{"id":28417,"date":"2018-09-06T08:40:41","date_gmt":"2018-09-06T06:40:41","guid":{"rendered":"https:\/\/www.claret.org\/fecha-16-de-oktober-diener-gottes-br-miguel-palau\/"},"modified":"2018-09-06T08:40:41","modified_gmt":"2018-09-06T06:40:41","slug":"fecha-16-de-oktober-diener-gottes-br-miguel-palau","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.claret.org\/de\/ephemeride\/fecha-16-de-oktober-diener-gottes-br-miguel-palau\/","title":{"rendered":"Fecha: 16 de Oktober &#8211; Diener Gottes Br. Miguel Palau"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Miguel Palau ist am 24. Juli 1868 in Serrateix in der Provinz Barcelona geboren. An die T\u00fcr der Kongregation klopfte er am 30. Januar 1890. Er war ein frommer junger Mann mit einer schwachen Gesundheit. Er hatte sich einmal eine Rippe gebrochen, und davon blieb ihm sein Leben lang eine l\u00e4stige Fistel im Brustkorb. Mit 14 Jahren fing er an, als Maurer zu arbeiten, und zwar leitete ihn ein Bruder von ihm an, der Baumeister war. Bald zog er sich eine Herzkrankheit zu, die ihn etwa drei Jahre im Krankenstand hielt. Unter dieser k\u00f6rperlichen Schw\u00e4che verbarg er in einem Innern ein kraftvolles Gem\u00fct, eine gro\u00dfe innere Kraft und eine gefestigte Spiritualit\u00e4t, die sich nach seinem Eintritt in die Kongregation unaufhaltsam zu einem intensiven Gebetsleben, Gemeinschaftsleben und Arbeit als Maurer entwickelte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www2.claret.org\/sites\/default\/files\/imagenes\/espiritualidad\/calendario\/61-miguel_palau_retocada.jpg?resize=204%2C306\" width=\"204\" height=\"306\" alt=\"\" title=\"\"><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Als er in Cervera um Aufnahme bat, lie\u00df ihn der damalige Superior, wenn auch nicht ohne Zweifel wegen der gebrechlichen Erscheinung jenes jungen Mannes, als Postulant zu, weil ihn seine Geschicklichkeit als Maurer beeindruckte. Nach einem halben Jahr begann unser junger Miguel das Noviziat. Es war f\u00fcr ihn die Zeit, in der er den claretinischen Geist entdeckte, wie er in der Definition des Missionars vorgezeichnet ist, und mit Tiefgang in sein Leben umzusetzen versuchte.<\/p>\n<p>P. Forcada, sein Novizenmeister, sagte Jahre sp\u00e4ter: \u201eIch kannte ihn als Novize und als Professbruder, denn ich hatte das Gl\u00fcck, zw\u00f6lf Jahre in seiner Gesellschaft zu weilen, und immer sah ich ihn gleich: inbr\u00fcnstig, aktiv, genau nach der Regel lebend, gehorsam, liebensw\u00fcrdig zu allen.\u201c<\/p>\n<p>Br. Palau selbst hielt seine Erinnerungen an die Profess mit folgenden schlichten Worten fest: \u201eIch hatte das Gl\u00fcck, die Profess am 16. Juli 1891 abzulegen, am Jahrestag der Gr\u00fcndung unserer Vereinigung, dem Fest Unserer Lieben Frau vom Berge Karmel. Die Profess war sehr zahlreich. Wenn ich mich recht erinnere, d\u00fcrften wir nicht unter achtzig gewesen sein, die den Trost hatten, sich Gott zu weihen \u2026\u201c<\/p>\n<p>Die Gemeinschaft Cervera war sein erster Einsatzort. Sein erster und letzter, denn fast sein ganzes Leben als Ordensmann entfaltete sich zwischen der ehemaligen Universit\u00e4t und Mas Claret, die ein und dieselbe Gemeinschaft bildeten. Er war immer als Maurer besch\u00e4ftigt, daneben auch mit damit verbunden Aufgaben wie Installateur, Elektriker und anderen.