{"id":27708,"date":"2018-09-04T08:57:52","date_gmt":"2018-09-04T06:57:52","guid":{"rendered":"https:\/\/www.claret.org\/fecha-7-de-mai-heiligsprechung-von-pater-stifter\/"},"modified":"2018-09-04T08:57:52","modified_gmt":"2018-09-04T06:57:52","slug":"fecha-7-de-mai-heiligsprechung-von-pater-stifter","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.claret.org\/de\/ephemeride\/fecha-7-de-mai-heiligsprechung-von-pater-stifter\/","title":{"rendered":"Fecha: 7 de Mai &#8211; Heiligsprechung von Pater Stifter"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Sobald unser Pater Stifter am 25. Februar 1934 seliggesprochen war, k\u00fcmmerte sich die Kongregation sofort um die Weiterf\u00fchrung des Prozesses bis zur Heiligsprechung. In der Tat unterzeichnete Papst Pius XI. am 6. Juli 1938 die Wiederaufnahme des Prozesses des seligen Claret. Zwischen 1941 und 1948 fanden mehrere Prozesse in Kuba, Rom, C\u00f3rdoba und Barcelona statt. Im Februar 1948 erteilte der Papst die Dispens von der Diskussion \u00fcber die G\u00fcltigkeit dieser Prozesse, eine Gnade, die nur sehr selten gew\u00e4hrt wurde.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nachdem die jeweiligen Formalit\u00e4ten erledigt waren, erkl\u00e4rte Papst Pius XII. am 12. Januar 1950, man verf\u00fcge bereits \u00fcber die beiden neuen Wunder: die Heilung von Schwester Josefina Mar\u00edn am 11. und 12. Mai 1934 in Santiago de Cuba vom Krebs und die Heilung von Frau Elena Flores am 9. Mai 1948 in C\u00f3rdoba von einer halbseitigen L\u00e4hmung infolge einer Gehirnverletzung.<\/p>\n<p>Am 5. M\u00e4rz erkl\u00e4rte der Heilige Vater feierlich, man k\u00f6nne mit Sicherheit zur feierlichen Heiligsprechung schreiten. Am 26. M\u00e4rz stimmte der Papst dem positiven Urteil zu, das die Kardin\u00e4le in verschiedenen Konsistorien, die zuvor stattgefunden hatten, ausgesprochen hatten.<\/p>\n<p>Die Arbeit von P. Felipe Maroto als Prokurator des Prozesses endete mit der Seiligsprechung von Pater Stifter, da ihn das Generalkapitel im selben Jahr zum Generaloberen der Kongregation w\u00e4hlte. Der neue Prokurator war von 1934 bis 1947 P. Juan Post\u00edus, der diesen Dienst inmitten der Verfolgung \u00fcbernehmen musste, zu der es gegen die Kirche im Spanischen B\u00fcrgerkrieg von 1936 kam. Nachdem ihr ein Jahr lang P. Demetrio Barriuso ersetzt hatte, \u00fcbernahm 1948 P. Anastasio Guti\u00e9rrez das Amt des Postulators, der das Gl\u00fcck hatte, zum Ziel der Heiligsprechung zu gelangen.<\/p>\n<p><strong>Die Vorbereitungen<\/strong><\/p>\n<p>Damit sich die Kongregation besser darauf vorbereiten konnte, die Heiligsprechung von P. Claret zu erleben, schuf der Generalrat am 16. August 1949 das Claret-Sekretariat mit einer zweifachen Aufgabe: unmittelbar sollte es das Fest der Heiligsprechung vorbereiten, auf Dauer sollte es Werk und missionarischen Auftrag des Gr\u00fcnders auf die Gegenwart anwenden. Dieses Sekretariat \u00fcbernahm P. Arcadio Larraona  mit P. Eduardo Fabregat und P. Anastasio Guti\u00e9rrez als Mitarbeitern. Von dieser Seite wurden mehrere Kommissionen eingesetzt, die den Auftrag hatten, alles bereit zu haben: Wallfahrten, Gottesdienste, Unterk\u00fcnfte, Werbung usw.<\/p>\n<p>Die Wallfahrer kamen zu Tausenden, haupts\u00e4chlich aus Spanien und auch aus Italien, Deutschland, Frankreich, Argentinien, Kolumbien, Chile, den Vereinigten Staaten, England, Mexiko, Peru, Panama, Uruguay, \u00c4quatorialguinea und Venezuela. Diese Wallfahrten wurden von \u00fcber f\u00fcnfhundert Claretiner-Missionaren begleitet, die diese Reise in eine intensive Glaubenserfahrung f\u00fcr alle Teilnehmer zu verwandeln suchten. Es wurden viele und unterschiedliche Exemplare des Lebens von P. Claret und Bildchen herausgegeben, um die Gestalt des neuen Heiligen allen Interessierten nahezubringen.<\/p>\n<p>Am fr\u00fchen Morgen des 7. Mai erneuerten alle Claretiner, die im Generalat in der Via Giulia Unterkunft gefunden hatten, nach einer tief empfundenen Ansprache von P. General ihre Gel\u00fcbde als bestes Zeichen der Bereitschaft, dieses Geschenk anzunehmen.