{"id":27729,"date":"2018-09-04T09:15:39","date_gmt":"2018-09-04T07:15:39","guid":{"rendered":"https:\/\/www.claret.org\/fecha-24-de-februar-heiliger-matthias-apostel-und-mitpatron\/"},"modified":"2018-09-04T09:15:39","modified_gmt":"2018-09-04T07:15:39","slug":"fecha-24-de-februar-heiliger-matthias-apostel-und-mitpatron","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.claret.org\/de\/ephemeride\/fecha-24-de-februar-heiliger-matthias-apostel-und-mitpatron\/","title":{"rendered":"Fecha: 24 de Februar &#8211; Heiliger Matthias, Apostel und Mitpatron"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Der heilige Matthias, der heilige Paulus und der heilige Barnabas sind die einzigen, denen die kirchliche \u00dcberlieferung den Titel \u201eApostel\u201c zukommen l\u00e4sst, ohne dass sie zur vor\u00f6sterlichen Gruppe der Zw\u00f6lf geh\u00f6rt haben. Die biblische Information \u00fcber Matthias \u2013 dessen Name, eine Abschleifung von Mattatias, \u201eGabe Gottes\u201c bedeutet \u2013 ist minimal: Er wird nur in Apg 1,23-26 erw\u00e4hnt anl\u00e4sslich seiner Wahl zum Ersatzmann f\u00fcr Judas Iskariot.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die kleine Geschichte von der Wahl des Matthias ist historisch und theologisch von Interesse. In Bezug auf die Geschichte best\u00e4tigt der Fall des Matthias den Eindruck, den uns das vierte Evangelium best\u00e4ndig hinterl\u00e4sst: Die Gef\u00e4hrten Jesus w\u00e4hrend seines \u00f6ffentlichen Wirkens waren nicht nur die Zw\u00f6lf; es gab weitere M\u00e4nner und Frauen, die dem Propheten aus Galil\u00e4a in seinem Leben als Wanderprediger dauerhaft folgten. Wir k\u00f6nnen uns keine Vorstellung von der Zahl dieser Begleiter und Begleiterinnen machen. Die Apostelgeschichte liefert uns zwei Namen, die aus einer zahlreicheren Gruppe ausgew\u00e4hlt sind. Seit Eusebius von Caesarea wird Matthias als einer der zweiundsiebzig J\u00fcnger betrachtet, von denen Lukas spricht. Vielleicht ragten sowohl er als auch Josef Barsabas aus dieser Gruppe heraus.<\/p>\n<p>F\u00fcr den Verfasser der Apostelgeschichte hat die Wahl von Matthias auch ein besonderes theologisches Interesse: Der Platz, der wegen Judas unbesetzt ist, muss von einem anderen eingenommen werden, was er sogar mit einem Zitat aus der Schrift belegt: \u201eSein Amt soll ein anderer erhalten.\u201c Allerdings geschieht das dann nicht wieder, als er uns sp\u00e4ter in der Apostelgeschichte vom Tod des Zebed\u00e4ussohns Jakobus berichtet. Der Unterschied beruht darauf, dass in der Geburtsstunde der Kirche \u2013 die der dritte Evangelist mit Pfingsten gleichsetzt \u2013 die Gruppe der Zw\u00f6lf vollst\u00e4ndig sein muss: Es sind die neuen zw\u00f6lf Erzv\u00e4ter des neuen Gottesvolks, das im Entstehen begriffen ist. Jakobus stirbt dagegen, als die Kirche bereits gebildet ist, und man h\u00e4lt es nicht mehr f\u00fcr notwendig, die Zw\u00f6lfzahl wiederherzustellen.<\/p>\n<p>Theologisch gesprochen, kommen bei Matthias alle Kennzeichnen eines echten Apostels zusammen: Er folgte Jesus und h\u00f6rte ihn, wurde durch g\u00f6ttliches Einwirken gew\u00e4hlt, lebte die Gemeinschaft mit den anderen Erw\u00e4hlten und setzte sich ein, um Zeugnis von der Auferstehung des Herrn zu geben.