{"id":28546,"date":"2018-09-06T10:39:44","date_gmt":"2018-09-06T08:39:44","guid":{"rendered":"https:\/\/www.claret.org\/fecha-30-de-november-hl-andreas-apostel-und-mitpatron\/"},"modified":"2022-04-07T16:22:36","modified_gmt":"2022-04-07T14:22:36","slug":"fecha-30-de-november-hl-andreas-apostel-und-mitpatron","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.claret.org\/de\/ephemeride\/fecha-30-de-november-hl-andreas-apostel-und-mitpatron\/","title":{"rendered":"Fecha: 30 de November &#8211; Hl. Andreas, Apostel und Mitpatron"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Die synoptische \u00dcberlieferungen kennt zwei Berufungen des heiligen Andreas: eine, Jesus nachzufolgen (vgl. Mk 1,16 f.), und eine weitere in die auserw\u00e4hlte Gruppe der Zw\u00f6lf (vgl. Mk 3,13 ff.). Im vierten Evangelium ist die Bedeutung dieses Nachfolgers Jesu viel gr\u00f6\u00dfer. Dort ist Andreas zusammen mit einem anderen namenlosen J\u00fcnger \u2013 viele glauben, es k\u00f6nnte der <em>Lieblingsj\u00fcnger<\/em> sein \u2013 der erste, der Jesus nachfolgt, und zwar auf eine Anweisung des T\u00e4ufers hin. Und er wird nicht nur als der erste vorgestellt, der Jesus nachfolgt, sondern auch als der erste Apostel, der neue Anh\u00e4nger Jesu sucht: Er findet seinen Bruder Petrus und einen Tag sp\u00e4ter Philippus (vgl. Joh 1,41.43a) und f\u00fchrt sie zu Jesus, der sie in seine Nachfolge aufnimmt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www2.claret.org\/sites\/default\/files\/imagenes\/espiritualidad\/calendario\/71-san_andrs_apstol.jpg?resize=252%2C291\" width=\"252\" height=\"291\" alt=\"\" title=\"\"><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Umstritten ist die Herkunft von Andreas und Petrus. Das vierte Evangelium l\u00e4sst sie wie Philippus aus Betsaida geb\u00fcrtig sein, w\u00e4hrend die Synoptiker (vgl. Mk 1,29) ihren Wohnort mit Kafarnaum angeben (und gewisse arch\u00e4ologische Funde zu letzerer Meinung neigen). Jedenfalls verbindet das vierte Evangelium wiederholt Andreas mit Philippus: Beide haben einen griechischen Namen (sie als einzige im Zw\u00f6lferkreis), sie treten fast gemeinsam in die Nachfolge ein, beide wirken bei der Brotvermehrung zusammen (vgl. Joh 6,5-8), und beide wirken als Vermittler zwischen Jesus und den Griechen, die sich mit ihm treffen wollen (vgl. Joh 12,20-22). \u00dcber diese N\u00e4he von Andreas zur johanneischen \u00dcberlieferung verf\u00fcgen wir au\u00dferdem ein interessantes Zeugnis aus dem 2. Jahrhundert, das sogenannte Muratorische Fragment, nach dem es Andreas war, der Johannes ermunterte, sein Evangelium zu schreiben.<\/p>\n<p>Der griechische Name Andreas kann wie bei Philippus ein Zeichen f\u00fcr ein gewisses Eintauchen in die hellenistische Kultur sein, was im halbheidnischen Galil\u00e4a nicht selten der Fall war. Und das w\u00fcrde sie dazu pr\u00e4disponieren, in der Zukunft den christlichen Glauben in die griechische Welt zu tragen und ihn so aus der engen j\u00fcdischen Form herauszuf\u00fchren.<\/p>\n<p>Informationen \u2013 deren Grundlage wir nicht kennen \u2013 von Origenes und Hieronymus stellen Andreas dar, wie er das Evangelium bei den Skythen, sp\u00e4ter im Pontus, in Kappadokien, in Galatien, in Bithynien und schlie\u00dflich in Achaia verk\u00fcndet. Nach dem <em>Martyrologium Hieronymianum<\/em> aus dem 5. Jahrhundert ist der heilige Andreas in hohem Alter in Patras als Martyrer gestorben, wobei er sein Leben an ein \u00d7-f\u00f6rmiges Kreuz genagelt beendete. Schon vorher hatte Kaiser Konstantin seine sterblichen \u00dcberreste im Jahr 356 nach Konstantinopel bringen lassen.