<\/p>\n<p><strong>Die erlebte Feier im Jahr 1950<\/strong><\/p>\n<p>Der Petersdom in Rom war mit \u00fcber f\u00fcnftausend Wallfahrern gef\u00fcllt. Um halb neun Uhr vormittags begannen der Heiligsprechungsritus und die Eucharistie, die Papst Pius XII. zelebrierte. Der entscheidende und bewegendste Moment war, als der Papst sein endg\u00fcltiges lehramtliches Urteil sprach: \u201eWir verf\u00fcgen und bestimmen, dass der selige Antonius Maria Claret, Bischof und Beichtvater, heilig ist, und nehmen ihn in das Verzeichnis der Heiligen auf.\u201c<\/p>\n<p>Nach diesem intensiven liturgischen Tagesablauf kamen alle Missionare zusammen, um im Palazzo Salvati in Rom miteinander ein br\u00fcderliches Mahl zu halten. Es waren \u00fcber f\u00fcnfhundert Missionare, die aus allen Teilen der Welt gekommen waren.<\/p>\n<p>Zum Abschluss des Tages sendete Radio Vatikan um neun Uhr abends eine Botschaft von P. General, in der er sagte: \u201e\u2026 Claret ist gleicherma\u00dfen gro\u00df als Heiliger, als Bischof und als Gr\u00fcnder. Er ist in der zeitlichen Abfolge der zehnte unter den heiligen Bisch\u00f6fen Spaniens, der vierte im gro\u00dfen Viergespann der heiligen spanischen Gr\u00fcnder Dominikus Guzm\u00e1n, Ignatius von Loyola, Jos\u00e9 de Calasanz und Antonius Maria Claret, und der erste von den Konzilsv\u00e4tern des Vatikanischen Konzils, der zur Ehre der Alt\u00e4re gelangt \u2026\u201c<\/p>\n<p>Am folgenden Tag skizzierte Papst Pius XII. in der Sonderaudienz f\u00fcr die claretinischen Wallfahrer ein glanzvolles Portr\u00e4t von Pater Stifter: \u201eEine gro\u00dfe Seele, wie geschaffen, um Gegens\u00e4tze zu vereinen; von niedriger Herkunft und ruhmreich in den Augen der Welt; klein von Gestalt, doch riesig im Geist; von bescheidenem \u00c4u\u00dferen, doch ehrfurchtgebietend selbst bei den Gro\u00dfen der Erde; mit einem kraftvollen Charakter, doch mit der sanften Milde dessen, der den Z\u00fcgel der Gen\u00fcgsamkeit und der Bu\u00dfe kennt; immer in der Gegenwart Gottes, selbst inmitten seiner au\u00dferordentlichen \u00e4u\u00dferen T\u00e4tigkeit; verleumdet und bewundert, gepriesen und verfolgt; und unter so viel Wunderbarem wie ein sanftes Licht, das alles erhellt, seine Ergebenheit an die Gottesmutter.\u201c<\/p>\n<p><strong>Die Heiligsprechung als Impuls zum hundertj\u00e4hrigen Bestehen der Kongregation<\/strong><\/p>\n<p>Das Jahr 1949 war f\u00fcr unsere Kongregation ein ganz besonderes Jahr, da das hundertj\u00e4hrige Bestehen des gro\u00dfen Werkes gefeiert wurde, das P. Claret mit f\u00fcnf Gef\u00e4hrten in Vic begonnen hatte. In diesem Jubil\u00e4umsjahr fand in Castelgandolfo das 15. Generalkapitel statt, bei dem der einzige nichtspanische Teilnehmer, der Deutsche P. Peter Schweiger, zum Generaloberen gew\u00e4hlt wurde. Ein weiteres Zeichen der universalen Offenheit unserer Kongregation. Der neue Generalobere dr\u00fcckte es in seiner ersten Botschaft an die Missionare so aus: \u201eMir scheint, dass die Verherrlichung unseres Vaters die Auszeichnung sein wird, die der Himmel und die Kirche uns f\u00fcr dieses Jubil\u00e4umsjahr zum hundertj\u00e4hrigen Bestehen zur\u00fcckgelegt haben, und sicher konnten wir f\u00fcr unseren seligen Vater und f\u00fcr unsere geliebte Kongregation nichts Besseres ersehnen \u2026 Die Heiligsprechung des Gr\u00fcnders ist die h\u00f6chste Ehre, die eine Ordensgemeinschaft erlangen kann \u2026\u201c<\/p>\n<p>Die Kongregation, die sich gerade von dem gro\u00dfen Schlag erholt hatte, den der Tod von \u00fcber 270 Missionaren im Spanischen B\u00fcrgerkrieg bedeutete, war sich bewusst, zwei Ereignisse zu erleben, die f\u00fcr ihr missionarisches Leben bedeutsam waren. Einerseits das Jubil\u00e4um zum hundertj\u00e4hrigen Bestehen mit unwiderleglichen Zeugnissen der apostolischen Heiligkeit und der Hingabe im Martyrium, andererseits die amtliche Best\u00e4tigung durch die Kirche, dass ihr Charisma ein echter missionarischer Weg zur Heiligkeit ist, der vom eigenen Gr\u00fcnder in vollem Ma\u00df gelebt wurde. Die T\u00fcr \u00f6ffnete sich zu einem neuen Jahrhundert voller Leben, Freude und Hoffnung.