{"id":27862,"date":"2018-09-04T17:06:48","date_gmt":"2018-09-04T15:06:48","guid":{"rendered":"https:\/\/www.claret.org\/fecha-27-de-juli-diener-gottes-p-jose-maria-ruiz-ausbilder-und-martyrer\/"},"modified":"2018-09-04T17:06:48","modified_gmt":"2018-09-04T15:06:48","slug":"fecha-27-de-juli-diener-gottes-p-jose-maria-ruiz-ausbilder-und-martyrer","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.claret.org\/de\/ephemeride\/fecha-27-de-juli-diener-gottes-p-jose-maria-ruiz-ausbilder-und-martyrer\/","title":{"rendered":"Fecha: 27 de Juli &#8211; Diener Gottes P. Jos\u00e9 Mar\u00eda Ruiz, Ausbilder und Martyrer"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">P. Jos\u00e9 Mar\u00eda Ruiz ist am 3. September 1906 in Jerez de los Caballeros in der Provinz Badajoz (Spanien) geboren. Seine Eltern waren Don Jos\u00e9 Mar\u00eda Ruiz Blanco und Do\u00f1a Carmen Cano V\u00e9lez. Am 2. September 1920 trat er als Postulant in das Kolleg Don Benito ein, einen Tag vor seinem 14. Geburtstag. Seine erste Profess machte er am 15. August 1924 in seinem Heimatort Jerez. Die ewige Profess legte er am 23. Oktober 1927 in Zafra ab. Dort machte er seine kirchlichen Studien. Zum Priester wurde er im Jahr 1932 in Badajoz geweiht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Gleich nach seiner Weihe wurde P. Ruiz von seinen Oberen als Pr\u00e4fekt der Postulanten nach Sig\u00fcenza (Provinz Guadalajara, Spanien) versetzt. Und das, obwohl er immer sagte, er wolle nicht, dass man ihn zu Buben schicke. Doch die Provinz hatte andere Pl\u00e4ne, und von Beginn seines missionarischen Lebens an galten all sein Streben, seine Pl\u00e4ne und seine Sorge der Begleitung der Postulanten, und zwar der kleinsten, in ihrer Berufung. F\u00fcr ihre Ausbildung setzte er sich mit Leib und Seele ein, bis zum Ende, bis er sein Blut f\u00fcr sie vergoss.<\/p>\n<p><strong>Zeugnis des Martyriums<\/strong><\/p>\n<p>Im Juli 1936 brach der B\u00fcrgerkrieg aus. Als der Morgen des 25. Juli d\u00e4mmerte, besuchte eine Gruppe von Milizion\u00e4ren zum dritten Mal Sig\u00fcenza, und sie nahmen die Bischof und einen der Claretiner-Missionare gefangen und f\u00fchrten sie zum Verh\u00f6r.<\/p>\n<p>In den <em>Palacio de Infantes<\/em>, wo das Postulantat f\u00fcr die Kleinen errichtet war, gelangten Nachrichten von solchen Ausschreitungen. Es wurde von P. Jos\u00e9 Mar\u00eda Ruiz gef\u00fchrt. Angesichts der brenzligen Lage hielt man es f\u00fcr notwendig, einige Entscheidungen zu treffen. Man musste etwas tun, um zu vermeiden, dass diese Postulanten, die ja fast noch Kinder waren, irgendwie in Gefahr kamen. Deshalb beschloss man ihre Evakuierung in benachbarte D\u00f6rfer in der Hoffnung, das Gewitter werde sich bald verziehen und sie k\u00f6nnten dann wieder nach Sig\u00fcenza zur\u00fcckkehren.<\/p>\n<p>P. Ruiz lie\u00df sie zusammenkommen und erkl\u00e4rte ihnen die Lage. Er gab ihnen einige Ratschl\u00e4ge, wie sie sich dort verhalten sollten, wo sie hink\u00e4men: Nie d\u00fcrften sie den Herrn und die Muttergottes, unsere Mutter, verraten, und sie sollten bereit sein, ihr Leben hinzugeben, wenn es n\u00f6tig sein sollte. Alle diese Empfehlungen waren in reichliche Tr\u00e4nen und Seufzer und Anrufungen des Herrn und der Gottesmutter geh\u00fcllt. Darunter diejenige, die als Darbietung seines Lebens zum Opfer geblieben ist. In der Kapelle sagte er vor der Herz-Marien-Statue und den Postulanten: \u201eWenn du ein Opfer willst, Mutter: hier hast du mich; erw\u00e4hle mich, doch lass nicht zu, dass diesen Unschuldigen, die niemandem etwas B\u00f6ses getan haben, etwas zust\u00f6\u00dft.\u201c<\/p>\n<p>Die Postulanten verteilten sich auf mehrere Gruppen. Die Kleinsten begaben sich in Zivilkleidung nach Guijosa, ein kleines Dorf bei Sig\u00fcenza. P. Ruiz ging mit ihnen. Eine andere Gruppe begab sich nach Palazuelos, und andere kamen in H\u00e4usern in der Stadt Sig\u00fcenza unter. In Guijosa angekommen, wurden sie auf verschiedene vertrauensw\u00fcrdige Familien verteilt, und P. Ruiz fand mit den anderen Patres und einigen Postulanten im Pfarrhaus Unterkunft.