{"id":32147,"date":"2018-10-22T10:03:17","date_gmt":"2018-10-22T08:03:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.claret.org\/claretfest-2018\/"},"modified":"2018-10-22T10:03:17","modified_gmt":"2018-10-22T08:03:17","slug":"claretfest-2018","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.claret.org\/de\/claretfest-2018\/","title":{"rendered":"Claretfest 2018"},"content":{"rendered":"<p><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-32135\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.claret.org\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/2-1.jpg?resize=266%2C355&#038;ssl=1\" alt=\"\" width=\"266\" height=\"355\" title=\"\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.claret.org\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/2-1.jpg?w=1280&amp;ssl=1 1280w, https:\/\/i0.wp.com\/www.claret.org\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/2-1.jpg?resize=225%2C300&amp;ssl=1 225w, https:\/\/i0.wp.com\/www.claret.org\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/2-1.jpg?resize=768%2C1023&amp;ssl=1 768w, https:\/\/i0.wp.com\/www.claret.org\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/2-1.jpg?resize=769%2C1024&amp;ssl=1 769w, https:\/\/i0.wp.com\/www.claret.org\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/2-1.jpg?resize=1080%2C1439&amp;ssl=1 1080w\" sizes=\"(max-width: 266px) 100vw, 266px\" \/>Die Feier des Festes des heiligen Antonius Maria Claret l\u00e4dt uns ein zu betrachten, wie unser Gr\u00fcnder seine Berufung inmitten der Revolutionen und ideologischen Verwirrungen lebte, die das gesellschaftliche Gewebe betrafen und den Menschen im 19. Jahrhundert zusetzten. Er starb am 24. Oktober 1870 im Exil in voller Verf\u00fcgbarkeit f\u00fcr den Herrn, den er liebte, pries und verk\u00fcndete.<\/p>\n<p>Die Kirche unserer Zeit geht durch das Leid der L\u00e4uterung und Umgestaltung im Kontext der sich wiederholenden Nachrichten von mehreren Skandalen, einer schw\u00e4renden Wunde im geheimnisvollen Leib Christi. Ihr Ausbruch in die \u00f6ffentliche Arena, unser Bewusstsein der Verletzung der Opfer und die Entt\u00e4uschung der Gl\u00e4ubigen f\u00fchren die ganze Kirche trotz all des Schmerzes, den das bei uns verursacht, auf den Weg der L\u00e4uterung und Erneuerung. In der Tat, wie die Weisen sagen: \u201eWenn du gerade stehst, brauchst du keinen krummen Schatten zu f\u00fcrchten.\u201c<\/p>\n<p>L\u00e4uterung und Erneuerung der Kirche sind eine innere Umgestaltungsarbeit, die Menschen und Strukturen in der Kirche bef\u00e4higt, strahlende Zeugen der Liebe Christi zu sein. Papst Franziskus l\u00e4dt durch seine Worte und Taten die ganze Kirche zu einem solchen Weg ein. Als vor kurzem gewisse Leute den Papst in die Medien zerrten mit der Anschuldigung, Skandale zu vertuschen, schrieb ich im Namen der Kongregation am 4. September eine Note an den Papst, in der ich unsere volle Verbundenheit mit ihm und unsere tiefe Zuneigung zu ihm zum Ausdruck brachte. In diesem Brief versicherte ich ihm, dass die Antwort der Claretiner auf die Herausforderungen unserer Zeit darin besteht, dass wir unser Leben und unsere Mission in Freude und Liebe zu Gott f\u00fchren. Ich kann mir verstellen, dass unser Pater Stifter w\u00fcnschen w\u00fcrde, dass wir eine prophetische Pr\u00e4senz in der Kirche sind mit dem Mut, der sich aus dem Wort Gottes ableitet, die Schwachen zu erm\u00e4chtigen und die Wunden der S\u00fcnde und des Hasses zu heilen. Doch ohne diese Umgestaltung in uns neigen wir dazu, Zeit damit zu verbringen, dass wir uns um die Verletzungen unseres eigenen Ichs durch Frustrationen und Unzufriedenheit k\u00fcmmern und sie kompensieren wollen. Claret erinnert uns an die Quelle seiner pastoralen Fruchtbarkeit: \u201eWenn ihr euch in Jesus Christus verliebt, werdet ihr noch Gr\u00f6\u00dferes vollbringen.