{"id":28434,"date":"2018-09-06T08:46:51","date_gmt":"2018-09-06T06:46:51","guid":{"rendered":"https:\/\/www.claret.org\/fecha-19-de-oktober-diener-gottes-p-jaime-giron-und-gefahrten-martyrer\/"},"modified":"2022-04-07T16:26:08","modified_gmt":"2022-04-07T14:26:08","slug":"fecha-19-de-oktober-diener-gottes-p-jaime-giron-und-gefahrten-martyrer","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.claret.org\/de\/ephemeride\/fecha-19-de-oktober-diener-gottes-p-jaime-giron-und-gefahrten-martyrer\/","title":{"rendered":"Fecha: 19 de Oktober &#8211; Diener Gottes P. Jaime Gir\u00f3n und Gef\u00e4hrten, Martyrer"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Das Geb\u00e4ude der fr\u00fcheren Universit\u00e4t Cervera, das seit 1887 die Claretiner-Missionare innehatten, beherbergte 1936 154 Personen: 30 Patres, 35 Br\u00fcder, 51 Studenten und 38 Aspiranten, die sich auf das Noviziat vorbereiteten. Elf von diesen Missionaren wohnten in Mas Claret, einem Landgut, das acht Kilometer von Cervera entfernt ist.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www2.claret.org\/sites\/default\/files\/imagenes\/espiritualidad\/calendario\/62._mrtires_de_cervera.jpg?resize=240%2C147\" width=\"240\" height=\"147\" alt=\"\" title=\"\"><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Superior dieser Gemeinschaft war damals P. Jaime Gir\u00f3n, ein kluger und kraftvoller Mann, der angesichts der Wendung, die die Ereignisse in Katalonien nahmen, einen Plan zur Evakuierung der Missionare organisierte. Er beschloss, dass die Alten und Kranken im Spital des Ortes untergebracht wurden. Und er teilte die \u00dcbrigen in kleine Gruppen auf, damit sie Cervera unauff\u00e4llig verlassen, ohne Spuren zu hinterlassen, und bei ganz sicheren befreundeten Familien Unterschlupf finden konnten.<\/p>\n<p>Doch der ganze Plan scheiterte, weil die Revolution\u00e4re Katalonien fr\u00fcher in ihre Macht brachten, als es der Superior vorausgesehen hatte, n\u00e4mlich am 21. Juli. In Cervera verlangten sie konkret, der B\u00fcrgermeister solle das Universit\u00e4tsgeb\u00e4ude innerhalb einer Stunde frei machen. Als P. Gir\u00f3n von einem Freund darauf hingewiesen wurde, dass er diesen Befehl ernst nehmen m\u00fcsse und man den Meuternden keinen Vorwand liefern d\u00fcrfe, der ein Massaker ausl\u00f6sen k\u00f6nnte, rief er die Gemeinschaft zusammen und gab den Mitbr\u00fcdern genaue und schnelle Anweisungen: Sie sollten sich verteilen und das Allerheiligste in den Kapellen des Hauses konsumieren, und dann sollte jeder das Unabdingbarste mitnehmen, um das Haus zu verlassen.<\/p>\n<p>Genau zur angegebenen Zeit erschienen die Milizion\u00e4re in der Gemeinschaft und gaben den Befehl, dass alle Bewohner das Haus verlassen sollten. Der Superior bat darum, man solle sie nach Solsona bringen, einem Ort nahe der franz\u00f6sischen Grenze. Doch auf halbem Weg, in dem Ort Tor\u00e1, teilte das Revolutionskomitee von Solsona seinen Kollegen mit, die w\u00fcssten nicht, was man mit jenen Fl\u00fcchtlingen anfangen sollte. Die Milizion\u00e4re, die den Konvoi leiteten, wollten vermeiden, dass einige Hitzk\u00f6pfe aus dem Ort, die von einer Milizion\u00e4ren dazu angeregt wurden, ihre Schutzbefohlenen t\u00f6teten, entschieden sich deshalb, bis zum Kloster San Ram\u00f3n zur\u00fcckzufahren. Dort wurden die 112 Claretiner von den M\u00f6nchen br\u00fcderlich aufgenommen. Doch als sie am folgenden Tag erfuhren, dass die Kommunisten von Calaf, einem kleinen Dorf in der N\u00e4he, das Kloster anz\u00fcnden wollten, gab das Komitee von Tor\u00e1, um sich nicht zu kompromittieren, allen die Erlaubnis, von dort wegzugehen und zu fliehen. Damit begann das Auseinandergehen der Gemeinschaft in Gruppen.