{"id":28486,"date":"2018-09-06T10:02:42","date_gmt":"2018-09-06T08:02:42","guid":{"rendered":"https:\/\/www.claret.org\/fecha-3-de-november-p-jose-xifre-mitgrunder-und-generaloberer\/"},"modified":"2018-09-06T10:02:42","modified_gmt":"2018-09-06T08:02:42","slug":"fecha-3-de-november-p-jose-xifre-mitgrunder-und-generaloberer","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.claret.org\/de\/ephemeride\/fecha-3-de-november-p-jose-xifre-mitgrunder-und-generaloberer\/","title":{"rendered":"Fecha: 3 de November &#8211;  P. Jos\u00e9 Xifr\u00e9, Mitgr\u00fcnder und Generaloberer"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Er ist am 18. Februar 1817 in Vic (Provinz Barcelona, Spanien) geboren. 1829 trat er in seiner Heimatstadt ins Seminar ein. Die Priesterweihe empfing er am 16. Februar 1840 in Rom. Er war einer der Mitgr\u00fcnder der Kongregation der Missionare und wurde am 1. Mai 1858 zum Generaloberen gew\u00e4hlt und bei den Generalkapiteln von 1864, 1876 und 1888 wiedergew\u00e4hlt. Als Mann mit einem gro\u00dfm\u00fctigen und geradlinigen Geist war er von einem ganz edlen Idealismus angetrieben, gepaart mit einer au\u00dferordentlichen Energie und Einsatzkraft. Seine Intelligenz stand immer im Dienst des Glaubens, sein Wille im Dienst der Tugend und sein Herz im Dienst des Ideals. Er war ein Mann mit einem tiefen Glauben und in die Kongregation und die Kirche verliebt. Von 1858 bis zum Tod des Heiligen stand er in einer best\u00e4ndigen Beziehung mit Pater Stifter und fragte ihn in zahlreichen Angelegenheiten der Kongregation um Rat. Nach einem intensiven missionarischen Leben in der Leitung der Kongregation starb er am 3. November 1899 in Cervera (Provinz L\u00e9rida, Spanien) heiligm\u00e4\u00dfig. Er hinterlie\u00df einen tiefen Eindruck im sp\u00e4teren Gang der Kongregation, nachdem er unerm\u00fcdlich an ihrer Ausbreitung und Entfaltung gearbeitet hatte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www2.claret.org\/sites\/default\/files\/imagenes\/espiritualidad\/calendario\/67-xifr.jpg?resize=257%2C343\" width=\"257\" height=\"343\" alt=\"\" title=\"\"><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Leitungst\u00e4tigkeit<\/strong><\/p>\n<p>Seine Leitung stellte eine entscheidenden Abschnitt in der Geschichte der Claretinergemeinschaft dar; sie war sehr reich an Initiativen und durchgef\u00fchrten Projekten. In dieser Zeit festigte sich die Kongregation in hohem Ma\u00dfe und wuchs in spektakul\u00e4rer Weise.<\/p>\n<p>1861 wurden das Noviziat und das Scholastikat in Vic geschaffen. Es wurde das Noviziat f\u00fcr Patres und Br\u00fcder errichtet. Die Studenten, die herbeizustr\u00f6men begannen, stellten ein schwer zu l\u00f6sendes Problem dar. P. Xifr\u00e9 unternahm die ersten Schritte, um einige dieser Probleme zu l\u00f6sen, in erster Linie das der Zulassung von jungen Studenten. P. Claret, der das Noviziat und das Scholastikat in Vic immer mit Liebe und Sympathie betrachtete, schrieb f\u00fcr sie 1862 die <em>Regelungen<\/em>. Im gleichen Jahr schrieb P. Xifr\u00e9 eine <em>Unterrichtung,<\/em> die als erstes Berufungsf\u00f6rderungsdokument in der Kongregation gilt.