\u00dfend einen weiteren Kurs in Gombreny, an dem mehrere Priester aus der Gegend teilnahmen, darunter auch P. Esteban Sala. Dort lernte er den bereits ber\u00fchmten Missionar Kataloniens kennen.<\/p>\n<p>Von dieser Begegnung an, die eine Erleuchtung f\u00fcr sein Leben war, hatte P. Esteban Sala eine starke Gotteserfahrung, die ihn sp\u00fcren lie\u00df, dass er berufen war, sein Leben ganz f\u00fcr die Missionen einzusetzen. Er lie\u00df seine vielversprechende und erfolgreiche kirchliche Laufbahn, die mit seiner Priesterweihe begonnen hatte, hinter sich, um einem neuen Lebensstil die T\u00fcr zu \u00f6ffnen: das Wort des Herrn mit apostolischem Feuer und missionarischer Freiheit verk\u00fcnden. Seine vielen Begabungen als Prediger stellten sich in den Dienst der Missionspredigten, die in den verschiedenen Orten Kataloniens gehalten wurden. Er begleitete P. Claret bei mehreren seiner apostolischen Kampagnen.<\/p>\n<p><strong>Der Erbe Clarets<\/strong><\/p>\n<p>Als Claret von den Kanarischen Inseln zur\u00fcckkehrte, begann er alle Schritte zur Vorbereitung der Gr\u00fcndung einer Kongregation von Missionaren. P. Esteban Sala war einer der ersten, mit denen P. Claret f\u00fcr die neue Gr\u00fcndung rechnete: Er hatte bereits mit ihm gearbeitet und betrachtete ihn als einen Menschen, der vom selben missionarischen Geist beseelt war. Am 16. Juli 1849 war P. Sala in der Gruppe, mit der das gro\u00dfe Werk seinen Anfang nahm, und w\u00e4hrend des ganzen ersten Jahres befassten sie sich mit einer intensiven missionarischen Vorbereitung, die der Gr\u00fcnder selbst erteilte.<\/p>\n<p>Die Nachricht, dass P. Claret zum Erzbischof von Santiago de Cuba ernannt wurden war, war f\u00fcr alle ein ganz schwerer Schlag. P. Esteban Sala fiel es zu, P. Claret bei der Entscheidungsfindung zu begleiten und nach der Entscheidung der Gemeinschaft zu verk\u00fcnden, dass er weggehen w\u00fcrde. Wie anzunehmen war, wurde P. Esteban Sala gew\u00e4hlt, um den Gr\u00fcnder in der Leitung der neuentstandenen Gemeinschaft zu ersetzen; er wurde ja schon in ganz Katalonien als der Erbe Clarets betrachtet.<\/p>\n<p><strong>Gl\u00fchender missionarischer Geist<\/strong><\/p>\n<p>P. Esteban Sala ragte in seinem apostolischen Leben vor allem durch seine gut Bef\u00e4higung zum Predigen heraus. Er hielt Exerzitien f\u00fcr Priester, Ordensschwestern und Laien. Das Merzedarierhaus in Vic wurde f\u00fcr viele Menschen, die P. Sala suchten, zu einem Raum der Erneuerung. Er hielt auch Volksmissionen.<br \/>\nEr bem\u00fchte sich beharrlich um die Neustrukturierung und Konsolidierung der Kongregation der Karmelitinnen von der N\u00e4chstenliebe, die in Vic gegr\u00fcndet waren. Von Februar 1851 an \u00fcbernahm er die Generalleitung dieser Kongregation und leistete eine beschwerliche und wirksame F\u00fchrungsarbeit, die den Schwestern half, die Schwierigkeiten zu \u00fcberwinden, die sie durchmachten. Im Juni 1854 sah er sich gezwungen, von diesem Amt zur\u00fcckzutreten, da die Mitbr\u00fcder in seiner Gemeinschaft von ihm mehr Einsatz in der F\u00fchrung der eigenen Vereinigung verlangten.<\/p>\n<p>Hervorzuheben ist auch sein Einsatz f\u00fcr die jungen Menschen. Es machte ihm Sorge, dass die jungen Menschen nach den Missionen zu einem christlicheren Leben motiviert waren, dass sich dann aber alles wieder aufl\u00f6ste, weil es an Mitteln zur Beharrlichkeit fehlte. Seit 1851 begann er, diese jungen Menschen in Ch\u00f6ren zu gruppieren, um ihre guten Vors\u00e4tze zu erhalten und damit sie sp\u00fcrten, dass sie Wegweisung und Begleitung erhielten. Er schrieb zwei Werke, um dieses Projekt zu konsolidieren.<\/p>\n<p>Schlie\u00dflich war er ein guter Ratgeber und geistlicher Leiter f\u00fcr einen Gro\u00dfteil des Klerus von Katalonien.