{"id":28101,"date":"2018-09-05T08:03:18","date_gmt":"2018-09-05T06:03:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.claret.org\/fecha-14-de-august-diener-gottes-p-marceliano-alonso-und-gefahrten-martyrer\/"},"modified":"2018-09-05T08:03:18","modified_gmt":"2018-09-05T06:03:18","slug":"fecha-14-de-august-diener-gottes-p-marceliano-alonso-und-gefahrten-martyrer","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.claret.org\/de\/ephemeride\/fecha-14-de-august-diener-gottes-p-marceliano-alonso-und-gefahrten-martyrer\/","title":{"rendered":"Fecha: 14 de August &#8211; Diener Gottes P. Marceliano Alonso und Gef\u00e4hrten, Martyrer"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Die Claretinerprovinz Katalonien hatte 1936 vier Gemeinschaften in der Region Valencia: Valencia, El Grao, J\u00e1tiva und Requena. Am 24. M\u00e4rz f\u00fchrten soziale Unruhen dazu, dass alle Kl\u00f6ster und Klausuren in Requena gest\u00fcrmt und ihre Schl\u00f6sser aufgebrochen wurden. Die f\u00fcnf Claretiner, die zur Gemeinschaft geh\u00f6rten, mussten das Haus und die Kirche aufgeben, und was sie nicht retten konnten, wurde gepl\u00fcndert und ein Raub der Flammen. El Grao und J\u00e1tiva erlitten sp\u00e4ter das gleiche Schicksal. Am 19. Juli bestand nur noch das Haus Valencia, und dort fanden die Opfer Zuflucht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www2.claret.org\/sites\/default\/files\/imagenes\/espiritualidad\/calendario\/41._marceliano_alonso_y_compaeros._valencia.jpg?resize=263%2C351\" width=\"263\" height=\"351\" alt=\"\" title=\"\"><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Gemeinschaft Valencia wurde das Obergemach, das die Verfolgten aufnahm. Dort gruppierten sie sich neu zum Martyrium. P. Gord\u00f3n und Br. V\u00e9lez entkamen aus J\u00e1tiva, als das Haus infolge des Brandes einst\u00fcrzte. P. Galipienzo streifte in jener Nacht durch die Stra\u00dfen von Requena, die unheilschwanger waren unter dem Zusammenkrachen des Augustiner- und des Dominikanerklosters. Alle Verzweigungen liefen im zweiten Stock eines Hauses in der Calle de San Vicente zusammen, wo vor erst einem Jahr die Claretinergemeinschaft Valencia entstanden war.<\/p>\n<p>Am Montag, dem 20. Juli 1936 bestand die kleine Gemeinschaft aus P. Marceliano Alonso als Superior, P. Luis Franc\u00e9s und Br. F\u00e9lix Aguado. Ihnen hatten sich P. Jos\u00e9 Ignacio Gord\u00f3n und Br. Santiago V\u00e9lez aus J\u00e1tiva und P. Tom\u00e1s Galipienzo aus Requena angeschlossen. Br. F\u00e9lix Aguado gelang es als einzigem, sein Leben zu retten.<\/p>\n<p>Am 27. Juli gingen P. Franc\u00e9s und Br. V\u00e9lez weg in das Dorf Serra, einen ruhigen und abgeschiedenen Ort mit anscheinend allen Garantien f\u00fcr ihre Sicherheit. P. Franc\u00e9s, fromm wie immer, betete t\u00e4glich das Brevier und die drei Rosenkr\u00e4nze, und gelegentlich ging er sogar den Kreuzweg entlang den Stationen am Rand des Dorfes. Mit dem Kreuz Christi beladen, schrieb P. Franc\u00e9s die Weisung aus den Konstitutionen der Claretiner in Stein: \u201eWas mich angeht, soll es mir niemals einfallen, mich zu r\u00fchmen, au\u00dfer im Kreuz unseres Herrn Jesus Christus.\u201c<\/p>\n<p>Br. Santiago V\u00e9lez reiste am 13. August nach Santa Coloma de Gramanet in der Provinz Barcelona, wo ein Angeh\u00f6riger von ihm lebte. Am 14. August wurde er festgenommen und am fr\u00fchen Morgen des 15. August, dem Fest der Aufnahme Marias in den Himmel, ermordet. P. Luis Franc\u00e9s wurde am 20. August in dem Dorf Serra entdeckt. In der Kartause Porta Coeli eingesperrt, erlitt er am 21. August im Gemeindegebiet von Olocau (Provinz Valencia) das Martyrium, wobei er Gott um Vergebung f\u00fcr diejenigen bat, die ihm das Leben nahmen, ohne zu wissen, was sie taten.