{"id":28496,"date":"2018-09-06T10:11:14","date_gmt":"2018-09-06T08:11:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.claret.org\/fecha-5-de-november-gedachtnis-der-verstorbenen-claretiner-angehorigen-und-wohltater\/"},"modified":"2018-09-06T10:11:14","modified_gmt":"2018-09-06T08:11:14","slug":"fecha-5-de-november-gedachtnis-der-verstorbenen-claretiner-angehorigen-und-wohltater","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.claret.org\/de\/ephemeride\/fecha-5-de-november-gedachtnis-der-verstorbenen-claretiner-angehorigen-und-wohltater\/","title":{"rendered":"Fecha: 5 de November &#8211;  Ged\u00e4chtnis der verstorbenen Claretiner, Angeh\u00f6rigen und Wohlt\u00e4ter"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Das Hochfest Allerheiligen und das Ged\u00e4chtnis Allerseelen, das wir am Tag darauf feiern, umfassen in ganz besonderer Weise den Glauben an das <em>ewige Leben<\/em> (die letzten Worte des Apostolischen Glaubensbekenntnisses). Zwar nehmen diese beiden Tage die Unausweichlichkeit des Todes in den Blick, doch geben sie gleichzeitig Zeugnis vom Leben. Es handelt sich um zwei gro\u00dfe Tage in der Kirche, die ihr Leben in gewisser Weise verl\u00e4ngert in ihren Heiligen und in allen, die sich auf jenes Leben vorbereitet haben, indem sie der Wahrheit und der Liebe gedient haben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir gedenken an diesem Novembertag all derer, die von uns gegangen sind und mit denen wir auf verschiedene Weise verbunden waren: durch Verwandtschaft, Glauben, Berufung, Freundschaft, Arbeit, N\u00e4he, N\u00e4chstenliebe. Ihr Weggang hinterl\u00e4sst in unserer Seele unvermeidlich ein dauerhaftes Gef\u00fchl von Einsamkeit und Schmerz. Ein feiner Riss tritt mit Ihrem Weggang zutage. Es ist jene Erfahrung, die Gabriel Marcel vollkommen begriff, als er scharfsinnig sagte: \u201eDas wahre Problem ist nicht mein Tod, sondern der meiner Lieben.\u201c Es ist sicher: Sterben ist nur selber sterben, aber diejenigen sterben zu sehen, die man liebt, ist eine Verst\u00fcmmelung, auf die die menschliche Natur nicht vorbereitet scheint.<\/p>\n<p>Die Konstitutionen von 1971 hielten, bevor sie die Totengebete festlegten, in schlichten Worten eine wahre Huldigung der N\u00e4chstenliebe zu denen fest, die uns vorausgegangen sind. Der Text, der zwar korrigiert wurde, verdient in Erinnerung gerufen zu werden: \u201eUnsere Mitbr\u00fcder, die, nachdem sie im Weinberg des Herrn gearbeitet haben, in Christus ruhen und die Auferstehung und seine Wiederkunft erwarten, bleiben in inniger Einheit in Liebe mit uns verbunden, die noch auf der Pilgerschaft sind. Deshalb sind wir verpflichtet, Gott f\u00fcr sie zu bitten und ihre Leichname zu ehren, die Gef\u00e4\u00dfe der Erw\u00e4hlung waren.\u201c<\/p>\n<p>Wie sollen wir beim Tod eines Mitbruders, eines Angeh\u00f6rigen oder eines Wohlt\u00e4ters vorgehen? Das Direktorium greift dazu die Anweisungen von Nummer 19 der Konstitutionen auf und beschreibt die Handlungen, die bei solchen Gelegenheiten vollzogen werden sollen, im einzelnen:<\/p>\n<p>\u201eWenn ein Missionar stirbt, wird er am Ort seines Verscheidens begraben, und es wird die Beerdigung gefeiert, wie es in Nr. 19 der Konstitutionen festgelegt ist. Folgende F\u00fcrbitten f\u00fcr die Verstorbenen werden Gott dargebracht:<\/p>\n<p><strong>a) <\/strong>F\u00fcr die Verstorbenen der Kongregation, und zwar f\u00fcr die Mitglieder mit Profess und auch f\u00fcr die Novizen: 1) Sechzig Messen f\u00fcr jeden Verstorbenen der eigenen Gemeinschaft. Wenn sie von den Mitgliedern der betreffenden Gemeinschaft nicht gefeiert werden k\u00f6nnen, l\u00e4sst man sie \u00fcber die Messkollektur der Provinz oder der Generalleitung lesen. 2) Eine Messe am ersten Jahrestag des Todes f\u00fcr jeden Verstorbenen der eigenen Gemeinschaft, wenn m\u00f6glich in einer Konzelebration der Gemeinschaft. 3) In jeder Gemeinschaft vier Messen im Jahr f\u00fcr die Verstorbenen der Kongregation im allgemeinen.<\/p>\n<p><strong>b) <\/strong>In jeder Gemeinschaft eine Messe im Jahr f\u00fcr die verstorbenen Eltern ihrer Mitglieder.<\/p>\n<p><strong>c) <\/strong>Wenn Vater oder Mutter eines unserer Mitbr\u00fcder sterben, werden in der Gemeinschaft, wo einer ihrer S\u00f6hne wohnt, drei Messen f\u00fcr sie gelesen.<\/p>\n<p><strong>d) <\/strong>F\u00fcr unsere verstorbenen Wohlt\u00e4ter wird in jeder Gemeinschaft eine Messe im Jahr dargebracht.