{"id":28051,"date":"2018-09-05T07:14:10","date_gmt":"2018-09-05T05:14:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.claret.org\/fecha-1-de-august-heiliger-alfons-maria-von-liguori-mitpatron\/"},"modified":"2018-09-05T07:14:10","modified_gmt":"2018-09-05T05:14:10","slug":"fecha-1-de-august-heiliger-alfons-maria-von-liguori-mitpatron","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.claret.org\/de\/ephemeride\/fecha-1-de-august-heiliger-alfons-maria-von-liguori-mitpatron\/","title":{"rendered":"Fecha: 1 de August &#8211; Heiliger Alfons Mar\u00eda von Liguori, Mitpatron"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Der heilige Alfons von Liguori ist am 27. September 1696 in Marianella (bei Neapel, Italien) im Scho\u00df einer zahlreichen neapolitanischen Adelsfamilie geboren. Er war der Erstgeborene. Er genoss eine sehr sorgf\u00e4ltige Ausbildung, und zwar vor allen in klassischen und modernen Sprachen, Malerei und Musik, bis dahin, dass er mehrere St\u00fccke komponierte, darunter das beliebteste Weihnachtslied in Italien \u2013 <em>Tu scendi dalle stelle<\/em> \u2013 und zahlreiche Volkslieder. Nach der Gymnasialausbildung begann er mit dreizehn Jahren das Studium der Philosophie und des Rechts. Drei Jahre sp\u00e4ter war er bereits Doktor beider Rechte, wobei er von den vier Jahren dispensiert wurde, die ihm am daf\u00fcr erforderlichen Alter noch fehlten. Er \u00fcbte den Beruf eines Anwalts aus und war ein Jahr lang sogar Richter.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www2.claret.org\/sites\/default\/files\/imagenes\/espiritualidad\/calendario\/37-alfonso_de_ligorio.jpg?resize=240%2C324\" width=\"240\" height=\"324\" alt=\"\" title=\"\"><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Jahr 1723, als er bereits ein angesehener Anwalt war, verlor er einen sehr wichtigen Prozess aufgrund politischer Interessen, was in ihm eine starke Krise ausl\u00f6ste. Nach einem langen Prozess geistlichen Suchens sagte er seinem Rechtsanwaltsberuf ab und begann trotz eines starken Widerstands seines Vaters das Theologiestudium. Am 21. September 1726 empfing er als Drei\u00dfigj\u00e4hriger die Priesterweihe.<\/p>\n<p>Sein priesterliches Wirken begann er in den Vorst\u00e4dten von Neapel, und zwar besonders bei den Stra\u00dfenkindern. F\u00fcr sie richtete er die sogenannten Abendkapellen ein, einen Versuch einer gesellschaftlichen und religi\u00f6sen Umerziehung, der in Stra\u00dfenversammlungen unter freiem Himmel bestand, die von den Jugendlichen aus den Randgruppen selbst geleitet wurden, um die Gute Nachricht zu h\u00f6ren, anzunehmen und darzubieten. Bei seinem Tod bestanden 72 Kapellen mit \u00fcber zehntausend Teilnehmern.<\/p>\n<p>Im Jahr 1729 verlie\u00df Alfons sein Elternhaus und lie\u00df sich im \u201eChinesischen Kolleg\u201c von Neapel nieder. Dort begann er die Erfahrung als Volkmissionar im Hinterland des K\u00f6nigreichs Neapel und verk\u00fcndete dem Volk die ewigen Wahrheiten. Unterwegs als Missionar entdeckte er Menschen, die noch \u00e4rmer und noch mehr von der Gesellschaft im Stich gelassen waren als die jungen Leute in den Vororten von Neapel.<\/p>\n<p>In einer Zeit relativer Ruhe, als er sich von den Strapazen seines \u00fcberbordenden apostolischen Wirkens erholen musste, hatte er in Scala bei Amalfi (Italien) eine Eingebung, die f\u00fcr seine Zukunft entscheidend war: Er wollte sich mit weiteren Gef\u00e4hrten f\u00fcr das Heil der Verlassensten einsetzen, f\u00fcr die Verk\u00fcndigung des Evangeliums an die einfachen und armen Leute, insbesondere in den l\u00e4ndlichen Gebieten. Am 9. November 1732 gr\u00fcndete er die Kongregation des heiligsten Erl\u00f6sers. Von da an setzte er sich ganz f\u00fcr die Missionen ein und stellte alle seine k\u00fcnstlerischen und literarischen F\u00e4higkeiten in den Dienst der Mission. Mit seinen Gef\u00e4hrten f\u00fchrte er ein strenges Gemeinschaftsleben, legte die Ordensgel\u00fcbde ab und widmete sich ganz dem Gebet, der Bu\u00dfe und dem Studium f\u00fcr die Verk\u00fcndigung des Evangeliums. Seine Gemeinschaft war nicht in sich geschlossen, sondern widmete sich der Predigt, den Volksmissionen, den Exerzitien und der Katechese. Alfons schloss von ihrem Dienst die Schulen und die Pfarreien aus, weil sie die Handlungsfreiheit seiner Missionare behinderten, was eine Ursache f\u00fcr gro\u00dfe Spannungen unter den ersten Redemptoristen war und einige von ihnen zum Austritt veranlasste.