{"id":119525,"date":"2022-04-13T12:24:57","date_gmt":"2022-04-13T10:24:57","guid":{"rendered":"https:\/\/www.claret.org\/ostergruss-2022\/"},"modified":"2022-04-16T14:04:23","modified_gmt":"2022-04-16T12:04:23","slug":"ostergruss-2022","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.claret.org\/de\/ostergruss-2022\/","title":{"rendered":"Ostergru\u00df 2022"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"has-drop-cap\">Liebe Mitbr\u00fcder,<\/p>\n\n\n\n<p>wir n\u00e4hern und dem Gipfelpunkt des Kirchenjahres, wenn wir die tiefsten Geheimnisse unseres Glaubens feiern und dem Leiden, dem Tod und der Auferstehung unseres Herrn nahe bleiben. Wenn uns diese Geheimnisse nicht wirklich am Herzen liegen, k\u00f6nnen wir keine Missionare sein, die in Christus verwurzelt sind. Das Ostergeheimnis ist die Grundlage jedes echten wagemutigen missionarischen Wirkens. Die Apostel begegneten dem auferstandenen Herrn und betrachteten seine offenen Wunden (vgl. Joh 20,20.27; Lk 24,39), bevor sie es wagten, auszuziehen und das Evangelium zu verk\u00fcnden.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir kommen langsam aus dem Alptraum der globalen Pandemie heraus, nachdem wir zwei Jahre Ostern mit vielen Einschr\u00e4nkungen gefeiert haben. Wir haben die Wunden der Menschheit sowohl w\u00e4hrend der Pandemie ber\u00fchrt als auch in vielen anderen Bedrohungen des menschlichen Lebens einschlie\u00dflich einem Krieg und bewaffneten Auseinandersetzungen. Obwohl das unverminderte Bluten der Wunden der Menschheit und des Planeten Erde schwer zu verstehen ist, besonders wenn es von menschlichen Handlungen verursacht ist, sehen wir es gegenw\u00e4rtig in den Wunden des gekreuzigten Herrn, der in allem uns gleich ist au\u00dfer in der S\u00fcnde (vgl. Hebr 4,15).\n<\/p>\n\n\n\n<p>Betrachten wir die Wunden Jesu, die er seinen J\u00fcngern nach der Auferstehung zeigte. Ich frage mich oft, warum der auferstandene Leib immer noch die Wunden trug. Warum hat sie Gott nicht auf dem verherrlichten Leib Christi getilgt? In der Tat war es der Anblick der Wunden, der den J\u00fcngern das Vertrauen gab, dass es derselbe Jesus war, der von uns Menschen gekreuzigt und von Gott, dem Vater, auferweckt worden war. Der auferstandene Herr sitzt mit seinen Wunden auf dem Thron der ewigen Herrlichkeit, wo die Menge dem Lamm, das geschlachtet wurde, Ehre erwies (vgl. Offb 5,6.12; 13,8).<\/p>\n\n\n\n<p>Als Claretiner, die in Christus verwurzelt sind, k\u00f6nnen wir nicht so tun, als ob wir nichts von den Wunden von uns oder von anderen w\u00fcssten oder sie wegw\u00fcnschten. Wir m\u00fcssen von Jesus lernen, sie anzunehmen und in Liebe zu verwandeln. Nur wenn unser Leben von der Begegnung mit dem auferstandenen Herrn ber\u00fchrt und verwandelt wird, k\u00f6nnen unsere Wunden ein Kanal der Gnade werden, ohne uns und andere zu verletzen. Wunden, die einem selbst und anderen weh tun, st\u00f6hnen nach der verwandelnden Ber\u00fchrung des auferstandenen Herrn.<\/p>\n\n\n\n<p>Ostern verk\u00fcndet den Sieg des Lebens \u00fcber den Tod und der Liebe \u00fcber die Gewalt in der Person des Herrn. Die Apostel gingen fort mit Freude, um die Gute Nachricht von der Liebe Gottes zu verk\u00fcnden, die alles \u00dcbel \u00fcberwindet. Es gibt keinen Platz f\u00fcr Pessimismus, Zynismus oder Melancholie im Leben eines Christen, selbst wenn er von einer schmerzvollen Wirklichkeit umgeben ist. Der auferstandene Herr begr\u00fc\u00dft auch uns mit den Worten \u201eF\u00fcrchtet euch nicht\u201c und \u201eDer Friede sei mit euch\u201c und gibt uns dann den Missionsauftrag. Freude ist der Duft eines missionarischen Lebens, das in Christus verwurzelt und wagemutig ist.\n<\/p>\n\n\n\n<p>Ich w\u00fcnsche euch allen die Osterfreude!<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><strong>P. Mathew Vattamattam CMF<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Generaloberer<\/p>\n\n\n\n<p>Rom, 12. April 2022<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Liebe Mitbr\u00fcder, wir n\u00e4hern und dem Gipfelpunkt des Kirchenjahres, wenn wir die tiefsten Geheimnisse unseres Glaubens feiern und dem Leiden, dem Tod und der Auferstehung unseres Herrn nahe bleiben. Wenn uns diese Geheimnisse nicht wirklich am Herzen liegen, k\u00f6nnen wir keine Missionare sein, die in Christus verwurzelt sind. Das Ostergeheimnis ist die Grundlage jedes echten [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":119389,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_et_pb_use_builder":"off","_et_pb_old_content":"<!-- wp:paragraph {\"dropCap\":true} -->\n<p class=\"has-drop-cap\">Liebe Mitbr\u00fcder,<\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p>Liebe Mitbr\u00fcder,\r\n\r\nwir n\u00e4hern und dem Gipfelpunkt des Kirchenjahres, wenn wir die tiefsten Geheimnisse unseres Glaubens feiern und dem Leiden, dem Tod und der Auferstehung unseres Herrn nahe bleiben. Wenn uns diese Geheimnisse nicht wirklich am Herzen liegen, k\u00f6nnen wir keine Missionare sein, die in Christus verwurzelt sind. Das Ostergeheimnis ist die Grundlage jedes echten wagemutigen missionarischen Wirkens. Die Apostel begegneten dem auferstandenen Herrn und betrachteten seine offenen Wunden (vgl. Joh 20,20.27; Lk 24,39), bevor sie es wagten, auszuziehen und das Evangelium zu verk\u00fcnden.