{"id":28184,"date":"2018-09-05T08:53:58","date_gmt":"2018-09-05T06:53:58","guid":{"rendered":"https:\/\/www.claret.org\/fecha-25-de-august-grundung-der-schwestern-von-der-unbefleckten-maria-claretiner-missionarinnen\/"},"modified":"2018-09-05T08:53:58","modified_gmt":"2018-09-05T06:53:58","slug":"fecha-25-de-august-grundung-der-schwestern-von-der-unbefleckten-maria-claretiner-missionarinnen","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.claret.org\/de\/ephemeride\/fecha-25-de-august-grundung-der-schwestern-von-der-unbefleckten-maria-claretiner-missionarinnen\/","title":{"rendered":"Fecha: 25 de August &#8211; Gr\u00fcndung der Schwestern von der unbefleckten Maria \u2013 Claretiner-Missionarinnen"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Am 25. August 1855 wurde in Santiago de Cuba das Gr\u00fcndungsdekret der Schwestern von der unbefleckten Maria, Claretiner-Missionarinnen, unterzeichnet. Damals allerdings unter einem anderen Namen: T\u00f6chter von der unbefleckten Empf\u00e4ngnis der heiligsten Maria. Die ehrw\u00fcrdige M. Antonia Par\u00eds, ihre Gr\u00fcnderin, sah zusammen mit dem heiligen Antonius Maria Claret, damals Erzbischof von Santiago de Cuba, ihre Tr\u00e4ume erf\u00fcllt. Sie war 41 Jahre alt. Zwei Tage nach der Unterzeichnung legte sie ihre Ordensprofess in die H\u00e4nde Clarets ab. Doch sie war nicht allein, da sich ihr am 3. September ebenfalls durch die Profess drei Gef\u00e4hrtinnen anschlossen, n\u00e4mlich Mar\u00eda Josefa Caixal, Mar\u00eda Gual und Antonia Gual. Es war der H\u00f6hepunkt eines Glaubensweges, auf dem sie der Herr durch Licht und Schatten gef\u00fchrt hatte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\" align=\"center\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www2.claret.org\/sites\/default\/files\/imagenes\/espiritualidad\/calendario\/46-fundacin_de_las_claretianas.jpg?resize=448%2C278\" width=\"448\" height=\"278\" alt=\"\" title=\"\"><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das 19. Jahrhundert war in Spanien ein Jahrhundert mit gro\u00dfen Turbulenzen. Die neuen Ideen der franz\u00f6sischen Aufkl\u00e4rung, die in der Franz\u00f6sischen Revolution gepr\u00e4gt wurden, gelangten nach Spanien. Das \u201eAlte Regime\u201c sollte verschwinden, und mit ihm die Vorstellung, das Gott notwendig war, um den Sinn der Welt und der Menschheit zu erkl\u00e4ren. Die Kirche, die au\u00dferstande war, sich dem Rhythmus der Ideen der Zeit anzupassen, sah sich aufgrund der Unruhen der antiklerikalen Politik verfolgt und in die Ecke gedr\u00e4ngt. Obwohl die Zahl der Kleriker und Ordensleute gro\u00df war, waren bei einem Gro\u00dfteil von ihnen die geistliche Motivation und die seelsorgliche Ausrichtung sehr geschw\u00e4cht. Der gesellschaftliche Einfluss der Kirche und ihre materielle Macht waren ein Hindernis f\u00fcr die Begehrlichkeiten der neuen politischen Ideologie. Unter diesen Verh\u00e4ltnissen kam es zu einem Zustand versteckter Verfolgung, die in eine gro\u00dfe Zahl von erzwungenen Exklaustrationen und in das Verbot der Aufnahme neuer Novizen in die Ordensgemeinschaften m\u00fcndete.