\u201c<\/p>\n<p>Wir brauchen einen dreifachen Ansatz, um unsere Kongregation zu einer dynamischen und echten <strong>missionarischen Pr\u00e4senz<\/strong> in der Kirche und in der Welt zu machen:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><strong>1. Pr\u00e4senz:<\/strong> Nach dem Beispiel unseres Gr\u00fcnders muss die erste Voraussetzung eines Missionars sein, dass er in st\u00e4ndiger Verbundenheit mit dem Herrn seht, \u201ebei ihm zu sein und sich aussenden zu lassen\u201c (Mk 3,13) in der Sendung an die Peripherien. Nur wenn wir von der Gegenwart des Herrn umgestaltet werden, werden wir eine umgestaltende Pr\u00e4senz f\u00fcr andere. Wir m\u00fcssen \u201enach dem Guten Hirten riechen\u201c, indem wir in ihm wohnen, wenn wir \u201eHirten, die nach den Schafen riechen\u201c sein wollen. Ich bin besorgt um die Missionare, die wenig Zeit mit dem Herrn verbringen, selbst wenn sie sehr aktiv sind. Aktivit\u00e4ten werden nur dann ein apostolisches Engagement, wenn sie aus einem Herzen flie\u00dfen, das von der Liebe Gottes zu seinem Volk bewegt wird. Unsere Pr\u00e4senz beginnt bei unseren Mitbr\u00fcdern in der Gemeinschaft, und zusammen mit ihnen weitet sie sich auf die Bed\u00fcrftigen aus, insbesondere auf die j\u00fcngere Generation. Es stimmt von Natur aus etwas nicht, wenn ein Claretiner an dem Ort, wo er lebt, keine umgestaltende Pr\u00e4senz ist.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><strong>2. Verk\u00fcndigung:<\/strong> Unser Gr\u00fcnder verk\u00fcndete das Evangelium mit verschiedenen Mitteln und verwendete dazu unterschiedliche Plattformen. Das ist schon der Drang unserer missionarischen Identit\u00e4t. Wie beim heiligen Paulus solle unser Herz fl\u00fcstern: \u201eWeh mir, wenn ich das Evangelium nicht verk\u00fcnde!\u201c (1 Kor 9,16). Ein Claretiner mit Profess ist wie eine brennende Kerze, die nicht anders kann als ihr Licht auszustrahlen.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><strong>3. Praxis:<\/strong> Die Herausforderung unserer Zeit liegt darin, unsere Berufung inmitten der Skandale und gegen die entmenschlichenden Werte der Konsumgesellschaft echt und transparent zu leben. Die Kraft unseres Gr\u00fcnders war die Praxis dessen, was er predigte. Die Klarheit der Berufungswerte ist wichtig, aber nicht ausreichend: \u201eViel reden und zu nichts kommen ist wie auf einen Baum steigen, um einen Fisch zu fangen\u201c, sagt ein chinesisches Sprichwort. Das Evangelium wird nicht in Ideen gelebt, sondern in echten Beziehungen, Optionen, Entscheidungen und Verhaltensweisen. Wir sollten es wagen, unser Leben durch Taten f\u00fcr das Wort einzusetzen. Papst Franziskus spricht oft von Koh\u00e4renz und Konkretheit als Merkmale des christlichen Lebens und der christlichen Liebe. Das Wort Gottes muss in unserem \u201eFleisch\u201c heute \u201eFleisch annehmen\u201c, in konkreten Taten der Liebe, so dass die Menschen Gottes Herrlichkeit im gelebten Leben von Christen wahrnehmen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Das Gedenken an unseren Gr\u00fcnder ruft uns auf, zur Einfachheit und Freude des Evangeliums zur\u00fcckzukehren, die unser t\u00e4gliches Leben pr\u00e4gen soll. Wir vereinen unsere Herzen mit dem Papst, um \u201eTr\u00e4ume aufkommen zu lassen, Prophetien und Visionen zu wecken, Hoffnungen erbl\u00fchen zu lassen, Vertrauen zu stimulieren, Wunden zu verbinden, Beziehungen zu kn\u00fcpfen, eine Morgenr\u00f6te der Hoffnung aufleben zu lassen, voneinander zu lernen und eine positive Vorstellungswelt zu schaffen, die den Verstand erleuchtet, das Herz erw\u00e4rmt, neue Kraft zum Anpacken gibt und die jungen Menschen inspiriert \u2013 alle jungen Menschen ohne Ausnahme \u2013, eine Vision von Zukunft, die erf\u00fcllt ist von der Freude des Evangeliums\u201c (Papst Franziskus in seiner Er\u00f6ffnungsansprache zur Jugendsynode am 5. Oktober 2018).<\/p>\n<p>Wie der heilige Antonius Maria Claret werden wir uns an die Worte unserer Mutter Maria halten: \u201eWas er euch sagt, das tut\u201c (Joh 2,5).<\/p>\n<p>Ein frohes Stifterfest.<\/p>\n<p>P. Mathew Vattamattam CMF<br \/>\nGeneraloberer<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Feier des Festes des heiligen Antonius Maria Claret l\u00e4dt uns ein zu betrachten, wie unser Gr\u00fcnder seine Berufung inmitten der Revolutionen und ideologischen Verwirrungen lebte, die das gesellschaftliche Gewebe betrafen und den Menschen im 19. Jahrhundert zusetzten. Er starb am 24. 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