{"id":28192,"date":"2018-09-05T09:02:11","date_gmt":"2018-09-05T07:02:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.claret.org\/fecha-26-de-august-erhaltung-der-eucharistischen-gestalten-bei-pater-stifter\/"},"modified":"2018-09-05T09:02:11","modified_gmt":"2018-09-05T07:02:11","slug":"fecha-26-de-august-erhaltung-der-eucharistischen-gestalten-bei-pater-stifter","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.claret.org\/de\/ephemeride\/fecha-26-de-august-erhaltung-der-eucharistischen-gestalten-bei-pater-stifter\/","title":{"rendered":"Fecha: 26 de August &#8211; Erhaltung der eucharistischen Gestalten bei Pater Stifter"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">\u201eAm 26. August 1861, als ich um sieben Uhr abends in der Rosenkranzkirche in La Granja betete, gew\u00e4hrte mir der Herr die gro\u00dfe Gnade der Erhaltung der sakramentalen Gestalten, dass ich immer, Tag und Nacht, das Allerheiligste in der Brust trage. Deshalb muss ich immer sehr gesammelt und voll innerer Andacht sein, und au\u00dferdem muss ich beten und gegen alle \u00dcbel Spaniens ank\u00e4mpfen, denn so hat es mir der Herr gesagt. [\u2026] V<em>erherrlicht und tragt Gott in eurem Leib<\/em> (1 Kor 6,20).\u201c Und weiter unten: \u201eAm 16. Mai 1862 [\u2026] hat mir Jesus Christus in der Messe gesagt, dass er mir diese Gnade gew\u00e4hrt hat, sakramental in mir gegenw\u00e4rtig zu bleiben.\u201c Der Herr wollte sich Clarets bedienen, um in einer wirksamen Weise gegen die \u00dcbel Spaniens anzuk\u00e4mpfen, und heiligte und bef\u00e4higte ihn dazu am 26. August 1861 mit seiner sakramentalen Gegenwart:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eDie Eucharistie als Sakrament des Opfers und der realen Gegenwart Christi hatte im geistlichen Leben und in der apostolischen T\u00e4tigkeit des heiligen Antonius Maria Claret bestimmendes Gewicht. Die Eucharistiefeier war ihm der Augenblick intensivster pers\u00f6nlicher Vereinigung mit Jesus Christus, der sich dem Vater f\u00fcr das Heil der Menschen geopfert hat; aus der Eucharistiefeier wuchs sein gl\u00fchendes Verlangen, sein eigenes Leben mit Christus f\u00fcr das Wohl der Kirche und aller Menschen zu opfern. Das Gebet vor dem Allerheiligsten half ihm, diese seine Einstellung zu bewahren und seine Arbeit in einem Geist der Opferbereitschaft zu tun, der zutiefst vom Erl\u00f6sungsmysterium Christi und der Kirche durchseelt war.\u201c<\/p>\n<p>Am heutigen Gedenktag d\u00fcrfen wir uns fragen: \u201eWas bedeutete f\u00fcr P. Claret als missionarischen Diener des Wortes der Dienst der Heiligung, insbesondere der Eucharistie? Wie wurden diese Dienste in seiner Person, in seinem Leben und in seinem Apostolat integriert? Bis zu welchem Punkt ber\u00fchrt uns das eucharistische Geheimnis, das der Gr\u00fcnder hat, bzw. wie weit muss es uns ber\u00fchren, damit wir es leben, vertiefen und bewahren?<\/p>\n<p>Um diese Fragen zu beantworten, beginnen wir mit der Erinnerung an die Einf\u00fchrung Clarets in die Eucharistie sowie mit seiner Erfahrung als Zelebrant und Anbeter der Eucharistie. Anschlie\u00dfend behandeln wir, was die Gleichgestaltung mit Christus durch die Eucharistie f\u00fcr Claret bedeutete, und den sich daraus ergebenden apostolischen Sinn, der sich aus diesem Erleben ableitet. All das wird uns helfen, die tiefe Bedeutung der Tatsache zu ergr\u00fcnden, deren wir gedenken.<\/p>\n<p><em>Einf\u00fchrung in die Eucharistie<\/em><\/p>\n<p>In seiner Kindheit erlebte Antonio Claret die Eucharistie vor allem als das Sakrament der Realpr\u00e4senz Christi im Tabernakel und als Gegenwart Christi in ihm durch die Kommunion. In seiner Autobiographie h\u00e4lt er seine Treue in der Erf\u00fcllung des Sonntagsgebots und die Andacht bei der Teilnahme an der Messe fest: Wenn er von den \u201eSakramentsandachten\u201c spricht, sagt er, er habe mit \u201eau\u00dfergew\u00f6hnlicher Anteilnahme\u201c und \u201egro\u00dfer Freude\u201c teilgenommen. Mit zehn bis zw\u00f6lf Jahren erbietet er sich, Tag und Nacht Jesus Christus in der Eucharistie zu dienen. Dieses Anerbieten wurde erst fast zwanzig Jahre sp\u00e4ter Wirklichkeit. Als Seminarist \u2013 w\u00e4hrend er sich auf das Priesteramt vorbereitete \u2013 war er Ministrant bei Moss\u00e8n Forti\u00e1n Bres und muss damals die Messe entdeckt haben.