{"id":28387,"date":"2018-09-06T08:27:19","date_gmt":"2018-09-06T06:27:19","guid":{"rendered":"https:\/\/www.claret.org\/fecha-13-de-oktober-br-manuel-giol\/"},"modified":"2022-04-07T16:21:51","modified_gmt":"2022-04-07T14:21:51","slug":"fecha-13-de-oktober-br-manuel-giol","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.claret.org\/de\/ephemeride\/fecha-13-de-oktober-br-manuel-giol\/","title":{"rendered":"Fecha: 13 de Oktober &#8211; Br. Manuel Giol"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Br. Manuel Giol y Borr\u00e1s ist am 26. M\u00e4rz 1849 in Borjas del Campo, Provinz Tarragona (Spanien) im Scho\u00df einer Bauernfamilie geboren. Er war der dritte von vier Geschwistern, von denen zwei fr\u00fch starben. Seine Eltern erzogen ihn im christlichen Glauben und in der Liebe zur Muttergottes, zu der sie in der Familie alle Tage den Rosenkranz beteten. Im Juli 1869, als er zwanzig Jahre alt war, wurde er nach Barcelona gerufen, um den Milit\u00e4rdienst zu leisten. Gegen seinen Willen musste er am Dritten Karlistenkrieg teilnehmen, und inmitten einer blutigen Schlacht erfuhr er lebhaft den Schutz der Gottesmutter. Als er 1874 aus dem Heer entlassen war, zog er mit seinen Angeh\u00f6rigen nach Barcelona und arbeitete dort wie der junge Claret einige Jahre mit ansehnlichem Erfolg in einer Weberei. Seine Berufung zum Ordensleben, die von Kind an gen\u00e4hrt wurde, entschied sich, als er die Missionare der Gemeinschaft in Gracia kennenlernte. Am 13. Juni 1876 begann er das Noviziatsjahr im Missionshaus Gracia unter der weisen F\u00fchrung seines Novizenmeisters P. Jaime Constans. Am 21. Juli 1877 legte Br. Giol mit 28 Jahren die Ordensprofess ab. Von diesem Tag an begleitete ihn die Freude dar\u00fcber, Sohn des unbefleckten Herzens Mariens zu sein und zu hei\u00dfen, in den 33 Jahren seines missionarischen Lebens mit immer gr\u00f6\u00dferer Intensit\u00e4t und Tiefe.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www2.claret.org\/sites\/default\/files\/imagenes\/espiritualidad\/calendario\/58-hermano_manuel_giol.jpg?resize=190%2C260\" width=\"190\" height=\"260\" alt=\"\" title=\"\"><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die erste Bestimmung von Br. Giol war die Niederlassung Alta de San Pedro in Barcelona, wo ihn P. Rota, der Generalminister der Kongregation, als Sekret\u00e4r und Buchhalter angefordert hatte, obwohl er in der Gemeinschaft auch den Dienst des Kochs, des Schneiders und des Pf\u00f6rtners leistete. Inmitten seiner vielen Besch\u00e4ftigungen gelang es Br. Giol, die innere Sammlung und den Gebetsgeist zu bewahren, wobei er seine h\u00e4ufigen G\u00e4nge in die Stadt, zu denen er von seinen Aufgaben her gezwungen war, zu einer Plattform des apostolischen Zeugnisses machte.<\/p>\n<p>Die vielf\u00e4ltigen Arbeiten und Abt\u00f6tungen schw\u00e4chten die Gesundheit von Br. Giol und lie\u00dfen seine Versetzung in den Gemeinschaft im Merzedarierkloster in Vic ratsam erscheinen, wo er zwischen 1887 und 1891 wohnte. In diesem Mutterhaus der Kongregation gab unser Bruder weiterhin au\u00dferordentliche Beispiele der Tugend, nicht weil er Gro\u00dfes getan h\u00e4tte, sondern weil er \u2013 in den Worten seines Biographen \u2013 \u201edas Gew\u00f6hnliche au\u00dferordentlich gut machte.