<\/p>\n<p>Wie es bei mehreren von den Zw\u00f6lf der Fall ist, haben wir auch \u00fcber das weitere Wirken von Matthias keinerlei Informationen. Von der Kirchengeschichte des Eusebius (4. Jahrhundert) an nimmt man an, er habe das Christentum in \u00c4thiopien verk\u00fcndet, obzwar sein Grab in der Kirche der Benediktinerabtei in Trier (Deutschland), die eben Abtei St. Matthias hei\u00dft, verehrt wird; dorthin sei sein Leichnam auch Anordnung der heiligen Helena \u00fcberf\u00fchrt worden. Doch diese \u00dcberlieferung ist erst ab dem 11. Jahrhundert dokumentiert. An diesem Grab wird er folgenderma\u00dfen gepriesen: \u201eEr war sehr gelehrt im Gesetz des Herrn, rein am Leib und klug am Geist, scharfsinnig in der L\u00f6sung von biblischen Streitfragen, vorausschauender Ratgeber, ber\u00fchmter Prediger, er wirkte zahlreiche Wunder und gab Gott seinen Geist zur\u00fcck, indem er das Martyrium mit zum Himmel erhobenen H\u00e4nden erlitt.\u201c<\/p>\n<p><strong>Erw\u00e4gungen Clarets<\/strong><\/p>\n<p>Bei seinen \u00dcberlegungen zur Wahl von Matthias macht Claret eine Erw\u00e4gung \u00fcber die gute Leitung der Kirche: \u201eZwei Kandidaten waren vorgeschlagen, bei denen nach dem Urteil aller die Eigenschaften zusammenkamen, die notwendig waren, um in den Apostelstand erhoben zu werden. Josef und Matthias. Josef mit dem Beinamen \u201eder Gerechte\u201c war ein Verwandter Jesus, und doch fiel das Los nicht auf ihn, sondern auf Matthias. Gott, der nach der Schrift das Los aller lenkt und leitet, wollte damit zu verstehen gegeben, dass kirchliche W\u00fcrden nicht aufgrund von Verwandtschaft oder Freundschaft vergeben werden d\u00fcrfen, sondern gem\u00e4\u00df den Verdiensten und Talenten des Kandidaten.\u201c<\/p>\n<p>\u201eJesus nennt die Apostel seine Freunde, er macht sie zu Zeugen seiner Tugend, gibt ihnen Macht, Kranke zu heilen, D\u00e4monen auszutreiben und Tote aufzuerwecken. Mit einem Wort, sie sind erw\u00e4hlt und dazu bestimmt, das Evangelium auszubreiten und in der Welt das Reich Jesu Christi aufzurichten. Wenn also Matthias zu einem von ihnen erw\u00e4hlt wird, dann ist klar, dass seine Tugend nicht gew\u00f6hnlich war und dass sein Verdienst gro\u00df war. Es ist sicher, dass Gott unseren Heiligen im Voraus genannt hatte und dass ihm das Apostelamt von Ewigkeit bestimmt war. Trotzdem wollte er seine Wahl in Gegenwart der Kirche rechtfertigen und wollte, dass das Los geworfen wurde, damit die Tugend des Matthias umso heller erstrahlt.\u201c<\/p>\n<p>\u201eEs waren hundertzwanzig, die der heilige Petrus zur Versammlung einberief, und alle zweifellos mit einer herausragenden Tugend begabt, wie schon ihre Berufung \u00fcberzeugend darlegt. Es ist nicht m\u00f6glich, die Namen aller zu wissen, doch es gen\u00fcgt f\u00fcr meine Absicht, den Namen von einigen zu wissen. Ein heiliger Diakon Philipp, den der Engel f\u00fchrte, den K\u00e4mmerer der K\u00f6nigin Kandake zu taufen. Ein heiliger Lukas und ein heiliger Markus, die in der Prophezeiung Ezechiels vorgebildet sind als die, welche die Geschichte des Erl\u00f6sers formen sollten. Ein heiliger Barnabas, der als Apostel verehrt wird, weil er Paulus bei einem gro\u00dfen Teil seiner Reisen folgte und das Evangelium von Christus verk\u00fcndete. Ein heiliger Erzmartyrer Stephanus, dem der Himmel offenstand und dem der Trost zuteil wurde, Jesus zur Rechten Gottes des Vaters zu sehen, w\u00e4hrend ihn die Juden steinigten. Leitet nun daraus ab, meine Herren, auf welche so \u00fcberhohe Stufe sich die Heiligkeit unseres Apostels  erhoben haben muss, wenn er ihnen allen vorgezogen wurde. Welcher Eifer, welcher Glaube, welche Wahrheitsliebe, welche Sorge f\u00fcr die Kirche, welche Standhaftigkeit, welche Weisheit!\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der heilige Matthias, der heilige Paulus und der heilige Barnabas sind die einzigen, denen die kirchliche \u00dcberlieferung den Titel \u201eApostel\u201c zukommen l\u00e4sst, ohne dass sie zur vor\u00f6sterlichen Gruppe der Zw\u00f6lf geh\u00f6rt haben. 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