{"id":27874,"date":"2018-09-04T17:15:21","date_gmt":"2018-09-04T15:15:21","guid":{"rendered":"https:\/\/www.claret.org\/fecha-28-de-juli-diener-gottes-frater-tomas-cordero-und-gefahrten-martyrer\/"},"modified":"2018-09-04T17:15:21","modified_gmt":"2018-09-04T15:15:21","slug":"fecha-28-de-juli-diener-gottes-frater-tomas-cordero-und-gefahrten-martyrer","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.claret.org\/de\/ephemeride\/fecha-28-de-juli-diener-gottes-frater-tomas-cordero-und-gefahrten-martyrer\/","title":{"rendered":"Fecha: 28 de Juli &#8211; Diener Gottes Frater Tom\u00e1s Cordero und Gef\u00e4hrten, Martyrer"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">W\u00e4hrend des Spanischen B\u00fcrgerkriegs in den Jahren 1936 \u2013 1939 brach eine Verfolgung gegen die Kirche aus. Eine gro\u00dfe Zahl von Laien, Ordensleuten, Priestern und Bisch\u00f6fen erlitten den M\u00e4rtyrertod aufgrund ihres Glaubens. Auch unsere Kongregation litt in ihren eigenen Mitgliedern und ein einer betr\u00e4chtlichen Anzahl von Werken und G\u00fctern an der antireligi\u00f6sen Verfolgung.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Unser Theologat Zafra (Provinz Badajoz) lag in einer Region, die von unkontrollierten Gruppen von Milizion\u00e4ren und Milizion\u00e4rinnen beherrscht wurde. Schon am 15. M\u00e4rz 1936 erlitten sie einen Angriffsversuch auf das Theologat, bei dem sie versuchten, die Eingangst\u00fcr in Brand zu stecken. Ein derartiges Geschehen lie\u00df die Oberen glauben, dass ein kritischer Moment gekommen war, und um gr\u00f6\u00dferes \u00dcbel zu vermeiden, beschlossen sie, die Mitglieder jener Ausbildungsgemeinschaft auf die H\u00e4user Almendralejo, Don Benito und Ciudad Real zu verteilen, die im Gegensatz dazu zumindest auf dem Papier eine gr\u00f6\u00dfere Gew\u00e4hr f\u00fcr die Sicherheit boten.<\/p>\n<p>Am 18. Juli brach der Spanische B\u00fcrgerkrieg aus. Als die unheilvolle Nachricht eintraf, stellte die nach Ciudad Real gefl\u00fcchtete Gruppe schnell fest, dass sie nicht an dem f\u00fcr sie sichersten Ort waren. In der Tat pr\u00e4sentierte sich am 24. Juli, als alle im Speisesaal am Mittagstisch sa\u00dfen, eine Gruppe von f\u00fcnfzehn bewaffneten M\u00e4nnern und forderte sie auf, das Haus unverz\u00fcglich zu r\u00e4umen.<\/p>\n<p>Angesichts der Wendung, die die Ereignisse nahmen, hielt man es f\u00fcr am angebrachtesten, erneut die Aufteilung anzuordnen. Die erneute Flucht lie\u00df sich jedoch nicht mit der gew\u00fcnschten Schnelligkeit durchf\u00fchren. Sie mussten mehrere Tage im eigenen Haus eingesperrt bleiben, wo sie st\u00e4ndig Todesdrohungen von unkontrollierten feindlichen Gruppen erhielten. W\u00e4hrenddessen suchte man dringend, wie man die Aufteilung so sicher wie m\u00f6glich organisieren k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>Schlie\u00dflich erhielt am nach schwierigen Verhandlungen Geleitbriefe, mit denen man sich nach Madrid begeben k\u00f6nnte, wobei der Schutz gew\u00e4hrleistet sei.