{"id":27762,"date":"2018-09-04T10:28:23","date_gmt":"2018-09-04T08:28:23","guid":{"rendered":"https:\/\/www.claret.org\/fecha-25-de-mai-heilige-maria-magdalena-von-pazzi-jungfrau\/"},"modified":"2018-09-04T10:28:23","modified_gmt":"2018-09-04T08:28:23","slug":"fecha-25-de-mai-heilige-maria-magdalena-von-pazzi-jungfrau","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.claret.org\/de\/ephemeride\/fecha-25-de-mai-heilige-maria-magdalena-von-pazzi-jungfrau\/","title":{"rendered":"Fecha: 25 de Mai &#8211; Heilige Maria Magdalena von Pazzi, Jungfrau"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Der heilige Antonius Maria Claret verehrte jene Frauen besonders, die zwar im Kloster lebten, aber wegen des Eifers f\u00fcr die Ehre Gottes und die Rettung der Seelen, der ihn ihren Herzen brannte, herausragten. Eine von ihnen war die heilige Maria Magdalena von Pazzi, deren Ged\u00e4chtnis wir heute feiern.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Diese gro\u00dfe Frau ist am 2. April 1566 in Florenz aus einer adligen Familie geboren. Sie wurde am Tag nach ihrer Geburt getauft und erhielt den Namen Katharina. Von Kind an hatte sie ein besonderes Gesp\u00fcr f\u00fcr das \u00fcbernat\u00fcrliche Leben und f\u00fchlte sich zum innigen Gespr\u00e4ch mit Jesus hingezogen. Sie erhielt eine gewissenhafte religi\u00f6se Bildung als interne Sch\u00fclerin der Frauen von San Giovannino. Sie empfing die Erstkommunion kurz vor ihrem 10. Geburtstag, und Tage darauf gab sie sich dem Herrn mit einem Jungfr\u00e4ulichkeitsversprechen f\u00fcr immer hin. Bald sollte ein Exodus durch verschiedene mystische Erfahrungen beginnen, die ihr ganzes Leben lang anhielten und ihr die Bezeichnung \u201edie Ekstatische\u201c eintrugen.<\/p>\n<p>Vom 14. August 1582 an lebte sie zwei Wochen lang im Karmelitinnenkloster der heiligen Maria von den Engeln mit, um die Regel kennenzulernen und zu pr\u00fcfen, ob diese ihrer besonderen Neigung gen\u00fcgte. Die Erfahrung \u00fcberstieg ihre innigsten W\u00fcnsche, und sie entschied sich, dort einzutreten. Dabei motivierte sie zweifellos auch das den Karmelitinnen damals als gro\u00dfe Ausnahme gew\u00e4hrte Privileg, t\u00e4glich kommunizieren zu d\u00fcrfen. Am 1. Dezember 1582, dem Samstag vor dem Ersten Adventssonntag, schritt Katharina f\u00fcr immer \u00fcber die Schwelle der Klausur und trat in die dortige Gemeinschaft der Karmelitinnen im Kloster Maria von den Engeln ein. Ihrem Wunsch, \u201eihrem gekreuzigten Br\u00e4utigam\u201c \u00e4hnlich zu werden, wurde stattgegeben, als sie den Entschluss fasste, die Welt zu verlassen und in den Karmel einzutreten, wo sie 1583 das Ordensgewand der Gemeinschaft und den Namen Schwester Maria Magdalena empfing.<\/p>\n<p>Im folgenden Jahr trat bei ihr eine geheimnisvolle Krankheit auf, die die \u00c4rzte f\u00fcr unheilbar erkl\u00e4rten. Die Oberinnen entschieden, sie sollte m\u00f6glichst bald die Ordensprofess machen. Diese erfolgte am 27. Mai, dem Fest der Heiligsten Dreifaltigkeit. Magdalena wurde in den Chor gebracht und legte vor dem Herrn f\u00fcr immer ihre Gel\u00fcbde der Keuschheit, der Armut und des Gehorsams ab, und zwar auf einer Bahre, die vor dem Marienaltar zurechtgemacht war. So begann ihr Weg als Professkarmelitin mit einem Leben, das ganz dem Gebet und der Bu\u00dfe gewidmet war. Am 16. Juli desselben Jahres 1584 war sie geheilt.