{"id":27753,"date":"2018-09-04T10:20:32","date_gmt":"2018-09-04T08:20:32","guid":{"rendered":"https:\/\/www.claret.org\/fecha-22-de-mai-heilige-joaquina-vedruna-grunderin-der-karmelitinnen-von-der-nachstenliebe\/"},"modified":"2018-09-04T10:20:32","modified_gmt":"2018-09-04T08:20:32","slug":"fecha-22-de-mai-heilige-joaquina-vedruna-grunderin-der-karmelitinnen-von-der-nachstenliebe","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.claret.org\/de\/ephemeride\/fecha-22-de-mai-heilige-joaquina-vedruna-grunderin-der-karmelitinnen-von-der-nachstenliebe\/","title":{"rendered":"Fecha: 22 de Mai &#8211; Heilige Joaquina Vedruna, Gr\u00fcnderin der Karmelitinnen von der N\u00e4chstenliebe"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Sie ist am 16. April 1783 in Barcelona geboren, wo sie nach 71 Jahren im Einsatz f\u00fcr Gott und im heldenhaften Dienst der N\u00e4chstenliebe am 28. August 1854 starb.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ihr erster Traum war es, sich Gott im beschaulichen Ordensleben zu weihen; doch sie legte es so aus, dass es der Wille Gottes war, dem Rat ihrer Eltern zu folgen, und entsprechend ihrer Ansicht schloss sie den Bund der Ehe mit Teodor de Mas, einem reichen Gutsbesitzer in Vic, Klagevertreter bei den Gerichten, einem jungen Mann, der ebenfalls seiner ersten Berufung zum Trappistenm\u00f6nch nicht hatte folgen k\u00f6nnen. Die Ehe war das Vorbild eines christlichen Haushalts, beispielhaft und fruchtbar. Sie hatten neun Kinder.<\/p>\n<p>Als sie erst 33 Jahre alt war, wurde sie Witwe. Doch sie verstand es, die unerwartete schwere Last ihrer Pflicht mutig zu tragen. Sie widmete sich zehn Jahre lang beharrlich der Sorge f\u00fcr ihre Kinder.<\/p>\n<p>Auch setzte sie sich f\u00fcr die Werke der Fr\u00f6mmigkeit und Liebe zu Gott und zu den Bed\u00fcrftigsten ein. Durch Gebet und ein intensives Leben der Bu\u00dfe trachtete sie danach, den Willen Gottes zu erkennen, um ihn mit vollem Einsatz erf\u00fcllen zu k\u00f6nnen. Ihre Bu\u00dfgesinnung f\u00fchrte sie zu Entschl\u00fcssen, die von der Radikalit\u00e4t des Evangeliums gepr\u00e4gt waren, wie als Schlafliege nur eine Matte zu haben und als Kopfkissen einen Stein. Ihre Bu\u00df\u00fcbungen hinderten sie nie daran, die Spit\u00e4ler in Vic und Igualada h\u00e4ufig zu besuchen.<\/p>\n<p>Doch sie sp\u00fcrte, dass sie der Herr zu einem Leben in radikaler Nachfolge rief. Und sie sah die Zeit gekommen, ihren Traum zu verwirklichen und Ordensfrau zu werden. So gingen die geheimnisvollen Pl\u00e4ne des Herrn in Erf\u00fcllung. Joachima Vedruna wiederholte, ohne es zu wissen, die Erfahrung von Johanna von Lestonnac und Franziska von Chantal. Sie sollte wie diese Mutter, heilige Witwe und Gr\u00fcnderin einer Ordensfamilie in der Kirche sein. Papst Pius XII. verstand es, anl\u00e4sslich ihrer Seligsprechung am 19. Mai 1949 folgendes ganz treues Portr\u00e4t von Joachima Vedruna zu umrei\u00dfen:<\/p>\n<p>\u201eIn der Ehe verbunden, verabscheute sie, soweit es ihr gestattet war, die Eitelkeiten der Welt, war in allem ihrem Gatten gehorsam, erf\u00fcllte sorgf\u00e4ltig ihre Verpflichtungen als Gattin und Mutter und erzog ihre Kinder mit bewundernswerten Ergebnissen, indem sie sie in ihren religi\u00f6sen und b\u00fcrgerlichen Pflichten heranbildete.