<\/p>\n<p><em>Die Beziehungen zu Pater Stifter waren h\u00e4ufig und sehr fruchtbar.<\/em> P. Claret blieb der Kongregation sehr nahe und zeigte sich in der Kongregation sogar trotz seiner Verpflichtungen als Erzbischof und Beichtvater der K\u00f6nigin. Er besuchte die H\u00e4user Vic bzw. Gracia (Barcelona) 1859, 1860, 1862 und 1864 und das Haus Segovia w\u00e4hrend seiner Sommeraufenthalte mit der K\u00f6nigin in La Granja. Bei diesen Besuchen lebte er mit den Missionaren zusammen wie einer von ihnen. P. Xifr\u00e9 forderte Pater Stifter kraft des Gehorsams auf, die <em>Autobiographie<\/em> zu schreiben, um einen Beitrag zur Ausbildung neuer Apostel zu leisten. Er fasste sie in Madrid ab und \u00fcberbrachte sie P. Xifr\u00e9 pers\u00f6nlich bei der Reise, die er 1862 nach Vic unternahm.<\/p>\n<p>Vom Generalkapitel von 1862 an wurden der <em>Eid der Zugeh\u00f6rigkeit,<\/em> die Weihe und die einfachen Gel\u00fcbde angenommen und die Studenten als eine neue Mitgliederkategorie in der Kongregation anerkannt. 1865 wurde die Professformel eingef\u00fchrt, und man f\u00f6rderte, dass alle Mitglieder der Kongregation Profess machten. P. Claret selbst legte sie am Ende seines Lebens am 8. Oktober 1870 in Fontfroide (Frankreich) in die H\u00e4nde von P. Xifr\u00e9 ab.<\/p>\n<p>Die <em>staatliche Anerkennung der Vereinigung,<\/em> die f\u00fcr eine k\u00fcnftige Konsolidierung in Spanien notwendig war, erlangte man bald, n\u00e4mlich am 9. Juli 1859. Pius IX. war der Papst, der die Vereinigung guthie\u00df, als er am 22. Dezember 1865 die Konstitutionen <em>ad experimentum<\/em> approbierte. Die <em>endg\u00fcltige p\u00e4pstliche Approbation<\/em> wurde am 11. Februar 1870 ver\u00f6ffentlicht.<\/p>\n<p>Die <em>ersten Gr\u00fcndungen in Amerika<\/em> waren in Chile. Am 13. Dezember 1869 reisten die ersten Missionare nach Santiago de Chile ab. Sie wurden von P. Pablo Vallier angef\u00fchrt. Sobald sie sich niedergelassen hatten, besuchte sie P. Xifr\u00e9 bald. Er sollte insgesamt drei Visitationen bei den Missionaren in Chile durchf\u00fchren. P. Vallier breitete die Kongregation in Chile aus und gr\u00fcndete 1873 auch in La Serena. 1876 wurde er zum Visitator ernannt.<\/p>\n<p><em>Man \u00fcbernahm auf Anregung von Pater Stifter den Schuldienst.<\/em> Als die spanischen Zivilbeh\u00f6rden 1885 die Erm\u00e4chtigung zum Unterrichten erteilten, hatte die Kongregation bereits Schulen in Segovia (Spanien, 1884), Toluca (Mexiko, 1884) und Gracia (Spanien, 1885). In den folgenden Jahren wurden weitere Schulen in spanischen H\u00e4usern er\u00f6ffnet wie in Zafra, Alfaro, Calatayud, Medina de Rioseco, Las Palmas, Santa Cruz de Tenerife, Almendralejo und einige weitere. Pater Stifter hatte daran gedacht, dass die Br\u00fcder diesen Dienst leisten k\u00f6nnten, doch P. Xifr\u00e9 hielt es f\u00fcr angebrachter, auch Patres einzusetzen.<\/p>\n<p>Sowohl Pater Stifter als auch die Kongregation erlitten <em>ernste Verfolgungen.