<\/p>\n<p><strong>Ein Oberer, der die erste Gemeinschaft zusammenhielt<\/strong><\/p>\n<p>Viele erwarteten, dass sich bei den Qualit\u00e4ten von P. Esteban Sala die Kongregation schnell ausbreiten w\u00fcrde, doch das war nicht der Fall. In der Tat, als er nach acht Jahren in der Generalleitung starb, hielt sich die Kongregation mit f\u00fcnfzehn Mitgliedern nur im Haus in Vic. Die zahlenm\u00e4\u00dfige Ausbreitung der Kongregation war nicht der Auftrag, den P. Esteban Sala \u00fcbernahm. An ihm war es, ein sehr zerbrechliches Werk in seine H\u00e4nde zu nehmen. Es war nicht leicht, diese neu entstandene Vereinigung zu festigen, der der Gr\u00fcnder so bald entrissen wurde. P. Esteban Sala musste der Vermittler des Bezugs zum Gr\u00fcnder sein und musste die urspr\u00fcngliche Gruppe mit einer missionarischen Mystik n\u00e4hren, die sie f\u00fcr die k\u00fcnftige Ausbreitung festigte. Diesbez\u00fcglich sagt sein Biograph: \u201eOhne die Heiligkeit, das Ansehen, die Liebensw\u00fcrdigkeit und die Sanftheit des ersten Oberen ist es fast sicher, dass von jenen Priestern, die sich zur Ausf\u00fchrung eines so gro\u00dfen Unternehmens zusammengefunden hatten, wie es die Gr\u00fcndung einer Vereinigung von Missionaren war, und die miteinander nur durch das Band der gegenseitigen Liebe und Freundschaft verbunden waren, jeder einzelne auf seinem Weg gest\u00fcrzt w\u00e4re und dass sich das ganze Werk aufgel\u00f6st h\u00e4tte wie das Salz im Wasser. Die au\u00dferordentlichen guten Eigenschaften des ersten Oberen waren das goldene Band, das die vier verbliebenen Mitgr\u00fcnder und mehrere weitere Missionare, die in den Jahren unter seiner Leitung in die Kongregation eintraten und ihr immer treu blieben, nach der Abreise von P. Claret nach Kuba best\u00e4ndig in dem Unternehmen vereint erhielt.\u201c<\/p>\n<p><strong>Die letzte Bestimmung<\/strong><\/p>\n<p>Als P. Claret zum Beichtvater der K\u00f6nigin ernannt wurde, war der Erzbischofssitz in Santiago den Kuba vakant. P. Claret dachte an keinen geeigneteren, der sein Werk fortsetzen k\u00f6nnte, als an P. Sala, denn er war der Meinung, dass er denselben Geist besa\u00df wie er. P. Esteban Sala verweigerte sich diesem Vorschlag standhaft, doch der Nachdruck war derart, dass anscheinend keine andere M\u00f6glichkeit blieb. Er erhielt die Best\u00e4tigung, dass er vorgeschlagen war, als er in Barcelona die Er\u00f6ffnung des k\u00fcnftigen Missionshauses in Gracia betrieb und Exerzitien f\u00fcr den Klerus hielt. Nach einem Exerzitienkurs f\u00fcr Ordensschwestern f\u00fchlte er sich unwohl, und seine Gesundheit verfiel schnell, bis er am 18. April 1858 in Barcelona ins Haus des Vaters gerufen wurde.<\/p>\n<p>P. Jos\u00e9 Xifr\u00e9, der ihm als Generaloberer nachfolgte, hinterlie\u00df uns ein sehr ausdrucksstarkes Portr\u00e4t von P. Esteban Sala: \u201e\u2026 Er war mit so vielen k\u00f6rperlich-sittlichen Gaben ausgestattet und geziert, die jedes Lob \u00fcbertrafen. K\u00f6rperlich war er von normaler Statur und angenehmer Gestalt. Seine deutliche Stimme mit guter Aussprache. Er war gut gebildet und kultiviert. Einfach in seinen Umgangsformen. Im sittlichen Bereich war er noch vollendeter. Seine Bescheidenheit war bekannt; schon seine Anwesenheit vers\u00f6hnte alle. Er war in allem wahrhaft untadelig. Er war sehr dem\u00fctig und sanftm\u00fctig von Herzen, eifrig und vor allem so keusch und rein von Herzen, dass wir glauben, behaupten zu d\u00fcrfen, er sei gestorben, ohne die Taufgnade verloren zu haben. Als Talent geh\u00f6rte er zu den besten, die es an der damaligen Universit\u00e4t Cervera gab. Als Redner geh\u00f6rte er zu den am besten beleumundeten seiner Zeit im F\u00fcrstentum Katalonien. Er hatte mit gutem Erfolg mehrere Missionen und Exerzitien f\u00fcr den Klerus, f\u00fcr Studenten und f\u00fcr Schwesterngemeinschaften gehalten. Seine Krankheit war das Scharlachfieber, zu dem sich eine Gehirnblutung gesellte. Er starb heiligm\u00e4\u00dfig, wie er gelebt hatte \u2026\u201c<\/p>\n<p><strong>Ein Mitbruder, der noch heute zu uns spricht<\/strong><\/p>\n<p>Die Erinnerung an P. Esteban Sala ist eine deutliche Einladung zur st\u00e4ndigen missionarischen Umkehr, uns nicht festzusetzen, immer offen zu sein f\u00fcr den Eindruck und die \u00dcberraschungen Gottes. Wir sind Menschen, die den gleichen missionarischen Geist haben wie P. Claret und die berufen sind, ihn in F\u00fclle zu leben. Wichtig sind nicht die Zahlen und die Ergebnisse unserer Werke, sondern dass wir uns ganz unserem missionarischen Auftrag hingeben.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Esteban Sala y Masnou ist am 28. Mai 1812 im Bauernhaus Sala geboren, das zu der Pfarrei San Mart\u00edn de Sescors (Provinz Barcelona) geh\u00f6rt. Sein Vater war von seiner ersten Frau verwitwet, mit der er drei Kinder hatte. Esteban ging aus der zweiten Ehe hervor. 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