<\/p>\n<p>Alfons wurde 1762 zum Bischof von Sant\u2019Agata dei Goti geweiht, obwohl er wiederholt abgelehnt hatte, weil er sich nicht f\u00fcr w\u00fcrdig hielt, weil er sich zu alt und krank f\u00fchlte, um eine Di\u00f6zese zu betreuen; doch schlie\u00dflich nahm er im Gehorsam gegen\u00fcber dem Papst an. Er gab seinem bisch\u00f6flichen Dienst ein neues Gepr\u00e4ge, war ein missionarischer Bischof: Er predigte weiterhin das Evangelium mit demselben apostolischen Eifer, k\u00fcmmerte sich um das Seminar und um die Priester, rottete zur Gewohnheit gewordene Missbr\u00e4uche aus, f\u00f6rderte die W\u00fcrde des Gottesdienstes, restaurierte Kirchen und setzte sich in gro\u00dfer N\u00e4chstenliebe f\u00fcr alle Notleidenden ein. Und gleichzeitig war er weiter schriftstellerisch t\u00e4tig.<\/p>\n<p>1775 erhielt er die Erlaubnis zum Verzicht auf seine Di\u00f6zese und zog sich in die Redemptoristengemeinschaft Pagani zur\u00fcck, wo er am 1. August 1787 starb. Er wurde 1831 heiligsgesprochen, 1871 zum Kirchenlehrer und 1950 zum Patron der Beichtv\u00e4ter und Moraltheologen erkl\u00e4rt.<\/p>\n<p>Er schrieb 111 geistliche und theologische Werke. Unter den bekannteren ragen heraus: Das gro\u00dfe Mittel des Gebetes, Jesus lieben lernen, Die Herrlichkeiten Mariens und Besuchungen des heiligsten Sakramentes und der Gottesmutter. Seine Moraltheologie ging aus seiner seelsorgerischen Erfahrung, aus seiner F\u00e4higkeit, auf die Fragen des Volkes zu antworten, und aus dem Kontakt mit den Problemen hervor.<\/p>\n<p><strong>Erw\u00e4gungen Clarets<\/strong><\/p>\n<p>Es bestehen zahlreiche \u00c4hnlichkeiten zwischen Alfons Maria von Liguori und Antonius Maria Claret. Trotz der Zeit, die sie trennt, trotz ihrer unterschiedlichen Herkunft und Ausbildung trifft auf beide zu, dass sie Volksmissionare waren, dass sie beide beeindruckt waren von den gro\u00dfen M\u00e4ngeln, unter den das Volk grundlegend, aber nicht ausschlie\u00dflich, in religi\u00f6ser Hinsicht litt; beide wurden von einem apostolischen Eifer angetrieben, der sie dazu brachte, unerm\u00fcdlich zu predigen, ihre pers\u00f6nlichen Begabungen und Qualit\u00e4ten im Dienst der Mission zu gebrauchen, B\u00fccher und Kleinschriften zu verfassen, um auf die Fragen des ganz einfachen Volkes zu antworten, um die Pflichten des christlichen Lebens einzusch\u00e4rfen; beide waren schlie\u00dflich missionarische Bisch\u00f6fe, die ihr Amt im Gehorsam annahmen und ihren bisch\u00f6flichen Dienst mit einem unbestreitbaren seelsorglichen Eifer aus\u00fcbten, der dazu f\u00fchrte, dass sie sich nicht dem herrschenden Modell ihrer jeweiligen Zeit anpassten, sondern missionarische Bisch\u00f6fe waren. Deshalb verwundert es nicht, dass der heilige Alfons einen breiten Einfluss auf Claret hatte und dass dieser ihn als Mitpatron der Kongregation der Missionare vorschlug.<\/p>\n<p>Zum Einfluss des heiligen Alfons von Liguori auf seine pers\u00f6nliche Spiritualit\u00e4t gibt Claret in seinen Schriften einige Hinweise. Schon von klein auf verwendete er ein Andachtsbuch, das der heilige Alfons Maria von Liguori geschrieben hatte und das eine Lebensregel, Gebete usw. enthielt und vom alfonsianischen Geist durchtr\u00e4nkt war. In seinen Vors\u00e4tzen aus dem Jahr 1860 zitiert er den heiligen Alfons, als er von der Demut spricht: \u201eDer Arme h\u00e4lt sich f\u00fcr bed\u00fcrftiger als die anderen.\u201c Und als Kriterium f\u00fcr die Messe nahm der, man solle diese feiern \u201ewie der heilige [Alfons von] Liguori sagt\u201c, das hei\u00dft \u201emit Vorbereitung, Danksagung, Beachtung der Rubriken und niemals \u00fcberst\u00fcrzt.