<\/p>\n<p>Man konnte die erste Gruppe bilden, die von Ciudad Real nach Madrid reisen sollte. Anfangs sollten es nur acht ausgew\u00e4hlt werden; doch auf Bitten mehrerer wurde die Zahl bis auf vierzehn erh\u00f6ht: die vierzehn Martyrer von Fern\u00e1n Caballero. Es war am 28. Juli. In Zivilkleidung, um unbemerkt zu bleiben, begaben sich alle zum Bahnhof. Doch dort wurden sie als Ordensbr\u00fcder erkannt, und man h\u00f6rte Stimmen, die ihren Tod verlangten. Dann versammelten sich die Milizion\u00e4re in einem Saal des Bahnhofs und bewachten sie, bis der Zug kam. In diesem Transport kamen Milizion\u00e4re aus anderen Gegenden, die nach Madrid fuhren. Als diese die Sache mit den Br\u00fcdern erfuhren, kam es zu einem heftigen Streit zwischen den Milizion\u00e4ren aus Ciudad Real und den ausw\u00e4rtigen. Erstere wollten die jungen Seminaristen nach Madrid bringen. Die gerade angekommenen Milizion\u00e4re bestanden darauf, die Br\u00fcder gleich an Ort und Stelle zu erschie\u00dfen. Schlie\u00dflich stiegen die vierzehn Seminaristen in den letzten Wagon des Zuges und fuhren, st\u00e4ndig von Milizion\u00e4ren bewacht, ab. Einmal w\u00e4hrend der kurzen Fahrt verlangte man die Papiere von ihnen. Diese Tatsache hat die Spekulation ausgel\u00f6st, irgendein Zeichen auf jenem Geleitbrief habe den Ordensstand seines Tr\u00e4gers verraten. Doch vielleicht war das gar nicht notwendig, da sie als Br\u00fcder bezeichnet reisten. Als sie am Bahnhof Fern\u00e1n Caballero ankamen, verlangte einer der Milizion\u00e4re vom Maschinisten, er solle erst nach einer erneuten Anweisung abfahren, und andere begaben sich zu den Missionaren und befahlen: \u201eNieder! Eure Reise ist zu Ende.\u201c<\/p>\n<p>Man stellte sie zwischen dem zweiten und dritten Gleis des Bahnhofs auf, und dort erfolgte die Unheil bringende Gewehrsalve, die ihrem Leben ein Ende machte. Unter Rufen wie \u201eEs lebe Christus, der K\u00f6nig\u201c und \u201eEs lebe das Herz Mariens\u201c starben unsere Studenten den M\u00e4rtyrertod im Kugelhagel. Die \u00fcbrigen Passagiere des Zuges konnten durch die Fenster der Wagons Zeugen des Martyriums sein. Manche erz\u00e4hlten, sie seien zum Hinschauen gezwungen worden. Andere berichteten, es habe Schreckensschreie unter gen Passagieren gegeben, aber auch die eine oder andere \u00c4u\u00dferung f\u00fcr die Erschie\u00dfung, denn \u201eso muss man es mit allen Pfarrern machen, damit kein einziger \u00fcbrig bleibt.\u201c Unterschiedliche Eindr\u00fccke, aber eine einzige allgemeine \u00dcberzeugung: Der einzige Grund, sie zu t\u00f6ten, bestand darin, dass sie Ordensleute waren.<\/p>\n<p>Die Namen jener vierzehn ruhmreichen Martyrer von Fern\u00e1n Caballero sind zum ewigen Angedenken: Tom\u00e1s Cordero, Claudio L\u00f3pez, \u00c1ngel L\u00f3pez, Primitivo Berrodoso, Antonio Lasa, Vicente Robles, Melecio Pardo, Antonio M. Orrego, Otilio del Amo, C\u00e1ndido Catal\u00e1n, \u00c1ngel P\u00e9rez, Abelardo Garc\u00eda, Gabriel Barriopedros und Jes\u00fas An\u00edbal G\u00f3mez, letzterer ein kolumbianischer Staatsangeh\u00f6riger.<\/p>\n<p>Br. Felipe Gonz\u00e1lez starb ebenfalls in Fern\u00e1n Caballero als Martyrer, und deshalb ist er im Seligsprechungsprozess mit seinen vierzehn Mitbr\u00fcdern vereint. Doch er wurde nicht wie die Studenten am 28. Juli im Bahnhof erschossen, sondern am 2. Oktober desselben Jahres 1936 am Friedhofstor.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>W\u00e4hrend des Spanischen B\u00fcrgerkriegs in den Jahren 1936 \u2013 1939 brach eine Verfolgung gegen die Kirche aus. Eine gro\u00dfe Zahl von Laien, Ordensleuten, Priestern und Bisch\u00f6fen erlitten den M\u00e4rtyrertod aufgrund ihres Glaubens. Auch unsere Kongregation litt in ihren eigenen Mitgliedern und ein einer betr\u00e4chtlichen Anzahl von Werken und G\u00fctern an der antireligi\u00f6sen Verfolgung. 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