{"id":28559,"date":"2018-09-06T10:46:42","date_gmt":"2018-09-06T08:46:42","guid":{"rendered":"https:\/\/www.claret.org\/fecha-8-de-dezember-unbefleckte-empfangnis-der-seligen-jungfrau-maria\/"},"modified":"2018-09-06T10:46:42","modified_gmt":"2018-09-06T08:46:42","slug":"fecha-8-de-dezember-unbefleckte-empfangnis-der-seligen-jungfrau-maria","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.claret.org\/de\/ephemeride\/fecha-8-de-dezember-unbefleckte-empfangnis-der-seligen-jungfrau-maria\/","title":{"rendered":"Fecha: 8 de Dezember &#8211; Unbefleckte Empf\u00e4ngnis der seligen Jungfrau Maria"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Die ersten Anzeichen f\u00fcr dieses Fest reichen ins 7. Jahrhundert im Orient zur\u00fcck, und zwar auf der Grundlage einer \u00dcberlieferung, die den Glauben an die Freiheit der Mutter des Herrn von jedem Makel der S\u00fcnde festhielt. Im Westen begann man das Fest hingegen erst ab 1476 offiziell zu feiern, wie aus dem r\u00f6mischen liturgischen Kalender hervorgeht. Doch schon im Jahrhundert zuvor, als die Theologen \u00fcber das Thema der Bewahrung Marias von jedem Makel der Erbs\u00fcnde disputierten, wuchs im christlichen Volk die \u00dcberzeugung, dass Gott der Mutter seines Sohnes diesen bedeutenden Vorzug gew\u00e4hrt hatte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www2.claret.org\/sites\/default\/files\/imagenes\/espiritualidad\/calendario\/72-inmaculada_palacio_de_la_granja.jpg?resize=209%2C323\" width=\"209\" height=\"323\" alt=\"\" title=\"\"><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In die Kategorie eines Dogmas stieg diese \u00dcberzeugung am 8. Dezember 1854 auf, als Papst Pius IX. in seiner Bulle <em>Ineffabilis Deus<\/em> verk\u00fcndete, dass Maria in Voraussicht der Verdienste Christi von jeder S\u00fcnde bewahrt wurde; ein einzigartiges Geheimnis, das ihr Ausgenommensein von der Erbs\u00fcnde damit in Einklang brachte, dass jedes Gesch\u00f6pf der von Jesus Christus bewirkten Erl\u00f6sung bedarf. Sie wurde von der S\u00fcnde bewahrt, sie wurde vor-erl\u00f6st.<\/p>\n<p>Maria ist die erste Erl\u00f6ste, die erste Glaubende, die erste Geheiligte und Verherrlichte in der Kirche Christi. Doch diese Gr\u00f6\u00dfe Marias hat viel mit dem ganzen Volk Gottes zu tun. Es w\u00e4re irrig, sich die Unbefleckte allein oder zuallererst als einen Ausnahmefall vorzustellen, als einen ganz anderen von vom Rest der Menschheit oder der Kirche isolierten Zustand. Nach der Schrift ist jedes in der Zeit geschehene Ereignis eine Verwirklichung des g\u00f6ttlichen Heilsplans, der von der barmherzigen und weisen Liebe des Vaters \u201evor der Erschaffung der Welt\u201c entworfen ist. Auch die unbefleckte Empf\u00e4ngnis ist Teil des Heilsplans Gottes, \u201ederselben Anordnung\u201c, wie die Bulle Ineffabilis Deus in einer st\u00e4rker juristisch gepr\u00e4gten Sprache sagen w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Daher ist die Gr\u00f6\u00dfe Marias, die ihren Ausgangspunkt im Geheimnis der unbefleckten Empf\u00e4ngnis hat, keine Gnade ausschlie\u00dflich f\u00fcr sie, sondern sie erstreckt sich in gewisser Weise auf jeden Christen. Sie stellt das Ideal der ganzen Kirche dar. Das rief uns das Zweite Vatikanische Konzil in Erinnerung: \u201eIn ihr [Maria] schaut sie [die Kirche] wie in einem reinen Bilde mit Freuden an, was sie ganz zu sein w\u00fcnscht und hofft.