<\/p>\n<p>Sein Eintritt in die Kongregation war ein Geschenk der Vorsehung. Man hatte gerade f\u00fcr eine Frist von hundert Jahren das riesige Geb\u00e4ude der fr\u00fcheren Universit\u00e4t Cervera erworben, das nach einer glorreichen Vergangenheit in einem bedauernswerten Verfall war. Nach vierzig Jahren ohne Nutzung mussten die Claretiner-Missionare als die neuen Bewohner die arbeitsreiche und langdauernde Restaurierung und Instandsetzung des Geb\u00e4udes und der Nebengeb\u00e4ude in Angriff nehmen.<\/p>\n<p>Es dauerte etwas \u00fcber ein Jahr, bis das unerl\u00e4ssliche Minimum wiederhergestellt war, damit man anfangen konnte, die verschiedenen Patres, Studenten, Br\u00fcder und Novizen aufzunehmen.<\/p>\n<p>Im vierten Jahr stie\u00df Br. Palau zur Gemeinschaft. Sehr bald \u00fcbernahm er als Ersatz f\u00fcr Br. Vilar\u00f3 die Leitung der Bauma\u00dfnahmen. 39 Jahre lang, gerade bis zu seinem Tod, arbeitete Br. Miguel als Mauerer in Cervera und in Mas Claret. Er unterbrach seinen Aufenthalt in der dortigen Gemeinschaft nur f\u00fcr einige kurze Einsch\u00fcbe, um sich um gewisse Arbeiten am Haus in Vic, in Olesa de Montserrat (Provinz Barcelona), das damals die Krankenabteilung der Kongregation war, und in Solsona (Provinz L\u00e9rida), wo die Arbeiten am neuen Claretinerseminar begannen, zu k\u00fcmmern.<\/p>\n<p>Sein Biograph P. Antonio Mar\u00eda Arranz erinnert sich so an ihn: \u201eEs sind bereits an die vierzig Jahre vergangen, und noch kommt es uns vor, als w\u00fcrden wir ihn sehen \u2026 Von mittlerer Gr\u00f6\u00dfe, das Gesicht blass und  spindeld\u00fcrr, sein Gang bed\u00e4chtig, immer gesammelt und and\u00e4chtig, in den H\u00e4nden den Rosenkranz, die Lippen immer von einem feinen L\u00e4cheln umspielt, so erschien er h\u00e4ufig in den weiten und unermesslichen Kreuzg\u00e4ngen der Universit\u00e4t, mit seiner schwarzen, bis zu den Knien reichenden Arbeitsbluse, die Werkzeuge seines Berufs zur Arbeitsstelle tragend.\u201c<\/p>\n<p>Seine vom Evangelium gepr\u00e4gte Pers\u00f6nlichkeit zeichnete sich im Alltag des gew\u00f6hnlichen Lebens ab. Seine Tage waren intensiv, in der Arbeit ebenso wie im inneren Leben. Er suchte immer, sich Gott und seinen Willen gegenw\u00e4rtig zu halten, mit einer z\u00e4rtlichen und innigen Liebe zu Maria, wobei er seine Treue in der Arbeit, im br\u00fcderlichen Zusammensein und im Gebet zum Gl\u00e4nzen brachte.<\/p>\n<p>Mit einer untr\u00fcglichen P\u00fcnktlichkeit beim Morgengebet, sah man ihn auf den Knien oder stehend in einer tiefen kontemplativen Haltung versunken. Die Eucharistie war der H\u00f6hepunkt eines jeden Tages. Nach dem Gebet und einem wegen seiner Magenprobleme immer kargen Fr\u00fchst\u00fcck widmete er sich der Arbeit. Der Rhythmus und das Auftreten, das er bei seiner Arbeit an den Tag legte, zeigten immer gleichzeitig Anspannung und Gelassenheit. \u201eSeine