\u201c<\/p>\n<p>Doch warum m\u00fcssen wir so vorgehen? Welche Gr\u00fcnde treiben uns dazu, bei der Festlegung der Handlungen derart in kleinste Einzelheiten zu gehen? Die Gr\u00fcnde versteht man, wenn man im Einklang mit dem Glauben auf das Herz h\u00f6rt. Wir wissen, dass die Gemeinschaft mit unseren Mitbr\u00fcdern nicht durch den Tod unterbrochen wird. Wir verlieren das Interesse an ihnen nicht, wenn wir in der Beerdigungsliturgie von ihnen Abschied genommen haben. Sie treten in das Geheimnis Gottes ein. Mit der Kirche bitten wir Gott f\u00fcr sie. Die F\u00fcrbitte f\u00fcr unsere Verstorbenen, Claretiner, Angeh\u00f6rige und Wohlt\u00e4ter, vergegenw\u00e4rtigt unsere Liebe zu ihnen im Glauben an den erl\u00f6senden Gott. In unserer F\u00fcrbitte gedenken wir ihrer vor Gott und bauen eine geheimnisvolle Solidarit\u00e4t und Gemeinschaft auf, setzen unsere Freundschaft in Aktion und erfahren Hoffnung und Trost.<\/p>\n<p>Jede Trauer um den Weggang eines geliebten Menschen, sei es ein Gef\u00e4hrte, Angeh\u00f6riger oder Wohlt\u00e4ter, ist etwas Heiliges. Der Glaube heilt nicht alle Wunden, aber er kl\u00e4rt doch manche und mildert sie sogar, wenn er mit der Hoffnung einher geht. Diese Hoffnung, die gl\u00fccklicherweise in unserem Herzen festgemacht ist, best\u00e4tigt uns, dass die Verstorbenen nicht ganz sterben. Diese Hoffnung ist nicht etwas, was wir uns infolge unserer W\u00fcnsche selber machen, sondern etwas, das seine St\u00fctze in der Mitte der menschlichen Natur hat und vom Glauben an die Auferstehung Christi erleuchtet ist.<\/p>\n<p>Wer best\u00e4tigt uns, dass das alles nicht einfach sch\u00f6ne Worte sind? Es best\u00e4tigt die Liebe, die wei\u00df, dass der Tod nicht das Ende von allem ist. Es best\u00e4tigt \u2013 f\u00fcr uns, die an das Evangelium des Lebens glauben \u2013 Jesus, der Herr, der wirklich auf der anderen Seite war, der die beiden Gesichter der Wirklichkeit kennt und uns verhei\u00dfen hat, er werde uns am anderen Ufer erwarten.<\/p>\n<p>Wenn wir aus diesem Glauben heraus, an dem wir gegen jeden Augenschein stur festhalten, die Gottesdienste f\u00fcr die Verstorbenen feiern, wissen wir, dass diese nicht Geb\u00fchren sind, die Gott auferlegt hat, damit er einem s\u00fcndigen Sohn, der ohne eine totale L\u00e4uterung gestorben ist, die Gl\u00fcckseligkeit im Himmel gew\u00e4hrt. Der Vater ist ganz Gnade, ungeschuldetes Tun, herzliches Erbarmen, Liebe. Unsere Gebete haben nicht den Zweck, das Herz Gottes zur Barmherzigkeit zu bewegen, sondern sind eher die Chance, die wir haben, unsere Liebe zu unseren Mitbr\u00fcdern und Freunden im Angesicht Gottes, wo der Raum ist, in dem jede zwischenmenschliche Beziehung echt, wirklich und wohltuend ist, zum Ausdruck zu bringen und zu bet\u00e4tigen.<\/p>\n<p>In den meisten von unseren Gemeinschaften ist es bereits seit Jahren Sitte, t\u00e4glich beim Morgen- oder Abendgebet mit dem Lesen des Necrologiums der an diesem Tag verstorbenen Mitbr\u00fcder zu gedenken. Diese sch\u00f6ne und so menschliche Geste h\u00e4lt nicht nur die Erinnerung an die Unseren lebendig, sondern beweist uns auch, dass keiner von uns nach unserem Abschied aus dem Ged\u00e4chtnis der Kongregation getilgt wird. Und so ruft unsere Gemeinschaft jedes Jahr alle ihre Mitglieder symbolisch auf, st\u00e4rkt mit diesem Gedenken ihre Treue und dankt f\u00fcr ihre Identit\u00e4t.<\/p>\n<p>Es ist angebracht, diese Sitte auch \u2013 in einem angemessenen Ma\u00df \u2013 auf diejenigen Menschen auszuweiten, die aus so vielen Gr\u00fcnden der Verwandtschaft, der missionarischen Mitarbeit oder der N\u00e4chstenliebe mit uns durch Bande verbunden sind, die nie undankbarerweise vergessen werden d\u00fcrfen. Unsere Erinnerung an sie, die sich in Gesten des Gebets und der F\u00fcrbitte ergie\u00dft, wird so zu einer wiederholten Ehrung derer, denen wir so viel verdanken. All das sollte nicht eine Pflicht sein, die man halb blind, aus Gewohnheit und noch viel weniger aufgrund gesetzlicher Anordnung erf\u00fcllt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Hochfest Allerheiligen und das Ged\u00e4chtnis Allerseelen, das wir am Tag darauf feiern, umfassen in ganz besonderer Weise den Glauben an das ewige Leben (die letzten Worte des Apostolischen Glaubensbekenntnisses). Zwar nehmen diese beiden Tage die Unausweichlichkeit des Todes in den Blick, doch geben sie gleichzeitig Zeugnis vom Leben. 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