{"id":80317,"date":"2020-06-01T00:00:28","date_gmt":"2020-05-31T22:00:28","guid":{"rendered":"https:\/\/www.claret.org\/unkategorisiert\/ankuendigung-des-26-generalkapitels\/"},"modified":"2020-06-08T09:10:13","modified_gmt":"2020-06-08T07:10:13","slug":"ankuendigung-des-26-generalkapitels","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.claret.org\/de\/ankuendigung-des-26-generalkapitels\/","title":{"rendered":"Ank\u00fcndigung des 26. Generalkapitels"},"content":{"rendered":"<p>Liebe Mitbr\u00fcder,<\/p>\n<p>an diesem Pfingstfest haben wir die entfernte Vorbereitung des kommenden 26. Generalkapitels begonnen, das n\u00e4chstes Jahr im August und September stattfinden soll. Wir haben diesen Tag gew\u00e4hlt in dem Wunsch, uns dem Heiligen Geist zu \u00f6ffnen, der die Quelle des Charismas unserer Kongregation und unserer missionarischen Berufung ist.<\/p>\n<p>Ein Generalkapitel ist ein Pfingstereignis im Leben der Kongregation. Wir wollen den Heiligen Geist einladen, in uns allen Wohnung zu nehmen und uns in unsere Zukunft zu f\u00fchren.<\/p>\n<p>Im Gedanken an das kommende Generalkapitel wurden wir vom letzten Generalkapitel eingeladen, neue Wege und Mittel zu erkunden, Versammlungen und Kapitel in unserer Kongregation zu organisieren und abzuhalten. Bei dem Treffen mit den h\u00f6heren Oberen in Talagante in Chile haben wir uns dar\u00fcber ausgetauscht und beschlossen, dass wir einen synodalen Ansatz f\u00fcr unser Kapitel brauchen, der euch, alle Mitglieder, einbezieht. Weil jeder Mitbruder Wertvolles in seinem Herzen hat, reiche Erfahrungen, so dass die Kongregation, die an den Peripherien pr\u00e4sent ist, unsere Reflexion von den Peripherien her beginnt, um das Kapitelsereignis zu bereichern. So dachten wir an einen narrativen wertsch\u00e4tzenden Ansatz durch synodale Treffen, die in verschiedenen Teilen der Kongregation gehalten werden sollen.<\/p>\n<p><strong>Darum liebe Mitbr\u00fcder, bitte ich euch als erstes um die Offenheit f\u00fcr den Heiligen Geist und ein aufmerksames H\u00f6ren<\/strong> auf die Stimme des Heiligen Geistes, der in vielf\u00e4ltiger Weise spricht: in euren Herzen in der Stille des Gebets, im Wort Gottes, in der Stimme unserer Mitbr\u00fcder in der Gemeinschaft, in unseren Mitarbeitern, den Armen, den Menschen, denen wir dienen, und selbst in denen, die uns kritisieren und konfrontieren.<\/p>\n<p>Wir haben ein sch\u00f6nes Charisma, und dieses Charisma geht \u00fcber uns hinaus. Und wenn wir es auf unser eigenes Ma\u00df verkleinern, werden wir uns Charisma z\u00e4hmen und in Flaschen abf\u00fcllen, so dass wir damit zurechkommen. Das w\u00fcrde hei\u00dfen, dass man es von der Statur verkleinert, zu der wir durch unser Charisma eingeladen sind, mit Jesus, mit der Kirche zu tr\u00e4umen von dem, was Gott f\u00fcr die Menschheit bereith\u00e4lt. Deshalb werden wir mit unseren kleinen Ma\u00dfen die Kraft unseres Charismas nicht beschneiden, sondern es durch unsere innere Offenheit f\u00fcr die \u00dcberraschungen des Heiligen Geistes zu seinen H\u00f6hen aufgehen lassen.<\/p>\n<p>Ich erinnere mich an ein kleines Ereignis, als ich Novizenmeister war. Zwei Novizen fanden zwei junge Papageien auf dem Feld. M\u00f6glicherweise fiel das Nest herunter, oder sie wurden verlassen. Sie baten um Erlaubnis, f\u00fcr sie sorgen zu d\u00fcrfen. Ich stimmte zu, dass sie f\u00fcr sie sorgten, und wenn sie gro\u00df w\u00e4ren, k\u00f6nnten sie sie wegfliegen lassen, wenn sie bereit w\u00e4ren. Nach zwei Wochen kam ein Novize und berichtete, er k\u00f6nne sich nicht mehr um den Papagei k\u00fcmmern, da er jetzt herumfliege und er den Vogel nicht einfangen und f\u00fcttern k\u00f6nne. Ich sagte, er m\u00fcsse so weit sein, und er solle ihn wegfliegen lassen.<\/p>\n<p>Ich fragte nach dem anderen Papagei, und der Novize brachte ihn zu mir, v\u00f6llig unter Kontrolle. Er hatte die Fl\u00fcgel des Papageis gestutzt. Ich war schockiert und fragte ihn, was geschehen sei. Er sagte mir, er sei herumgeflogen, und er sei nicht mit ihm fertig geworden. Darum habe er ihn eingefangen und ihm die Fl\u00fcgel gestutzt, und jetzt k\u00f6nne er mit ihm fertig werden. Und der Papagei h\u00fcpfte blo\u00df herum. So ist es, wenn wir nach einem Ansatz suchen, der die Talente und F\u00e4higkeiten und das Positive in uns deckeln w\u00fcrde. Sie sind gottgegebene Werte, die da sind, weil Gott will, dass wir etwas Besseres schaffen.