Bewegungen auf dem Bauger\u00fcst waren bed\u00e4chtig, aber best\u00e4ndig und genau. Seine Gedanken auf die Gegenwart Marias gerichtet, verlor er keinen Augenblick. Nur wenn er den Stundenschlag der Uhr h\u00f6rte, richtete er seinen gebeugten K\u00f6rper auf, nahm die Kopfbedeckung ab und betete bed\u00e4chtig das Ave Maria\u201c, stellt P. Antonio Arranz fest. Er opferte seine Arbeit f\u00fcr die Kongregation und insbesondere f\u00fcr die Missionare auf, die von Cervera aus in die Missionen in fernen Landen auszogen. Mittags nahm er an der gemeinschaftlichen geistlichen Lesung teil. Nie kam er zu irgendeinem Gemeinschaftsakt zu sp\u00e4t. \u201eEinige Minuten vorher lie\u00df er das Werkzeug liegen, ging in die Werkstatt, wusch sich, zog sich um und nahm sauber und rein teil, als ob er nie M\u00f6rtel ber\u00fchrt h\u00e4tte.\u201c Das best\u00e4tigte P. Felipe Calvo. An Feiertagen half er au\u00dferdem beim Tischdecken, beim Auftragen oder beim Absp\u00fclen.<\/p>\n<p>Nachmittags arbeitete er weiter, und wenn es Abend wurde, behielt er sich seine pers\u00f6nliche Zeit als unantastbar vor. Nachdem er sich gewaschen und das Werkzeug f\u00fcr den folgenden Tag hergerichtet hatte, begab er sich in die Kapelle, um sich dem Gebet zu widmen. Seine m\u00fcndlichen Gebete waren weder besonders zahlreich noch kompliziert, aber er betete sie gelassen und mit kontemplativem Ausdruck. In seinem Umgang mit den anderen, sowohl mit den Claretinern als auch mit Laien, insbesondere mit anderen Arbeitern, verdiente er sich Wertsch\u00e4tzung durch die Art, wie er die Menschen sch\u00e4tzte, wie er sie annahm und ihnen zur Verf\u00fcgung stand, wobei er immer neben einem gelassenen und l\u00e4chelnden Ausdruck einen guten Schuss Humor zeigte.<\/p>\n<p>Man k\u00e4me an kein Ende, wollte man all die Arbeiten aufz\u00e4hlen, die Br. Palau in Cervera ausf\u00fchrte. Die Chroniken stellen einige besonders bedeutsame heraus. \u00dcber der Krankenabteilung baute er einen gro\u00dfen lichtdurchfluteten Saal und eine weite Terrasse f\u00fcr die Kranken der Gemeinschaft. Er wei\u00dfte die Au\u00dfenmauern jenes ganzen riesigen Bauwerks. Es waren Tausende Meter Rohrleitungen, die er verlegte, mit den komplizierten Verzweigungen, die die unterschiedlichen bestehenden Abteilungen erforderten. Er baute im Garten einen ger\u00e4umigen, sonnigen H\u00fchnerstall. Er reinigte wiederholt die sechstausend Quadratmeter Dach, ersetzte anschlie\u00dfend die gebrochenen Dachziegel und tat sonst noch so vieles, was man hier unm\u00f6glich festhalten kann.<\/p>\n<p>Normalerweise arbeitete er allein oder zusammen mit einem Brudernovizen. Es machte einen tiefen Eindruck, wenn man ihn immer t\u00e4tig sah, ruhig und ohne einen Augenblick zu verlieren, unter der Sommerhitze ebenso wie an den kalten Wintertagen. Deshalb notierte der Chronist am Todestag von Br. Palau, was alle wussten: \u201eIn diesen 39 Jahren hat er der Gemeinschaft als Maurer gedient, wobei er all die Reparaturarbeiten und Umbauten der Universit\u00e4t leitete und teils allein, teils zusammen mit anderen, ausf\u00fchrte.