\u201c Genau deshalb stellt die Kirche heute die unbefleckte Gottesmutter Maria als \u201eUrbild und Anfang der Kirche\u201c dar, wie in der Pr\u00e4fation dieses Hochfest gesungen wird.<\/p>\n<p><strong>Feier im liturgischen Rahmen des Advents<\/strong><\/p>\n<p>Das Hochfest der unbefleckt empfangenen Gottesmutter steht im Advent, kurz vor dem Weihnachtsfest. Vor dem Freudenausbruch der Weihnacht l\u00e4dt uns diese Zeit ein, das Bild Marias, der reinsten, ganz heiligen, auserw\u00e4hlten, im voraus erl\u00f6sten, gnadenvollen Frau betrachten.<\/p>\n<p>Das Hochfest der unbefleckt Empfangenen, das in die Adventszeit f\u00e4llt, wird dadurch zu einem Grund der Hoffnung f\u00fcr die ganze Kirche, wenn sie sich bereit macht, den zu empfangen, der kommt, um uns mit geistlichen und himmlischen G\u00fctern aller Art zu segnen. Und in der Tat erinnert uns Maria, die Gnadenvolle, wie sie der Engel nennt, daran, dass Gott auch uns in der Person Christi erw\u00e4hlt hat, heilig und untadelig vor ihm zu stehen durch die Liebe, das hei\u00dft, zum Lob seiner Herrlichkeit.<\/p>\n<p>In den Bibeltexten dieses liturgischen Hochfestes und in denen, die uns die Adventszeit t\u00e4glich darbietet, finden wir die feste Grundlage, um \u2013 im Einklang mit der jahrhundertealten \u00dcberlieferung der Kirche \u2013 das Verst\u00e4ndnis des Dogmas von der unbefleckten Empf\u00e4ngnis zu untermauern und um die Verehrung der Mutter des Herrn zu f\u00f6rdern und zu entfalten. Das Wort Gottes hilft uns, ihre Gestalt in die umfassende Sicht des Geheimnisses Christi einzuordnen, sie mit den unterschiedlichen Elemente der Heilsgeschichte in Einklang zu bringen und sie vor allem zusammen mit ihrem lebendigen Mittelpunkt, der ihr Sohn Jesus Christus ist, zu betrachten.<\/p>\n<p><strong>Erw\u00e4gungen Clarets<\/strong><\/p>\n<p>Es ist sattsam bekannt, dass Maria in der Spiritualit\u00e4t des heiligen Antonius Maria Claret eine wichtige Stelle einnimmt und dass ihre Gegenwart am Ursprung und in der Geschichte unserer Kongregation ebenfalls bedeutsam ist. Dar\u00fcber hinaus erscheint sie als wesentliches und grundlegendes Element des Aufbaus der erneuerten Konstitutionen, wenn auch in diskreter Weise, wie es auch im Evangelium der Fall ist.<\/p>\n<p>Nun, wenn wir das Hochfest der unbefleckt Empfangenen feiern, ist es zwingend, daran zu erinnern, dass das gerade das Adjektiv ist, das Teil des amtlichen Namens unserer Kongregation ist und das auf das Herz Mariens angewendet wird: \u201eWir hei\u00dfen S\u00f6hne des unbefleckten Herzens der seligen Jungfrau Maria oder Claretiner-Missionare\u201c, sagen die Konstitutionen. Der Begriff \u201eunbefleckt\u201c wird im Text der Konstitutionen noch sechsmal verwendet, immer angewandt auf das Herz Mariens. Er kommt also insgesamt siebenmal vor.<\/p>\n<p>Doch nicht die Anzahl der Stellen, an denen das Wort unbefleckt in den Konstitutionen vorkommt, auch nicht die Tatsache, dass es in einem Kontext der amtlichen Bezeichnung unserer Ordensgemeinschaft oder als Bezeichnung unseres Claretinerseins vorkommt, verleiht diesem Adjektiv seine Wichtigkeit, sondern der Inhalt, den es in sich tr\u00e4gt. Es ist wichtig, dass es nicht unbemerkt bleibt und dass man seine Bedeutung im Sinne des Charismas gut erfasst.