<\/p>\n<p>Vom Zeitpunkt ihrer Erkrankung an begann eine intensive mystische Zeit, von der das Ger\u00fccht von den Ekstasen der jungen Frau seinen Ausgang nahm. Es handelte sich um mystische Erfahrungen, die mit dem Empfang der Kommunion verbunden waren und mehrere Stunden lang dauerten. Auch ging sie durch lange Jahre innerer L\u00e4uterung, gro\u00dfer Pr\u00fcfungen und Versuchungen hindurch. In diesen Zusammenhang ordnet sich ihr gl\u00fchender Einsatz f\u00fcr die Erneuerung der Kirche ein.<\/p>\n<p>Man erz\u00e4hlt die Anekdote, sie sei am 3  Mai 1592, in dem Jahr, in dem man ihr die Aufgabe als Sakristanin \u00fcbertrug, in einer ihrer mystischen Verz\u00fcckungen durch das ganze Kloster gelaufen, habe dabei die Glocke gel\u00e4utet und ihre Mitschwestern mit dem Schrei gerufen: \u201eKommt und liebt die Liebe!\u201c Der Ruf dieser gro\u00dfen Mystikerin ist in der Kirche bis heute nicht verstummt und verbreitet die Verk\u00fcndigung der Liebe Gottes zu jedem menschlichen Gesch\u00f6pf.<\/p>\n<p>Wie Katharina von Siena f\u00fchlte sie sich verpflichtet, Briefe zu schreiben, um den Papst, die Kardin\u00e4le am p\u00e4pstlichen Hof, ihren Erzbischof und andere kirchliche Pers\u00f6nlichkeiten um einen entschiedenen Einsatz f\u00fcr die Erneuerung der Kirche zu bitten, wie der Titel einer ihrer Handschriften lautet, das sie enth\u00e4lt. Es waren zw\u00f6lf im Zustand der Ekstase diktierte Briefe, die vielleicht nie abgeschickt wurden, die aber ein Zeugnis ihrer Leidenschaft f\u00fcr die Braut des Wortes, die Kirche, bleiben. Derart war ihr Einsatz in dem schwierigen Unterfangen der Erneuerung der Kirche und insbesondere der Ordensleute.<\/p>\n<p>Ihre harte Pr\u00fcfung endete an Pfingsten 1590; sie konnte sich dann mit aller Kraft dem Dienst an der Gemeinschaft widmen, insbesondere in der Ausbildung der Novizinnen.<\/p>\n<p>Die heilige Maria Magdalena schrieb nichts aus eigenem Antrieb, sondern wurde im Gehorsam verpflichtet, schriftlich festzuhalten, was ihr geistlich geschah. So wurden nach ihrem Diktat ihre intimsten Vertraulichkeiten gesammelt. F\u00fcnf B\u00fccher enthalten die wichtigsten Offenbarungen und die Lehre Magdalenas: Die vierzig Tage, die Zwiegespr\u00e4che, die Offenbarungen und Erkenntnisse, die Pr\u00fcfung und Erneuerung der Kirche, daneben verschiedene Ratschl\u00e4ge, Sentenzen und Briefe an Angeh\u00f6rige. Alle sind reich an erhabenen Vorstellungen, intensiven Gef\u00fchlen, vielf\u00e4ltigen Symbolen, flammenden Gebeten \u2026; manchmal l\u00e4sst sie S\u00e4tze ohne Abschluss.<\/p>\n<p>Diese karmelitische Jungfrau ist eine der gr\u00f6\u00dften Mystikerinnen, Ekstatikerinnen und Stigmatisierten aller Zeiten. Nach fast vier Jahrhunderten bleibt ihre geistliche Botschaft aktuell. Sie dreht sich ganz um das, was den Kern des Christentums darstellt: Gott ist die Liebe, und die Liebe ist Gott. Diesen Kern nahm sie mit einer au\u00dferordentlichen Deutlichkeit und Offensichtlichkeit wahr. Doch angesichts der menschlichen Gleichg\u00fcltigkeit und Undankbarkeit konnte die Heilige nicht umhin, best\u00e4ndig einen bitteren Schmerzensschrei fahren zu lassen: \u201eDie Liebe wird nicht geliebt!