{"id":28121,"date":"2018-09-05T08:21:23","date_gmt":"2018-09-05T06:21:23","guid":{"rendered":"https:\/\/www.claret.org\/fecha-17-de-august-diener-gottes-bruder-pedro-marcer\/"},"modified":"2018-09-05T08:21:23","modified_gmt":"2018-09-05T06:21:23","slug":"fecha-17-de-august-diener-gottes-bruder-pedro-marcer","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.claret.org\/de\/ephemeride\/fecha-17-de-august-diener-gottes-bruder-pedro-marcer\/","title":{"rendered":"Fecha: 17 de August &#8211; Diener Gottes Bruder Pedro Marcer"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Als Antonius Maria Claret die Kongregation der S\u00f6hne des Herzens Mariens gr\u00fcndete, hatte er bereits im Sinn, <em>mithelfende Br\u00fcder<\/em> aufzunehmen, die ebenso Ordensleute wie die Priester sein, sich aber den internen Aufgaben der Gemeinschaft widmen sollten. Auch wenn sie keine priesterlichen Dienste aus\u00fcbten, waren sie missionarische Ordensleute im vollen Sinne des Wortes. Sie waren nicht nur gewollt, sondern halfen auch stets in bemerkenswerter Weise im Leben und missionarischen Wirken der Kongregation mit.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www2.claret.org\/sites\/default\/files\/imagenes\/espiritualidad\/calendario\/43-pedro_marce.jpg?resize=236%2C305\" width=\"236\" height=\"305\" alt=\"\" title=\"\"><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zu den mithelfenden Br\u00fcdern z\u00e4hlt einer, der sich in der Claretinerprovinz Chile von 1880 bis 1927 durch ein einzigartiges Leben auszeichnete: Br. Pedro Marcer Cusc\u00f3. Der Name wird in den verschiedenen Verzeichnissen gelegentlich <em>Marcer<\/em> bzw. <em>Marc\u00e9<\/em>, <em>Cusc\u00f3<\/em> bzw. <em>Cosc\u00f3<\/em> geschrieben. Wir verwenden <em>Marcer<\/em>und <em>Cusc\u00f3<\/em>.<\/p>\n<p>In Avinyonet del Pened\u00e9s, einem Ort in der Provinz und Di\u00f6zese Barcelona, gingen Pedro Marcer Nicolau, der aus dem Ort geb\u00fcrtig war, und Rosa Cusc\u00f3 Salas, geb\u00fcrtig aus Les Gunyoles (Provinz Barcelona) die Ehe ein. Sie waren ein verantwortungsvolles christliches Ehepaar mit gel\u00e4utertem Glauben und gro\u00dfer g\u00f6ttlicher Liebe, die durch dauernde religi\u00f6se \u00dcbungen angefacht wurden, die sie in reichem Ma\u00df auf die heilige Gottesmutter Maria richteten. Sie hatten f\u00fcnf Kinder; unser Bruder Pedro war das zweite und ist am 1. Oktober 1854 geboren. Er wurde am folgenden Tag in der Pfarrkirche San Pedro in Avinyonet getauft und erhielt den Namen Pedro Jos\u00e9 Antonio. Dank einer so christlichen Bildung in der Familie f\u00fchlte sich Pedro von Kind an zu religi\u00f6sen Aufgaben hingezogen: Er wurde Ministrant in der Kirche und sang im Kirchenchor. Er schrieb seine Berufungsunruhe sp\u00e4ter der Unterweisung und der Erlaubnis seiner Eltern zu. Die Schule half ihm, geistliche B\u00fccher kennenzulernen und h\u00e4ufig zu gebrauchen, die ihn von der Welt abkehrten. Dazu kamen die Worte und das Beispiel einiger Nachbarn, die als Br\u00fcder in die Kongregation eintraten und ihn auch dazu anspornten. Es dauerte, bis sein Wunsch konkret wurde, denn um eintreten zu k\u00f6nnen,  musste er warten, bis er den Milit\u00e4rdienst hinter sich hatte.