<\/p>\n<p>Es kam der Morgen des 26. Juli. Nachdem sie die Messe geh\u00f6rt und kommuniziert hatten, kehrten die Postulanten in die H\u00e4user, in denen sie untergekommen waren, zu ihren Spielen zur\u00fcck, und P. Ruiz blieb tief besorgt um diejenigen, die ihm anvertraut waren und die er so sehr in Gefahr sah. In der Messe an jenem Morgen erneuerte er dann die Opferhingabe, die er in Sig\u00fcenza gemacht hatte, bevor sie auseinander gegangen waren: \u201eWenn du ein Opfer willst: Hier hast du mich, Herr.\u201c<\/p>\n<p>Doch die Lage verschlimmerte sich. Ihre Anwesenheit in Guijosa wurde schwierig und auch f\u00fcr die Einwohner des Ortes, die sie aufgenommen hatten, gef\u00e4hrlich. Sie mussten sich nochmals auf sicherere Orte verteilen. P. Ruiz begriff es und akzeptierte, dass sich die zerbrechliche Herde erneut zerstreute. Mit tiefem Schmerz seines Herzens sah er die Gr\u00f6\u00dferen weggehen; die Kleinsten blieben bei ihm. Obwohl man anscheinend auch ihn bat, mit der Gruppe wegzugehen, blieb er lieber, als er sah, dass einige von den Kleinsten ihn baten dazubleiben, weil sie Angst hatten. Seine Hingabe war umfassend und ging bis zu letzten: Weil er wollte, gab er sich dem Tod hin.<\/p>\n<p>Der 27. Juli wurde ein Tag der Herrlichkeit und der Unsterblichkeit. P. Ruiz blieb mit den Kleinsten in Guijosa in der Erwartung, die Wellen w\u00fcrden sich gl\u00e4tten. Doch dazu kam es nicht. Sie feierten die Messe, die reichlich getr\u00e4nkt war mit den Tr\u00e4nen von P. Ruiz, der an die Unschuldigen dachte, die seiner F\u00fcrsorge anvertraut waren. Wir nehmen an, dass er beschlossen hatte, Guijosa mit seiner Postulantengruppe zu verlassen und einen anderer sichereren Ort zu suchen. Das gedachte er an diesem 27. Juli nach dem Essen zu tun. Doch der Mensch denkt und Gott lenkt. Gegen halb elf Uhr kam eine Abteilung Milizion\u00e4re nach Guijosa, um zu spionieren. Sie wollten wissen, ob P. Ruiz dort war. Sie brachten in Erfahrung, dass er dort war, und kehrten nach Sig\u00fcenza zur\u00fcck, um Verst\u00e4rkung zu holen und Befehle zu erwarten. Sie kamen gegen zw\u00f6lf Uhr in gr\u00f6\u00dferer Zahl und in mehreren Autos nach Guijosa zur\u00fcck. Sobald sie das Pfarrhaus gefunden hatten, begaben sie sich dorthin. Sie klopften, die T\u00fcr ging auf, und P. Ruiz stand vor ihnen. Einer der Milizion\u00e4re machte es wie Judas mit Jesus und sagte zu den anderen: \u201eDas ist der Pater.\u201c Sie durchsuchten ihn, machten sich \u00fcber ihn lustig, und P. Ruiz sank auf die Knie und rief: \u201eMuttergottes vom Berge Karmel, dir biete ich mein Leben f\u00fcr die Rettung Spaniens an.\u201c<\/p>\n<p>Nachdem sie die Kirche entweiht hatten, brachte ihm einer der Beteiligten eine Figur des Jesuskinds und sagte: \u201eNimm, nimm, damit du im Tanz mit ihm stirbst.\u201c P. Ruiz nahm es voll Z\u00e4rtlichkeit und Freude in seine Arme als das beste Geschenk in jenen Stunden des Leidens. Bevor das Auto ansprang, das ihn zum Martyrium brachte, verga\u00df er seine Postulanten nicht, die auf dem kleinen Platz zusammengekommen waren. Er versuchte, sie zu tr\u00f6sten: \u201eHabt keine Angst, es wird nichts passieren; h\u00f6chstens bringen sie mich ins Gef\u00e4ngnis. Euch werden sie auch nichts tun. Beh\u00fct euch Gott, meine Kinder.\u201c<\/p>\n<p>Das Auto fuhr Richtung Sig\u00fcenza ab, und als es am Fu\u00df des Berges Otero vorbeikam, hielt es an. Sie lie\u00dfen P. Ruiz aussteigen, und direkt dort, an der Landstra\u00dfe, opferten sie den Ausbilder, der sein Leben f\u00fcr seine Auszubildenden hingab. Zwei Postulanten, die aus dem Dorf auf den Berg geflohen waren, sagten sp\u00e4ter, sie h\u00e4tten dort in der Umgebung Gewehrsch\u00fcsse geh\u00f6rt. Doch nur der Otero bewahrte das Geheimnis jener letzten Augenblicke im Martyrium von P. Ruiz.<\/p>\n<p>Die Postulanten, die in Guijosa geblieben waren, wurden auf Befehl der Milizion\u00e4re wieder nach Sig\u00fcenza gebracht. Als sie am Otero vorbeikamen, sahen sie den K\u00f6rper eines Mannes, der zu schlafen schien. Doch als sie genauer hinsahen und n\u00e4her waren, erkannten alle die Leiche von P. Ruiz. Das war sein gestreifter Anzug, seine Schuhe aus Krepp. Er hielt die F\u00fc\u00dfe zusammen, die H\u00e4nde \u00fcber der Brust, der Kopf war von Kugeln durchsiebt. Der Hirt hatte seine Leben f\u00fcr seine Schafe gegeben.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>P. 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