{"id":28358,"date":"2018-09-06T08:16:18","date_gmt":"2018-09-06T06:16:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.claret.org\/fecha-6-de-oktober-bischofsweihe-von-pater-stifter\/"},"modified":"2022-04-07T16:30:03","modified_gmt":"2022-04-07T14:30:03","slug":"fecha-6-de-oktober-bischofsweihe-von-pater-stifter","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.claret.org\/de\/ephemeride\/fecha-6-de-oktober-bischofsweihe-von-pater-stifter\/","title":{"rendered":"Fecha: 6 de Oktober &#8211; Bischofsweihe von Pater Stifter"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Als P. Claret am 11. August 1849 nach der letzten Betrachtung der Exerzitien, die er in der Kathedrale von Vic f\u00fcr den Klerus hielt, von der Kanzel herabstieg, erhielt er die Nachricht, er solle sich unverz\u00fcglich bei Bischof Luciano Casadevall verstellen. Dieser \u00fcberreichte ihm das versiegelte Schreiben, in dem ihm mitgeteilt wurde, er sei als Erzbischof f\u00fcr Santiago de Cuba benannt worden. Die Reaktion Clarets war  Best\u00fcrzung: \u201eDie Ernennung versetzte mich in Schrecken.\u201c Am folgenden Tag pr\u00e4sentierte er Nuntius Msgr. Brunelli seinen Verzicht. Er betrachtete sich als unw\u00fcrdig und nicht gen\u00fcgend vorbereitet. Au\u00dferdem glaubte er, er d\u00fcrfe die vor kurzem gegr\u00fcndeten Werke nicht im Stich lassen: die Librer\u00eda Religiosa und die Kongregation. Und dazu kam noch, dass er der Meinung war, das Bischofsamt k\u00f6nne den Tod seines missionarischen Charismas bedeuten: \u201eSo binde ich mich und beschr\u00e4nke mich auf ein einziges Erzbistum, wenn mein Geist f\u00fcr die ganze Welt ist.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www2.claret.org\/sites\/default\/files\/imagenes\/espiritualidad\/calendario\/6-b-claret__constituciones.jpg?resize=222%2C381\" width=\"222\" height=\"381\" alt=\"\" title=\"\"><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Angesichts der nachdr\u00fccklichen Aufforderungen begann er einen Prozess der Entscheidungsfindung. Er betete intensiv. Er bat seine Freunde Jaime Soler, Jaime Passarell, Pedro Bach und Esteban Sala um Rat. Er folgte den Gr\u00fcnden, die sie ihm nannten, und nahm die Ernennung an, wobei er sich die Worte Marias zu eigen machte: <em>\u201eEcce servus tuus, fiat in me secundum verbum tuum.\u201c<\/em><\/p>\n<p>Ein Jahr sp\u00e4ter fand die Bischofsweihe statt. Er selbst erz\u00e4hlt sie in seiner Autobiographie so: \u201eAm 6. Oktober 1850, dem Fest des heiligen Bruno, des Gr\u00fcnders der Kart\u00e4user, deren Ordensgemeinschaft ich hatte angeh\u00f6ren wollen; am ersten Oktobersonntag, dem Fest des heiligen Rosenkranzes, einer Andachtsform, zu der ich mich immer so stark hingezogen f\u00fchlte; an diesem Tag also wurde ich zusammen mit Don Jaime Soler, Bischof von Teruel, in der Kathedrale von Vic zum Bischof geweiht. Konsekrator war der Bischof dieser Di\u00f6zese, der durchlauchtigste Herr Dr. Luciano Casadevall, Mitkonsekratoren die durchlauchtigsten Herren Domingo Costa y Borr\u00e1s, Bischof von Barcelona, und Fulgencio Lorente, Bischof von Gerona.\u201c<\/p>\n<p><strong>Geistliche Botschaft<\/strong><\/p>\n<p>Die Weise, wie Claret seinen bisch\u00f6flichen Dienst verstand und lebte, findet sich zusammengefasst in dem Wappen, das er selbst zeichnete. Er erkl\u00e4rte es in einem Brief an eine Ordensschwester in Manresa, Schwester Dolores S\u00e1nchez: \u201eDie Br\u00fccke, der Fluss und der Wasserfall deuten auf meine Heimat Sallent; mein Vater ist von der einen Seite des Flusses und meine Mutter von der anderen, und das symbolisieren die Sonne, Claret, und der Mond, Clar\u00e1; der Name Maria zeigt meine geistliche Herkunft, denn sie ist meine Mutter, denn Maria ist die Patronin der Pfarrkirche, in der sich getauft wurde \u2026 Die Hostie, die sie auf dem Scho\u00df hat, bedeutet, dass sie Mutter Gottes ist, und weil ich das allerheiligste Altarsakrament zu verehren w\u00fcnsche. Die Palme spielt auf den heiligen Stephanus an, den Patron der Pfarrei und von mir; die Lilie spielt auf den heiligen Antonius an, auf den heiligen Aloisius von Gonzaga und auf die heilige Katharina von Siena, meine Patrone.