<\/p>\n<p>Wenn wir \u00fcber Geb\u00fchr unterstreichen w\u00fcrden, was der Begriff unbefleckt unmittelbar nahelegt und was allgemein erfasst wird, w\u00fcrden wir an der Oberfl\u00e4che dessen bleiben, was wir als Claretiner verstehen und in unserem t\u00e4glichen Engagement zum Ausdruck zu bringen versuchen m\u00fcssen. In der Tat pflegt man als erstes herauszustellen, dass Maria \u2013 und wer w\u00fcrde daran zweifeln? \u2013 ganz rein, ganz heilig, ganz sch\u00f6n und ohne Makel usw. ist. Doch wir d\u00fcrfen uns nicht von dem \u00e4sthetischen Widerhall faszinieren lassen, den diese Ausdr\u00fccke ausl\u00f6sen. Notwendig ist, dass wir erfassen, was die unbefleckte Gottesmutter Maria f\u00fcr unseren Gr\u00fcnder und f\u00fcr uns selbst darstellt.<\/p>\n<p>F\u00fcr den heiligen Antonius Maria Claret hat das Geheimnis der unbefleckten Empf\u00e4ngnis eine zweifache Dimension: pers\u00f6nlich und gesellschaftliche. Er begreift es gewiss als die F\u00fclle der Gnade und die Bewahrung vor jeder S\u00fcnde, doch er erahnt in diesem Geheimnis auch eine besondere apostolische Dimension: Er betrachtet den Plan Gottes, der die Schlange und ihre Nachkommenschaft besiegt durch die Frau und deren Nachkommenschaft. F\u00fcr Claret, der die Vision der Geheimen Offenbarung und die Prophezeiung des Buches Genesis als Hintergrundbild seines apostolischen Horizonts hat, ist die Frau Maria und ihre Nachkommenschaft, mit allen ihren S\u00f6hnen und T\u00f6chtern, besonders den Missionaren.<\/p>\n<p>Von diesem Schl\u00fcssel her verstand unser Gr\u00fcnder das Dogma von der unbefleckten Empf\u00e4ngnis, und das spiegelt sich auch in seinem Hirtenbrief zur unbefleckten Empf\u00e4ngnis. Claret betrachtet das Geheimnis der unbefleckt Empfangenen im apostolischen Sinn als Kampf. Nicht so sehr ein Geheimnis der Sch\u00f6nheit ist die unbefleckt Empfangene f\u00fcr ihn, sondern die Siegerin \u00fcber den Satan, den sie in seiner Nachkommenschaft weiterhin bek\u00e4mpfen und besiegen muss. Und das ist auch der Sinn, den die Gegenwart Marias in unserer Kongregation und in unserem Wirken als Verk\u00fcnder des Evangeliums hat. F\u00fcr die Claretiner, die Erben des Geistes des heiligen Antonius Maria Claret, ist die unbefleckte Gottesmutter Maria vor allem die Siegreiche, die neue Eva, die mit der Schlange verfeindet ist, die gro\u00dfe Verb\u00fcndete im Kampf gegen das B\u00f6se in all seinen Formen.<\/p>\n<p>Das ist vom Charisma her der Sinn \u2013 die rein apostolische Ausrichtung \u2013, den das Geheimnis der unbefleckt Empfangenen f\u00fcr uns umschlie\u00dft. Die unbefleckte Gottesmutter Maria (bzw. das unbefleckte Herz Mariens) ist immer ein Ansporn in unserer Berufung.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die ersten Anzeichen f\u00fcr dieses Fest reichen ins 7. Jahrhundert im Orient zur\u00fcck, und zwar auf der Grundlage einer \u00dcberlieferung, die den Glauben an die Freiheit der Mutter des Herrn von jedem Makel der S\u00fcnde festhielt. 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