{"id":28085,"date":"2018-09-05T07:50:17","date_gmt":"2018-09-05T05:50:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.claret.org\/fecha-14-de-august-diener-gottes-bruder-fernando-saperas-martyrer-der-keuschheit\/"},"modified":"2019-11-20T12:27:00","modified_gmt":"2019-11-20T11:27:00","slug":"fecha-14-de-august-diener-gottes-bruder-fernando-saperas-martyrer-der-keuschheit","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.claret.org\/de\/ephemeride\/fecha-14-de-august-diener-gottes-bruder-fernando-saperas-martyrer-der-keuschheit\/","title":{"rendered":"Fecha: 14 de August &#8211; Gesegneter Bruder Fernando Saperas, Martyrer der Keuschheit"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Fernando war einer von den Menschen, die das Leben zwingt, sich selbst zu machen. Er war am 8. September 1905 in Ali\u00f3, einem kleinen Bauerndorf bei Tarragona, geboren. Als er sieben Jahre alt war, starb sein Vater Jos\u00e9 Saperas, und die Familie stand ohne die Eink\u00fcnfte aus der Maurerarbeit da, mit der er ihren Unterhalt bestritt. Seine Mutter Escol\u00e1stica Aluja versuchte, die drei S\u00f6hne Juan, Fernando und Rom\u00e1n durchzubringen. Juan ging sofort zum Arbeiten nach Barcelona, w\u00e4hrend Fernando und Rom\u00e1n einige Arbeit auf dem Feld mit dem Lernen in der Schule zu vereinbaren suchten. Schlie\u00dflich ging Fernando, als er 15 Jahre alt war, nach Valls (Provinz Tarragona) und Barcelona, um als Hotelkellner und Handelsgehilfe zu arbeiten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www2.claret.org\/sites\/default\/files\/imagenes\/espiritualidad\/calendario\/40-hsaperasb.jpg?resize=213%2C264\" width=\"213\" height=\"264\" alt=\"\" title=\"\"><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">All das trug dazu bei, das er fr\u00fch heranreifte und ein ernsthafter und verantwortungsbewusster Mensch wurde. Als er vollj\u00e4hrig wurde, war er ein stattlicher junger Mann von hochgewachsener Statur und kr\u00e4ftig. Sein Temperament ruhte auf einem starken und energischen, fast spr\u00f6den Charakter, der eine intelligente, entschlossene, flei\u00dfige, respektvolle und vielleicht zu f\u00f6rmliche und schweigsame Pers\u00f6nlichkeit durchscheinen lie\u00df. Von klein auf war sein Charakter immer von einem tiefen religi\u00f6sen Sinn gef\u00e4rbt.<\/p>\n<p>Den Milit\u00e4rdienst musste er in Barcelona leisten, in der Jakobskaserne in der N\u00e4he der Herz-Marien-Kirche, die den Claretiner-Missionaren unterstand. Immer wenn es ihm die milit\u00e4rischen Pflichten erlaubten, nahm Fernando an den Gottesdiensten in dieser Kirche teil. Damals begann er in seinem Innern den Wunsch zu versp\u00fcren, in eine Ordensgemeinschaft einzutreten, wenn auch nicht zum Studieren, weil das sein Alter nicht mehr zulie\u00df, so doch zumindest um dort als Knecht zu dienen. Unter diesen Umst\u00e4nden h\u00f6rte er eine Predigt von P. Antonio Soteras, dem Provinzial von Katalonien. Er beschloss, mit ihm zu reden, um bei den Claretinern zu arbeiten. P. Soteras erkl\u00e4rte ihm die Dinge und nahm ihn in die Kongregation auf, nicht als Knecht, sondern als Bruder. Sein Eintritt erfolgte Ende 1928.<\/p>\n<p>Nach dem Abschluss der Ausbildungsjahre wurde er nach Cervera versetzt, in die Gemeinschaft in der ehemaligen Universit\u00e4t. Jeden Tag wuchs in ihm die Fr\u00f6mmigkeit, mit der er von Kind auf gesegnet war. Neben der Teilnahme an den Gebetsakten der Gemeinschaft, an der Messe und an der Kommunion hielt er h\u00e4ufige Besuchungen des Allerheiligsten, betete den Kreuzweg und alle drei Rosenkr\u00e4nze. Neben der Fr\u00f6mmigkeit entfaltete sich bei Br. Saperas die Liebe zur Berufung und zur Kongregation. \u201eNiemals\u201c, so pflegte er zu sagen, \u201ewerden wir Gott genug danken k\u00f6nnen f\u00fcr die Berufung.\u201c Doch das kennzeichnendste Merkmal seiner Spiritualit\u00e4t war seine gute Bereitschaft zur Arbeit und der missionarische Eifer, mit dem er sie leistete. Er erf\u00fcllte seine Auftr\u00e4ge sorgf\u00e4ltig, sauber, ordentlich und mit einer evangelisierenden Auspr\u00e4gung.