\u201c Deshalb war es das Anliegen, das sie v\u00f6llig in Beschlag nahm, zu bewirken, dass die Liebe geliebt wird.<\/p>\n<p>Das Leben Magdalenas war sehr hart, wie ein st\u00e4ndiges Martyrium f\u00fcr die anderen, f\u00fcr die Kirche, die sie leidenschaftlich liebte. Weil Liebe Leid ist, klammerte sie sich ihr Leben lang an die Torheit des Kreuzes, dessen Wunden sie an ihrem Leib trug, und bot sich als Opfergabe der Liebe f\u00fcr die S\u00fcnder an, wobei sie jenen unerh\u00f6rten Schrei ausstie\u00df: \u201eLeiden und nicht sterben.\u201c Ihr grenzenloser Eifer f\u00fchrte dazu, dass sie in den Kreuzg\u00e4ngen ihres Klosters in Florenz herumschrie: \u201eSeelen, Herr, gib mir Seelen!\u201c Ihre gro\u00dfe Sehnsucht pr\u00e4gte sie in den folgenden Satz: \u201eMein Jesus, gib mir eine m\u00e4chtige Stimme, damit sie die ganze Welt h\u00f6rt: Unsere Selbstliebe ist es, was uns deine Erkenntnis tr\u00fcbt \u2026 Die Selbstliebe, die das Gegenteil ist von der Liebe zu dir, Herr \u2026 Du Liebe, mach, dass alle Gesch\u00f6pfe nichts anderes lieben als dich!\u201c<\/p>\n<p>Ihre Spiritualit\u00e4t sollte sich in die karmelitische Spiritualit\u00e4t einf\u00fcgen. Einige Seiten ihrer Werke, insbesondere diejenigen, die sich auf die Betrachtung des Geheimnisses der Heiligsten Dreifaltigkeit und des menschgewordenen Wortes beziehen, verdienen nicht nur, dass man sie zu den erlesenen St\u00fccken in einer Anthologie der christlichen Mystiker z\u00e4hlt, sondern auch, wie man geschrieben hat, in einer hervorragenden theologischen Abhandlung.<\/p>\n<p>Die Krankheit lie\u00df sie in den letzten drei Jahren ihres Lebens intensiv leiden. Am 13. Mai 1607 empfing Magdalena das Sakrament der Krankensalbung. Am Freitag, dem 25. Mai starb sie um zwei Uhr nachmittags. An ihrem Bett beteten ihre Mitschwestern das Glaubensbekenntnis des heiligen Athanasius. Nach weniger als zwei Jahrzehnten sprach Papst Urban VIII. sie selig. 1669 nahm sie Clemens IX. in das Verzeichnis der Heiligen auf. Ihr unverwester Leib ist Ziel best\u00e4ndiger Wallfahrten.<\/p>\n<p>Die heilige Maria Magdalena von Pazzi bleibt eine geistliche Gegenwart f\u00fcr die Karmelitinnen der alten Observanz. Ihr lehrhafter Einfluss auf die Spiritualit\u00e4t und die Fr\u00f6mmigkeit war vor allem im 17. und 18. Jahrhundert in Italien sehr betr\u00e4chtlich. Der ber\u00fchmteste Vertreter dieses Einflusses ist vielleicht der heilige Alfons von Liguori, der sie in seinen Werken h\u00e4ufig zitiert.<\/p>\n<p><strong>Erw\u00e4gungen Clarets<\/strong><\/p>\n<p>In seiner Autobiographie verwendet P. Claret einige Abschnitte auf die heilige Maria Magdalena de Pazzi, die er als ein weiteres Vorbild aufstellte, das seinen missionarischen Eifer inspirierte. Es waren drei Werte, die bei der Heiligen in enger Verbindung vorkamen: ihr \u00fcberaus hohes geistliches Leben, ihr Eifer f\u00fcr die Rettung der Menschen und ihre entschlossene Beharrlichkeit, die Erneuerung der Kirche in Angriff zu nehmen. Sie ist die sinnbildliche Gestalt einer lebendigen Liebe, die auf die wesentliche mystische Dimension jedes christlichen Lebens verweist, wobei sie eine Gabe ist, die jede Generation neu entdeckt: dass man es versteht, eine gl\u00fchende Liebe zu Christus und zur Kirche mitzuteilen.