{"id":28272,"date":"2018-09-06T07:33:18","date_gmt":"2018-09-06T05:33:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.claret.org\/fecha-5-de-september-diener-gottes-p-mateo-casals-und-gefahrten-martyrer\/"},"modified":"2018-09-06T07:33:18","modified_gmt":"2018-09-06T05:33:18","slug":"fecha-5-de-september-diener-gottes-p-mateo-casals-und-gefahrten-martyrer","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.claret.org\/de\/ephemeride\/fecha-5-de-september-diener-gottes-p-mateo-casals-und-gefahrten-martyrer\/","title":{"rendered":"Fecha: 5 de September &#8211; Diener Gottes P. Mateo Casals und Gef\u00e4hrten, Martyrer"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Heute gedenken wir der Diener Gottes P. Mateo Casals und Gef\u00e4hrten, Martyrer der Gemeinschaft Sabadell (Provinz Barcelona, Spanien). Die dortige Gemeinschaft bestand zum Gro\u00dfteil aus \u00e4lteren Missionaren, die sich dem geistlichen Leben, dem liturgischen Dienst und dem Beichth\u00f6ren widmeten, da das dortige Haus ein herzliches geistliches Zentrum im Herzen der Stadt Sabadell war. Die Namen der Martyrer aus dieser Gemeinschaft sind: P. Mateo Casals (Superior), P. Juan Torrents, P. Jos\u00e9 Puig, P. Jos\u00e9 Reixach und die Br\u00fcder Juan Raf\u00ed, Jos\u00e9 Cardona und Jos\u00e9 Claver\u00eda.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www2.claret.org\/sites\/default\/files\/imagenes\/espiritualidad\/calendario\/48-mateo_casals_y_compaeros_mrtires_copia.jpg?resize=197%2C282\" width=\"197\" height=\"282\" alt=\"\" title=\"\"><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nach Stunden sorgenvoller Erwartung angesichts der dramatischen Ereignisse am 19. Juli in Barcelona brach die Welle in der Nacht des 20. Juli \u00fcber Sabadell herein. Noch am Nachmittag dieses 20. Juli lief die Gemeinschaft, nachdem man noch die Eucharistie gefeiert und die Kirchenschl\u00fcssel der Herz-Marien-Statue zu F\u00fc\u00dfen gelegt hatte, auseinander und sucht Zuflucht in H\u00e4usern von bekannten und befreundeten Familien. Noch in jener Nacht brannten in Sabadell zehn Kirchen und Kl\u00f6ster. Auch die Herz-Marien-Kirche und das Haus unserer Missionare wurden ein Raub der Flammen.<\/p>\n<p>P. Jos\u00e9 Reixach wurde am 25. Juli 1936 zum Martyrer. Wir wissen nicht, aus welchem Grund P. Reixach am Abend des 20. Juli auf eigene Faust zum Haus zur\u00fcckkehrte. Vielleicht war er sich der Ernsthaftigkeit der Lage nicht bewusst. Dort wurde er von der Gruppe der Brandstifter \u00fcberrascht, die ihn zwangen, sie in die verschiedenen Zimmer des Hauses zu begleiten. Doch mitten im Durcheinander des Brandes konnte er entwischen und im Haus von Freunden Zuflucht finden. Gleich als er hinkam, sagte er zu ihnen: \u201eWenn sie mich suchen kommen, will ich nicht, dass Sie leugnen, dass ich hier bin; gelobt sei Gott, dann werde ich ein Martyrer sein wie die anderen.