<\/em> W\u00e4hrend der Revolution von 1868 ging Pater Stifter ins Exil nach Frankreich, und P. Xifr\u00e9 musste die Pyren\u00e4en \u00fcberqueren, um eine Unterkunft zu suchen, wo er die wegen der gegen die Kirche entfesselten Verfolgung verstreuten Mitbr\u00fcder unterbringen konnte. Es fand sich ein Mietshaus in dem kleinen Ort Prades, das am 2. Februar 1869 zur Mitte und zum Herzen der Ordensgemeinschaft wurde. Sp\u00e4ter gr\u00fcndete man ein Ausbildungshaus in Thuir (1871). In das Haus Prades kam am 23. Juli 1870 Pater Stifter. Er sah die Kongregation bereits \u00fcber die ganze Welt verbreitet und sp\u00fcrte, dass sein Tod nahe war. Doch sehr bald, am 6. August, musste er die Seinen verlassen und im Zisterzienserkloster Fontfroide bei Narbonne Zuflucht suchen. Nach mehreren Tagen furchtbarer Unsicherheit und einem langsamen und schmerzvollen Todeskampf \u00fcbergab P. Claret am 24. Oktober 1870 seine Seele in diesem Kloster dem Herrn.<\/p>\n<p><strong>Lehrt\u00e4tigkeit<\/strong><\/p>\n<p>Die Lehrt\u00e4tigkeit von P. Xifr\u00e9 f\u00fcr die Kongregation war sehr breitgef\u00e4chert und vielf\u00e4ltig. Er richtete zahlreiche Rundschreiben an die Kongregation, in denen er die grundlegenden Themen unseres claretinischen Lebens behandelte. Auch schrieb er weitere Briefe als Antwort auf konkrete Umst\u00e4nde, in denen die Kongregation damals lebte. Ebenso schrieb er mehrere B\u00fccher zur pastoralen Orientierung unserer Mitbr\u00fcder und vor allem das \u00fcberaus wichtige Buch <em>Esp\u00edritu de la Congregaci\u00f3n de Misioneros Hijos del Inmaculado Coraz\u00f3n de Mar\u00eda<\/em>. Er verfasste es f\u00fcr die Missionare der Kongregation in dem Wunsch, ihnen zu helfen, \u201eeures Titels w\u00fcrdig und geeignete Diener des g\u00f6ttlichen Wortes zu sein\u201c. Und er f\u00fcgte im Vorwort hinzu: \u201eMit ihm w\u00fcnschten wir, euch den Geist eines Sohnes des Herzens Mariens einzufl\u00f6\u00dfen.\u201c<\/p>\n<p><em>Die Kongregation als Werk Gottes<\/em><\/p>\n<p>Das ist der Ausgangspunkt und die wesentliche Grundlage seiner Botschaft, die er in dem Buch <em>Esp\u00edritu de la Congregaci\u00f3n<\/em> entfaltet. P. Xifr\u00e9 war ein Mensch mit einem tiefen und festen Glauben, der \u00fcberzeugt war, dass die Kongregation ein Werk Gottes war. Er arbeitete f\u00fcr sie und liebte sie bis zu seinem Tod. Er wird uns sagen, dass sie ein Werk Gottes ist, weil \u201edie Kongregation Seine Exzellenz den Herrn Erzbischof Don Antonio Mar\u00eda Claret zum Gr\u00fcnder hat, der in seinem gl\u00fchenden Eifer f\u00fcr die Verherrlichung Gottes und das Heil der Seelen, nachdem er wie ein zweiter P. \u00c1vila viele St\u00e4dte und Ortschaften er Halbinsel und der Kanarischen Inseln durchzogen hatte, von Gott inspiriert wurde, eine Vereinigung bzw. Kongregation zu gr\u00fcnden mit dem Titel Missionare, S\u00f6hne des unbefleckten Herzens Mariens.