<\/p>\n<p>Unterdessen befanden sich die Patres Alonso, Gord\u00f3n und Galipienzo weiterhin in der Wohnung in der Calle de San Vicente, da es nicht m\u00f6glich war, eine bessere Zuflucht zu finden, obwohl gute Freunde der Gemeinschaft halfen. P. Alonso \u00fcbernahm als Superior die Verantwortung f\u00fcr neue Versuche, einen sicheren Ort f\u00fcr die drei \u00dcberlebenden zu suchen. Mit P. Gord\u00f3n begab er sich in das B\u00fcro des Elektrizit\u00e4tswerks, wo ein Freund der Missionare namens Paco Comas arbeitete.<\/p>\n<p>Die Besucher l\u00f6sten im Vorbeigehen gewisse Verd\u00e4chtigungen aus, sie k\u00f6nnten Ordensleute sein, und jemand denunzierte sie telefonisch. Nach wenigen Minuten traf ein Trupp Milizion\u00e4re ein, die die beiden Patres und Don Paco Comas festnahmen und sie vor das sozialistische Komitee brachten, das im Dominikanerkloster eingerichtet war. Die Gefangenen wurden einem langen Verh\u00f6r unterzogen, das eine unverz\u00fcgliche Durchsuchung der Wohnung in der Calle de San Vicente zum Ergebnis hatte. Dort wurde P. Galipienzo \u00fcberrascht, den f\u00fcnf Milizion\u00e4re an den Ort brachten, wo sich die anderen beiden Mitbr\u00fcder aus der Gemeinschaft befanden. Am meisten schmerzte ihn, dass er das Allerheiligste, das unter Papieren getarnt in der Wohnung verblieb, nicht mitnehmen hatte k\u00f6nnen. Die drei Patres verbrachten die Stunden in den Nebenr\u00e4umen des Komitees, wo sie beteten, miteinander sprachen und warteten.<\/p>\n<p>Es dauerte nicht lange, bis sie vor einem Tribunal aus sieben Personen standen. Als erster erschien P. Gord\u00f3n, der Superior von Gemeinschaft und Schule in J\u00e1tiva. Die Befragung zog sich eine Stunde hin und war heftig und gelegentlich sogar gewaltt\u00e4tig, wie im Nachbarzimmer festzustellen war, wo die anderen beiden Patres warteten. Man h\u00f6rte Schreie und einen Schlag auf den Tisch. P. Gord\u00f3n wurde in niedertr\u00e4chtiger Weise vorgeworfen, in der Schule gebe es Keller, um die Kinder zu foltern. \u201eL\u00fcge!\u201c, schrie der Pater und schlug kr\u00e4ftig auf den Tisch. \u201eDas ist eine Verleumdung, die Sie leicht \u00fcberpr\u00fcfen k\u00f6nnen, wenn Sie es f\u00fcr angebracht halten \u2026\u201c Den Schrei und den Schlag von P. Gord\u00f3n auf den Tisch h\u00f6rte man auch im Nachbarzimmer. Beim Herausgehen berichtete er seinen Mitbr\u00fcdern mit einem glatten L\u00e4cheln: \u201eBald werden wir im Chor der Martyrer wieder beisammen sein.\u201c<\/p>\n<p>Dann war P. Alonso an der Reihe. Sein Verh\u00f6r war k\u00fcrzer und das Gespr\u00e4ch nicht so heftig. Er kam ruhig heraus, doch ebenfalls mit der \u00dcberzeugung, er werde zum Martyrium gehen. Als letzter von den dreien wurde P. Galipienzo verh\u00f6rt; bei ihm war es am k\u00fcrzesten, aber auch er k\u00fcndigte den anderen an, sie w\u00fcrden alle drei noch in dieser Nacht sterben. Es war zehn Uhr in der levantinischen Sommernacht. Die drei Verurteilten nahmen einander die Beichte ab, und eine religi\u00f6se Stille machte jenes Zimmer zu einem Gebetsraum. Um Mitternacht wurde den dreien der Befehl erteilt, herauszukommen. Auf der Stra\u00dfe warteten auf sein ein Auto und f\u00fcnf mit Pistolen und Maschinengewehren Bewaffnete mit tragbaren elektrischen Lampen. Der Wagen setzte sich in Bewegung und rollte bis zum Weg nach El Palmaret im Gebiet von Alborada (Provinz Valencia). Die Henker stiegen aus, und hinter ihnen die Opfer. Die Patres umarmten einander tief bewegt gegen\u00fcber der Ebene, die zum Meer hinausging. Pater Gord\u00f3n richtete an seine M\u00f6rder die folgenden f\u00fcnf evangeliumsgem\u00e4\u00dfen Worte: \u201eWir vergeben euch von Herzen.\u201c Man befahl ihnen, sich in einer Reihe aufzustellen, und von diesem Augenblick an \u00fcberlie\u00df sich jeder dem inbr\u00fcnstigen Gebet. P. Alonso hielt sich z\u00e4rtlich an die Muttergottes: \u201eMeine milde Mutter, hab Mitleid mit mir.