{"id":18450,"date":"2015-09-14T18:07:31","date_gmt":"2015-09-14T16:07:31","guid":{"rendered":"https:\/\/www.claret.org\/papst-franziskus-an-die-kongregation\/"},"modified":"2018-05-20T18:31:01","modified_gmt":"2018-05-20T16:31:01","slug":"papst-franziskus-die-kongregation","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.claret.org\/de\/papst-franziskus-die-kongregation\/","title":{"rendered":"Papst Franziskus an die Kongregation"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: center;\"><strong>Spontane Worte des Papstes an das 25. Generalkapitel der Kongregation<\/strong><\/p>\n<div>Guten Tag und vielen Dank. Ich habe eine Rede auf Spanisch vorbereitet, die Msgr. G\u00e4nswein euch nachher \u00fcberlassen wird. Aber ich sage lieber, was mir in den Sinn kommt. Da es auf Spanisch ist \u2026 Ich hatte einen schlechten Gedan\u00adken, als P. General sprach und sagte: \u201eAls ich <i>Evangelii Gaudium<\/i> las, hatte ich eine gro\u00dfe Freude. Und ich dachte an den Verlag in Buenos Aires, der \u2026 (Ge\u00adl\u00e4chter) alle meine B\u00fccher herausbrachte!<\/div>\n<div><\/div>\n<div>Die Claretiner trifft man \u00fcberall. Ich muss zugeben, sei es auf dem Gebiet der Theologie, der fr\u00fchere General, ein Theologe des Ordenslebens, Kirchenrecht. Wirklich, zu den besten Kirchenrechtlern in Rom geh\u00f6rt ihr. Eine stille Arbeit, ein heiliger Mann, der sein ganzes Leben in der Religiosenkongregation und im Archiv verbrachte und uns dort ein Beispiel des Lebens und des missionari\u00adschen Wirkens gab (ein unbegreifliches Wort, nicht wahr). Wenn es mir einfiele, euch drei W\u00f6rter zu sagen und dabei an die zu denken, die ich kennen. Au\u00dfer\u00addem hat mich Gott damit gesegnet, dass ich mit einem von euch befreundet bin, nicht wahr? Und \u2026 \u201eIch habe dir einen f\u00fcr Bariloche weggeschnappt, der ein Freund von mir ist\u201c (Lachen). Aber, wenn ich euch drei W\u00f6rter sagen w\u00fcrde, welche k\u00f6nnten daf\u00fcr herhalten, nicht wahr? Anbeten, unterwegs sein und be\u00adgleiten.<\/div>\n<div><\/div>\n<div><i><b>Anbeten:<\/b><\/i> In einer Welt der Effizienz haben wir den Sinn f\u00fcr die Anbetung ver\u00adloren. Selbst beim Gebet, ist es nicht so, beten wir, loben wir den Herrn, bitten wir, danken wir. Aber die Anbetung, dieses Dasein vor dem einen Gott, vor dem einzigen, der keinen Preis hat, mit dem man keine Gesch\u00e4fte macht, den man nicht wechseln kann \u2026 Bem\u00fcht euch in dieser Phase, eine Anstrengung zu unternehmen, um in dieser Form des Gebets zu wachsen: in der Anbetung. Be\u00adtet an, betet Gott an. Es ist ein Mangel in dieser Kirche in dieser Zeit aus Man\u00adgel an P\u00e4dagogik, dieser Sinn f\u00fcr die Anbetung, den wir in den ersten Kapiteln der Bibel sehen, nicht wahr, den einen Gott anbeten. \u201eH\u00f6re, Israel, du sollst deinen anderen Gott haben als den einen\u201c und ihn anbeten, \u201eihn allein sollst du anbeten\u201c, nicht wahr?<\/div>\n<div><\/div>\n<div>Dieses Zeit verlieren, ohne zu bitten, ohne zu danken, sogar ohne zu loben, nur anbeten, mit der Seele auf den Knien. Ich wei\u00df nicht, warum ich das Gef\u00fchl habe, dass ich euch das sagen muss, aber ich habe das Gef\u00fchl, dass ich es auch sagen muss, es kommt aus meinem Innern heraus.