{"id":28138,"date":"2018-09-05T08:30:39","date_gmt":"2018-09-05T06:30:39","guid":{"rendered":"https:\/\/www.claret.org\/fecha-18-de-august-p-peter-schweiger-generaloberer\/"},"modified":"2018-09-05T08:30:39","modified_gmt":"2018-09-05T06:30:39","slug":"fecha-18-de-august-p-peter-schweiger-generaloberer","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.claret.org\/de\/ephemeride\/fecha-18-de-august-p-peter-schweiger-generaloberer\/","title":{"rendered":"Fecha: 18 de August &#8211; P. Peter Schweiger, Generaloberer"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Er ist am 6. Mai 1894 in Gaisirl (Oberpfalz, Deutschland) geboren. Wie andere Claretiner seiner Zeit wurde er in den Claretiner-Seminarien der Provinz Katalonien ausgebildet. Die Priesterweihe empfing er 1920. Er war Professor am Seminar in Rom, und ab 1930 hatte er wichtige \u00c4mter in den Claretinergemeinschaften in Deutschland inne, deren erster Visitator er 1933 wurde.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www2.claret.org\/sites\/default\/files\/imagenes\/espiritualidad\/calendario\/42-b-pedro_schweiger_bn.jpg?resize=263%2C326\" width=\"263\" height=\"326\" alt=\"\" title=\"\"><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Jahr 1949 endete die Amtszeit des Generaloberen P. Nicol\u00e1s Garc\u00eda, der bereits krank war und im folgenden Jahr 1950 starb. Das 15. Generalkapitel wurde f\u00fcr die Zeit vom 1. bis 28. Mai 1949 nach Castelgandolfo an den Sommersitz des Papstes einberufen, den der Papst der Kongregation zum Dank f\u00fcr geleistete Dienste \u00fcberlie\u00df. Von diesem Kapitel wurde P. Peter Schweiger zum Generaloberen gew\u00e4hlt. Seine Wahl war ein deutlicher Ausdruck f\u00fcr den wachsenden Wunsch nach der Universalit\u00e4t der Kongregation, da er als einziger Kapitelsteilnehmer kein Spanier war. Sp\u00e4ter wurde er beim 16. Generalkapitel, das 1961 in Rom stattfand, wiedergew\u00e4hlt. Er war Konzilsvater beim Zweiten Vatikanischen Konzil, und ihm fiel es zu, in der Kongregation mit der Abhaltung des 17. au\u00dferordentlichen Generalkapitels (Rom 1967) den Erneuerungsprozess nach dem Konzil anzusto\u00dfen. P. Schweiger besa\u00df einen sehr guten Charakter und eine g\u00fctige Herzlichkeit und verstand es, seiner Leitungsarbeit immer eine menschliche und br\u00fcderliche Richtung zu geben.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend seiner Zeit als Generaloberer wurde die Kongregation in mehreren neuen Visitaturen, Vizeprovinzen und Provinzen organisiert. Er f\u00fchrte die Kongregation in neue L\u00e4nder und intensivierte ihre traditionellen T\u00e4tigkeiten gem\u00e4\u00df seinem Motto <em>Ad maiora et ampliora<\/em>. Er starb am 18. August 1980 in Spaichingen (Deutschland).<\/p>\n<p>P. Schweiger gab der Kongregation einen gro\u00dfen universalistischen Impuls. Die Sorge um Berufungen und um das quantitative Wachstum der Kongregation \u00fcberall auf der Welt war eines seiner Hauptanliegen. 