\u201c Unter den konkreteren Merkmalen seines geistlichen Erscheinungsbildes k\u00f6nnen wir diejenigen hervorheben, die der alte P. Clotet \u2013 der in diesen Jahren sein geistlicher Leiter war \u2013 als kennzeichnend f\u00fcr einen Sohn des Herzens Mariens betrachtete, n\u00e4mlich die dreifache Liebe (zur allerheiligsten Eucharistie, zum Herzen Mariens und zur Kongregation), die drei Tugenden (Gebet, Demut und br\u00fcderliche Liebe) und das allerwichtigste Mittel zum geistlichen Fortschritt, n\u00e4mlich das Leben in der Gegenwart Gottes. So gut eignete sich Br. Giol dieses Lebensprogramm an, dass man sagen kann, er sei immer so gesammelt gewesen, als ob er vor dem heiligsten Sakrament knie, ganz gleich, ob es w\u00e4hrend der Mahlzeiten war oder wenn er zum Einkaufen auf den Markt ging.<\/p>\n<p>Sobald er die Gesundheit wiedererlangt hatte, wurde Br. Giol erneut nach Barcelona angefordert, um weiter beim Generalminister mitzuarbeiten, der damals P. Homs war, wobei er auch wieder die Dienstes des Pf\u00f6rtners, Kochs und Schneiders versah. Und auch jetzt n\u00fctzte er jede Gelegenheit, seinem apostolischen Eifer freien Lauf zu lassen. In der Tat gelang es ihm durch die Art, wie er von Gott, von der Muttergottes und von der Frucht sprach, die die Missionare brachten, in vielen die Berufung zum Ordensleben zu wecken. Ein Beispiel f\u00fcr seinen apostolischen Sinn kann der folgende Text sein: \u201eIch bin Bruder, aber ein Brudermissionar; und die Missionen, die ich halten muss, sind zwar nicht so ger\u00e4uschvoll wie die der Patres, k\u00f6nnen aber ebenso fruchtbar sein und sind gewiss nicht so gef\u00e4hrlich f\u00fcr die Seele. Das Gebet und das gute Beispiel, das ist das zweifache Instrument meiner Missionen \u2026\u201c<\/p>\n<p>In dem Ma\u00df, wie er auf dem Weg der Vervollkommnung gem\u00e4\u00df dem Evangelium voranschritt, erwarb Br. Giol eine tiefe Kenntnis der geistlichen Dinge. Gen\u00e4hrt mit der Lekt\u00fcre der Heiligen Schrift (darunter das Hohelied) und der Werk der geistlichen Lehrmeister (Theresia von \u00c1vila, Thomas von Kempen, Mar\u00eda de \u00c1greda \u2026), wurde er von seinen geistlichen Leitern weise gef\u00fchrt. Doch angetrieben wurde er vor allen durch eine ganz enge Beziehung zu Jesus Christus selbst und zum Herzen Mariens, seiner vielgeliebten Mutter, mit denen er best\u00e4ndige und inbr\u00fcnstige Zwiegespr\u00e4che f\u00fchrte. Wenn er an jeglichem Ort in der Gegenwart Gottes leben und sich im Gebet sammeln konnte, waren es doch die Eucharistiefeier oder seine langen Stunden des Gebets vor dem Tabernakel, wo sich seine Seele besonders hingezogen und von der g\u00f6ttlichen Liebe hingerissen f\u00fchlte.<\/p>\n<p>Mit seinem gesammelten und bescheidenen, gleichzeitig aufmerksamen und liebensw\u00fcrdigen Auftreten, mit seinen in der Liebe Gottes entz\u00fcndeten Worten, mit dem Zeugnis seines Einsatzes und seiner grenzenlosen Dienstbeflissenheit strahlte Br. Giol aus und steckte die anderen mit dem Feuer an, das er in sich trug. Doch was sie sich nicht vorstellen konnte, da sie ihn immer so gelassen und gesammelt sahen, war der harte geistliche Kampf, den er f\u00fchren musste, um seine Keuschheit zu bewahren. Von diesem inneren Kampf, der sein Vertrauen und seine Treue zur Gnade l\u00e4uterte, sah er sich schlie\u00dflich am 8. Dezember 1903, am Fest der unbefleckten Empf\u00e4ngnis Mariens, befreit. Ihrer m\u00fctterlichen F\u00fcrsprache schrieb er den Sieg zu.