<\/div>\n<div><\/div>\n<div><i><b>Unterwegs sein:<\/b><\/i> Gott kann sich nicht selbst anbeten, aber Gott wollte unter\u00adwegs sein, er wollte nicht ruhig sein. Vom ersten Augenblick an war er mit sei\u00adnem Volk unterwegs. Das mit Mose ist so sch\u00f6n. Denk daran, denkt er, welches Volk hatte einen so nahen Gott wie ich mit dir unterwegs bin. Unterwegs sein. Und unterwegs sein hei\u00dft, Grenzen auftun, hinausgehen, T\u00fcren \u00f6ffnen, Wege suchen. Unterwegs sein. Nicht herumsitzen. Sich nicht einrichten im schlechten Sinne des Wortes. Nat\u00fcrlich muss man Dinge organisieren, gibt es Arbeiten, die es erfordern, dass man ruhig ist, aber mit der Seele, mit dem Herzen und mit dem Kopf unterwegs sein, suchen. An die Grenzen gehen, an die Grenzen aller Art, selbst des Denkens. Die Intellektuellen von euch m\u00fcssen an die Grenzen gehen, Wege auftun. Suchen: Das hei\u00dft, nicht ruhig sein. Denn wer ruhig ist, wer sich nicht bewegt, der verfault. Wie das Wasser: Das stehende Wasser wir gleich faul. Dagegen wir das Wasser eines Flusses, das sich bewegt, nicht faul. Unterwegs sein, wie Gott unterwegs war, der zum Weggef\u00e4hrten wurde, nicht wahr. Da kann es uns helfen, wenn wir in der Bibel sehen, wie der Herr sein Volk begleitete, sich sogar der S\u00fcnden annahm und vergab und Schlimmeres. Begleiten. Das hei\u00dft, unterwegs sein. Unterwegs sein mit dem Wunsch, eines Tages so weit zu kommen, dass wir ihn schauen, und nicht, wie es leider oft geschieht \u2013 das geschieht \u00fcberall, aber \u2013 Leute, die eher kommen, um ihr Leben abzusichern, entweder in eine Ordensgemeinschaft oder um ruhig zu bleiben, denen nichts fehlt, nicht wahr \u2026 Unterwegs sein, unterwegs sein.<\/div>\n<div><\/div>\n<div>Das dritte, <i><b>begleiten<\/b><\/i>. Das hei\u00dft, nicht allein unterwegs sein, nicht weil es ziemlich langweilig ist, sondern das Volk begleiten, weil Gott als Begleiter un\u00adterwegs war, nicht wahr? Mir kommt das mit Jesus in den Sinn, als er den Dum\u00admen spielte mit denen, die von Jerusalem nach Emmaus entflohen, nicht wahr? Er trat an ihre Seite und begleitete, begleitete einen ganzen Prozess, bis dieses kalte Herz wieder warm wurde und das Herz brannte und sie es merkten. Mo\u00admente der Freude begleiten, das Gl\u00fcck der Eheleute, der Familien begleiten. Die schweren Stunden begleiten, die Stunden des Kreuzes, die Stunden der S\u00fcnde. Jesus hatte keine Angst vor den S\u00fcndern, er suchte sie. Man kritisierte ihn daf\u00fcr: \u201eSchau, der ist zu fortschrittlich, der ist unklug, der ist das.\u201c Beglei\u00adten. Die Menschen begleiten, so viele W\u00fcnsche begleiten, die der Herr ins Herz s\u00e4t, sie gut wachsen lassen, nicht wahr?<\/div>\n<div><\/div>\n<div>Dann ist mir gekommen, ich sollte euch das sagen. Anbeten, unterwegs sein und begleiten. Dann, wenn es euch hilft, vorw\u00e4rts! Ich lasse es in euren H\u00e4n\u00adden. Und da Maria die Mutter ist, die sich um euch k\u00fcmmert, lade ich euch ein, gemeinsam ein Ave Maria zu beten.<\/div>\n<div><\/div>\n<div>Es segne euch der allm\u00e4chtige Gott, der Vater, der Sohn und der Heilige Geist.<\/div>\n<div><\/div>\n<div>Seht ihr, wie gut ich zu euch gewesen bin und euch nicht daran erinnert habe, dass der Gr\u00fcnder Jesuit gewesen war?<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Spontane Worte des Papstes an das 25. Generalkapitel der Kongregation Guten Tag und vielen Dank. Ich habe eine Rede auf Spanisch vorbereitet, die Msgr. G\u00e4nswein euch nachher \u00fcberlassen wird. Aber ich sage lieber, was mir in den Sinn kommt. Da es auf Spanisch ist \u2026 Ich hatte einen schlechten Gedan\u00adken, als P. 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