\u201c<\/p>\n<p>Tats\u00e4chlich wurde er nach vier Tagen um zwei Uhr fr\u00fch festgenommen. Die Sache ging dramatisch aus. Direkt dort auf der Stra\u00dfe wurde er von Sch\u00fcssen niedergestreckt; doch er kam nicht zu Tode. Nach einigen Stunden schaffte es P. Reixach zum Haus der Barmherzigen Schwestern; schwer verwundet, wie er war, schleppte er sich auf Brust und Knien dahin; eine Hand dr\u00fcckte er auf seine schweren Verwundungen, und mit der anderen schob er sich vorw\u00e4rts \u2026 Ersch\u00f6pft kam er an und konnte kaum sprechen. Er wollte diejenigen, die ihn verletzt hatten, nicht verraten und sich auch nicht identifizieren. Ohne die geringste Geste, die auf Schmerzen gedeutet h\u00e4tte, dankte er nur denen, die seine Wunden zu s\u00e4ubern versuchten, und wiederholte: \u201eMein Gott, Vergebung! Meine Mutter, verlass mich nicht!\u201c<\/p>\n<p>Sie riefen das Rote Kreuz, und mit denen kam der B\u00fcrgermeister der Stadt zusammen mit dem Richter und einigen bewaffneten Milizion\u00e4ren. Als er sie sah, rief P. Reixach aus: \u201eWenn ihr die seid, die auf mich geschossen haben, vergebe ich auch von Herzen. Ich will wie Jesus sterben, der auch denen vergab, die ihn gerade gekreuzigt hatten.\u201c<\/p>\n<p>Der Richter ordnete die sofortige Verlegung des Patienten in die Klinik Nuestra Se\u00f1ora de la Salud an. W\u00e4hrend er dort behandelt wurde, fragte er eine Ordensschwester, die als Krankenschwester gekleidet war: \u201eSind Sie Schwester oder Pflegerin?\u201c \u2026 \u201eWie ich mich freue, Schwester! Ich komme in den Himmel. Dort werde ich f\u00fcr Sie beten.\u201c<\/p>\n<p>Man f\u00fchrte eine Notoperation durch, doch alles war umsonst. Sein durchl\u00f6cherter Bauch h\u00f6rte nicht zu bluten auf. Er ertrug den Schmerz ohne zu klagen. Seine Lippen murmelten Sto\u00dfgebete, bis er das Bewusstsein verlor. Nach einigen Stunden starb P. Reixach und hinterlie\u00df bei denen, die ihm beistanden, den Eindruck, dass sie einen Heiligen sterben sahen. Er war 73 Jahre alt.<\/p>\n<p>P. Juan Torrents erlangte das Martyrium am 17. M\u00e4rz 1937. Als die Revolution losbrach, war er der erste der Gemeinschaft, um den man sich k\u00fcmmerte, weil er schon im fortgeschrittenen Alter und fast blind war. Am 19. Juli wurde er mit dem Auto nach Premi\u00e0 de Mar (Provinz Barcelona), einem Ort an der Maresme-K\u00fcste, gebracht. Nach einer Woche war es bereits sehr riskant, in jenem Haus zu bleiben, und seine Verwandten beschlossen, ihm in Barcelona eine Unterkunft zu suchen, wo er unbemerkt bleiben k\u00f6nnte. Nach einer nicht einfachen Suche wurde er schlie\u00dflich in einer Pension aufgenommen. Drei Tage sp\u00e4ter, am 28. Juli, wurde er bei einem alten Freund untergebracht. Und am 30. August musste er eine neue Unterkunft suchen, bis er in der Calle Figueres eine weitere bescheidene Pension fand, in der er durch die Vermittlung einer befreundeten Person aufgenommen wurde.