<\/p>\n<p>Den auf die Verk\u00fcndigung des Evangeliums gerichteten Geist P. Clarets blendete vor allem der Eifer. Deshalb z\u00f6gert er nicht, in seine Autobiographie Abschnitte aufzunehmen, die von einer dichten apostolischen Glut gepr\u00e4gt sind. Er sagt dann \u00fcber die heilige Maria Magdalena: \u201eEs d\u00fcrfte schwer sein, einen apostolischen Menschen zu finden, der einen gl\u00fchenderen Eifer f\u00fcr die Rettung der Seelen hatte als sie. Sie hatte ein lebhaftes und sehr liebevolles Interesse an ihrem Wohl. Sie meinte, Gott \u00fcberhaupt nicht zu lieben, wenn ihn nicht auch die ganze Welt liebte. Als sie h\u00f6rte, welche Fortschritte der Glaube damals in Indien machte, sagte sie, wenn es ihr ohne Schaden f\u00fcr ihre Berufung m\u00f6glich w\u00e4re, die ganze Welt zu durcheilen, um Seelen zu retten, h\u00e4tte sie die V\u00f6gel in der Luft um ihre Fl\u00fcgel beneidet, um damit \u00fcber die ganze Erde hin zu fliegen.\u201c<\/p>\n<p>Und dann sprach sie von allen Nichtchristen und f\u00fcgte hinzu: \u201eWenn ich k\u00f6nnte, w\u00fcrde ich sie alle nehmen und im Scho\u00df unserer heiligen Mutter Kirche zusammenf\u00fchren. Ich w\u00fcrde gern erreichen, dass die Kirche sie alle von ihrem ganzen Unglauben reinigt, sie zu ihren Kindern macht und dadurch erneuert, dass sie sie in ihr liebevolles Herz schlie\u00dft und mit der Milch ihrer heiligen Sakramente n\u00e4hrt.\u201c<\/p>\n<p>Weiter unten verbindet er dann die heilige Theresia von \u00c1vila mit der heiligen Maria Magdalena und schreibt, \u201edass durch die Gebete der heiligen Theresia von Jesus und der heiligen Maria Magdalena von Pazzi viele Seelen gerettet wurden, und noch immer werden durch die Gebete guter und eifriger Nonnen Seelen gerettet. Aus diesem Grund habe ich bei Nonnen sehr gern Exerzitien und geistliche Vortr\u00e4ge gehalten (Beichte h\u00f6ren wollte ich bei ihnen nicht, weil sie mir zu viel Zeit beanspruchten), damit sie mich Gott empfahlen. Manchmal sagte ich zu ihnen, sie m\u00fcssten tun, was Mose auf dem Berg, und ich, was Josua auf dem Feld der Ehre getan hat, n\u00e4mlich sie beten und ich k\u00e4mpfen, k\u00e4mpfen mit dem Schwert des Wortes Gottes. Und wie Josua durch die Gebete des Mose den Sieg errang, so erhoffe ich den Sieg durch die Gebete der Nonnen. Um sie anzuspornen, sagte ich ihnen auch, das Verdienst w\u00fcrden wir hinterher miteinander teilen.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der heilige Antonius Maria Claret verehrte jene Frauen besonders, die zwar im Kloster lebten, aber wegen des Eifers f\u00fcr die Ehre Gottes und die Rettung der Seelen, der ihn ihren Herzen brannte, herausragten. Eine von ihnen war die heilige Maria Magdalena von Pazzi, deren Ged\u00e4chtnis wir heute feiern. Diese gro\u00dfe Frau ist am 2. 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