1956 verfasste er ein Rundschreiben, in dem er auf das ungen\u00fcgende Wachstum der Kongregation und auf den Wunsch nach ihrer weltweiten Verbreitung aufmerksam machte. In seiner universalen Sicht der Kirche und innerhalb von ihr in seinem f\u00fcr ihn so charakteristischen Wunsch, die Kongregation universaler zu machen und sie \u00fcber die ganze Welt auszubreiten, erfuhr er schmerzlich, wie gering ihre Personalkr\u00e4fte waren. Folglich war es f\u00fcr ihn eine unausweichliche und unaufschiebbare Notwendigkeit, das Wachstum der Kongregation mit allen Mitteln zu beg\u00fcnstigen und zu f\u00f6rdern.<\/p>\n<p><strong>Leitungst\u00e4tigkeit<\/strong><\/p>\n<p>Die wichtigsten Ereignisse seiner Zeit als Generaloberer lassen sich wie folgt zusammenfassen:<\/p>\n<p>Am 16. Juli 1949 wurde der hundertste Jahrestag der Gr\u00fcndung der Kongregation gefeiert. Der Optimismus \u00fcberstr\u00f6mte das Herz aller Claretiner. Die Feierlichkeiten waren \u00fcberall zahlreich, w\u00e4hrend die Generalleitung einen Sonderband ver\u00f6ffentlichte, in dem das Rundschreiben von P. General und verschiedene Artikel \u00fcber die marianische, claretinische und missionarische Identit\u00e4t der Kongregation aufgenommen wurden, vermischt mit vielf\u00e4ltigen literarischen Texten.<\/p>\n<p>Im folgenden Jahr, genauer am 7. Mai 1950, sprach Papst Pius XII. den Gr\u00fcnder der Kongregation Antonius Maria Claret heilig. Es war ein H\u00f6hepunkt in der Geschichte der Kongregation. Seit damals d\u00fcrfen alle Claretiner ihren Gr\u00fcnder als Heiligen bezeichnen und auf den Alt\u00e4ren verehren. An der Heiligsprechungsfeier nahmen Claretiner aus aller Welt teil. Am 8. Mai fank eine p\u00e4pstliche Audienz statt und anschlie\u00dfend der Festakt an der Gregoriana, wo der spanische Dichter Jos\u00e9 Mar\u00eda Pem\u00e1n \u00fcber die <em>historische Zeit, in der der heilige Antonius Maria Claret lebte<\/em>, referierte.<\/p>\n<p>Die Votivkirche zum unbefleckten Herzen Mariens in Rom wurde 1952 eingeweiht. Sie wurde von dem Architekten Armando Brasini entworfen. Anl\u00e4sslich der Weihe erfolgte auch die Verlegung des Sitzes der Generalleitung von der Via Gulia nach Parioli, direkt neben der Votivkirche. P. Schweiger n\u00fctzte die Gelegenheit, um ein Rundschreiben zu verfassen, in dem er \u00fcber die Bedeutung dieses Ereignisses f\u00fcr die Kongregation sprach.<\/p>\n<p>1959 wurde das Claretianum in Rom eingeweiht als interprovinzielles Studienseminar, das der Lateranuniversit\u00e4t angegliedert und in einem ger\u00e4umigen Geb\u00e4ude untergebracht war. 1969 wurde dieses Studienhaus der Kongregation geschlossen, das in verschiedenen Phasen seit 1934 bestanden hatte. 1960 wurde auch das neue interprovinzielle und internationale Theologat in Salamanca in Betrieb genommen. Nach elf Jahren wirksamen Betriebs stellte es 1971 seine T\u00e4tigkeit ein und hinterlie\u00df eine angesehene Gruppe von Dozenten und Studenten aus mehreren Organismen, die dort in der Theologie und im claretinischen Charisma herangebildet wurden.<\/p>\n<p>Das Zeichen der Verfolgung gegen die Kongregation dauerte in verschiedenen Teilen der Welt an. Von 1949 bis 1952 erlitt die Kongregation in China eine unvers\u00f6hnliche Verfolgung. 