<\/p>\n<p>In dieser ganzen Zeit des aufgeregten Suchens gab es etwas, das seine Hoffnung am Leben hielt: das Beten des Rosenkranzes. Mit wenig Unterhaltungsm\u00f6glichkeiten, mit seltenen Besuchen \u2013 nur von einem Claretiner und einigen christlichen Personen, die sein Versteck kannten \u2013 verwandte er die Zeit darauf, unabl\u00e4ssig den Rosenkranz zu beten. Und wenn ihn jemand besuchen kam, erhielt er immer die gleiche Antwort: \u201eEinen Augenblick, ich m\u00f6chte dieses Ges\u00e4tzchen noch fertigbeten.\u201c Dieser Sohn des Herzens Mariens lebte im st\u00e4ndigen Wettbewerb mit sich selbst, um jeden Tag seinen eigenen Rekord zu schlagen: f\u00fcnfzig, achtzig und sogar hundertf\u00fcnf Rosenkr\u00e4nze an einem Tag. Das bezeugt die Wohlt\u00e4terin, die ihm jene unsichere Unterkunft in der Pension besorgt hatte.<\/p>\n<p>Dort blieb unser alter Fl\u00fcchtling unbemerkt, bis am 13. Februar 1937 die ersten Bomben auf Barcelona fielen. Unter der Pension war ein Kellerraum, in den sich mehrere Nachbarn aus demselben Geb\u00e4ude fl\u00fcchteten. Das reichte aus, dass nach drei Tagen vier M\u00e4nner in die Pension kamen, um ihn zu verhaften.<\/p>\n<p>Beim ersten Verh\u00f6r musste er die todbringende Anklage h\u00f6ren: \u201eDas ist einer von den Entkommenen von Pater Claret.\u201c Darauf antwortete P. Torrents zustimmend mit einem leichten Kopfnicken. Sofort wurde er in das Gef\u00e4ngnis San El\u00edas gebracht, wo die \u00fcberlebenden Gefangenen noch von dem Massenmord an ihren Gef\u00e4hrten ersch\u00fcttert waren, zu dem es einige Tage vorher als Vergeltungsma\u00dfnahme f\u00fcr die Bombardierung am 13. Februar gekommen war. Von dort ging er am 17. M\u00e4rz 1937 in den Tod.<\/p>\n<p>P. Mateo Casals und der Rest der Gemeinschaft erlitten das Martyrium am 5. September 1936. Am 20. Juli flohen die Missionare aus der Claretinergemeinschaft Sabadell und wurden von befreundeten und bekannten Leuten aufgenommen. Doch da es so ungeheuer schwierig war, direkt in der Stadt Sabadell versteckt zu bleiben, nahmen einige von ihnen die Gefahr auf sich, jeweils auf eigene Faust eine Zuflucht in Barcelona zu suchen, wo ein ungeheures Durcheinander herrschte.<\/p>\n<p>Aus Gr\u00fcnden, die uns unbekannt sind, hatte das Revolutionskomitee von Sabadell genaue Kenntnis von der Unterkunft eines jeden von den Missionaren, und dann geschah das Unerwartete. Alle wurden am gleichen Tag, am 4. August, verhaftet, jeder in dem Haus, in dem er sich versteckte, und ins Gef\u00e4ngnis gebracht. Diese Gruppe bestand aus P. Mateo Casals, gefolgt vom ehrw\u00fcrdigen P. Jos\u00e9 Puig, der bereits sein goldenes Priesterjubil\u00e4um gefeiert hatte, dann dem Alter nach Br. Jos\u00e9 Sol\u00e9 im Vollbesitz seiner Kr\u00e4fte und Br. Jos\u00e9 Cardona, der erst zwanzig Jahre alt war.<\/p>\n<p>Ins Gef\u00e4ngnis wurden zuerst die Br\u00fcder Raf\u00ed und Cardona eingeliefert, dann der Superior der Gemeinschaft P. Mateo Casals und zuletzt P. Puig und Br. Claver\u00eda, die aus dem Heim der Kleinen Schwestern der hilflosen Alten abgef\u00fchrt wurden.