<\/p>\n<p><em>Claret als Zelebrant<\/em><\/p>\n<p>Bei der Priesterweihe nahm er eine neue Dimension als Zelebrant wahr: Das Wort kommt im Sakrament zur Wirkung. Christus wird in seinem hingegebenen Leib und seinem vergossenen Blut wirklich gegenw\u00e4rtig. Diese Gegenwart ist opferhaft. Die Priesterweihe gab Claret also die Bef\u00e4higung, die Eucharistie zu feiern, und er \u00fcbte sie von jenem Zeitpunkt an und im Folgenden als einen Dienst aus, der Gott und dem Volk geschuldet war. Als Apostolischer Missionar feierte er in unz\u00e4hligen Orten die Messe.<\/p>\n<p>Nach seiner Bischofsweihe und mit einem neuen apostolischen Auftrag brachte er es auf dem Schiff nach Kuba fertig, jeden Tag die Eucharistie zu feiern. In Kuba sp\u00fcrte er als Oberhirte den Wunsch und die Verpflichtung, f\u00fcr sein Volk einzutreten. Er tat das in besonderer Verbundenheit mit Christus, indem er jeden Tag die Messe feierte, betete und Gnaden erbat f\u00fcr das Bistum, f\u00fcr alle anderen und f\u00fcr sich selbst. Nach dem Attentat in Holgu\u00edn versp\u00fcrte er eine Intensivierung der geistlichen Erfahrung. In Madrid ging der Messe viel Gebetszeit voran und begleitete sie. Don Manuel Bertr\u00e1n de Lis, Minister der Krone, ging so weit, zu behaupten, wenn er bei P. Claret die Messe h\u00f6re, f\u00fchle er in seinem Innern eine unerkl\u00e4rliche Andacht.<\/p>\n<p>Als er im Kloster Fontfroide Zuflucht gefunden hatte, \u201esagt P. Lorenzo Puig, dass er gew\u00f6hnlich t\u00e4glich an der Konventsmesse teilnahm [\u2026] und dass er oft in die Kirche hinabging, um Jesus im allerheiligsten Altarsakrament zu besuchen.\u201c Es scheint, dass er am 7. Oktober seine letzte Messe feierte und dass ihm \u201eam Vormittag des 17. Oktober, als es dem Erzbischof einige Stunden besser ging, der Pater Prior zusammen mit der ganzen Gemeinschaft noch einmal andachtshalber das heiligste Sakrament spendete, das er mit dem Glauben und der Inbrunst empfing, die vorauszusetzen sind. Das war seine letzte Kommunion.<\/p>\n<p><em>Claret als Anbeter<\/em><\/p>\n<p>Der Heilige hat uns anvertraut, dass von Kindheit an sein Glaube an die Realpr\u00e4senz Christi in der Eucharistie gro\u00df war. Und als Seminarist, der nicht im Seminar wohnte, hatte er die Eucharistie nicht im Haus, ging sie aber besuchen. Im Laufe der Jahre bewahrte er die lebendige Erfahrung der Realpr\u00e4senz Christi in der Eucharistie. \u201eVor dem allerheiligsten Altarssakrament sp\u00fcre ich einen so lebendigen Glauben, dass ich es nicht erkl\u00e4ren kann.\u201c In seinen Anbetungszeiten sp\u00fcrt er, dass Gott ihm beisteht, und dort lernt er auch erkennen, was Gott von ihm will. In der Verbannung in Paris nimmt er sich vor: \u201eIm Bett werde ich mein Herz zur n\u00e4chstgelegenen Kirche hinwenden, um an den Herrn im Sakrament zu denken.\u201c 1870 nimmt er sich w\u00e4hrend seines Aufenthalts in Rom anl\u00e4sslich des Ersten Vatikanischen Konzils vor: \u201eAlle Tage das heiligste Altarsakrament besuchen.\u201c<\/p>\n<p>Von seiner geistlichen Erfahrung als eucharistischer Anbeter her betont Claret nachdr\u00fccklich, dass es ebenso notwendig es ist, dass der Priester ein Mensch des eucharistischen Gebets ist, wie dass er ein w\u00fcrdiger Diener der Eucharistie ist. Beide Dinge stehen bei ihm in einer innigen Beziehung.<\/p>\n<p><em>Gleichgestaltung mit Christus durch die Eucharistie<\/em><\/p>\n<p>In der christlichen Gemeinde, im Bed\u00fcrftigen, im Wort, im Herzen, doch haupts\u00e4chlich in der Eucharistie \u2026 Dort begegnete Claret dem lebendigen Meister. Seit dem Tag, an dem er ihm begegnete, war die Eucharistie der wegweisende Bezugspunkt f\u00fcr sein ganzes Leben.