\u201c Das auf dem Scho\u00df seiner Mutter gelernte Gebet gab P. Galipienzo Kraft: \u201eJesus, Josef und Maria, steht mir bei in meinem letzten Kampf.\u201c Das Evangelium blieb die St\u00fctze von P. Gord\u00f3n: \u201eMein Jesus, in deine H\u00e4nde empfehle ich meinen Geist.\u201c Eine Stimme hinter dem Scheinwerfer des Autos forderte sie auf: \u201eLos! Geht!\u201c Kaum waren sie drei Schritte gegangen, da krachten die Sch\u00fcsse und m\u00e4hten die Patres Marceliano Alonso und Jos\u00e9 Ignacio Gord\u00f3n nieder.<\/p>\n<p>P. Galipienzo warf sich unverletzt zu Boden, n\u00fctzte die Dunkelheit aus, lie\u00df sich vorsichtig durch das Gras gleiten, kam etwa zwanzig Meter voran, st\u00fctzte sich auf einige Halme, drang in ein Maisfeld ein, \u00fcberquerte einen kleinen Bew\u00e4sserungskanal, kletterte die B\u00f6schung hinauf und blieb ersch\u00f6pft liegen, mit den Nerven am Ende. Die M\u00f6rder schalteten die Lampen ein und durchk\u00e4mmten das Gestr\u00fcpp unter l\u00e4sterlichem Fluchen. Sie kamen wenige Schritte an ihm vorbei, der das ganze Man\u00f6ver erschreckt beobachtete. Sie hielten an, machten die Lampen aus und gaben acht, um jedes Ger\u00e4usch wahrzunehmen, das ihnen die Richtung weisen k\u00f6nnte. Doch es gelang ihnen nicht, den beschleunigten Herzschlag des Verfolgten zu h\u00f6ren.<\/p>\n<p>Als es hell wurde, entfernte er sich weiter vom Ort des Martyriums. Er war durchn\u00e4sst und vom Schlamm des Bew\u00e4sserungskanals bedeckt, voller Beklemmung und von Todesschwei\u00df \u00fcberzogen, ohne zu wissen, ob er das Abenteuer als erledigt betrachten sollte. Er fand ein Haus mit der Aufschrift <em>Ave Mar\u00eda Pur\u00edsima<\/em>an der T\u00fcr. Er stellte sich vor, in einem Haus, an dem am 13. August 1936 ein derart christlicher Gru\u00df an der Schwelle noch nicht entfernt war, gute Leute wohnen mussten. Er klopfte, trat ein und sah, dass er sich nicht get\u00e4uscht hatte. Sie gaben ihm zu essen, einen Platz zum Ausruhen und versteckten ihn in der Scheune.<\/p>\n<p>Als es am Sonntag, dem 16. August Nacht wurde, ging ein Fischer aus den Sumpfgebieten an der K\u00fcste hemds\u00e4rmelig, mit hochgekrempelten Hosenbeinen, den Stock in der Hand und die Holzkiste auf dem R\u00fccken, nach Valencia hinein. Die Verkleidung von P. Galipienzo war perfekt. Doch die Illusion, er sei in Freiheit, im Haus einer befreundeten Familie, dauerte nur 48 Stunden. Beim Einbruch der Dunkelheit am 18. August wurde er erkannt und in die Haftanstalt San Miguel de los Reyes gebracht. Am 1. September wurde er aus dem Gef\u00e4ngnis geholt, auf einen Lastwagen geladen und mit neun anderen auf den wenige Kilometer von Valencia entfernten Schie\u00dfplatz von Paterna gefahren.<\/p>\n<p>Unsere Martyrer suchten das Martyrium nicht, doch als sie die Gnade des Martyriums \u00fcberkam, erwarteten sie als wachsame Knechte ihren Herrn. P. Galipienzo sprach seinen neun Gef\u00e4hrten die tr\u00f6stenden Worte der Lossprechung ins Ohr. Als sie am Ziel ankamen, stiegen sie aus, und die Wachen lie\u00dfen sie aufstellen, w\u00e4hrend die Maschinengewehre in Stellung gebracht wurden. P. Galipienzo hatte das Gl\u00fcck gehabt, sein Martyrium proben zu d\u00fcrfen. Es ist keine blo\u00dfe Vermutung, dass er jetzt seine Sto\u00dfgebete aus der Nacht des 12. August wiederholte. In seiner Annahme des Todes setzte er auf das Leben. Der \u201ezweimalige\u201c Martyrer P. Galipienzo ruht heute in der Kirche von Requena, die fr\u00fcher von den Claretiner-Missionaren betreut wurde.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Claretinerprovinz Katalonien hatte 1936 vier Gemeinschaften in der Region Valencia: Valencia, El Grao, J\u00e1tiva und Requena. Am 24. M\u00e4rz f\u00fchrten soziale Unruhen dazu, dass alle Kl\u00f6ster und Klausuren in Requena gest\u00fcrmt und ihre Schl\u00f6sser aufgebrochen wurden. 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