\u201c<\/p>\n<p>Doch wohin sollte sie sich in der Stunde der Entscheidung und der Verpflichtung wenden, wo sollte sie anklopfen? Damals trat, von der Vorsehung geleitet, P  Esteban von Olot in ihr Leben, ein Kapuziner, der im Volk als <em>Apostel des Ampurd\u00e1n<\/em> bekannt war. Er wies ihr einen sicheren Weg. Die Heilige h\u00e4tte das beschauliche Leben vorgezogen, doch der Kapuziner zeigte ihr die dringenden N\u00f6te jener schrecklichen Zeiten und bedauerlichen Umst\u00e4nde. Man musste eine Institution gr\u00fcnden, die sich dem Unterricht und der Hilfe f\u00fcr die Kranken widmete. Man musste sich dringend um den Unterricht der M\u00e4dchen k\u00fcmmern, die so vernachl\u00e4ssigt waren. Joachima Vedruna machte sich in Beharrlichkeit und Demut daran, dieses vom Evangelium gepr\u00e4gte Programm auszugestalten. Am 26. Februar 1826 best\u00e4tigte Bischof Corcuera die neue Vereinigung, die unter den Schutz Unserer Lieben Frau vom Berge Karmel als Patronin gestellt wurde.<\/p>\n<p>Die Gr\u00fcndung stie\u00df auf viele Hindernisse gesellschaftlicher Art und Schikanen der Beh\u00f6rden und kam deshalb zun\u00e4chst wenig voran. Erst ab 1850 begann sie sich zu entfalten. Als die Vereinigung 1857 auf Betreiben Clarets die staatliche Anerkennung erhielt, lebte die Gr\u00fcnderin schon nicht mehr. Die p\u00e4pstliche Anerkennung kam im Jahr 1870, als Claret in Rom war.<\/p>\n<p>Die Karmelitinnen von der N\u00e4chstenliebe verstanden es, Pioniere zu sein. Sie dr\u00fcckten der Zeit ihren Stempel auf und erschlossen einen Weg, dem sp\u00e4ter verschiedene Kongregationen folgten. Sie waren die ersten Ordensschwestern in Spanien, die sich dem Unterricht widmeten. Das eigene Merkmal, das sie kennzeichnet, ist, dass die Heilige in ihrem Elternhaus und sp\u00e4ter in ihrem eigenen Haushalt das Umfeld einer Familie erlebte. Sie verstand es, der Vereinigung diese famili\u00e4re Atmosph\u00e4re einzuhauchen. Jede Gemeinschaft erfreute sich einer Atmosph\u00e4re des Vertrauens und der Herzlichkeit, wie ein heimeliger und offener Haushalt; man gab jene gesellschaftlichen Unterschiede \u2013 Mitgift, Abstammung, Bildung usw. \u2013 auf, die das Ordensleben so negativ entstellt hatten. Dieses famili\u00e4re Umfeld wurde auch auf die Z\u00f6glinge ausgeweitet, die den Vorzug hatten, dass sich die Schwestern vorbehaltlos einsetzten. Die gl\u00fccklichen jungen M\u00e4dchen lernten sehr schnell das so gl\u00fccklich abgewandelte Sprichwort: \u201eBildung tritt nicht mit dem Blut ein, sondern mit Liebe.\u201c<\/p>\n<p>Joachima Vedruna war eine mystische Seele. Brennpunkt ihres kontemplativen Lebens war das Geheimnis der Heiligsten Dreifaltigkeit, das sie auch ihren T\u00f6chtern einzupr\u00e4gen und zu vermitteln verstand. Sie wurde von Pius XII. am 12. April 1959 heiliggesprochen.