<\/p>\n<p>Doch gehen wir an den Anfang dieser Geschichte zur\u00fcck. Antonia Par\u00eds ist am 28. Juni 1813 in Vallmoll in der Provinz Tarragona in Spanien geboren. Im Jahr 1841 war sie in die Gesellschaft Mariens eingetreten, in der sie infolge der damaligen Gesetze, die den Eintritt von Novizinnen verboten, neun Jahre als Postulantin verblieb. Sehr bald, im Jahr nach ihrem Eintritt in die Gesellschaft, hatte sie die erste Eingebung bez\u00fcglich der Gr\u00fcndung einer neuen Kongregation. Vierzehn Jahre sp\u00e4ter beschrieb sie selbst jene Erfahrung vor dem gekreuzigten Jesus, den sie sagen sp\u00fcrte: \u201eJa, meine Tochter, einen neuen Orden will ich, aber nicht neu in der Lehre, sondern neu in der Praxis\u201c Drei Jahre sp\u00e4ter, 1844, gab ihr Gott zu verstehen, dass es einen Mann gab, der ihr helfen konnte, ihr  Vorhaben auszuf\u00fchren: Antonio Claret, einen jungen apostolischen Missionar, der unerm\u00fcdlich durch Katalonien zog und sich vom Eifer f\u00fcr das Wort Gottes leiten lie\u00df. Im Januar 1850 traf sie sich auf Einladung ihres Beichtvaters Don Jos\u00e9 Caixal in Tarragona mit ihm. Damals hatte Claret bereits die Kongregation der S\u00f6hne des unbefleckten Herzens Mariens gegr\u00fcndet und war zum Erzbischof von Santiago de Cuba ernannt worden. Von diesem Zeitpunkt an trat Antonia Par\u00eds in einen Entscheidungsfindungsprozess ein, der dazu f\u00fchrte, dass sie einen \u00e4u\u00dferst schwierigen Entschluss fasste, n\u00e4mlich die Gesellschaft Mariens zu verlassen. Jener Austritt war die einzige M\u00f6glichkeit, die sie hatte, um ihren Auftrag auszuf\u00fchren.<\/p>\n<p>Zusammen mit Florentina Sangler begann das neue Projekt Gestalt anzunehmen, dem sich bald weitere drei junge Frauen anschlie\u00dfen sollten. Am 15. August 1851 unternahmen sie einen weiteren Schritt mit dem \u201eGel\u00fcbde, \u00fcbers Meer zu fahren und in jeden Teil der Welt zu gehen, ohne uns zu trennen \u2026 und uns anzubieten, jegliche M\u00fche zu erleiden aus Liebe zu unserem Herrn Jesus Christus.\u201c Drei Tage sp\u00e4ter kam die Zusage Clarets, sie k\u00f6nnten kommen und mit ihm auf der Insel Kuba zusammenarbeiten.<\/p>\n<p>Die Schwierigkeiten, die die Schaffung einer neuen Vereinigung mit sich brachte, und der Tod von Florentina Sangler verhinderten nicht, dass die Gr\u00fcndung weiter betrieben wurde. Am 7. Juni 1853 begannen die vier ihr Noviziat, w\u00e4hrend sie auf die kirchenrechtlich erforderlichen Genehmigungen warteten. Anfang 1854 kamen neun Aspirantinnen aus Spanien, die mit Caixal bekannt waren. Doch man musste bis zum 16. Juli 1855 warten, bis der Heilige Stuhl das Reskript ausstellte, das die Schaffung einer neuen Vereinigung erlaubte.<\/p>\n<p><strong>Geistliche Botschaft<\/strong><\/p>\n<p>Obwohl es nicht einfach ist, in ein paar Zeilen den Geist zusammenzufassen, der Mutter Par\u00eds und ihre Gef\u00e4hrtinnen bewegte, dieses neue Projekt in der Kirche in Gang zu bringen, k\u00f6nnen wir mit ihren eigenen Worten drei grundlegende Dreh- und Angelpunkte ausweisen. Um sie drehte sich ihr Leben und die Anf\u00e4nge der Kongregation:<\/p>\n<p>1. <em>Jesus nachfolgen.<\/em> Vom ersten Augenblick an war das die Vorstellung, die sie in ihren Bann zog, und der Grund, warum sie so viel riskierte, wenn es darum ging, grundlegende Entscheidungen in ihren Leben zu f\u00e4llen wie die Gesellschaft Mariens zu verlassen, um eine neue Kongregation zu gr\u00fcnden. F\u00fcr sie bestand Jesus nachfolgen nicht so sehr darin, zu ihm zu sprechen als auf ihn zu schauen und auf ihn zu h\u00f6ren, das hei\u00dft, seinen Willen zu ergr\u00fcnden, um ihn dann um jeden Preis zu erf\u00fcllen. Es ist erhellend, wie sie ihren Schwestern den Weg der Nachfolge Jesu weist: \u201eDer Missionar soll mit dem betenden Christus beten, mit dem wandernden Christus wandern, mit dem essenden Christus essen, mit dem trinkenden Christus trinken, mit dem schlafenden Christus schlafen, mit dem leidenden Christus leiden, mit dem predigendem Christus predigen, mit dem m\u00fcden Christus ruhen und mit dem sterbenden Christus leben, wenn er mit dem herrschenden Christus ins Leben eingehen will.