\u201c<\/p>\n<p>Die Werke von Alfons von Liguori waren in der Seminarausbildung von P. Claret pr\u00e4sent, und deshalb waren sie es auch in seinem priesterlichen Dienst. Wie er selbst in seiner Erkl\u00e4rung beim Eintritt in die Gesellschaft Jesu berichtet: \u201eAuf den Rat und mit Billigung des erlauchtesten Generalvikars und der Oberen des Seminars studierte ich privat drei Jahre lang Moraltheologie in dem Werk von P. L\u00e1rraga und im Abriss des heiligen Alfons von Liguori.\u201c<\/p>\n<p>Der heilige Antonius Maria Claret erkannte den heiligen Alfons als einen gro\u00dfen Meister an, und zwar nicht nur auf dem Gebiet der Theologie, sondern auch in der Aus\u00fcbung des priesterlichen Dienstes und der Predigtt\u00e4tigkeit. Alfons von Liguori geh\u00f6rt zu den Autoren, die Claret als \u201epr\u00e4dikabel\u201c betrachtet und von deren Werken er bekennt, er habe sie mit h\u00f6chstem Interesse gelesen und anderen empfohlen. Konkret benutzte er sein Buch Selva di Materie Predicabili, und zwar sowohl in seiner Zeit als apostolischer Missionar als auch als Bischof. Er st\u00fctzte sich auf die Lehre des heiligen Alfons, um dem Menschen bestimmte Andachts\u00fcbungen nahezulegen und um die Predigten auszuw\u00e4hlen, die er entsprechend der Zuh\u00f6rerschaft halten sollte, wobei er manche entsprechend der Lehre des heiligen Alfons als gesetzt betrachtete wie die Letzten Dinge und andere der Wahl des Predigers \u00fcberlie\u00df. Auch griff er die Empfehlung des heiligen Alfons auf, eine kurze Zusammenfassung der Predigt vom Vortag zu machen.<\/p>\n<p>P. Claret hielt nicht nur die Lehre des heiligen Alfons in hoher Wertsch\u00e4tzung, sondern erhob ihn, selbst als Bischof, zu einem Vorbild und Beispiel der Heiligkeit und eines Seelsorgers. Daher f\u00fcgte er seinen Namen in die Litaneien ein, die er wahrscheinlich nach der Messe betete, und nutzte seine seelsorgliche Erfahrung, wie sie vor allem in einigen \u00dcberlegungen enthalten ist, die er am Ende seines Buches <em>Selva di Materie Predicabili<\/em> anstellt, im Hinblick auf die gute Leitung der Bisch\u00f6fe.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der heilige Alfons von Liguori ist am 27. September 1696 in Marianella (bei Neapel, Italien) im Scho\u00df einer zahlreichen neapolitanischen Adelsfamilie geboren. Er war der Erstgeborene. Er genoss eine sehr sorgf\u00e4ltige Ausbildung, und zwar vor allen in klassischen und modernen Sprachen, Malerei und Musik, bis dahin, dass er mehrere St\u00fccke komponierte, darunter das beliebteste Weihnachtslied [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":69,"featured_media":28045,"parent":33293,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"_et_pb_use_builder":"","_et_pb_old_content":"","_et_gb_content_width":"","footnotes":""},"class_list":["post-28051","page","type-page","status-publish","has-post-thumbnail","hentry"],"jetpack_sharing_enabled":true,"jetpack_shortlink":"https:\/\/wp.me\/PdaBmi-7ir","jetpack_likes_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.claret.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/28051","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.claret.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.claret.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.claret.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/69"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.claret.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=28051"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.claret.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/28051\/revisions"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.claret.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/33293"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.claret.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/28045"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.claret.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=28051"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}