<\/p>\n<p>Die Patriarchatsbasilika von Konstantinopel, das zentrale Gotteshaus der orthodoxen Kirche, gilt als Kathedrale des heiligen Andreas, dessen Fest gleichfalls die zentrale Stelle im Kalender dieser Kirche einnimmt. So werden die beiden Apostelbr\u00fcder in Konstantinopel und in Rom parallel verehrt.<\/p>\n<p><strong>Erw\u00e4gungen Clarets<\/strong><\/p>\n<p>Pater Stifter bringt in seiner <em>Colecci\u00f3n de Selectos Paneg\u00edricos<\/em> eine Einf\u00fchrung oder Gliederung f\u00fcr eine Predigt am Fest des heiligen Andreas, eine breitangelegte Predigt \u00fcber diesen Heiligen und eine Reihe zus\u00e4tzlicher Erw\u00e4gungen \u00fcber sein Fest. Bei diesem Apostel fallen Claret, der sich an die Angaben der Bibel und an die Legende h\u00e4lt, die ihn sp\u00e4ter umgab, der Hauptmerkmale auf: seine Bereitschaft, Jesus nachzufolgen, seine Eile und sein Eifer, neue Anh\u00e4nger f\u00fcr ihn zu gewinnen, und seine Standhaftigkeit und Fruchtbarkeit im Martyrium.<\/p>\n<p>\u201eEs wird besonders bei Andreas wahrscheinlich scheinen, liebe Br\u00fcder und Schwestern, dass, weil die ersten Fu\u00dfstapfen eingegraben und der noch so neue Weg, auf dem man sich zu Jesus Christus wendet, aufgezeigt werden mussten, er von Jesus Christus selbst mit besonderen und ausdrucksstarken Worten und mit Verhei\u00dfungen und in zwingender Form eingeladen wurde. Doch welche Verhei\u00dfungen oder Einladungen, wenn man durch das Evangelium selbst sieht, dass die Bereitschaft des Andreas dem Erl\u00f6ser weder Zeit lie\u00df, ihm etwas zu verhei\u00dfen, noch ihn \u00fcberhaupt einzuladen? Bez\u00fcglich jedes der \u00fcbrigen J\u00fcnger gen\u00fcgten zwar wenige Worte, damit sie ihm nachfolgten; doch bei Andreas war nicht einmal das geringste Wort n\u00f6tig, um ihn zu berufen. Nicht damit zufrieden, der erste zu sein, der Jesus nachfolgte, wollte er auch unter allen der einzige sein, der ihm nachfolgte, ohne dass er eingeladen wurde; und wenn man sich an die Berufung h\u00e4lt, die nach au\u00dfen sichtbar ist und durch Wort erfolgt, wurde Andreas in keiner Weise vom Herrn gesucht, sondern vielmehr lief Andreas auf der Suche nach dem Erl\u00f6ser mit einer ganz spontanen Bewegung: Mit spontanen Schritten trat er ihm n\u00e4her, wobei er ihn eher rief als dass er gerufen wurde. Auf der anderen Seite des Jordan redete der Vorl\u00e4ufer Christi zu den zahlreichen Sch\u00fclern seiner Schule, als er den Nazarener vorbeigehen sah und ausrief: Seht, das erwartete Lamm Gottes; und das gen\u00fcgte, damit Andreas irgendeinen von den Gef\u00e4hrten aus jener Schule mitnimmt und sich auf der Stelle und emsigen Schrittes zu dem Nazarener begibt; er erreicht ihn, h\u00e4lt ihn an und nennt ihn Meister: Rabbi, Rabbi (Joh 1,38). Nicht aus Geringsch\u00e4tzung gegen\u00fcber seinem ersten Lehrer, sondern um dem gr\u00f6\u00dften zu gehorchen (Johannes Chrysostomus).<\/p>\n<p>\u201eEr sucht seinen Bruder Petrus, sieht ihn, erreicht ihn, spricht mit ihm, predigt ihm und \u00fcberzeugt ihn; und \u00fcbergl\u00fccklich, ohne einen Augenblick zu warten, kehrt er zur\u00fcck und nimmt ihn selber mit zum Messias und stellt ihn vor: Und er f\u00fchrte ihn zu Jesus. [\u2026] O Mut, o Verwegenheit, o Glut des apostolischen Eifers: Die Kirchenv\u00e4ter h\u00f6ren nicht auf, sie zu bewundern, und das bei einem neuen und noch kaum eingef\u00fchrten J\u00fcnger! Seht Andreas, wie er schon vom Anfang seiner Lehrzeit an Frucht bringt, sagt der heilige Petrus Damiani, und wie er zum Verk\u00fcnder der Wahrheit wird, deren H\u00f6rer er gerade erst geworden war. [\u2026] Und wenn dieser heilige Mann derart wirkte, als er erst ein J\u00fcnger war, und zwar erst seit sehr kurzer Zeit, wie viel st\u00e4rker und gro\u00dfm\u00fctiger m\u00fcssen seine Unternehmungen gewesen sein, nachdem er von Jesus Christus ausgew\u00e4hlt und als Apostel bezeichnet wurde!