{"id":27770,"date":"2018-09-04T10:35:01","date_gmt":"2018-09-04T08:35:01","guid":{"rendered":"https:\/\/www.claret.org\/fecha-13-de-juni-priesterweihe-des-heiligen-antonius-maria-claret\/"},"modified":"2018-09-04T10:35:01","modified_gmt":"2018-09-04T08:35:01","slug":"fecha-13-de-juni-priesterweihe-des-heiligen-antonius-maria-claret","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.claret.org\/de\/ephemeride\/fecha-13-de-juni-priesterweihe-des-heiligen-antonius-maria-claret\/","title":{"rendered":"Fecha: 13 de Juni &#8211; Priesterweihe des heiligen Antonius Maria Claret"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">P. Claret wurde drei Jahre fr\u00fcher zum Priester geweiht, als es der Vorschrift entsprach, weil Bischof Corcuera in ihm etwas Besonderes sah. Dadurch war er verpflichtet, danach seine Studien in Moraltheologie fortzusetzen, w\u00e4hrend er in seiner Heimat Sallent seelsorglich t\u00e4tig war.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Weihe fand am Fest des heiligen Antonius von Padua statt. Er selber hat es so in Erinnerung: \u201eAm 13. Juni 1835 wurde ich zum Priester geweiht, nicht vom Bischof von Vich, sondern von Solsona. Der Bischof von Vich war krank geworden und starb am 5. Juli an dieser Krankheit.\u201c<\/p>\n<p>Menschlich gesprochen, war die Priesterweihe Clarets keine sehr freudige Erfahrung. Er kam aus langen Exerzitien, in denen er heftige Versuchungen versp\u00fcrte. Er konnte nicht in seiner Heimatdi\u00f6zese Vic geweiht werden, weil der Bischof krank war. Er musste sich nach Solsona begeben. Der Bischof, der ihn weihte, war nicht sein Freund Corcuera, sondern Fray Juan Jos\u00e9 de Tejada.<\/p>\n<p>Alle diese Widrigkeiten hellten sich am Tag seiner Primiz auf: \u201eVor meiner Priesterweihe machte ich die vierzigt\u00e4gigen Exerzitien. Nie habe ich unter so vielen Qualen und Versuchungen Exerzitien gemacht, aber ich habe wohl auch niemals in Exerzitien zahlreichere und gr\u00f6\u00dfere Gnaden bekommen. Das erkannte ich am Tag meiner ersten feierlichen Messe. Diese Messe war am 21. Juni, dem Tag des heiligen Aloisius von Gonzaga, Schutzpatron der Kongregation. \u00dcbrigens war ja auch meine Priesterweihe am Tag eines Schutzheiligen, n\u00e4mlich am Tag meines Namenspatrons, des heiligen Antonius.\u201c<\/p>\n<p>Nachdem er sich einer Pr\u00fcfung unterzogen hatte, erhielt er am 25. Juli die Erlaubnis, Beichte zu h\u00f6ren und zu predigen. Seine ersten Beichten h\u00f6rte er am 2. August, und die erste Predigt hielt er am 13. September, dem Fest des heiligen Stephanus, des Ortspatrons von Sallent.<\/p>\n<p>Mit dieser Weihe kam ein Weg an seinen H\u00f6hepunkt, der im Oktober 1829 begonnen hatte, als er als externer Student ins Seminar von Vic eintrat. Im Herbst 1832 begann er das Theologiestudium. Am 20. Dezember 1834, als er im dritten Jahr der Theologie stand, empfing er die Weihe zum Diakon, der einmonatige Exerzitien vorangingen. W\u00e4hrend der Diakonatsweihe, als Bischof Corcuera die Worte aus dem Ritus las, die dem heiligen Paulus entnommen sind (\u201eWir haben nicht gegen Menschen aus Fleisch und Blut zu k\u00e4mpfen, sondern gegen die F\u00fcrsten und Gewalten, gegen die Beherrscher dieser finsteren Welt\u201c), gab ihm der Herr deutlich zu erkennen, was die D\u00e4monen bedeuteten, die er w\u00e4hrend seiner Versuchung gegen die Keuschheit gesehen hatte. Von da an begriff er, dass sein priesterlicher Dienst ein Kampf gegen alles sein sollte, was sich dem Reich Gottes entgegenstellt, bewaffnet mit der Kraft des Wortes und gest\u00fctzt von der m\u00fctterlichen Liebe Marias.