{"id":102057,"date":"2021-07-22T09:40:40","date_gmt":"2021-07-22T07:40:40","guid":{"rendered":"https:\/\/www.claret.org\/wegbegleiter-fuer-die-menschen\/"},"modified":"2021-07-23T14:21:35","modified_gmt":"2021-07-23T12:21:35","slug":"wegbegleiter-fuer-die-menschen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.claret.org\/de\/wegbegleiter-fuer-die-menschen\/","title":{"rendered":"Wegbegleiter f\u00fcr die Menschen"},"content":{"rendered":"<p><strong>W\u00fcrzburg, Deutschland.<\/strong> \u201eM\u00f6ge durch Sie die helfende Gegenwart Gottes erfahrbar werden.\u201c Das hat Bischof Dr. Franz Jung bei der Diakonenweihe am Freitag, 16. Juli, in der W\u00fcrzburger Pfarrkirche Sankt Adalbero den Weihekandidaten mit auf den Weg gegeben. Unter Handauflegung und Gebet spendete der Bischof den Claretiner-Missionaren Jacob Edathinattu, Evans Iregi, Xavier (Royson) Melvettom und Martins Omale die Diakonenweihe. Alle vier sind auf dem Weg zur Priesterweihe. Pater Provinzial Callistus Joseph nannte die vier neuen Diakone ein Geschenk anl\u00e4sslich des 60\u2212j\u00e4hrigen Jubil\u00e4ums der Provinz. Der Festgottesdienst wurde unter den aktuellen Corona-Hygieneauflagen gefeiert.<\/p>\n<p>Die Weihekandidaten hatten sich drei Texte ausgesucht, die Bischof Jung in seiner Predigt betrachtete. Der brennende Dornbusch aus dem Buch Exodus sei ein Symbol f\u00fcr die Brennpunkte in der Welt. \u201eSie kennen die Notlagen in Ihren Heimatl\u00e4ndern. Aber die vermeintlich ferne Not klopft auch hier an unsere Haust\u00fcr \u2013 in den Migranten, den Menschen an der Armutsgrenze, den durch Corona weltweit verarmten und vereinsamten Menschen, denjenigen, die unter der Klimakrise leiden und ihre Heimat aufgeben m\u00fcssen.\u201c In der Weiheliturgie verspr\u00e4chen die Kandidaten, so wie Moses die Not als pers\u00f6nlichen Auftrag verstehen zu lernen. Der Bischof w\u00fcnschte ihnen \u201eein waches Herz und einen wachen Blick f\u00fcr die Leuchtfeuer Gottes bei den Menschen, zu denen Sie gesandt sind\u201c.<\/p>\n<p>Der \u00c4thiopier aus der Apostelgeschichte sei ein Sinnbild f\u00fcr die vielen suchenden Menschen unserer Tage, fuhr Bischof Jung fort. \u201eViele begeben sich wie er auf Wallfahrten und Pilgerreisen, um sich selbst und Gott n\u00e4her zu kommen. Wie der \u00c4thiopier lesen viele Menschen spirituelle Ratgeber und fromme Schriften.\u201c Doch das Studium allein bringe sie oft nicht weiter. Es brauche Begleiter wie den Diakon Philippus. \u201eIch w\u00fcnsche Ihnen, dass Sie, vom Geist Gottes gef\u00fchrt, f\u00fcr viele suchende Zeitgenossen zu hilfreichen Wegbegleitern werden.\u201c Philippus k\u00f6nne die Fragen allerdings nur beantworten, weil er selbst mit dem Wort Gottes vertraut sei. Der Bischof w\u00fcnschte den Weihekandidaten deshalb, dass das Wort der Heiligen Schrift f\u00fcr sie zum Wort des Lebens werde, damit sie Antworten auf ihre Fragen f\u00e4nden und anderen bei ihrer Suche nach Sinn und ihrer Sehnsucht nach Gott helfen k\u00f6nnten.<\/p>\n<p>Im Evangelium fordere Jesus seine J\u00fcnger auf, in ihm zu bleiben. \u201eBleiben kann nur, wer verbunden bleibt mit dem Herrn durch das lebendige Gebet\u201c, sagte Bischof Jung. Diakone und Priester beteten stellvertretend f\u00fcr die ganze Welt, auch f\u00fcr jene, die nicht beten k\u00f6nnen, das Beten verlernt haben oder keine Zeit zum Beten finden. Jesus wolle keine Knechte, sondern Freunde, fuhr der Bischof fort. Viele Menschen dienten Gott aus Furcht, oder wie Lohnarbeiter, die sich den Himmel verdienen wollen. \u201eVollkommen dient ihm, wer ihm wirklich aus Liebe dient\u201c, sagte Bischof Jung. Ein solcher Mensch wisse sich durch die Freundschaft mit Jesus so beschenkt, dass er selbst bereit sei, dem Herrn alles zur\u00fcckzugeben, was er empfangen habe. \u201eDann werden Sie sich aufmachen und Frucht bringen und dann wird Ihre Frucht auch bleiben vor Gott.\u201c<\/p>\n<p>Am Ende des Gottesdienstes dankte Omale im Namen der vier Neugeweihten allen, die sie auf dem bisherigen Weg begleitet und an der Feier mitgewirkt haben. Er erinnerte an ein Wort, das er im Studium geh\u00f6rt habe: \u201eDer Lohn f\u00fcr gute Arbeit ist mehr Arbeit.\u201c<\/p>\n<p>Jacob Edathinattu und Xavier Melvettom stammen aus dem indischen Bundesstaat Kerala. Nach dem Philosophiestudium und Eins\u00e4tzen auf Missionsstationen studierten sie Theologie in Granada (Spanien). Die Ewige Profess legten sie auf dem Dreifaltigkeitsberg bei Spaichingen (Baden-W\u00fcrttemberg) ab.<\/p>\n<p>Evans Iregi stammt aus dem Bezirk Bungoma in Kenia (Afrika). Er studierte Philosophie in Uganda. Nach dem Noviziat in Kenia kam er nach Frankfurt am Main und schloss dort das Studium der Theologie ab. Seine Ewige Profess legte er am 8. September 2020 in der Herz-Marien-Kirche in Frankfurt am Main ab.<\/p>\n<p>Martins Omale stammt aus Nigeria. Nach dem Philosophiestudium kam er im Fr\u00fchjahr 2017 nach Deutschland und studierte Theologie an der Hochschule Sankt Georgen in Frankfurt am Main. Die Ewige Profess legte er am 8. September 2020 in Frankfurt am Main ab.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>W\u00fcrzburg, Deutschland. \u201eM\u00f6ge durch Sie die helfende Gegenwart Gottes erfahrbar werden.\u201c Das hat Bischof Dr. Franz Jung bei der Diakonenweihe am Freitag, 16. Juli, in der W\u00fcrzburger Pfarrkirche Sankt Adalbero den Weihekandidaten mit auf den Weg gegeben. 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