<\/p>\n<p>Wenn wir unser Charisma nach unseren eigenen Standards messen, k\u00f6nnten wir seine M\u00f6glichkeiten beschneiden und den Horizont nicht sehen, an den uns unser Charisma einl\u00e4dt, um mit Jesus zu tr\u00e4umen und an einer Tugend teilzunehmen, die auf ihre Geburt wartet.<\/p>\n<p>Manchmal fragen Leute, ob das nicht utopisch und jeneseits unserer Reichweite ist, anders als die Realit\u00e4t, die wir erleben. Denken Sie an eine Gemeinschaft, wo es Spannungen und Konflikte gibt, die unsere apostolische Lebenskraft erodieren. Man kann sich entmutigt f\u00fchlen und denken, das ist eben, was wir im Ordensleben sehen. Gerade wie manche Leute die Kirche durch die Skandale eines Teils des Klerus definieren. Aber daf\u00fcr ist die Kirche nicht da. Darum kann auch unsere Kongregation nicht an unserem menschlichen Versagen gemessen werden. Sie sollte an den M\u00f6glichkeiten, Gaben und Talenten gemessen werden, die Gott uns gegeben hat und mit denen es m\u00f6glich ist, eine bessere Gemeinschaft zu schaffen. So sind unsere Leiden und Anstrengungen nicht fehl am Platz. Sie sind Teil davon gerade als eine M\u00f6glichkeit dar\u00fcber hinaus.<\/p>\n<p>Man sagt, f\u00fcr jemanden, der im Gef\u00e4ngnis eingesperrt ist, k\u00f6nne das Gef\u00e4ngnis zum Daheim werden, solange er nicht die Freiheit au\u00dferhalb sieht. In diesem Kapitel lade ich euch ein, das Potential zu sehen, das unser Charisma gibt, und die Schritte durchzugehen, von denen der Heilige Geist will, dass wir sie unternehmen.<\/p>\n<p>Als die Generalleitung zu sehen versuchte, was die neuen Formen sind, um Kapitel zu organisieren, bestand die Versuchung, eine Expertenkommission aus unseren Instituten f\u00fcr das Ordensleben zu bilden, um das F\u00fcr und Wider der bestehenden Praxis  zu untersuchen und einen Bericht mit ihren Vorschl\u00e4gen abzugeben. Dann fiel uns ein, dass wir die Ver\u00e4nderung sein sollten, von der wir wollen, dass sie geschehen. Deshalb schauten wir auf unser eigenes Funktionieren als Generalleitung und griffen einen synodalen Ansatz auf. Wir erkundeten gemeinsam die beste Praxis in anderen Kongregationen und luden einige Generalobere ein, mit uns \u00fcber ihre Erfahrung zu sprechen und sie in unseren eigenen Kreisen zu versuchen. Einige von uns nahmen an Workshops teil, die die Leute auf die neuen Formen vorbereiten, Treffen zu gestalten. Wir versuchten es in unseren Kontinentalversammlungen. Ihr habt auch gesehen, dass es weitaus besser ist, Leute zu engagieren und jeden um Beitr\u00e4ge zu bitten und gemeinsam etwas aufzubauen, als wenn euch die Generalleitung sagt, was ihr tun sollt. Es gibt uns auch das Gef\u00fchl, dass wir alle gemeinsam mit dem Heiligen Geist das Subjekt unseres Weges nach vorne sind.<\/p>\n<p>So dachten wir an ein neues Paradigma f\u00fcr unser Kapitel. Es ist neu, weil wir es nicht gewohnt sind, aber es ist so alt wie die Zeit Jesu. Jesus engagierte seine J\u00fcnger und seine Zuh\u00f6rer durch generative Fragen. Denkt an die Frage, die Jesus stellte: \u201eWas willst du?\u201c Es bohrt tief in unser Herz und l\u00e4dt uns ein, die tieferen Fragen zu erkunden, die wir nicht stellen: \u201eWas ist der Sinn unseres Lebens?\u201c \u201eWarum sind wir da?\u201c \u201eWas steht hinter vielen von unseren Sehns\u00fcchten und Bem\u00fchungen?\u201c<\/p>\n<p>Er stellt eine weitere Frage: \u201eIhr aber, f\u00fcr wen haltet ihr mich?\u201c Und er l\u00e4dt seine J\u00fcnger ein, Position zu beziehen und \u00fcber das hinauszugehen, was andere sagen, um sich auf ihn zu verpflichten.<\/p>\n<p>Eine weitere Fragabe: \u201eWollt auch ihr gehen?\u201c (in Joh 6). Mit weiteren Fragen \u201eWarum habt ihr Zweifel\u201c engagiert Jesus andere in Gespr\u00e4chen und stellt generative Fragen, die einem offenen Menschen gestatten, etwas Sch\u00f6nes aus den Sch\u00e4tzen in ihm herauszubringen. Durch die wertsch\u00e4tzende und narrative Methode gedachten wir, unsere Mitbr\u00fcder in synodalen Treffen auf verschiedenen Ebenen einzubeziehen. Auf der Ebene von Gemeinschaften, Regionen, Provinzen und Kontinenten oder Konferenzen. Um die Weisheit anzuzapfen, die in jedem von uns liegt, und kollektiv zu suchen, was der Herr von uns in unserer Zeit will.