<\/p>\n<p>Sobald die Dinge geregelt waren, kam er in die Gemeinschaft Gracia (heute Stadtteil von Barcelona), wo sich damals das Noviziat der Missionare befand. Nach dem Probejahr kam er nach Vic, um durch die Ordensprofess, die er am 16. Juli 1879 in die H\u00e4nde des Mitgr\u00fcnders P. Jaime Clotet ablegte, in die Kongregation aufgenommen zu werden. Seine Anf\u00e4nge als Professbruder gestatteten ihm, die Glut der Profess zu bewahren, indem er sich in den Arbeiten einsetzte, die ihm in der Gemeinschaft \u00fcbertragen wurden. Bald darauf erhielt er die Anweisung der Oberen, sich in die Claretinermission Chile zu begeben, wie es bereits andere Claretiner, Patres und Br\u00fcder, getan hatten. Das sollte sein Lebenspanorama total ver\u00e4ndern. Er schloss sich der sechsten Expedition von Herz-Marien-Missionaren nach Chile an.<\/p>\n<p>Am 1. Juni 1880 kam er am Ziel an. Damit gelangte Br. Pedro Marcer an seine feste Bleibe. 47 Jahre blieb er dort im <em>Convento de Bel\u00e9n<\/em>, wie die Vorstadt und die Kapelle hie\u00dfen, wo sich die ersten Missionare 1870 niederlie\u00dfen. Schnell wurde er zum Pf\u00f6rtner des Hauses ernannt, wo er \u00fcber vierzig Jahre lang treu verharrte, mit nur kurzen Unterbrechungen wie ein paar Monate, die er nach Curic\u00f3 musste, um dort eine Vertretung zu machen. In so vielen Jahren, in denen er die Pforte des Ordenshauses betreute, k\u00f6nnen wir uns auf zwei Aspekte konzentrieren, die ihn einzigartig machten: auf die Besonderheiten in der Erf\u00fcllung seiner Aufgabe, die zwar von vielen anderen Br\u00fcdern auch ausge\u00fcbt wurde, von ihm aber in einer anderen Weise, und auf das, was die anderen Br\u00fcder in ihrer Aufgabe mit anderen Bet\u00e4tigungen nicht zustande brachten.<\/p>\n<p>Es sind zahlreiche Stimmen, die bezeugen, wie gut Br. Pedro seine Aufgabe an der Porte der Gemeinschaft erf\u00fcllte. Um besser zu erf\u00fcllen, was ihm aufgetragen war, hatte er gewisse Richtlinien geschrieben, an die er sich halten wollte, und versuchte so, den Geist der Konstitutionen, den Pater Stifter f\u00fcr die Aufgabe des Pf\u00f6rtners aufwies, in praktische Kriterien umzusetzen. Gleichzeitig bem\u00fchte er sich, bei anderen Obliegenheiten behilflich zu sein: die Pforte und die H\u00f6fe kehren, die Gr\u00fcnanlagen pflegen, die Ger\u00e4te herrichten, den Gem\u00fcsegarten gie\u00dfen, die Post abholen, die Turmuhr stellen.<\/p>\n<p>Das Besondere war seine <em>Vorgehensweise<\/em>, nicht nur aufgrund seiner Geduld und Umsicht, sondern auch wegen der Anzeichen der Heiligkeit, die Obere und Mitbr\u00fcder bald bei ihm beobachteten. In der Tat zeichnete sich Br. Pedro insbesondere durch seine Demut aus, die aus der Kenntnis seiner eigenen Armut, Unvollkommenheit und Fehler hervorging. Von einer tiefen und gesunden Bu\u00dfgesinnung bewegt, wiederholte er selbst immer wieder, einer der kostbarsten Beweggr\u00fcnde daf\u00fcr, dass er in der Kongregation blieb, sei es, seine S\u00fcnden zu