{"id":28328,"date":"2018-09-06T07:58:22","date_gmt":"2018-09-06T05:58:22","guid":{"rendered":"https:\/\/www.claret.org\/fecha-30-de-september-diener-gottes-francisco-crusats-erster-martyrer-der-kongregation\/"},"modified":"2018-09-06T07:58:22","modified_gmt":"2018-09-06T05:58:22","slug":"fecha-30-de-september-diener-gottes-francisco-crusats-erster-martyrer-der-kongregation","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.claret.org\/de\/ephemeride\/fecha-30-de-september-diener-gottes-francisco-crusats-erster-martyrer-der-kongregation\/","title":{"rendered":"Fecha: 30 de September &#8211; Diener Gottes Francisco Crusats, erster Martyrer der Kongregation"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Francisco Crusats ist am 5.  anuar 1831 in Seva, einer Ortschaft in der N\u00e4he von Vic, geboren. Er trat ins Seminar von Vic ein und wurde am 18. September 1858, neun Jahre nach der Gr\u00fcndung unserer Kongregation, zum Priester geweiht. Wenig Monate danach schloss er sich der Claretinergemeinschaft an, die im ehemaligen Merzedarierkloster ihren Sitz hatte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www2.claret.org\/sites\/default\/files\/imagenes\/espiritualidad\/calendario\/54-crusats_francisco_copia.jpg?resize=231%2C352\" width=\"231\" height=\"352\" alt=\"\" title=\"\"><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Seine missionarische Berufung wurde durch \u201eansteckenden Kontakt\u201c geweckt. P. Xifr\u00e9 hielt einen Exerzitienkurs f\u00fcr die k\u00fcnftigen Priester vor ihrer Weihe. Unter ihnen war Francisco Crusats. Die Inbrunst, die \u00dcberzeugung und die Kraft von P. Xifr\u00e9 machten einen tiefen Eindruck auf den jungen Seminaristen Francisco. Au\u00dferdem traf es sich, dass sein Gef\u00e4hrte und enger Freund Hilario Brossosa, der bereits in die Kongregation eingetreten war, ihm vom Missionshaus erz\u00e4hlte, von seinen Idealen und seiner Spiritualit\u00e4t, von dem dort herrschenden Umfeld von Fr\u00f6mmigkeit, Studium und Br\u00fcderlichkeit, von der Methode der Verk\u00fcndigung des Evangeliums durch Volksmissionen. Dieser Vorschlag weckte aufgrund seiner Neuheit und seines missionarischen Schwungs Tr\u00e4ume in dem Neupriester.<\/p>\n<p>Crusats war ein hervorragender Prediger. Kurz vor dem Abschluss seines ersten Jahres im Missionshaus begann Crusats im Jahr 1859 seine Missionsarbeit. In zwei Jahren hielt er in zehn Ortschaften in Katalonien eine Mission. Er folgte dem Stil und dem Geist P. Clarets derart, dass er selbst die geistliche Wirkung seiner Predigtt\u00e4tigkeit erfuhr. Seine Arbeit war sehr intensiv und umfasste die katechetische Predigt und die Moralpredigt am Abend f\u00fcr das Volk, die Mission f\u00fcr Kinder und Jugendliche, viele Stunden im Einsatz bei der sakramentalen Vers\u00f6hnung und Krankenbesuche, selbstverst\u00e4ndlich ohne die Eucharistiefeier zu unterlassen. Jede Mission dauerte 15 bis 18 Tage und war von morgens bis abends mit Aktivit\u00e4ten ausgef\u00fcllt. Die geistliche Frucht, die er hervorbrachte, lie\u00df sich an der gro\u00dfen Zahl von Bekehrungen, Beichten und Kommunionen feststellen und an den Hunderten Teilnehmern, die aus nahegelegenen Orten kamen. In dieser fast zweij\u00e4hrigen Arbeit wurde der neue Missionar geformt.<\/p>\n<p>Von seiner missionarischen Gestalt heben wir hervor, dass Crusats hochgewachsen war und ein frohes, gelassenes und g\u00fctiges Gesicht hatte. Als Missionar war er vor allem mit Kindern und Jugendlichen auf der gleichen Wellenl\u00e4nge. Sein Sprachstil war konkret, einfach und froh. Er erfuhr, wie viele Orte nach dem Wort Gottes hungerten und die Missionare mit offenen H\u00e4usern und Herzen aufnahmen. Crusats zeigte sich den Menschen immer als ein Missionar, der von Gott und von Liebe zu den Menschen erf\u00fcllt war. Deshalb nannten man ihn bald den heiligen Crusats.