<\/p>\n<p>Die meisten schlugen den Weg nach Mas Claret ein, doch nur die H\u00e4lfte der Geflohenen gelangte dorthin. In der Kapelle von Mas Claret opferten sie sich dem Willen Gottes auf, schworen, bis zum Tode treu zu bleiben und beteten ein Vater unser um St\u00e4rke f\u00fcr all diejenigen, die zum Martyrium bestimmt waren. Sie erhielten einen Hinweis, dass sie auch auf dem Gut nicht sicher waren. Und tats\u00e4chlich erschienen dort am Morgen des folgenden Tages, des 24. Juli, die Mitglieder des Revolutionskomitees von Cervera, um das Landgut und seinen Besitz zu beschlagnahmen. Sie erlaubten nur denen, die dort wohnhaft und arbeitsf\u00e4hig waren, im Haus zu bleiben. Die ausl\u00e4ndischen Studenten nahmen sie mit, um sie nach Barcelona zu bringen und den Konsulaten ihrer L\u00e4nder zu \u00fcbergeben, die ihnen die Ausreise nach Italien erm\u00f6glichten.<\/p>\n<p><strong>Die Gruppe von L\u00e9rida<\/strong><\/p>\n<p>Eine Gruppe von 15 Studenten, die von P. Manuel Jov\u00e9 angef\u00fchrt wurden, machte sich auf den Weg nach Vallbona de los Monjes. Als sie nach drei Tagen Marsch nach Rocafort de Vallbona kamen, ging P. Jov\u00e9 voraus, um Passierscheine vom Komitee zu bekommen, wobei er auf das gute Wirken einiger Freunde vertraute. Die Studenten sollten jeweils zu zweit im Abstand von zehn Minuten in den Ort gehen. Das taten sie, aber sie blieben nicht unbemerkt und wurden alle festgenommen. P. Jov\u00e9 wartete im Haus von Herrn Mir\u00f3 auf die Passagierscheine, die man im Komitee f\u00fcr ihn ausstellte, doch die Milizion\u00e4re erschienen, um ihn mitzunehmen. Als der Pater erfuhr, dass die ihm anvertrauten Studenten gefangengenommen waren, wollte er nicht fliehen, sondern stellte sich freiwillig, um wieder zu ihnen zu kommen. Dabei war ihm bewusst, dass er das eigene Leben aufs Spiel setzte. Sie wurden in einem Zimmer in Ciutadilla (Provinz L\u00e9rida) eingesperrt und von den Leute aus dem Dorf gut behandelt, sogar von den Milizion\u00e4ren aus dem Ort.<\/p>\n<p>Die Mitglieder des Komitees von Cervera hielten sich aus dem Schicksal dieser Missionare heraus, aber die von L\u00e9rida kamen, als sie von ihrer Verhaftung erfuhren, sofort, um sie zu \u00fcbernehmen. An Ort und Stelle wurden sie verh\u00f6rt und Qualen und Folterungen unterzogen: P. Jov\u00e9 wurde gezwungen, auf ein Kreuz zu treten, und wurde brutal geschlagen, weil er sich weigerte; ein Student sollte den Rosenkranz verschlucken, den er in der Hand hatte. Die Nachbarn konnten die Schl\u00e4ge und Fausthiebe, die die Missionare erhielten, deutlich h\u00f6ren und sp\u00e4ter auch das Blut sehen, das \u00fcberall herumgespritzt war.<\/p>\n<p>Nach fast sieben Stunden Weg, einem echten Martyrer-Kreuzweg, kamen sie an den Ortseingang von L\u00e9rida, doch die mit der Zugangskontrolle zur Stadt Beauftragten wiesen die Milizion\u00e4re, die den Zug leiteten, mit Verweis auf die viele Arbeit, die das Komitee habe, an, den Weg direkt auf dem Friedhof zu beenden. Nachdem sie sich weigerten, ihrem Glauben abzuschw\u00f6ren, und erkl\u00e4rten, sie w\u00fcrden f\u00fcr Christus sterben, wurden sie unter den Blicken vieler Neugieriger erschossen. Die Salve dauerte acht bis zehn Minuten.<\/p>\n<p><strong>Die Martyrer im Spital<\/strong><\/p>\n<p>Eine weitere Gruppe sind diejenigen, die im Spital blieben. Es waren insgesamt sechs Patres, vier Br\u00fcder und vier Studenten. Unter ihnen waren der Superior P. Jaime Gir\u00f3n, der \u00d6konom P. Pedro Sitges, und der Arzt P. Juan Bux\u00f3. In den ersten Tagen hatten sie relative Ruhe, weil das Krankenhaus von den Herz-Marien-Schwestern geleitet wurde.