bek\u00e4mpfen und das Heil zu erlangen. Anschaulich argumentierte er, er wolle bei dem Besen bleiben, den er benutze. Neben dieser bu\u00dffertigen Demut war auch sein Glaubensgeist auff\u00e4llig, der seine Wurzeln in seiner Erziehung in der Familie hatte und von jenem Gedanken an die Ewigkeit gest\u00fctzt wurde, der Pater Stifter von Kind an so sehr besch\u00e4ftigte und der dazu f\u00fchrte, dass er sich auf das Gottvertrauen und die Gottesfurcht st\u00fctzte. Es waren \u00fcbernat\u00fcrliche Beweggr\u00fcnde, die ihn hielten.<\/p>\n<p>Insbesondere entfaltete er einen intensiven Gebetsgeist. Das gilt nicht nur f\u00fcr das gemeinschaftliche Gebet, das er von aller Fr\u00fche an treu und gewissenhaft erf\u00fcllte, sondern auch f\u00fcr sein \u00fcberaus reichliches pers\u00f6nliches Gebet, wie es seine geistlichen Schriften, seine Vors\u00e4tze zeigen. Es gibt Zeugen, die best\u00e4tigen, wie er die freien Augenblicke bei seiner Arbeit nutzte. Das alles war gen\u00e4hrt vom h\u00e4ufigen Empfang der Eucharistie und des Sakramentes der Vers\u00f6hnung, was zur damaligen Zeit keine geforderte Gewohnheit war. In seiner Spiritualit\u00e4t fehlte es nicht an einer tiefen Verehrung der Gottesmutter, die sich im h\u00e4ufigen Rosenkranzgebet kundtat. Er verwandte seine freie Zeit darauf, aus Draht und Perlen Rosenkr\u00e4nze herzustellen. Und wie ein Licht, das alles erleuchtete, strahlte seine Liebe zur Kongregation, zu seiner Berufung, zu den Konstitutionen und zu den Anforderungen, die sich aus dem Leben und dem missionarischen Auftrag ableiteten. Wenn es um Liebe ging, wuchs seine Liebe zu Gott und zu den Seelen.<\/p>\n<p>Sehr auff\u00e4llig war das <em>Briefapostolat<\/em> von Br. Pedro. M\u00f6glicherweise hat es unter den Br\u00fcdern unserer Kongregation in dieser Verfahrensweise zur Verk\u00fcndigung des Evangeliums nichts Vergleichliches gegeben. Von Br. Pedro kann man mindestens 38 Briefe mit eigenem Datum lesen; weitere sind bekannt, oder es wird in anderen Briefen darauf Bezug genommen. Wenn man die Umst\u00e4nde von Zeit und Ort ber\u00fccksichtigt, war das damals im 19. und zu Beginn des 20. Jahrhunderts nicht \u00fcblich, und erst recht nicht in den fernen Landen der Claretinerprovinz Chile. Jemand las sie und schrieb sie zumindest teilweise ab. Die meisten von ihnen sind an seine Angeh\u00f6rigen gerichtet: an seine Eltern, seinen Bruder Jos\u00e9, seine Neffen, seine Nichte \u00c1ngela, die Ordensfrau war. Einzigartig ist einer, den er an P. Jos\u00e9 Fogued, den Pr\u00e4fekten der Studenten in Cervera und sp\u00e4teren Apostolischen Vikar in Tunki (China) schickte. Br. Pedro selber bringt zum Ausdruck, dass er keinen besonderen Hang zum Briefschreiben hatte. Die Briefe, die wir kennen, sind spontan, nicht aus einer Verpflichtung heraus geschrieben; das gilt auch f\u00fcr andere geistliche Schriften. Die Themen kamen immer wieder: das christliche Leben, das ewige Heil, die Gottesliebe, die Berufung; sie sind mit Tiefgang geschrieben, manchmal mit Zitaten aus den Weisheitsb\u00fcchern des Alten Testaments oder von Augustinus. P. Fogued sammelte seine Briefe und archivierte sie in einer Mappe mit der Aufschrift: <em>Briefe des heiligen Bruders Pedro Marcer. Man bewahre sie auf, denn mit der Zeit k\u00f6nnen sie zur Ehre Gottes, unseres Herrn, der Kongregation und des Bruders beitragen.