\u201c<\/p>\n<p>2. <em>Dem gekreuzigten Christus nachfolgen.<\/em> Das ist eine ganz eigene Note von Mutter Par\u00eds, in der sie mit der Spiritualit\u00e4t von P. Claret im Einklang steht. Als sie nach vierzehn Jahren die erste geistliche Erfahrung berichtete, die sie zur Gr\u00fcndung inspirierte, als sie Postulantin in der Gesellschaft Mariens war, da erz\u00e4hlt sie: \u201eAls ich eines Abends betete und den gekreuzigten Christus intensiv bat, er m\u00f6ge den N\u00f6ten der heiligen Kirche abhelfen, die damals viele waren, da bot ich ihm mein Leben als Opfer an, wie ich es bei anderen Gelegenheiten schon getan hatte.\u201c In diesem Umfeld nahm ihr Gr\u00fcndungsvorhaben Gestalt an. Diese Identifikation mit dem gekreuzigten Christus macht sie stark bei den vielen Gelegenheiten, in denen sie durch Leiden hindurchgehen musste. Daher der Rat, den sie ihren T\u00f6chtern im Hauptziel und -zweck, einer Art programmatischem Brief, gab: \u201eM\u00f6gen alle Personen, die sich auf die Liste setzen lassen wollen, allem Weltlichen gekreuzigt sein.\u201c Und in einem Brief an Don Paladio Curr\u00edus umschreibt sie diejenigen, die ihr in ihrem Vorhaben folgen wollten: \u201eWenn es darum geht, mit Christus gekreuzigt zu sterben \u2026, dann soll sie von allem Geschaffenen losgel\u00f6st sein, um einzig f\u00fcr den Sch\u00f6pfer zu leben, und das \u00fcberall auf der Welt \u2026 Wenn das der Geist ist, der sie vor Gott bewegt, dann steht es gut um uns \u2026\u201c P. Claret sagte in seiner Definition des Missionars, die sich auch auf die Missionarin ausweiten l\u00e4sst: \u201eEr freut sich in Entbehrung, geht an die Arbeit, nimmt auch Opfer gern auf sich und freut sich selbst in Qualen. Er denkt an nichts anderes als Christus nachzufolgen und ihn nachzuahmen im Arbeiten, im Leiden \u2026\u201c<\/p>\n<p>3. <em>Anderen den gleichen Weg zeigen und leicht machen.<\/em> Nicht fehlen durfte die Einladung zum missionarischen Wirken, doch es war klar, dass es f\u00fcr sie nicht einfach darum ging, von Jesus zu sprechen oder seine Worte zu wiederholen, sondern um das Zeugnis. Das hei\u00dft darum, andere einzuladen, denselben Weg einzuschlagen und ihn ihnen zu erleichtern, da sie ihn ja bereits gegangen waren. Als Antonia Par\u00eds den Gedanken an die Gr\u00fcndung eines neuen Ordens fasste, sp\u00fcrte sie, dass Gott von ihr verlangte, dass er \u201enicht neu in der Lehre, sondern in der Praxis\u201c war. So verstanden es die Frauen, die ihr folgten:<\/p>\n<p>? Die Mitte im Wort Gottes haben, in Armut und Einfachheit, das Leben <em>nach den evangelischen R\u00e4ten auf die Spitze treiben.<\/em><\/p>\n<p>? Das Evangelium allen Gesch\u00f6pfen verk\u00fcnden, was auch beinhaltete, in jeden Teil der Welt zu gehen, ohne eine Trennung zwischen den Schwestern vorzunehmen.<\/p>\n<p>? Mit einem Leben in tiefer Zusammengeh\u00f6rigkeit, was die <em>Einheit der Gemeinschaften untereinander in Personal und G\u00fctern <\/em>erforderte.<\/p>\n<p>? Und das aktive Wirken mit der Kontemplation verbinden, <em>die der notwendigste Punkt in unserer Vereinigung ist.<\/em><\/p>\n<p>Gegenw\u00e4rtig sind die Claretiner-Missionarinnen \u00fcber die ganze Welt verteilt. Ihre Arbeit an der Erneuerung der Kirche und daran, anderen ebendiesen Weg zu erleichtern, stellt eine breite Auff\u00e4cherung und Vielfalt dar, wobei man versucht, sich an die Bed\u00fcrfnisse des Ortes und der Zeit anzupassen, doch stets im Dienst der Kirche und in Verbundenheit mit der ganzen claretinischen Familie.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 25. 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