<\/p>\n<p>Er hatte die Pforte \u00fcber, als sich am 21. Juli 1936, als es der Stadtverwaltung nicht mehr m\u00f6glich war, die Sicherheit der Gemeinschaft zu gew\u00e4hrleisten, die 117 Claretiner, die ihr angeh\u00f6rten, \u00fcberst\u00fcrzt zerstreuen mussten. Br. Fernando machte sich mit der zahlreichsten Gruppe in einem der Busse, die das Revolutionskomitee stellte, auf den Weg zur Gemeinschaft in Solsona. Doch auf halbem Weg erhielten sie die Mitteilung, das Komitee von Solsona verweigere ihnen den Zutritt zur Stadt. Sie \u00fcbernachteten im Merzedarierkloster San Ram\u00f3n und gingen auseinander, wie sie konnten. Br. Fernando schlug sich zun\u00e4chst in mehreren Geh\u00f6ften der Gegend herum und kam dann in das D\u00f6rfchen Montpalau (Provinz L\u00e9rida), wo er von dem Hofbesitzer Riera aufgenommen wurde. Er arbeitete auf der Tenne und half in dem Tabakladen und der Schenke mit, die Riera in seinem Haus hatte. In Wirklichkeit lebte er wie ein Familienangeh\u00f6riger bei diesem Herrn und den Seinen.<\/p>\n<p>In der Schenke wurde sein energischer und schroffer Charakter jedesmal auf die Probe gestellt, wenn er einen Fluch h\u00f6rte. Andererseits erwies sich die Dorfkneipe nicht gerade als die sicherste Zufluchtsst\u00e4tte f\u00fcr den Bruder. Deshalb riet Riera seinem Sch\u00fctzling, einen anderen Ort zu suchen. Fernando verstand es, sich in den dortigen Bauerh\u00f6fen den Lebensunterhalt verdienen und nicht zu st\u00f6ren. Am Morgen des 12. August machte er sich auf den Weg zu einem anderen befreundeten Hofbesitzer namens Bofarull. Br. Fernando wusste nicht, dass man auf dem Hof ein paar Stuten mit ihren Fohlen versteckt hielt und dass das Komitee von Cervera Milizion\u00e4re geschickt hatte, um diese Sache zu untersuchen. Als er zum Bofarull-Hof kam, wollte er sich zwar nichts anmerken lassen und von weitem vorbeigehen, doch erreichten ihn die Milizion\u00e4re. Er erkl\u00e4rte, seine Arbeit in Montpalau sei zu Ende und er suche anderswo eine neue Stellung. Die Milizion\u00e4re glaubten es nicht und beschlossen, ihn mitzunehmen, um die n\u00f6tigen \u00dcberpr\u00fcfungen vorzunehmen. So blieb ihm nichts anderes \u00fcbrig, als sich auf den Weg zu machen mit dem Chico, Juan del Hostals, Pedro Vilagrasa, dem Chauffeur Pepito, dem Anf\u00fchrer aller Juan Caster\u00e1s und dem Viehh\u00e4ndler Francisco Carulla, der von den Milizion\u00e4ren als Sachverst\u00e4ndiger auf den Hof Bofarull gebracht wurde, um ein Gutachten \u00fcber die Stuten abzugeben.<\/p>\n<p>Unterwegs sah sich der Bruder gezwungen, zu erkl\u00e4ren, er sei ein Ordensmann. Dieses Bekenntnis bedeutete den Beginn seines Leidenswegs. Sie hielten das Auto an, nahmen ihm seine Habseligkeiten weg und wollten ihn an Ort und Stelle neben einem Garbenhaufen t\u00f6ten. Das scheiterte am Einspruch Carullas, der sagte, zu einer derartigen Arbeit sei er nicht gekommen.<\/p>\n<p>Das Auto setzte sich wieder in Bewegung. Das Gespr\u00e4ch kam auf die Frage der Waffen und religi\u00f6se Themen, und schlie\u00dflich brachten es die Milizion\u00e4re auf den Bereich Sex. Sie interessierten sich f\u00fcr seine Beziehungen mit Nonnen und Homosexuellen. Fernando antwortete energisch und mit seiner ganzen Tatkraft \u2013 und die war gro\u00df \u2013, \u201esie sollten ihn umbringen, und zwar so bald wie m\u00f6glich, aber sie sollten nicht von solchen Dingen reden.\u201c Mit einem boshaften Augenzwinkern einigten sich die Milizion\u00e4re. Sie hielten das Auto an. Sie gingen in den hinteren Teil, wo der Bruder war. Der Chico zog sich schamlos nackt aus. Caster\u00e1s und Juan del Hostals hielten Fernando, den sie ausgezogen hatten, gewaltsam fest, und der Chico machte sich \u00fcber ihn her. Fernando reagierte, wehrte sich mit der ganzen Kraft seiner kr\u00e4ftigen Statur und zeigte so, dass er die Situation von sich wies. \u201eBringt mich um, wenn ihr wollt\u201c, sagte er, \u201eaber tut mir das nicht an!