<\/p>\n<p>Das ist kein genaues Rezept. Es ist keine Technik oder Methode, es ist mehr ein Ansatz, eine Form, Jesus nachzufolgen und den Weg im Gehen zu machen. Ich lade euch zu dieser Art Weg ein, zur Offenheit gegen\u00fcber dem Heiligen Geist, Offenheit gegen\u00fcber unseren Mitbr\u00fcder, es zu wagen, eure Sch\u00e4tze der Kongregation zu \u00f6ffnen und aufmerksam den Mitbr\u00fcdern zuzuh\u00f6ren.<\/p>\n<p>Am Anfang meines Ank\u00fcndigungsschreibens stellte ich die Frage: \u201eWelch wertvolle Erfahrung planst du f\u00fcr das 26. Es war die Bitte, dass ist zum Kapitel Stellung bezieht und eure eigene Verantwortung daf\u00fcr umschreibt. Wir k\u00f6nnen denken, das das Generalkapitel die Verantwortung der Generalleitung ist, da es ein Generalkapitel ist, und der Provinziale und Delegierten. Man kann den Standpunkt eines Beobachters einnehmen und beobachten, was vorgeht. Das wird uns nicht zu einer Kongregation machen, in der jedermann eine Verantwortung f\u00fcr sie hat. Jedermann nimmt mit seinem Reichtum und seinen Ressourcen teil. Wir brauchen eine aktive Beteiligung, weil man so Verantwortung f\u00fcr die Kongregation \u00fcbernimmt. Verantwortungslosigkeit bedeutet, dass man auf seine Bef\u00e4higung verzichtet, von den Gaben her zu antworten, und entehrt damit die Gaben, die Gott gegeben hat, und entehrt damit seine eigene Berufung. Jeder Claretiner z\u00e4hlt, alles, was Gott ihm gegeben hat, z\u00e4hlt. Alles zusammen mach uns zu einer kleinen, sch\u00f6nen und missionarischen Kongregation in der Kirche.<\/p>\n<p>Darum, liebe Mitbr\u00fcder, machen wir dieses Kapitel zu einem Weg, auf dem wir den Weg im Gehen machen, indem wir mit dem Geist Christi gehen zusammen mit unseren Mitbr\u00fcdern, indem wir zuh\u00f6ren und unsere Gaben miteinander teilen. Schon die Kapitelsvorbereitung w\u00e4re ein Weg, uns zu erneuern, mehr als wenn das Kapitel Beschl\u00fcsse fasst, und wir werden nachher besser dran sein. Wir werden nicht darauf warten,, dass ein solches Wunder von oben geschieht. Wie wir das Kapitel vorbereiten, das erneuert uns. Also, willkommen auf diesem sch\u00f6nen Weg, den wir gemeinsam erkunden werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Liebe Mitbr\u00fcder, an diesem Pfingstfest haben wir die entfernte Vorbereitung des kommenden 26. Generalkapitels begonnen, das n\u00e4chstes Jahr im August und September stattfinden soll. Wir haben diesen Tag gew\u00e4hlt in dem Wunsch, uns dem Heiligen Geist zu \u00f6ffnen, der die Quelle des Charismas unserer Kongregation und unserer missionarischen Berufung ist. Ein Generalkapitel ist ein Pfingstereignis [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":79855,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_et_pb_use_builder":"","_et_pb_old_content":"","_et_gb_content_width":"","footnotes":""},"categories":[2522,1203,604],"tags":[],"class_list":["post-80317","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-xxvi-generalkapitel","category-mathew-vattamattam-de","category-anschlagbrett"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/i0.wp.com\/www.claret.org\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/00031.00_00_26_03.Still005.jpg?fit=1920%2C1080&ssl=1","jetpack_sharing_enabled":true,"jetpack_shortlink":"https:\/\/wp.me\/pdaBmi-kTr","jetpack_likes_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.claret.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/80317","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.claret.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.claret.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.claret.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.claret.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=80317"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.claret.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/80317\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.claret.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/79855"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.claret.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=80317"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.claret.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=80317"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.claret.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=80317"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}