1956 kam es zu einer religi\u00f6sen Verfolgung in Argentinien, und auch dort litt die Kongregation. Wenige Jahre sp\u00e4ter wurden unsere Missionare im Anschluss an die kommunistische Revolution aus Kuba ausgewiesen, und ihr Besitz auf jener Insel, die f\u00fcr die Kongregation eine so gro\u00dfe Bedeutung hatte, wurde beschlagnahmt. 1964 k\u00e4mpften Aufst\u00e4ndische um den Kongo, und den Missionaren gelang es, ohne gr\u00f6\u00dfere Sch\u00e4den davonzukommen.<\/p>\n<p><strong>Lehrt\u00e4tigkeit<\/strong><\/p>\n<p><em>Die Dringlichkeit der Berufungen<\/em><\/p>\n<p>Die Sorge um die Berufungen und um das quantitative Wachstum der Kongregation war eines der Hauptanliegen von P. Schweiger. In diesem Sinn richtete P. Peter Schweiger das Rundschreiben <em>De vocationibus cooptandis, eligendis, colendis et de dono propriae vocationis aestimando<\/em> an die Kongregation (1955). Schon der Titel zeigt an, worum es darin ging.<\/p>\n<p>Im Blick auf den gerade ver\u00f6ffentlichten Katalog der Kongregation meinte P. Schweiger, das Wachstum der Kongregation sei in den letzten Jahren zwar konstant gewesen, sei aber nicht ausreichend, um das Ziel der Kongregation zu erreichen. Angesichts ihres \u00fcber hundertj\u00e4hrigen Bestehens sei das Wachstum der Kongregation langsam und die Zahl der Auszubildenden noch gering.<\/p>\n<p>F\u00fcr P. Schweiger war es auch eine unaufschiebbare Notwendigkeit, das Wachstum der Kongregation zu beg\u00fcnstigen und mit allen Mitteln zu f\u00f6rdern. Das F\u00fchlen mit der Kirche, die Weite unseres apostolischen Auftrags und die Zahl der Missionare der Kongregation, die nicht ausreichte, um ihren Auftrag zu erf\u00fcllen, waren die Beweggr\u00fcnde, aus denen heraus er die Kongregation dr\u00e4ngte, sich intensiver um Berufungen zu bem\u00fchen.<\/p>\n<p>Das zahlenm\u00e4\u00dfige Wachstum unserer Vereinigung stand immer am Grund seiner Sorge: \u201ezu klein f\u00fcr die Zahl der apostolischen Schulen und Postulanten, die sie besuchen\u201c. Er hob zwei Punkte hervor: die Langsamkeit des Wachstums (\u201ezu langsam f\u00fcr das \u00fcber hundertj\u00e4hrige Alter der Kongregation\u201c) und die geringe Best\u00e4ndigkeit der vielen, die eintraten.<\/p>\n<p><em>Wertsch\u00e4tzung und Pflege der eigenen Berufung<\/em><\/p>\n<p>Eine der Sorgen, die P. Schweiger am meisten qu\u00e4lten, war die <em>Abnahme der Wertsch\u00e4tzung der Berufung<\/em>, die in den letzten Jahren immer st\u00e4rker zugenommen hatte. Die Zeiten hatten sich ge\u00e4ndert und waren weit von jenen Zeiten entfernt, \u201ein denen man die Ordensberufung als einen himmlischen Schatz einsch\u00e4tzte, der das Unterpfand des ewigen Heils war, was durch die g\u00f6ttliche Verhei\u00dfung an alle best\u00e4tigt wurde, die bis zum Tod in der Kongregation verblieben. Die Ordensprofess hielt man f\u00fcr ein Band, das man nur in sehr seltenen F\u00e4llen aufl\u00f6sen konnte, etwas wie die Bindung des Priesters.\u201c<\/p>\n<p>Unter den Ursachen dieser Abnahme der Wertsch\u00e4tzung der eigenen Berufung entdeckte er die mangelhafte Auswahl der Kandidaten f\u00fcr das Ordenslebens und die mangelhafte religi\u00f6se Ausbildung. Au\u00dferdem den Mangel an der Lehre \u00fcber den nicht verpflichtenden Charakter der Ordensberufung und das Fehlen des Ordensgeistes und des gewohnheitsm\u00e4\u00dfigen geistlichen Lebens, das den Ordensmann unf\u00e4hig macht, das Opfer der vollkommenen Nachahmung Jesu auszuhalten.