<\/p>\n<p><strong>Erw\u00e4gungen Clarets<\/strong><\/p>\n<p>Der apostolische Eifer P. Clarets konnte nicht auf kleine R\u00e4ume beschr\u00e4nkt werden, sondern ging \u00fcber den Horizont der Di\u00f6zese hinaus, der zu eng war f\u00fcr ihn. \u201eMein Geist ist f\u00fcr die ganze Welt\u201c, schrieb Claret am 12. August 1849 an den Apostolischen Nuntius. Er verstand es, jede Ordensgemeinschaft, die in seiner Zeit entstand, zu ermutigen und zu f\u00f6rdern. Er sch\u00e4tzte sie als Werkzeuge f\u00fcr eine vertiefte und verbreiterte Verk\u00fcndigung des Evangeliums. Sie waren Teil seiner apostolischen Familie, T\u00f6chter der Mutter Kirche, die sich um die geringsten und hilfsbed\u00fcrftigsten Br\u00fcder und Schwestern besorgt zeigte.<\/p>\n<p>Diese kl\u00e4renden Pinselstriche zum Geist P. Clarets helfen sehr gut, seine Zusammenarbeit mit Mutter Joachima Vedruna und der von ihr neu gegr\u00fcndeten Kongregation zu verstehen und zu bewerten. Sehen wir uns also die Beweggr\u00fcnde an, die diese f\u00fcr die Kirche so fruchtbare gegenseitige Beziehung kn\u00fcpften.<\/p>\n<p>Beginnen wir mit den Gr\u00fcnden des Herzens, die sich, auch wenn sie emotional waren, als sehr kraftvoll und wirksam erwiesen.<\/p>\n<p>\u2013   <em>Die Stimme des Blutes<\/em>. Das ist ein famili\u00e4rer Grund, der zutiefst anzieht. Karmelitin war eine Schwester von ihm, seine Schwester Maria, die in Sallent als <em>Pfarrhaush\u00e4lterin<\/em> mit ihm zusammenlebte und die Oberin in Borjas und Novizenmeisterin war. Auch drei Nichten von ihm waren Karmelitinnen: zwei T\u00f6chter seines Bruders Jos\u00e9 und eine seiner Schwester Rosa, \u00fcber die er in seiner Autobiographie bemerkte: \u201eSie ist diejenige, die mich besonders ins Herz geschlossen hat.\u201c Diese verwandtschaftliche Beziehung verlieh der beginnenden Kongregation, die immer schutzbed\u00fcrftig war, gro\u00dfes Vertrauen und Zugang.<\/p>\n<p>\u2013   Die Stimme des Ortes. Der Raum, in dem die Berufung Clarets entstand, wuchs und reifte, war Vic. Dort entstand die Kongregation der Missionare, S\u00f6hne des unbefleckten Herzens Mariens. Hier entfalteten sich auch die Gef\u00e4hrtinnen von Joachima Vedruna. Sie kannten sich, weil sie alle aus ein und demselben Ort stammten. In Vic herrschte ein Umfeld tiefer Spiritualit\u00e4t und gestaltete sie. Der Same des Evangeliums offenbarte sich als fruchtbar in einer reichen Zahl von Heiligen und ber\u00fchmten Gottesm\u00e4nnern und -frauen. Bischof Corcuera, der Claret ins Seminar aufnahm, best\u00e4tigte die Gr\u00fcndung der Karmelitinnen von der N\u00e4chstenliebe. Und P. Esteban Sala, Generaloberer der Kongregation, f\u00f6rderte sie und half ihnen sehr.<\/p>\n<p>Aber diese ganze von der Vorsehung geleitete Geschichte der Hilfe begann mit Exerzitien, die der Heilige im Juni 1843 in Vic f\u00fcr die Schwestern hielt. Ein gegenseitiges Vertrauen wurde zwischen P. Claret und Mutter Vedruna gekn\u00fcpft. Bischof Casadevall von Vic ernannte ihn zum geistlichen Leiter der Schwestern. Von da an hielt der Heilige jedes Jahr Exerzitien f\u00fcr sie und nutzte seine Aufenthalte in der Stadt, um ihnen Einkehrtage und Vortr\u00e4ge zu halten. Diese tiefe geistliche Beziehung brach nicht mehr ab.