\u201c Der Plan von Pater Stifter sei es gewesen, eine Kongregation zu gr\u00fcnden, die mit dem Titel \u201eS\u00f6hne des Herzens Mariens\u201c das Ziel habe, sich um die Verherrlichung Gottes, die Heiligung ihrer Mitglieder und das Heil der Seelen auf der ganzen Welt zu bem\u00fchen. Zum Beweis daf\u00fcr \u201ef\u00fchren wir die Gef\u00fchlsregungen und Vors\u00e4tze an, die er in seinem Gebet an dem Tag machte, an dem ihm der Geber alles Guten diesen Gedanken eingab: Unterst\u00fctzt von eurer Gnade, sagte er zu Gott und zur heiligsten Jungfrau, und von den Gef\u00e4hrten, die ihr mir schickt, werde ich diese Kongregation bilden, von der ich der letzte und der Diener aller sein werde. Und deshalb werde ich ihnen die F\u00fc\u00dfe k\u00fcssen, sie bei Tisch bedienen und mich f\u00fcr sehr gl\u00fccklich halten, wenn ich diese Dienste aus\u00fcben darf.\u201c<\/p>\n<p><em>Treue zur Berufung<\/em><\/p>\n<p>Die Treue zur Berufung ist nicht ein blo\u00dfes Verbleiben in ihr bis zum Tod. Treu sein ist nicht nur eine zeitliche Vorstellung, sondern eine, die sich auf die Lebensqualit\u00e4t bezieht. Die Treue zur Berufung beinhaltet, dass der Missionar ein heiliges Leben f\u00fchrt, dass er sich entsprechend ihren radikalsten Anforderungen an sie anpasst und dass er mit den Tugenden geziert ist, die seiner Berufung entsprechen. Jesus Christus und die Apostel sind die Vorbilder, denen wir folgen m\u00fcssen, wenn wir der Berufung treu sein, die Schwierigkeiten, die sich ihr entgegenstellen, \u00fcberwinden und den wahren apostolischen Eifer erlangen wollen. Jesus Christus, unser Herr, der uns berufen hat und aussendet, muss unser Vorbild, unser Meister, unser Arzt, unser Vater, unser Freund und unsere Zuflucht sein. Die Apostel scheuten nicht vor den Schwierigkeiten zur\u00fcck und \u00e4ngstigten sich nicht vor den Drohungen und auch nicht vor den Opfern, selbst wenn ihr Leben bedroht war, und so lie\u00dfen sie ihre Stimme \u00fcber die ganze Welt hin erschallen; und nachdem sie den Gegenstand ihrer Berufung erf\u00fcllt hatten, empfingen sie den ewigen Kranz, der ihnen versprochen worden war.<\/p>\n<p><em>Liebe zur Kongregation<\/em><\/p>\n<p>Die guten S\u00f6hne der Kongregation m\u00fcssen sie von ganzem Herzen, mit ihrem Gef\u00fchl, ihrer Zuneigung und Hingabe lieben. Sie m\u00fcssen sie wie eine Mutter lieben, weil sie unsere Mutter ist, von der wir unz\u00e4hlige sowohl materielle als auch geistliche G\u00fcter empfangen haben. Es ist unermesslich, was die Kongregation f\u00fcr einen jeden ihrer S\u00f6hne getan hat, ohne Opfer zu scheuen. Um dieser aufopfernden Liebe zu entsprechen, m\u00fcssen wir ihr treu sein, die Konstitutionen der Kongregation erf\u00fcllen und die Tugenden pflegen, die ein Missionar braucht.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Er ist am 18. Februar 1817 in Vic (Provinz Barcelona, Spanien) geboren. 1829 trat er in seiner Heimatstadt ins Seminar ein. Die Priesterweihe empfing er am 16. Februar 1840 in Rom. Er war einer der Mitgr\u00fcnder der Kongregation der Missionare und wurde am 1. 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