<\/p>\n<p><strong>Von Claret zu neuen missionarischen Horizonten gef\u00fchrt<\/strong><\/p>\n<p>Inmitten all dieser Feiern blieb die Kongregation nicht bei einem selbstgef\u00e4lligen Blick auf die Vergangenheit stehen, sondern erfuhr einen starken Ruf, weiterhin neue Perspektiven und missionarische Horizonte aufzutun.<\/p>\n<p>P. General bemerkte in der Abschlussrede bei der Agape unter den Claretinern nach der Seligsprechung, von diesem Tag an w\u00fcrden sich der Kongregation drei Wege auftun, die wir intensiver leben m\u00fcssten: die Heiligkeit, da wir den neuen Heiligen als Vorbild haben; die Katholizit\u00e4t, die sich in der Vielzahl der Nationalit\u00e4ten der Wallfahrer erwies und die uns einl\u00e4dt, keine Beschr\u00e4nkungen auf Rassen oder Grenzen zu kennen; und das claretinische Apostolat, das uns dazu bringt, uns aller m\u00f6glichen Mittel zu bedienen, damit die Menschen Gott erkennen, ihn lieben und ihm dienen.<\/p>\n<p>Die Feier wurde zu einem lebendigen Impuls, unserer missionarischen Berufung in gr\u00f6\u00dferer Treue zu folgen. Mit der Verherrlichung unseres Vaters f\u00fchlten sich seine S\u00f6hne und T\u00f6chter st\u00e4rker denn je verpflichtet, das reiche Erbe, das er uns hinterlassen hatte, so gewinnbringend wie irgend m\u00f6glich einzusetzen. In der Tat regte dieser Gipfelpunkt zu neuen missionarischen Wegen an. Und so schlug P. General vor, die Heiligsprechung von Antonius Maria Claret und das Jubil\u00e4umsjahr zum hundertj\u00e4hrigen Bestehen sollten der Ausgangspunkt sein f\u00fcr neue Unternehmungen und insbesondere daf\u00fcr, eine neue Mission ad gentes zu \u00fcbernehmen, die in Japan sein k\u00f6nnte. Die Idee wurde von der ganzen Generalleitung mit Befriedigung aufgenommen, und man dachte nur noch dar\u00fcber nach, wie man eine Gelegenheit finden und die Idee zur Ausf\u00fchrung bringen k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>Es ist nun an uns, dieser missionarischen Dynamik Kontinuit\u00e4t zu verleihen, die im Anschluss an die Heiligsprechung unseres Pater Stifter geweckt wurde. Wir sind aufgerufen, heilig zu sein wie er, indem wir Missionare sind, die mit Einsatz und Kreativit\u00e4t neue Grenzen der Verk\u00fcndigung des Evangeliums auftun.<\/p>\n<p>Wir k\u00f6nnen diesen Tag als eine ausdr\u00fcckliche Einladung feiern, unsere eigene missionarische Berufung nach dem Beispiel von Pater Stifter in Heiligkeit zu leben. \u201e\u2026 Antonius Maria Claret wurde von der Kirche heiliggesprochen. Sie hat anerkannt, dass er f\u00fcr alle Glaubenden ein Muster f\u00fcr ein Leben nach dem Evangelium und f\u00fcr den missionarischen Einsatz ist. Unsere Kongregation hat eine heilige Wurzel, die von der Kirche als solche anerkannt ist. In der Heiligsprechung unseres Gr\u00fcnders sieht sich die Kongregation in ihm protologisch heiliggesprochen. Der heilige Antonius Maria Claret ist die entstehende Kongregation in ihrer Heiligkeit, in ihrer Utopie. Andererseits ist Antonius Maria Claret bereits die beginnende eschatologische Verwirklichung der Kongregation und von daher, von der eschatologischen Zukunft her, ruft er uns auf, den Weg zu gehen, der zur F\u00fclle f\u00fchrt.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sobald unser Pater Stifter am 25. Februar 1934 seliggesprochen war, k\u00fcmmerte sich die Kongregation sofort um die Weiterf\u00fchrung des Prozesses bis zur Heiligsprechung. In der Tat unterzeichnete Papst Pius XI. am 6. Juli 1938 die Wiederaufnahme des Prozesses des seligen Claret. Zwischen 1941 und 1948 fanden mehrere Prozesse in Kuba, Rom, C\u00f3rdoba und Barcelona statt. 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