<\/em><\/p>\n<p>Er entfaltete auch einen ausgedehnten Dienst als Ratgeber. Er nutzte jede Gelegenheit, um den Katechismus zu lehren oder die religi\u00f6sen Grunds\u00e4tze mit einem guten Rat oder einem liebensw\u00fcrdigen Tadel in Erinnerung zu rufen. Viel auff\u00e4lliger war sein Bem\u00fchen, einer Vielzahl von Paaren in ungeordneten Verh\u00e4ltnissen zu helfen, wobei er sie einlud, ihre Verbindung im Sakrament der Ehe zu ordnen. Br. Pedro bereitete sie vor, half ihnen bei den Besorgungen in den Pfarreien, verschaffte ihnen Geld f\u00fcr erforderliche Besorgungen; dieses Geld erhielt er von bestimmten Wohlt\u00e4tern zu diesem Zweck. Er lie\u00df kein Mittel aus, um ihnen aus der Lage herauszuhelfen, in der sie sich befanden. Alle wussten, wenn es zur Unzeit an der Haust\u00fcr l\u00e4utete, waren es die Brautpaare von Br. Marcer. Man sagt, er habe im Schnitt eine Ehe pro Tag geregelt; es gab Jahre, in denen es \u00fcber 500 waren; unter 400 waren es nie, darunter kuriose F\u00e4lle und viele Anekdoten. Es ging so weit, dass man wirklich sagte, \u201ean unserer Pforte in Santiago w\u00fcrden mehr Ehen in Ordnung gebracht als in der ganzen Erzdi\u00f6zese zusammen.\u201c<\/p>\n<p>Das Leben verging nicht umsonst, und die Arbeiten hinterlie\u00dfen ihre Spuren. Br. Pedro hatte den Gedanken an den Tod sehr gegenw\u00e4rtig, ohne Angst und eher als Ansporn zu seinem \u00dcbergang aus diesem Leben ins andere. Er bereitete sich auf diesen Augenblick vor: \u201eWir wissen alle, dass wir sterben werden; wichtig ist, dass wir darauf vorbereitet sind.\u201c<\/p>\n<p>In seinen letzten sechzehn Lebensjahren litt er ungeheuer aufgrund eines Bruchs; dazu kamen L\u00e4hmungserscheinungen, die er zu ignorieren suchte. Sie zwangen ihn ins Bett, ohne dass er sich noch selbst helfen konnte. Doch er wollte niemanden mit seiner Betreuung bel\u00e4stigen. Niemand h\u00f6rte ihn klagen. Derart war seine Selbstlosigkeit. Am 17. August 1927 ging er in Santiago de Chile aus dieser Welt hin\u00fcber in das Haus des Vaters.<\/p>\n<p>Ohne auf gewisse mystische Gaben n\u00e4her einzugehen, die ihm zugeschrieben wurden, bot sein ganzes Leben deutlich Anlass f\u00fcr seine Mitbr\u00fcder, ihn als Heiligen zu betrachten, wie es einer seiner Oberen ausdr\u00fcckte: \u201eDer heilige, der wahrhaft heilige, der ganz heilige Bruder Marcer.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Als Antonius Maria Claret die Kongregation der S\u00f6hne des Herzens Mariens gr\u00fcndete, hatte er bereits im Sinn, mithelfende Br\u00fcder aufzunehmen, die ebenso Ordensleute wie die Priester sein, sich aber den internen Aufgaben der Gemeinschaft widmen sollten. Auch wenn sie keine priesterlichen Dienste aus\u00fcbten, waren sie missionarische Ordensleute im vollen Sinne des Wortes. 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