<\/p>\n<p>Pater Stifter wurde Christus nicht nur im Lebensstil gleichgestaltet, sondern auch in den Gef\u00fchlen eines ebenso priesterlichen wie eucharistischen Herzens, und so konnte er sich den Schwierigkeiten stellen. In dem Ma\u00df, in dem die Schwierigkeiten und Verfolgungen im apostolischen Dienst anwuchsen, nahm er sie in die Liebe hinein, in das Sakrament der Liebe. Und er machte sein ganzes Leben zu einem eucharistischen Opfer. Das brachte ihn dazu, das priesterliche Herz Jesu zu entdecken. Ein eucharistisches Herz zu haben bedeutete f\u00fcr Claret, gewohnheitsm\u00e4\u00dfig in einer Haltung der aktiven Hingabe zu leben, die aus Liebe in Dankbarkeit alle Situationen annahm und sie zur Eucharistie machte, zu einer Lebenshingabe aus Liebe. Diese Erfahrung fand ihren Ausdruck als eucharistische Gegenwart. Pater Stifter hat uns diese geistliche Erfahrung des eucharistischen Geheimnisses \u2013 von der Dimension der Verwandlung in Christus her \u2013 in vielen seiner Texte mitgeteilt.<\/p>\n<p>In der Erfahrung der Erhaltung der sakramentalen Gestalten verband Claret die eucharistische Anbetung (Mystik) eng mit der Prophetie (Verk\u00fcndigung des Evangeliums). Die Eucharistie war f\u00fcr Claret nicht nur ein Augenblick der tiefen Begegnung mit Jesus (durch die Kontemplation) oder ein Ort der Begegnung mit der christlichen Gemeinde (in der Feier eines Ritus), sondern auch der Moment, an dem die Offenbarung des Wortes intensiver und wirksamer geschieht.<\/p>\n<p><em>Eucharistie und apostolischer Sinn. Seine eucharistische Pastoral<\/em><\/p>\n<p>F\u00fcr Claret verleiht die Eucharistie der Predigtt\u00e4tigkeit Wirksamkeit und entflammt den Eifer. Den Priestern sagt er, wenn sie in Werken der Liebe aktiv sein wollen, sollten sie in ihren Herzen durch den Empfang des Sakraments der Eucharistie das Feuer der g\u00f6ttlichen Liebe mehren. Der Missionar braucht auch die Hilfe der Gnade und des Gebets, die in herausragender Weise durch die Eucharistie und in der Eucharistie, die der H\u00f6hepunkt des christlichen Lebens ist, empfangen wird und zum Ausdruck kommt. Die Erfahrung der Erhaltung der sakramentalen Gestalten schenkte dem Gr\u00fcnder eine besondere Verbundenheit mit Christus, dem Haupt der Missionare. Deshalb konnte das apostolische Wirken Clarets gegen die \u00dcbel Spaniens angehen.<\/p>\n<p>Die Sakramentenpastoral P. Clarets war eine Folge der missionarischen Predigtt\u00e4tigkeit. Claret f\u00fchlte sich zuallererst berufen, das Evangelium zu verk\u00fcnden, doch nicht nur durch das Wort. F\u00fcr ihn ist das Wort von sich aus auf die Sakramente und auf die Zusammenf\u00fchrung des Volkes Gottes hingeordnet. Was die Eucharistie angeht, k\u00f6nnen wir bei ihm drei Aspekte in der pastoralen Anwendung unterscheiden: die katechetische Erhellung, die F\u00f6rderung der Volksfr\u00f6mmigkeit und die Ausbildung der Priester als Diener der Eucharistie.<\/p>\n<p><em>Schlussgedanken<\/em><\/p>\n<p>Wie Claret die Eucharistie erlebt, kann man wie einen Weg von Achtung \u00fcber Bewunderung, Verehrung, Notwendigkeit, innige Verbundenheit bis hin zur vollen Einheit zeichnen. Die Tatsache, deren wir heute gedenken, kann die meditativ-geistliche Vorstellungskraft entz\u00fcnden, die, wenn sie im rechten Rahmen steht, mithelfen kann, die Gnade zu begreifen, die der Gr\u00fcnder empfing. Doch das wirklich Wichtige ist dieser sich steigernde Weg zu einer innigen Verbundenheit mit Christus in der Eucharistie, den der heilige Antonius Maria Claret sein ganzes Leben lang ging, bis hin zur F\u00fclle, und an dem er uns teilhaben l\u00e4sst, indem er uns einl\u00e4dt, ihn als einen gro\u00dfartigen claretinischen Weg zur\u00fcckzulegen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eAm 26. August 1861, als ich um sieben Uhr abends in der Rosenkranzkirche in La Granja betete, gew\u00e4hrte mir der Herr die gro\u00dfe Gnade der Erhaltung der sakramentalen Gestalten, dass ich immer, Tag und Nacht, das Allerheiligste in der Brust trage. 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