\u201c<\/p>\n<p>Die Milizion\u00e4re begriffen, dass Fernando die homosexuellen Bet\u00e4tigungen nicht passten, und beschlossen, ihn in Bordelle zu bringen, wenn sie nach Cervera k\u00e4men. Wenn er einwilligte, in ihrer Gegenwart mit einer Frau zu verkehren, w\u00fcrden sie ihm das Leben schenken. Schlie\u00dflich kamen sie in Cervera an. Der Bruder wurde ins Gef\u00e4ngnis abgef\u00fchrt, w\u00e4hrend sie Carulla verabschiedeten und mit Bofarull die Sache mit den Stuten kl\u00e4rten und ihn nach Hause zur\u00fcckbrachten. Nach ihrer R\u00fcckkehr f\u00fchrten die Milizion\u00e4re den Bruder in zwei Bordelle. Caster\u00e1s selbst sagte, dort habe Fernando \u201eGott um Kraft gebeten. Wir warfen ihn auf die Erde, und er, nichts! K\u00e4lter als Eis! Diese Leute taugen zu nichts. Und nichts konnten wir erreichen.\u201c<\/p>\n<p>Angesichts dessen beschlossen sie, ihr Gl\u00fcck in den Bordellen von T\u00e1rrega (Provinz L\u00e9rida), einer zw\u00f6lf Kilometer von Cervera entfernten Stadt, zu versuchen. Augenzeugen erz\u00e4hlten, dass sie ihm im El Vermut und in La Garza befahlen, er solle trinken und tanzen, \u201eum zu sehen, ob sie ihn erregen oder mit den Frauen besch\u00e4ftigen k\u00f6nnten, wobei sie eine von ihnen zwangen, sich auszuziehen und ihm die Hosen abzuziehen. Da sie ihn nicht in Stellung bringen konnten, zwangen sie ihn, durch den ganzen Raum zu gehen und seine Scham vorzuzeigen. Als sie sahen, dass sie es in einem der H\u00e4user nicht erreichen konnten, f\u00fchrten sie ihn von einem zum anderen, vom Vermut zur Garza.\u201c<\/p>\n<p>Br. Saperas erduldete alle diese Rohheiten mit gesenktem Haupt, sch\u00e4mte sich und wiederholte: \u201eBringt mich um, wenn ihr wollt, aber das nicht!\u201c Einer sagte sarkastisch zu ihm, er sei kein Mann, da er mit seinen drei\u00dfig Jahren nicht wie ein solcher reagiere. Der Bruder antwortete ungewohnt energisch auf diese Beleidigung: \u201eIch soll kein Mann sein? Ich k\u00f6nnte, wenn ich wollte, so viel wie ihr und noch mehr. Aber ich habe keine Lust dazu! Lieber sterbe ich!\u201c Selbst die Frauen stellten sich auf seine Seite und weigerten sich mitzumachen, selbst wenn der Bruder wollte, und verlangten von den Milizion\u00e4ren, sie sollten den Ordensmann hinausbringen, sonst w\u00fcrde sie gehen. Und sie griffen nach leeren Flaschen und St\u00fchlen, um sie aus dem Bordell zu werfen.<\/p>\n<p>Es war kurz vor zw\u00f6lf Uhr nachts. F\u00fcnfzehn Stunden hatte die Trag\u00f6die gedauert. Die Milizion\u00e4re waren sauer, stie\u00dfen ihn ins Auto und brachten ihn zum Friedhof, um ihn zu t\u00f6ten. Auf dem Weg dachten sie daran, ihm die Genitalien zu verst\u00fcmmeln, doch sie kamen nicht dazu, weil andere Milizion\u00e4re aus T\u00e1rrega einschritten, mit denen sie bei einer Kontrolle Eindr\u00fccke austauschten. Br. Fernando Saperas wurde neben dem Friedhofstor erschossen, w\u00e4hrend er seinen M\u00f6rdern vergab und Hochrufe auf Christus, den K\u00f6nig, ausbrachte. Trotz der zahlreichen Sch\u00fcsse starb er nicht sofort und wiederholte in seinem Todeskampf: \u201eMutter! Meine Mutter!\u201c Ein Mann namens Jaime Clos wagte es, zu dem Sterbenden hinzugehen und rief ihn an: \u201eFreund! Freund!\u201c Aber der konnte bereits nicht mehr antworten.<\/p>\n<p>Am Ort des Martyriums wurde eine Tafel angebracht mit einer \u00e4hnlichen Inschrift wie an dem Grab, in dem sich seine sterblichen \u00dcberreste befinden: \u201eHier starb als Martyrer, weil er seine Ordenskeuschheit verteidigen wollte, am 13.8.1936 Br. Fernando Saperas, Missionar, Sohn des Herzens Mariens.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Fernando war einer von den Menschen, die das Leben zwingt, sich selbst zu machen. Er war am 8. September 1905 in Ali\u00f3, einem kleinen Bauerndorf bei Tarragona, geboren. 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