<\/p>\n<p><strong>Leben aus dem Herzen Mariens<\/strong><\/p>\n<p>Die reiche und tiefe geistliche und cordimarianische Erfahrung von Br. Giol spiegelt sich in den zahlreichen Heften mit Notizen und Rechenschaft \u00fcber sein Gewissen, die er im Laufe der Jahre schrieb, und auch in systematischerer Form in zwei ausf\u00fchrlichen Abhandlungen, die als Titel hatten: <em>Moradas en el Coraz\u00f3n de Mar\u00eda del alma enamorada und Ensayo de la vida interior<\/em> oder \u2013 in der vollst\u00e4ndigeren Formulierung, die \u00fcber dem zweiten Band steht \u2013 \u201eVersuche f\u00fcr das innere Leben, gelernt im unbefleckten Herzen Mariens, um zur Vollkommenheit zu schreiten und die Seelen mit Gott, unserem Herrn, durch die \u00dcbung der Tugenden zu vereinen.\u201c In der W\u00e4rme und im Schutz des Herzens Mariens ging er alle Abschnitte des geistlichen Lebens durch, von den ersten Schritten auf dem Weg zur Vollkommenheit in der Zeit der Anf\u00e4nger bis zu den h\u00f6chsten Gipfeln der Beschauung und Vereinigung mit Gott. Im Verlauf seines ganzen Weges war das Herz Mariens f\u00fcr ihn der Tempel, wo er Gott begegnete, der Altar seines geopferten Lebens, die Schule, in der er von einer so erhabenen Mutter Belehrungen \u00fcber die h\u00f6chste g\u00f6ttliche Weisheit empfing; es war der mystische Mond, der seine N\u00e4chte erhellte, der F\u00fchrer, der ihn in der W\u00fcste f\u00fchrte, der Morgenstern, der ihm in den langen Dunkelheiten Mut machte, die Burg auf dem Berg, in der er bei den w\u00fctenden Angriffen des Feindes Zuflucht fand, es war der Glutofen und der Scheiterhaufen, wo er seine Liebe entz\u00fcndete, es war sein Vorbild und Urbild, um zur vollkommensten \u00c4hnlichkeit mit Jesus zu gelangen. Alle diese anmutigen bildlichen Ausdr\u00fccke und viele weitere kommen Br. Giol beim Schreiben best\u00e4ndig in den Sinn, um so viele unsagbare Erfahrungen verst\u00e4ndlich zu machen. Doch f\u00fcr Br. Giol war die heiligste Gottesmutter zuallererst und vor allem Mutter.<\/p>\n<p><strong>Krankheit und Tod<\/strong><\/p>\n<p>Wenn sich der Geist von Br. Giol in diesen Jahren der Pr\u00fcfung gest\u00e4rkt und gefestigt hatte, war seine Gesundheit wegen verschiedener Krankheiten sehr geschw\u00e4cht. Diese Schw\u00e4chung riet zu einer neuen Versetzung, und die ging diesmal in das Wei\u00dfe Haus, ein Kurhaus, das die Missionare in Olesa de Montserrat hatten. Zwischen den Natursch\u00f6nheiten der dortigen Gegend verbrachte Br. Giol die letzten Jahre seines Lebens (1906 \u2013 1909). Trotz seiner extremen Schw\u00e4che, fand Br. Giol die Kraft, um zu Fu\u00df zur Wallfahrtskirche auf dem Montserrat zu gehen und sich von der Verge Moreneta zu verabschieden. Sein Hin\u00fcbergang aus dieser Welt zum Vater ereignete sich im Haus Cervera, wohin er angesichts der Verschlimmerung seiner Krankheit verlegt worden, und zwar am 13. Oktober 1909.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Br. Manuel Giol y Borr\u00e1s ist am 26. M\u00e4rz 1849 in Borjas del Campo, Provinz Tarragona (Spanien) im Scho\u00df einer Bauernfamilie geboren. Er war der dritte von vier Geschwistern, von denen zwei fr\u00fch starben. 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