<\/p>\n<p><strong>Geistliche Botschaft<\/strong><\/p>\n<p>F\u00fcr Antonius Maria Claret bedeutete die Priesterweihe einen wichtigen Zeitpunkt auf seinem Berufungsweg, doch nicht den Endpunkt. Er brauchte Zeit, um die konkrete Art und Weise zu umrei\u00dfen, wie er den Dienst aus\u00fcben sollte. Wie das Generalkapitel von 1967 aufzeigte, \u201elebte Claret das Priestertum als seine ihm eigene Weise, sich Gott hinzugeben und in Vereinigung mit Christus und der Kirche zu leben. In seiner Berufung zum Priestertum und Apostolat entdeckte er die Notwendigkeit, ein echt evangelisches Leben in der vollen Nachahmung des Herr und der Apostel, in einem vollen Verzicht auf sich selbst un in einer Hingabe an die Verk\u00fcndigung der Frohen Botschaft zu f\u00fchren.\u201c<\/p>\n<p>Von den drei klassischen Dimensionen des priesterlichen Dienstes (verk\u00fcnden, heiligen, leiten) identifizierte sich Claret st\u00e4rker mit der ersten, doch ohne die anderen beiden zu vernachl\u00e4ssigen. Die Predigtaufgabe beschr\u00e4nkte sich nicht auf die Aus\u00fcbung der Verk\u00fcndigung des Wortes. Er selbst erkl\u00e4rte es in der Autobiographie so: \u201eDer ehrw\u00fcrdige Avila wurde einmal von einem jungen Priester gefragt, was er tun m\u00fcsse, um ein guter Prediger zu werden. Da antwortete er ihm sehr treffend: \u201aViel lieben.\u2018 Und die Erfahrung lehrt auch und die Geschichte der Kirche berichtet, dass die besten und gr\u00f6\u00dften Prediger immer die leidenschaftlichste Liebe hatten.\u201c Deshalb ist f\u00fcr ihn auch die Tugend, die ein Priester am meisten braucht, der ein apostolischer Missionar sein will, die Liebe.<\/p>\n<p>P. Claret erlebte einen Weg, der ihn von einem Weihedienst, der fast ausschlie\u00dflich vom Gottesdienst her verstanden wurde, zum prophetischen Dienst der Verk\u00fcndigung des Evangeliums f\u00fchrte (vor allem in seiner Zeit als apostolischer Missionar in Katalonien und auf den Kanarischen Inseln), und sp\u00e4ter als Erfahrung des Hirtendienstes (von seiner Ernennung zum Erzbischof von Santiago de Cuba an). Der priesterliche Dienst war f\u00fcr Claret Teilhabe am Opfer Christi und innere Gleichgestaltung mit ihm, und zwar mit einer deutlichen marianischen Auspr\u00e4gung.<\/p>\n<p>Wenn wir seines Weihetags gedenken, rufen wir uns nicht nur eine Begebenheit seines Lebens in Erinnerung, sondern schauen auch auf unsere Gegenwart. Es ist ein Ansporn, der uns \u201ezur Danksagung, zur Begeisterung und Treue zur Berufung, zur innerkirchlichen Einheit, zur Stimmigkeit des Lebens im priesterlichen Dienst, zur Dynamik in der Verk\u00fcndigung des Evangeliums und zur \u00dcberpr\u00fcfung des Stils unseres Gemeinschaftslebens, unserer Strukturen und unserer seelsorglichen Dienste dr\u00e4ngt. Priester ist man immer f\u00fcr die anderen, und deshalb m\u00fcssen Priester Diener sein, die die \u00c4ngste und Hoffnungen der Menschen sp\u00fcren und sich f\u00fcr sie einsetzen, vor allem wenn sie aus irgendeinem Grund an den Rand gedr\u00e4ngt sind.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>P. Claret wurde drei Jahre fr\u00fcher zum Priester geweiht, als es der Vorschrift entsprach, weil Bischof Corcuera in ihm etwas Besonderes sah. Dadurch war er verpflichtet, danach seine Studien in Moraltheologie fortzusetzen, w\u00e4hrend er in seiner Heimat Sallent seelsorglich t\u00e4tig war. Die Weihe fand am Fest des heiligen Antonius von Padua statt. 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