{"id":77279,"date":"2020-04-11T18:41:07","date_gmt":"2020-04-11T16:41:07","guid":{"rendered":"https:\/\/www.claret.org\/unkategorisiert\/ostern-2020\/"},"modified":"2020-04-11T18:41:07","modified_gmt":"2020-04-11T16:41:07","slug":"ostern-2020","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.claret.org\/de\/ostern-2020\/","title":{"rendered":"Ostern 2020"},"content":{"rendered":"<p>Liebe Br\u00fcder und Schwestern in der claretinischen Familie,<\/p>\n<p>mir fehlen die Worte, um auszudr\u00fccken, was in mir an diesem Osterfest 2020 vorgegangen ist. Die diesj\u00e4hrige Karwoche zwang uns, die R\u00e4tsel des menschlichen Lebens zu betrachten und die Entfaltung seiner tieferen Bedeutung im Ostergeheimnis unseres Herrn. Inmitten der unverminderten Parade des pandemischen Corona-Virus wissen wir, dass die Kraft des auferstandenen Herrn die ganze Menschheit mit seinen Worten \u201eFriede sei mit euch\u201c umh\u00fcllt. Die Liturgie der Karwoche war von geistlicher N\u00e4he bei k\u00f6rperlichem Abstanden zwischen den Menschen gepr\u00e4gt. An den g\u00f6ttlichen Geheimnissen, die hinter verschlossenen T\u00fcren gefeiert wurden, konnten die Gl\u00e4ubigen nur online zu Hause teilnehmen und so ihre Herzen in Glaube und Hoffnung durch den unsichtbaren Akkord der Liebe Gottes verbinden. In der Vorsehung Gottes bereitete uns das Geschenk des Internets vor, gemeinsam den Kampf gegen das weltweite Virus aufzunehmen und die Tage der Ausgangsbeschr\u00e4nkungen so zu bew\u00e4ltigen, wie wir es jetzt tun.<\/p>\n<p>Die Fastenzeit 2020 fiel f\u00fcr einen Gro\u00dfteil der Menschheit mit der Abgeschiedenheit der Ausgangsbeschr\u00e4nkungen zusammen und bewirkte eine unglaubliche weltweite Praxis der geistlichen \u00dcbungen. Die Menschheit erlebte in den letzten Monaten einen  langen Karfreitag, und immer mehr Familien wurden geliebte Verstorbene genommen, die am Corona-Virus starben. Da waren \u00c4rzte, Krankenpfleger, Priester und weiteres Personal einschlie\u00dflich unserer Br\u00fcder, die ihr Leben riskierten, um den Kranken zu dienen. Inzwischen hat die Ausgangssperre Millionen Arme in Mitleidenschaft gezogen, die jeden Tag von der Hand in den Mund leben. In unserem \u201eklausurierten\u201c Leben war das Wissen um den Kampf der Welt sehr pr\u00e4sent, insbesondere in Gebet und Liturgie. Jetzt wei\u00df ich, warum man sagt, die ganze Welt sei im Kloster pr\u00e4sent. In der Tat ist die Stille das Tor zur Erfahrung der Pr\u00e4senz. Trennung ist eine Voraussetzung f\u00fcr Verbundenheit. Klar konnen wir die Kreuzigung unserer Tage im Licht des auferstandenen Herrn erleben.<\/p>\n<p>Wenn ich Jesus am Kreuz betrachte und die Erf\u00fcllung seines Auftrags in den Worten \u201eEs ist vollbracht\u201c (Joh 19,30), denke ich daran, wie unser Gr\u00fcnder von Jesus lernte und seine letzten Tage in Fontfroide lebte. Am 150. Todestag unseres Gr\u00fcnders lernen wir von seinem Leben, wie man Leben und Sterben Jesu zum Ma\u00df unseres Lebens und Sterbens macht.<\/p>\n<p>Als wir uns wochenlang in unsere H\u00e4user zur\u00fcckzogen, gab Gott der \u00fcbrigen Sch\u00f6pfung eine Bonus-Zeit, die ihr bisher durch die Jagd der Menschen nach einem gl\u00fccklichen Leben verweigert wurde. Es ist erstaunlich, Bilder von Elefanten zu sehen, die \u00fcber Landstra\u00dfen gehen, und Enten, die ohne Angst \u00fcber die Startbahn eines Flughafens wackeln. Die Natur atmet frische Luft. Uns ist jetzt st\u00e4rker bewusst, dass der Planet ein gemeinsames Heim f\u00fcr die ganze Sch\u00f6pfung ist.<\/p>\n<p>Es ist noch schwer vorherzusehen, wie die Welt nach der Corona-Krise aussehen wird. Die Pandemie hat viele unserer gewohnten Einstellungen und Praktiken in Frage gestellt. Eines ist sicher: Wir Menschen k\u00f6nnen und d\u00fcrfen nicht so weitermachen, wie wir unser Leben organisert und die Ressourcen missbraucht hatten, indem wir unsere Mitgesch\u00f6pfe ignorierten und einander ausbeuteten. Ostern erinnert die Menschheit weiterhin an Gottes Geschenk des Friedens, der Freude und des Lebens, das nie stirbt. Wirklich, Christus ist von den Toten erstanden. Halleluja!<\/p>\n<p>Ich w\u00fcnsche euch allen gesegnete Ostern.<\/p>\n<p><strong>P. Mathew Vattamattam CMF<\/strong><br \/>\n<em>Generaloberer<\/em><\/p>\n<p><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-77239\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.claret.org\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/easter.jpg?resize=1024%2C576&#038;ssl=1\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"576\" title=\"\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.claret.org\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/easter.jpg?resize=1024%2C576&amp;ssl=1 1024w, https:\/\/i0.wp.com\/www.claret.org\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/easter.jpg?resize=300%2C169&amp;ssl=1 300w, https:\/\/i0.wp.com\/www.claret.org\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/easter.jpg?resize=768%2C432&amp;ssl=1 768w, https:\/\/i0.wp.com\/www.claret.org\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/easter.jpg?resize=1536%2C864&amp;ssl=1 1536w, https:\/\/i0.wp.com\/www.claret.org\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/easter.jpg?resize=1080%2C608&amp;ssl=1 1080w, https:\/\/i0.wp.com\/www.claret.org\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/easter.jpg?w=1920&amp;ssl=1 1920w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Liebe Br\u00fcder und Schwestern in der claretinischen Familie, mir fehlen die Worte, um auszudr\u00fccken, was in mir an diesem Osterfest 2020 vorgegangen ist. 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