{"id":20634,"date":"2018-06-07T08:39:04","date_gmt":"2018-06-07T06:39:04","guid":{"rendered":"https:\/\/www.claret.org\/zum-herz-marien-fest\/"},"modified":"2018-06-07T08:39:04","modified_gmt":"2018-06-07T06:39:04","slug":"zum-herz-marien-fest","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.claret.org\/de\/zum-herz-marien-fest\/","title":{"rendered":"Zum Herz-Marien-Fest"},"content":{"rendered":"<p>Liebe Mitbr\u00fcder,<\/p>\n<p>wir sind S\u00f6hne des Herzens \u2013 des <em>unbefleckten Herzens Mariens<\/em>. Als Claretiner-Missionare sind wir aus ihrem Herzen geboren und von ebendiesem Herzen geformt und begleitet. Wie Papst Johannes Paul II. in seiner Enzyklika <em>Redemptor Hominis<\/em> bemerkte, hat sich das Geheimnis der Erl\u00f6sung \u201esozusagen unter dem Herzen der Jungfrau von Nazaret gebildet, als sie ihr \u201aFiat\u2018 gesprochen hat. Von jenem Augenblick an folgt dieses jungfr\u00e4uliche und zugleich m\u00fctterliche Herz unter dem besonderen Wirken des Heiligen Geistes immer dem Werk des Sohnes und n\u00e4hert sich allen, die Christus in seine Arme geschlossen hat und noch st\u00e4ndig in seiner unersch\u00f6pflichen Liebe umarmt\u201c (<em>Redemptor Hominis, <\/em>22).<\/p>\n<p>Wenn wir das Hochfest des unbefleckten Herzens der seligen Jungfrau Maria feiern, ehren wir ihr m\u00fctterliches Herz, indem wir uns unsere Identit\u00e4t als ihre S\u00f6hne in Erinnerung rufen und unser Versprechen erneuern, nach der \u201eFederzeichnung\u201c solcher S\u00f6hne zu leben, wie sie Pater Claret in seiner ber\u00fchmten Definition des Missionars gibt (vgl. <em>Autobiographie, <\/em>494). Welch ein Segen f\u00fcr uns, dass wir S\u00f6hne ihres Herzens genannt werden! Denn ihr Herz ist wahrhaft ein Tempel Gottes, und es schl\u00e4gt jeden Augenblick in Liebe zu Gott und zur Menschheit. Wie der heilige Hieronymus schrieb, war \u201edas Herz Mariens, selbst als sie noch in der Welt lebte, so von m\u00fctterlicher Z\u00e4rtlichkeit und Mitgef\u00fchl f\u00fcr die Menschen erf\u00fcllt, dass niemand je so sehr f\u00fcr seine eigenen Schmerzen gelitten hat, wie Maria f\u00fcr die Schmerzen ihrer Kinder litt.\u201c Unsere M\u00fchen sind ihre M\u00fchen, unsere Tr\u00e4ume sind ihre Tr\u00e4ume, unsere Freuden sind ihre Freuden. Papst Franziskus erinnert uns daran, dass Maria \u201edie Magd des Vaters [ist], die in Lobpreis ausbricht. Sie ist die Freundin, die stets aufmerksam ist, dass der Wein in unserem Leben nicht fehlt. Sie, deren Herz von einem Schwert durchdrungen wurde, versteht alle N\u00f6te. Als Mutter von allen ist sie Zeichen der Hoffnung f\u00fcr die V\u00f6lker, die Geburtswehen leiden, bis die Gerechtigkeit hervorbricht. Sie ist die Missionarin, die uns nahe kommt, um uns im Leben zu begleiten, und dabei in m\u00fctterlicher Liebe die Herzen dem Glauben \u00f6ffnet. Als wahre Mutter geht sie mit uns, streitet f\u00fcr uns und verbreitet unerm\u00fcdlich die N\u00e4he der Liebe Gottes\u201c (<em>Evangelii Gaudium, <\/em>286).<\/p>\n<p>Das Herz Mariens ist zart, voller Mitgef\u00fchl; aber, wie aus ihren Magnificat aufscheint (vgl. Lk 1,46\u221255), sucht es auch Gerechtigkeit \u2013 Gottes Gerechtigkeit: Sie tr\u00e4umt, ersehnt und setzt sich ein f\u00fcr eine umgestaltete Welt, wo f\u00fcr die Armen gesorgt wird, die Unterdr\u00fcckten frei kommen, Stolz, Macht und Hunger ausgeschaltet werden und Gottes Barmherzigkeit herrscht. \u201eDiese Dynamik der Gerechtigkeit und der Z\u00e4rtlichkeit, des Betrachtens und des Hingehens zu den anderen macht Maria zu einem kirchlichen Vorbild f\u00fcr die Evangelisierung\u201c (<em>Evangelii Gaudium, <\/em>288): in der Tat, ein Vorbild f\u00fcr unsere claretinische Evangelisierung. Wir suchen Zuflucht in diesem Herzen, und wir beten, dass unsere Herzen wahrhaft wie ihres werden, so erf\u00fcllt von Liebe zu Christus und zur leidenden Menschheit. Wir beten wie Mutter Teresa: \u201eMaria, meine liebste Mutter, gib mir dein Herz \u2014 so sch\u00f6n, so rein, so unbefleckt, so voll Liebe und Demut, damit ich Jesus im Brot des Lebens empfangen kann, ihn lieben kann, wie du ihn geliebt hast, und ihm dienen kann, wie du ihm gedient hast, in der ersch\u00fctternden Gestalt der \u00c4rmsten der Armen.\u201c<\/p>\n<p>Es hat einen Herzenssinn, dass das Hochfest des unbefleckten Herzens Jesu unmittelbar auf das Hochfest des heiligen Herzens Jesu folgt: Das Herz der Mutter folgt dem ihres Sohnes eng. Symeon der Neue Theologe aus dem 10. Jahrhundert schrieb, dass wir unseren Sinn in das Herz stellen und darin bleiben m\u00fcssen, und aus der Tiefe des Herzens sollten wir unser Gebet zu Gott erheben. Wir d\u00fcrfen seine Worte als eine Einladung deuten, unser Herz mit dem Herzen Mariens zu verbinden und das Herz ihres Sohnes zu betrachten. Ich w\u00fcnsche euch alle Freude und allen Segen des Mutterherzens, wo wir als Missionare zu Haus sind.<\/p>\n<p><strong>Mathew Vattamattam CMF<\/strong><\/p>\n<p><em>Generaloberer<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Liebe Mitbr\u00fcder, wir sind S\u00f6hne des Herzens \u2013 des unbefleckten Herzens Mariens. Als Claretiner-Missionare sind wir aus ihrem Herzen geboren und von ebendiesem Herzen geformt und begleitet. 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