\u201c<\/p>\n<p>Das Provinzkapitel von Katalonien beschloss im Jahr 1920, ein Landgut f\u00fcr die Gemeinschaft Cervera zu erwerben als wirtschaftliche Unterst\u00fctzung und als Krankenabteilung und Ort der Erholung und Ruhe f\u00fcr die Gesunden. Die Claretiner gaben dem Gut den Namen Mas Claret. Da das Haus auf dem erworbenen Landgut hergerichtet und erweitert werden musste, wurde von den Oberen Br. Palau angefordert, der sich damals in Solsona befand und an den Grundmauern des neuen Seminars arbeitete.<\/p>\n<p>Am Beginn der Bauarbeiten mussten die Mitbr\u00fcder, die in Mas Claret t\u00e4tig waren, zu Fu\u00df von Cervera aus hingehen und wieder zur\u00fcckkehrten. Die drei Wegstunden f\u00fcr Hin- und R\u00fcckweg zusammen nutzte man, um Gott in seiner Gegenwart das Tagwerk darzubieten, indem man schweigend oder in froher Unterhaltung ging oder dabei den Rosenkranz betete.<\/p>\n<p>Als ein Raum als vorl\u00e4ufige Kapelle zur Verf\u00fcgung stand, machte sich Br. Palau an den Bau des neuen Fl\u00fcgels, der sich an das alte Haus anschloss. Es war ein von Grund auf neuer Bau, ger\u00e4umig, solid, elegant; dorthin wurde schlie\u00dflich die endg\u00fcltige Kapelle verlegt. \u00dcber deren Au\u00dfentor kann man noch den Gedenkstein lesen: <em>\u201eConstru\u00ed aquesta casa el Servent de Deu German Miquel Palau Vila C.M.F. i hi visqu\u00e9 els darrers anys de la seva vida. En recordan\u00e7a: 2-IV-1957.\u201c<\/em><\/p>\n<p>Hier beteten und sangen so oft diejenigen, die dann Claretiner-Martyrer in Barbastro, in Cervera und in anderen Gemeinschaften werden sollten. Als sich im Juli 1936 die in Mas Claret festgesetzten Missionare auf das Martyrium vorbereiteten, versteckten sie neben anderen heiligen Gegenst\u00e4nden eine Statue der Muttergottes von Montserrat gerade an dem Platz, wo sie einige Wochen sp\u00e4ter erschossen werden sollten.<\/p>\n<p>Als vertrauter Ort bleibt f\u00fcr die Claretiner das Motorhaus, das etwa hundert Meter vom Haus entfernt \u00fcber einem ergiebigen Brunnen steht. Br. Palau baute ein H\u00e4uschen von zehn auf f\u00fcnfzehn Meter, um darin den Motor der Wasserpumpe, die Pferdegeschirre und die Ackerger\u00e4te unterzubringen. Der gute Bruder d\u00fcrfte sich kaum vorgestellt haben, dass dieser schlichte Ort einmal ans Martyrium erinnern sollte. In der Tat sollten sich im Sommer 1936 einige von den Claretinern und sp\u00e4teren Martyrern, nachdem sie von ihren Schergen gefangengesetzt und misshandelt worden waren, nachts in diesen Schuppen wagen, um dort die Eucharistie zu feiern.<\/p>\n<p>Br. Miguel Palau starb nach einem Leben der Hingabe an seinen Beruf am 16. Oktober 1926 in Cervera im Rufe der Heiligkeit.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Miguel Palau ist am 24. Juli 1868 in Serrateix in der Provinz Barcelona geboren. An die T\u00fcr der Kongregation klopfte er am 30. Januar 1890. Er war ein frommer junger Mann mit einer schwachen Gesundheit. Er hatte sich einmal eine Rippe gebrochen, und davon blieb ihm sein Leben lang eine l\u00e4stige Fistel im Brustkorb. 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