<\/p>\n<p>Diese Gruppe sah sich am Abend des 4. August im Gef\u00e4ngnis wieder. Zu ihnen kamen neun weitere Gefangene: ein Piarist und acht junge Requet\u00e9s, die, nachdem sie anl\u00e4sslich der \u201eErhebung\u201c gek\u00e4mpft hatten, zu Hauses festgenommen wurden. Obwohl das Gef\u00e4ngnis klein war und nur wenige Gefangene einsa\u00dfen, wurden sie dort annehmbar behandelt. Das erlaubte ihnen, einen Gemeinschaftsrhythmus zu beginnen, der dem gewohnten sehr \u00e4hnlich war. Der alte P. Puig ging so weit, dass er zu einem Freund, der sie besuchte, sagte: \u201eEs geht uns gut, und es hat den Anschein, als w\u00e4ren wir zu Hause \u2026\u201c<\/p>\n<p>Man hat sogar von einem Exerzitienkurs gesprochen, den P. Casals f\u00fcr seine Gef\u00e4hrten im Gef\u00e4ngnis gegeben haben soll, und von der Kommunion, die sie am ersten Freitag empfingen. Wir wissen auch, dass unsere H\u00e4ftlinge bei einem Besuch dabei \u00fcberrascht wurden, dass sie in Vorfreude die Novene zum Herzen Mariens vorbereiteten. Sp\u00e4ter ordneten die Verantwortlichen des Gef\u00e4ngnisses an, ihre religi\u00f6sen Aktivit\u00e4ten auf den Zellenbereich zu beschr\u00e4nken, weil die Gefahr bestand, es k\u00f6nne etwas nach au\u00dfen dringen.<\/p>\n<p>Das Leben im Gef\u00e4ngnis war also ruhig und ohne gr\u00f6\u00dfere Sorgen. Es gab sogar gelegentlich einen beruhigenden Hoffnungsschimmer wie die Tatsache, dass einige Priester, die einige Tage zuvor festgenommen worden waren, in die Freiheit entlassen wurden, und die Tatsache, dass auch P. Superior zusammen mit P. Puig ins Rathaus gerufen wurde, um im Hinblick auf eine m\u00f6gliche Freilassung auszusagen.<\/p>\n<p>Doch am Abend des 4. September unterbrachen vierzehn Bewaffnete mit gro\u00dfem L\u00e4rm die Stille des Gef\u00e4ngnisses. Alle Gefangenen wurden der Reihe nach aufgerufen. Man h\u00f6rte drau\u00dfen die Hupe eines Autos, und vier von den Gefangenen wurden zu dem Fahrzeug gef\u00fchrt, dass augenblicklich im Dunkel der Nacht verschwand. Die \u00fcbrigen Gefangenen wurden in Vierergruppen in andere Autos gebracht, die gleich in verschiedene Richtungen abfuhren. Es gab keinen Schrei eines Opfers, auch keine gewaltsame Reaktion.<\/p>\n<p>Als es am 5. September Tag wurde, war das Gef\u00e4ngnis verlassen. Und an den benachbarten Landstra\u00dfen lagen die Leichen unserer Mitbr\u00fcder zusammen mit einigen anderen, siebzehn insgesamt. Nach verschiedenen Nachforschungen und \u00dcberf\u00fchrungen wurden die sterblichen \u00dcberreste unserer Martyrer geborgen. Heute ruhen sie in der Herz-Marien-Kirche in Sabadell.<\/p>\n<p>Sie alle gaben ihr Leben als Martyrer hin, in Stille, in Treue, in Br\u00fcderlichkeit, in unabl\u00e4ssigem Gebet: im Frieden derer, die im Herrn sterben.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute gedenken wir der Diener Gottes P. Mateo Casals und Gef\u00e4hrten, Martyrer der Gemeinschaft Sabadell (Provinz Barcelona, Spanien). Die dortige Gemeinschaft bestand zum Gro\u00dfteil aus \u00e4lteren Missionaren, die sich dem geistlichen Leben, dem liturgischen Dienst und dem Beichth\u00f6ren widmeten, da das dortige Haus ein herzliches geistliches Zentrum im Herzen der Stadt Sabadell war. 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