<\/p>\n<p>P. Claret schrieb 1850 die erste Ausgabe der Konstitutionen und bereitete sie zur Drucklegung vor. Er hauchte ihnen, wie es nicht anders sein konnte, einen ausgepr\u00e4gt apostolischen Geist der Offenheit ein. Und er half nicht nur, ihre Konstitutionen abzufassen, sondern tat auch alles ihm M\u00f6gliche, damit sie endg\u00fcltig gutgehei\u00dfen wurden. Er tat ihnen ein weites Feld f\u00fcr die Aus\u00fcbung ihrer wohlt\u00e4tigen Aktivit\u00e4ten auf. Er war, soweit es in seiner Hand lag, um die geistliche Dimension besorgt und auch im materiellen Bereich: Er zahlte ihnen Steuern und leistete ihnen Hilfe, als er die Bed\u00fcrftigkeit und den Mangel sah, in dem sie lebten.<\/p>\n<p>Es gibt klare Zeugnisse davon, wie er in harten Zeiten \u00fcber ihr \u00dcberleben wachte. Hier einige Zeilen aus einem Brief, der die Form eines Antrags Clarets an die K\u00f6nigin auf die staatliche Best\u00e4tigung der Vereinigung annimmt (28. Februar 1860):<\/p>\n<p>\u201eHerrin, Erzbischof Antonius Maria Claret wendet sich hochachtungsvoll an Eure Majest\u00e4t mit der Bitte um Ihren k\u00f6niglichen Schutz \u2026 und stellt den Antrag auf Anerkennung und Erkl\u00e4rung des legalen Bestehens der Vereinigung der Drittordenschwestern des Karmelordens.\u201c<\/p>\n<p>Dank seinem entscheidenden Einfluss \u00f6ffnete die Vereinigung bald ihre T\u00fcren f\u00fcr Katalonien und konnte sich \u00fcber ganz Spanien ausbreiten. Der Heilige besch\u00fctzte sie immer, stand zu ihrem Unterhalt und ihrem Verbleiben in den Ortschaften. Er war wahrhaftig ihr Verteidiger, Vater und guter Bruder.<\/p>\n<p>Die verschiedenen \u00c4mter, die Claret erhielt, trennten ihn nicht von ihnen, sondern verst\u00e4rkten seine Gunsterweise zugunsten der Schwestern. Er lie\u00df sich nie f\u00fcr Dienste oder Gunsterweise bezahlen. Er verwendete eine einzige Zahlungsform: Er bat sie im Gegenzug um ihr Gebet. Die Schwestern waren wie seine wachsamen Engel; ihnen empfahl er seine apostolischen Unternehmungen, vor allem die besonders gewagten.<\/p>\n<p>Er behandelte sie offenherzig und schlicht, wie es sich f\u00fcr liebe Mitglieder der Familie geh\u00f6rt, wie echte Schwestern. Als er in Rom war, \u00fcbernahmen sie seine Pflege und seine W\u00e4sche. Als er sich von ihnen verabschiedete, k\u00fcndige er ihnen humorvoll an, sie w\u00fcrden sich wiedersehen, \u201eweil sich die Menschen treffen, die Berge aber nicht\u201c.<\/p>\n<p>Ja, zwei Berge \u2013 aber nicht getrennt \u2013 waren der heilige Antonius Maria Claret und die heilige Joachima Vedruna. Gott brachte sie zusammen. Berge wie der Tabor, wo der Herr verkl\u00e4rt und in der Heiligkeit seiner S\u00f6hne und T\u00f6chter kundgetan wird und wo er uns, seinen S\u00f6hnen und T\u00f6chtern, weiterhin eine Botschaft offenbart: \u201eArbeitet zusammen, arbeitet gemeinsam, h\u00f6rt auf sie und setzt euch vorbehaltlos ein, wie sie es taten, f\u00fcr die Kirche und f\u00fcr die besonders bed\u00fcrftige Menschheit.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sie ist am 16. April 1783 in Barcelona geboren, wo sie nach 71 Jahren im Einsatz f\u00fcr Gott und im heldenhaften Dienst der N\u00e4chstenliebe am 28. August 1854 starb. 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