<\/p>\n<p>Als Abhilfe schlug er an erster Stelle vor, das, was Pater Stifter uns in den Konstitutionen \u00fcber die \u201eabsolute Notwendigkeit, der Berufung treu zu sein\u201c, sagte, st\u00e4ndig in Erinnerung zu halten und ins Leben umzusetzen. Zweitens sollten sich die Berufungsf\u00f6rderer um eine wahrhaft gewissenhafte Auswahl der Berufungen bem\u00fchen, und die Ausbilder sollten ihrerseits von den ersten Ausbildungsabschnitten an eine solidere und vollst\u00e4ndigere Ausbildung bieten und verlangen. Die Oberen der Kongregation sollten drittens den Mitbr\u00fcdern, die in Gefahr stehen, die Berufung zu verlieren, helfen, sie zu retten und ihre mangelnde Treue zu \u00fcberwinden. Schlie\u00dflich sollte man \u201edie Sorge um die Treu zur Berufung durch das Gebet um die eigene Beharrlichkeit und die der Mitbr\u00fcder sowie durch die F\u00f6rderung eine positiven geistlichen und famili\u00e4ren Umfelds, das die Berufung eines jeden kr\u00e4ftigt, vorantreiben.<\/p>\n<p>\u201eSehr wichtig ist au\u00dferdem, dass in unserer Ordensfamilie das geistliche Leben sehr gesch\u00e4tzt wird, dass sich die Oberen eifrig darum bem\u00fchen (<em>curent<\/em> Superiores, hei\u00dft es in Canon 591.1) und dass es von allen unseren Mitbr\u00fcdern praktiziert wird, so dass wir in Wahrheit S\u00f6hne des unbefleckten Herzens der seligen Jungfrau Maria hei\u00dfen und sind. Denn Christus, unser Herr, der in die Welt kam, damit alle das Leben haben und es in F\u00fclle haben, lenkt die Ordens- und Priesterberufungen haupts\u00e4chlich in jene Ordensfamilien, in denen man das geistliche Leben liebt und pflegt, so dass sich die Berufenen davon durchtr\u00e4nken lassen und es nicht in irgendeinem Grad, sondern im \u00dcberfluss besitzen k\u00f6nnen. Und es scheint uns sogar, dass unser Herr Jesus Christus sich bei der Verteilung der Berufungen an jene paradoxe Verteilung h\u00e4lt: Wer hat, dem wird gegeben, und er wird im \u00dcberfluss haben; wer aber nicht hat, dem wird auch noch weggenommen, was er hat. Und was ist seltsam daran, dass Jesus Christus die jungen Menschen, die er zur Heiligkeit und zum Apostolat ruft, in jene Ordensfamilien schickt, in denen sie das Ziel der Berufung mit gr\u00f6\u00dferer Sicherheit erhalten und es vollst\u00e4ndiger erreichen k\u00f6nnen? Und dass er sie von jenen Vereinigungen fernh\u00e4lt, in denen die Berufungsgnade vielleicht unn\u00fctz bleiben w\u00fcrde? Bem\u00fchen wir uns also darum, liebe Mitbr\u00fcder, dass man in unserer Ordensfamilie das geistliche Leben innig liebt und die Tugenden sorgf\u00e4ltig pflegt, denn daher werden uns viele und gute Berufungen zukommen.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Er ist am 6. Mai 1894 in Gaisirl (Oberpfalz, Deutschland) geboren. Wie andere Claretiner seiner Zeit wurde er in den Claretiner-Seminarien der Provinz Katalonien ausgebildet. Die Priesterweihe empfing er 1920. 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