\u201c Wenn man das Leben Clarets kennt, ist jede von diesen Anspielungen bedeutungsvoll.<\/p>\n<p>All die Symbole werden erg\u00e4nzt mit dem paulinischen Leitwort Caritas Christi urget nos, das als Wahlspruch auf dem Band steht. Er deutete es so: \u201eDas Leitwort will besagen, dass es nicht die Liebe zu Gold, Silber usw. ist, die mich antreibt, von einem Teil der Welt in den anderen zu eilen, sondern die Liebe Christi, wie es der heilige Paulus sagt.\u201c<\/p>\n<p>Nach seiner Bischofsweihe sah sich P. Claret gezwungen, sein Charisma als apostolischer Missionar in die Aus\u00fcbung des Bischofsamts zu \u00fcbersetzen. Das wurde zu seiner Zeit vor allem als Ehre und W\u00fcrde betrachtet. Der Bischof war au\u00dferdem ein b\u00fcrokratischer Funktion\u00e4r. Claret gewann den echt apostolischen Sinn des Amts zur\u00fcck. In seiner Schrift Die Sch\u00f6nheit der Kirche erhalten (1857) fasste er seine Gedanken \u00fcber das Bischofsamt zusammen. Bischof sein bedeutete f\u00fcr P. Claret, ganz in Christus umgestaltet zu werden, an seiner Heiligungsaufgabe als Hirt und Bischof der Seelen und an seiner Vateraufgabe in Bezug auf jeden einzelnen Gl\u00e4ubigen teilzunehmen. Der Bischof sollte auch an der br\u00e4utlichen Liebe Christi zu seiner Kirche teilhaben, was beinhaltete, sie zu lieben, sie zu heiligen, sie zu versch\u00f6nern und das Leben f\u00fcr sie zu geben.<\/p>\n<p>Dieses Modell des Bischofsamtes praktizierte er vor allem in den fast sieben Jahren, in denen er Oberhirte der Erzdi\u00f6zese Santiago de Cuba war. Sofort nach seiner Ankunft auf der Insel machte er dem Generalgouverneur der Insel Don Jos\u00e9 Guti\u00e9rrez de la Concha ganz klar: \u201eAn dem Tag, an dem ich sehe, dass meinem Auftrag das kleinste Hindernis in den Weg gelegt wird \u2026, an diesem Tag werde ich meinen Posten verlassen, und ich werde sicherlich nichts verlieren, was meine Person angeht, weil mir die Eigenschaft eines Missionars gen\u00fcgt, um arm zu sein, um Gott zu lieben, um meine Mitmenschen zu lieben und ihre Seelen zu gewinnen und gleichzeitig meine.\u201c<\/p>\n<p>Im Unterschied zu vielen anderen Bisch\u00f6fen seiner Zeit \u00fcbertrug er die laufende Verwaltung der erzbisch\u00f6flichen Kurie an andere kompetente Leute. Und er widmete sich voll und ganz der Verk\u00fcndigung des Evangeliums durch die Bischofsvisitationen in der Di\u00f6zese, durch die st\u00e4ndige Aus\u00fcbung des Dienstes am Wort und durch seine Sorge um die Bed\u00fcrfnisse der Armen vor allem auf dem Gebiet der Vorbeugung und der Bildung. Er besiegelte diesen Einsatz f\u00fcr das Volk mit dem Blut, dass er beim Attentat von Holgu\u00edn am 1. Februar 1856 vergoss.<\/p>\n<p>Die Zeit in Madrid und der Weg \u00fcber Paris und Rom bedeuteten eine Verbreiterung der Aus\u00fcbung des Bischofsamtes als Sorge um die Gesamtkirche. Neben der Weiterf\u00fchrung seiner st\u00e4ndigen Predigtt\u00e4tigkeit erweiterte er das Schriftenapostolat, schaltete sich bei der Ernennung von Bisch\u00f6fen ein, nahm am Ersten Vatikanischen Konzil teil und vollendete seine Bischofsweihe, indem er sein verbrauchtes Leben in der Einsamkeit von Fontfroide als Opfergabe f\u00fcr die ganze Kirche hingab.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Als P. Claret am 11. August 1849 nach der letzten Betrachtung der Exerzitien, die er in der Kathedrale von Vic f\u00fcr den Klerus hielt, von der Kanzel herabstieg, erhielt er die Nachricht, er solle sich unverz\u00fcglich bei Bischof Luciano Casadevall verstellen. 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