<\/p>\n<p>Am 2. September bat der verantwortliche Krankenhausrat, um Schlimmeres zu vermeiden, diejenigen, die nicht krank waren, sollten das Spital verlassen. P. Gir\u00f3n und P. Sitges gingen im Schutz der Nacht weg und schlugen entgegengesetzte Richtungen ein. P. Gir\u00f3n wurde von einem Hirten verraten, zu dem er hinging, um ihn nach einem vertrauensw\u00fcrdigen Haus zu fragen, und wurde am Friedhofstor von Castellfollit erschossen. Von P. Sitges wei\u00df man nur, dass er umherirrte und dass sein Leichnam mit Schusswunden und halb verbrannt aufgefunden wurde.<\/p>\n<p>Die im Spital Verbliebenen hatten auch nicht mehr Gl\u00fcck. Obwohl einige schwerkrank und behindert waren, wurden sie aus dem Spital geholt und direkt auf den Friedhof von Cervera gebracht, wo sie erschossen wurden. Begleitet wurden sie von Br. Canals, dem Krankenpfleger der Gemeinschaft, der die Kranken nicht im Stich lassen wollte, und dem Studenten Buer\u00eda, den seine Schwester zwar zu sich nach Hause zu nehmen versuchte, der aber lieber als Martyrer sterben wollte. Den M\u00f6rdern fiel auf, dass einer von den Missionaren fehlte, und zwar P. Bux\u00f3, der einen von ihnen behandelt hatte und als Arzt des Krankenhausen in einem eigenen Zimmer schlief. Die Milizion\u00e4re gingen ausdr\u00fccklich, um ihn zu holen, um so die Rechnung zu begleichen, die sie ihm f\u00fcr seine mildt\u00e4tigen Dienste schuldig waren.<\/p>\n<p><strong>In Mas Claret<\/strong><\/p>\n<p>Am 1. August erschien in Mas Claret ein Komitee des Regierungsrats von Katalonien, um eine Durchsuchung vorzunehmen; dabei suchten sie Waffen und Geld. Sie nahmen mit, was sie konnten, dazu zwei Patres, die sp\u00e4ter in Barcelona freigelassen wurden. Die Missionare in Mas Claret konnten ein geregeltes Leben f\u00fchren, wobei sie die Arbeit mit dem Gebet und den gemeinschaftlichen Erholungszeiten vereinbarten. Jeden Tag erhielten sie jedoch Besuch von den Milizion\u00e4ren, die kamen, um Milch, Eier, Obst usw. zu holen und die Arbeit zu kontrollieren. Mit ihnen kamen manchmal Prostituierte, die sie mit Posen und Andeutungen reizten. Das Komitee verlangte jedesmal mehr, bis sie zu sagen begannen, dort werde zu wenig gearbeitet, und es seien Leute \u00fcbrig. Am Abend des 19. Oktober kam mit den Milizion\u00e4ren ein Fotograf. Unter dem Vorwand, ein Bild von ihnen zu machen, lie\u00dfen sie alle im Hof zusammenkommen, und gefesselt wurden sie auf die Tenne gef\u00fchrt, wo die 18 Martyrer dieser Gruppe erschossen wurden. Am Leben blieb nur Br. Bagar\u00eda, der Zeuge wurde, dass seine Mitbr\u00fcder bis zum Tod treu waren.<\/p>\n<p><strong>Die \u00fcbrigen Martyrer und Br. Fernando Saperas<\/strong><\/p>\n<p>Die Zahl der Martyrer von Cervera wird mit weiteren zehn Patres, sieben Br\u00fcdern und sechs Studenten vervollst\u00e4ndigt. Die meisten von ihnen starben allein an unterschiedlichen Orten zu unbekannten Zeiten, auch wenn man bei einigen ein paar Einzelheiten von ihrer Gefangennahme wei\u00df. Der bekannteste und beeindruckendste Fall war der von Br. Fernando Saperas als Martyrer der Keuschheit, weil er harten Pr\u00fcfungen und Erniedrigungen ausgesetzt war, bevor er am Friedhof von T\u00e1rrega erschossen wurde. Im Claretiner-Jahr gedenken wir seiner am 14. August.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Geb\u00e4ude der fr\u00fcheren Universit\u00e4t Cervera, das seit 1887 die Claretiner-Missionare innehatten, beherbergte 1936 154 Personen: 30 Patres, 35 Br\u00fcder, 51 Studenten und 38 Aspiranten, die sich auf das Noviziat vorbereiteten. 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