<\/p>\n<p>Diesem qualifizierten Missionar taten sich bald neue missionarische Horizonte im Gebiet um Segovia (Spanien) auf. 1861 wurde er in die neu gegr\u00fcndete Gemeinschaft in der Stadt mit dem Aqu\u00e4dukt geschickt, wo er bis 1868 blieb. Dort setzte er die Verk\u00fcndigung des Evangeliums fort, die er in Vic gelernt und in Katalonien ge\u00fcbt hatte. In diesen Jahren hielt er in 27 Orten in Kastilien die Mission. Die religi\u00f6se Neubelebung, die Bekehrungen, die Beichten und Kommunionen in jedem von den missionierten Orten waren beeindruckend. Als bereits abgeh\u00e4rteter Missionar lebte P. Crusats seine Berufung zum Dienst an den Menschen in diesen Orten voll aus, und sie liebten und suchten ihn so sehr wie Jesus.<\/p>\n<p>Die spanische Revolution von 1868 sollte das missionarische Leben von P. Crusats ver\u00e4ndern. Im September des Jahres jeder Revolution, die man die Glorreiche nennt, kam es zum Milit\u00e4raufstand gegen K\u00f6nigin Isabella II. Vom Thron gest\u00fcrzt, musste sie nach Paris ins Exil gehen. Im Schutz der Revolution kam es zur Vertreibung der Ordensleute. Das betraf die ganze spanische Kirche und versetzte dem jungen Missionshaus der Claretiner in Vic beinahe den Todessto\u00df. Die Mitbr\u00fcder mussten \u00fcber die Grenze nach Frankreich ins Exil gehen und auf der anderen Seite der Pyren\u00e4en eine neue Bleibe finden.<\/p>\n<p>Kurz vor diesen Ereignissen war P. Crusats im selben Jahr 1868 nach Selva del Campo versetzt worden. Er sollte bei den Exerzitienkursen f\u00fcr die Weihekandidaten der Di\u00f6zese mitarbeiten, als Spiritual der Jugendbewegung <em>Congregaci\u00f3n de los Luises<\/em> wirken und weitere Aufgaben \u00fcbernehmen.<\/p>\n<p>Dort \u00fcberkam ihn das Martyrium. Das ferne Grollen der Verfolgung gegen die Kirche breitete sich fast \u00fcber den ganzen dortigen Bezirk aus und gelangte in die Stadt Reus (Provinz Barcelona). Und so kam eines Nachts eine Gruppe von Gewaltt\u00e4tigen in die Stadt Selva del Campo und st\u00f6rten die Nachtruhe der Einwohner. Inmitten der Krawalle griffen sie mit brennenden Fackeln, Waffen und Flinten das kurz vorher gegr\u00fcndete Claretinerhaus an. Die Gemeinschaft musste fliehen und auseinander gehen. Als das Gartentor und die Haust\u00fcr aufgebrochen waren, stie\u00dfen die Eindringlinge auf die letzten Claretiner P. Reixach und P. Crusats. In der herrschenden Verwirrung gelang es ersterem, sich zu verstecken. P. Crusats blieb im Kreuzgang des Hauses. Als er angegriffen wurde, sagte er ihnen in gelassener und friedlicher Haltung, aber mit blassem Gesicht: \u201eWas wollt ihr, Br\u00fcder?\u201c Als Antwort erhielt er einen heftigen Angriff mit Schl\u00e4gen, Beleidigungen und Drohungen, bis ihn ein t\u00f6dlicher Messerstich blut\u00fcberstr\u00f6mt zu Boden warf. Nach diesem unheilschwangeren Erscheinung gingen die Gewaltt\u00e4ter wieder. Als die Mitbr\u00fcder zur\u00fcckkamen, fanden sie ihn, wie er verblutend auf dem Pflaster des Kreuzgangs starb. Das war am 30. September 1868.<\/p>\n<p>Auch P. Claret hatte einige Jahre zuvor das Martyrium von P. Crusats prophezeit, als er 1859 beim ersten Generalkapitel der Claretiner in Vic \u00fcber den apostolischen Geist und die Herrlichkeit des Martyriums sprach, pl\u00f6tzlich auf Crusats deutete und sagte: \u201eDieser Herr will mich \u00fcberholen.\u201c<\/p>\n<p>Als der Tod von P. Crusats bereits vollbracht war, schrieb P. Claret im Oktober 1868 einen Brief an P. Xifr\u00e9, in dem es hei\u00dft: \u201eDanken wir Gott: Schon waren der Herr und seine heiligste Mutter so gut und haben die Erstlingsgabe der Martyrer angenommen. Ich hatte mir sehr gew\u00fcnscht, der erste Martyrer der Kongregation zu werden, doch ich war nicht w\u00fcrdig, ein anderer ist mir zuvorgekommen.\u201c Bei der Seligsprechung der Claretiner aus dem Martyrerseminars erinnerte Papst Johannes Paul II. an ihn.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Francisco Crusats ist am 5. anuar 1831 in Seva, einer Ortschaft in der N\u00e4he von Vic, geboren. Er trat ins Seminar von Vic ein und wurde am 18. September 1858, neun Jahre nach der Gr\u00fcndung unserer Kongregation, zum Priester geweiht. 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