\u201c<\/p>\n<p>Nachdem der heilige Apostel seine Schritte durch tausend fremde L\u00e4nder gelenkt hatte, kam er schlie\u00dflich nach Achaia und lie\u00df sich dort nieder, wo er Tat f\u00fcr Tag derartige Ersch\u00fctterungen im Heidentum ausl\u00f6ste, dass der Prokonsul schlie\u00dflich wutentbrannt sagte, es gebe in jener Provinz keinen ber\u00fchmten Tempel, der nicht durch seine Schuld verfallen oder verlassen sei [\u2026]. Als er sieht, dass weder wiederholte Gei\u00dfelungen noch das Gef\u00e4ngnis zu etwas f\u00fchren, um jenen in seinem f\u00fcr das Heidentum so verh\u00e4ngnisvollen Eifer unbez\u00e4hmbaren Mann von seinem Bem\u00fchen abzubringen, da spricht er gegen ihn das Todesurteil und verf\u00fcgt, dass er an ein Kreuz geschlagen werde [\u2026]. Zwei Tage lang blieb er ans Kreuz genagelt, und ebenso lang predigte er, ohne dass ihm der Atem ausging, zur Verwunderung und zum Entsetzen des ganzen dort versammelten Volkes, das ihm zuh\u00f6rte [\u2026]. \u00dcber zwanzigtausend Menschen, die bis dahin dem heiligen Wort abgeneigt waren, bekehrte er schlie\u00dflich vom Kreuz aus.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die synoptische \u00dcberlieferungen kennt zwei Berufungen des heiligen Andreas: eine, Jesus nachzufolgen (vgl. Mk 1,16 f.), und eine weitere in die auserw\u00e4hlte Gruppe der Zw\u00f6lf (vgl. Mk 3,13 ff.). Im vierten Evangelium ist die Bedeutung dieses Nachfolgers Jesu viel gr\u00f6\u00dfer. Dort ist Andreas zusammen mit einem anderen namenlosen J\u00fcnger \u2013 viele glauben, es k\u00f6nnte der [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":69,"featured_media":28539,"parent":33293,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"_et_pb_use_builder":"","_et_pb_old_content":"","_et_gb_content_width":"","footnotes":""},"class_list":["post-28546","page","type-page","status-publish","has-post-thumbnail","hentry"],"jetpack_sharing_enabled":true,"jetpack_shortlink":"https:\/\/wp.me\/PdaBmi-7qq","jetpack_likes_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.claret.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/28546","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.claret.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.claret.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.claret.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/69"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.claret.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=28546"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.claret.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/28546\/revisions"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.claret.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/33293"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.claret.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/28539"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.claret.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=28546"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}