{"id":103102,"date":"2021-08-18T08:48:25","date_gmt":"2021-08-18T06:48:25","guid":{"rendered":"https:\/\/www.claret.org\/26-generalkapitelau-fem-weg-nach-emmaus-17-august-2021\/"},"modified":"2021-08-19T16:35:22","modified_gmt":"2021-08-19T14:35:22","slug":"26-generalkapitelau-fem-weg-nach-emmaus-17-august-2021","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.claret.org\/de\/26-generalkapitelau-fem-weg-nach-emmaus-17-august-2021\/","title":{"rendered":"26.  Generalkapitel: Auf dem Weg nach Emmaus (17. August 2021)"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: left;\" align=\"justify\"><b>Nemi (Italien), 17. August 2021. <\/b>Das Wort zerriss die Stille, ordnete das Chaos, wohnte in der Welt. Es wurde Fleisch von unserem Fleisch. Es wurde gebrochen und als t\u00e4gliches Brot verteilt. Und sein Reich hat sich \u00fcber die Jahrhunderte ausgebreitet. So konnten wir es an diesem zweiten Tag der Exerzitien als Kapitelsgemeinschaft in Erinnerung rufen und neu erleben.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\" align=\"justify\">In einer Atmosph\u00e4re des Schweigens, das sich \u00fcber den ganzen Tag hingezogen hat, hat das Wort in uns und unter uns Widerhall gefunden. Wie die Perlen des Rosenkranzes, die durch die Finger gleiten und das Herz ruhig machen, haben uns f\u00fcnf Schriftstellen, die f\u00fcr den heiligen Antonius Maria Claret von gro\u00dfer Bedeutung waren, der Stimme und der Botschaft des Herrn n\u00e4her gebracht: \u201eDu aber, Israel, mein Knecht, Jakob, den ich erw\u00e4hlt habe, Nachkomme meines Freundes Abraham\u201c (Jes 41,8\u201110), \u201eIch habe dich dem Haus Israel als W\u00e4chter gegeben\u201c (Ez 33,1\u20119), \u201eKommt alle zu mir, die ihr m\u00fchselig und beladen seid!\u201c Mt 11,28\u201130), \u201eWas n\u00fctzt es einem Menschen, wenn er die ganze Welt gewinnt, dabei aber sein Leben einb\u00fc\u00dft?\u201c (Mt 16.24\u201127), \u201eDer Geist des Herrn ruht auf mir; denn er hat mich gesalbt\u201c (Lk 4,16\u201119). Wir haben uns Zeit genommen f\u00fcr das Wort, und das Wort, das der lebendige Christus ist, hat uns geschenkt, dass wir in etwas die Ewigkeit erblicken konnten, zu der wir berufen sind. Im Geheimen des Herzens eines jeden und in dem, was gemeinsam als betende Gemeinschaft zum Ausdruck gebracht wurde, ist der Herr Jesus gegenw\u00e4rtig geworden. Und wie jene beiden Emmausj\u00fcnger haben wir \u00fcberraschenderweise auf dem Weg mit dem Freund gesprochen . Die gemeinsame <i>Lectio divina <\/i>in kleinen Gruppen am Ende des Vormittags war jenem \u00f6sterlichen Pfad erstaunlich \u00e4hnlich \u2026<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\" align=\"justify\">Der Pfad hat uns nach Hause gef\u00fchrt, das Wort zum Mahl. Und wir erkennen ihn schon ohne Schleier, wie er das Brot bricht. Im Umfeld des Geheimnisses der Eucharistie fand unser Gr\u00fcnder die Reife seiner Glaubenserfahrung. Wir sitzen am selben Tisch und suchen und verkosten die eucharistische Wurzel unserer Spiritualit\u00e4t. Und wir wollen weiter das missionarische Licht entdecken, das \u00fcber die ganze Welt strahlt. So haben es in der Abendmesse drei Mibr\u00fcder von uns lebendig zum Ausdruck gebracht, die mit besonderer Sorgfalt \u00fcber die Quellen unseres Charismas in der Kirche wachen: P. Gonzalo Fern\u00e1ndez, der gegenw\u00e4rtige Pr\u00e4fekt f\u00fcr die Spiritualit\u00e4t, der Hauptzelebrant bei der Eucharistiefeier war und uns einlud, das Bild von Emmaus in unseren Gemeinschaften neu zu schaffen als den besten Weg, um uns den Herausforderungen unserer Zeit zu stellen; P. Carlos S\u00e1nchez Miranda, Leiter des Zentrums f\u00fcr claretinische Spiritualit\u00e4t in Vic, wo man nicht versucht, das Vergangene zu bewahren, um sich darin zu verankern, sondern das empfangene Erbe neu zu entdecken als als Ansporn f\u00fcr unser eigenes Missionarsein, und P. Paulson Veliyannoor, der Beauftragte f\u00fcr das Schmiedefeuerzentrum in Los Negrales (Provinz Madrid), wo man seit Jahrzehnten eine Erfahrung ganzheitlicher Erneuerung anbietet f\u00fcr Claretiner aus aller Welt, die ihre ewige Profess vor mindestens 25 Jahren ablegten.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\" align=\"justify\">Als sich der Tag neigt, l\u00e4sst sich eine gelassene Stimmung unter uns wahrnehmen. Wir wissen, dass uns, auch wenn wir jeden Tag versuchen, wie sie auf dem Weg zu sein, noch eine lange Strecke bleibt, um mit denen in Gleichschritt zu kommen, die nach Emmaus wanderten, die sich am Anfang entt\u00e4uscht von der Nachfolge Jesu zeigten und schlie\u00dflich seine Freundschaft wieder erlangten. Unsere Berufung besteht darin, wie der heilige Augustinus den Seinen am Fest des ersten Martyrers des Glaubens in Erinnerung rief, dass wir st\u00e4ndig von Knechten zu Freunden werden: \u201eStephanus wurde vom Knecht zum Freumd. Wir sind zweifellos Knechte; m\u00f6ge er uns schenken, dass wir auch Freunde werden\u201c (Augustinus, <i>Sermo 316<\/i>). Ein Wunsch, der in Wirklichkeit eine Verhei\u00dfung ist, weil der Herr mit seiner Hingabe der unseren vorangegangen ist und in alle Bestrebungen des Lebens bei uns bleibt. So k\u00f6nnen auch wir Claretiner-Missionare heute zu Freunden werden, die bei dem Freund bleiben, bei jenem, der, wenn er einmal bei Tisch ist, f\u00fcr immer dort bleibt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>[envira-gallery id=&#8220;103033&#8243;]<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nemi (Italien), 17. August 2021. Das Wort zerriss die Stille, ordnete das Chaos, wohnte in der Welt. Es wurde Fleisch von unserem Fleisch. Es wurde gebrochen und als t\u00e4gliches Brot verteilt. Und sein Reich hat sich \u00fcber die Jahrhunderte ausgebreitet. 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