<\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p>Wir kommen langsam aus dem Alptraum der globalen Pandemie heraus, nachdem wir zwei Jahre Ostern mit vielen Einschr\u00e4nkungen gefeiert haben. Wir haben die Wunden der Menschheit sowohl w\u00e4hrend der Pandemie ber\u00fchrt als auch in vielen anderen Bedrohungen des menschlichen Lebens einschlie\u00dflich einem Krieg und bewaffneten Auseinandersetzungen. Obwohl das unverminderte Bluten der Wunden der Menschheit und des Planeten Erde schwer zu verstehen ist, besonders wenn es von menschlichen Handlungen verursacht ist, sehen wir es gegenw\u00e4rtig in den Wunden des gekreuzigten Herrn, der in allem uns gleich ist au\u00dfer in der S\u00fcnde (vgl. Hebr 4,15).\r\n<\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p>Betrachten wir die Wunden Jesu, die er seinen J\u00fcngern nach der Auferstehung zeigte. Ich frage mich oft, warum der auferstandene Leib immer noch die Wunden trug. Warum hat sie Gott nicht auf dem verherrlichten Leib Christi getilgt? In der Tat war es der Anblick der Wunden, der den J\u00fcngern das Vertrauen gab, dass es derselbe Jesus war, der von uns Menschen gekreuzigt und von Gott, dem Vater, auferweckt worden war. Der auferstandene Herr sitzt mit seinen Wunden auf dem Thron der ewigen Herrlichkeit, wo die Menge dem Lamm, das geschlachtet wurde, Ehre erwies (vgl. Offb 5,6.12; 13,8).<\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p>Als Claretiner, die in Christus verwurzelt sind, k\u00f6nnen wir nicht so tun, als ob wir nichts von den Wunden von uns oder von anderen w\u00fcssten oder sie wegw\u00fcnschten. Wir m\u00fcssen von Jesus lernen, sie anzunehmen und in Liebe zu verwandeln. Nur wenn unser Leben von der Begegnung mit dem auferstandenen Herrn ber\u00fchrt und verwandelt wird, k\u00f6nnen unsere Wunden ein Kanal der Gnade werden, ohne uns und andere zu verletzen. Wunden, die einem selbst und anderen weh tun, st\u00f6hnen nach der verwandelnden Ber\u00fchrung des auferstandenen Herrn.<\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p>Ostern verk\u00fcndet den Sieg des Lebens \u00fcber den Tod und der Liebe \u00fcber die Gewalt in der Person des Herrn. Die Apostel gingen fort mit Freude, um die Gute Nachricht von der Liebe Gottes zu verk\u00fcnden, die alles \u00dcbel \u00fcberwindet. Es gibt keinen Platz f\u00fcr Pessimismus, Zynismus oder Melancholie im Leben eines Christen, selbst wenn er von einer schmerzvollen Wirklichkeit umgeben ist. Der auferstandene Herr begr\u00fc\u00dft auch uns mit den Worten \u201eF\u00fcrchtet euch nicht\u201c und \u201eDer Friede sei mit euch\u201c und gibt uns dann den Missionsauftrag. Freude ist der Duft eines missionarischen Lebens, das in Christus verwurzelt und wagemutig ist.\r\n<\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p>Ich w\u00fcnsche euch allen die Osterfreude!<\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p><\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p><strong>P. Mathew Vattamattam CMF<\/strong><\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p>Generaloberer<\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p>Rom, 12. April 2022<\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->","_et_gb_content_width":"","footnotes":""},"categories":[1203,604],"tags":[],"class_list":["post-119525","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-mathew-vattamattam-de","category-anschlagbrett"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/i0.wp.com\/www.claret.org\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Ostergruss.webp?fit=1366%2C768&ssl=1","jetpack_sharing_enabled":true,"jetpack_shortlink":"https:\/\/wp.me\/pdaBmi-v5P","jetpack_likes_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.claret.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/119525","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.claret.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.claret.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.claret.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.claret.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=119525"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.claret.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/119525\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.claret.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/119389"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.claret.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=119525"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.claret.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=119525"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.claret.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=119525"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}