{"id":92306,"date":"2020-10-23T14:47:00","date_gmt":"2020-10-23T12:47:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.claret.org\/festtagswuensche-zum-fest-des-heiligen-antonius-maria-claret\/"},"modified":"2020-10-24T15:04:28","modified_gmt":"2020-10-24T13:04:28","slug":"festtagswuensche-zum-fest-des-heiligen-antonius-maria-claret","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.claret.org\/de\/festtagswuensche-zum-fest-des-heiligen-antonius-maria-claret\/","title":{"rendered":"Festtagsw\u00fcnsche zum Fest des heiligen Antonius Maria Claret"},"content":{"rendered":"<p>Liebe Mitbr\u00fcder,<\/p>\n<p>vor 150 Jahren wurde unser geliebter Ordensvater und Gr\u00fcnder unserer charismatischen Familie, der heilige Antonius Maria Claret, an die Brust des Vaters gerufen, nachdem er seinen Auftrag auf Erden vollendet hatte. Ich glaube, Claret w\u00e4re gl\u00fccklich dar\u00fcber, dass wir in dieser Zeit der globalen Pandemie so gen\u00fcgsam in unseren \u00e4u\u00dferen Feiern sind, und er w\u00fcrde sicher wollten, dass wir bei den Menschen in ihrem Leid sind, wie er es als missionarischer Bischof in Kuba in seiner Zeit war. Wir werden diese Gelegenheit nutzen, um tiefer in unserem charismatischen Geist zu wachsen, der uns f\u00e4hig machen w\u00fcrde, als Missionare in diesen schwierigen Zeiten voll bei unseren Mitmenschen zu sein. Wir wissen, dass auch diese Pandemie vorbeigehen wird, so wie die Nacht dem Tageslicht Platz macht.<\/p>\n<p>Seit April 2020 brachte der Ausbruch der Pandemie jedem Menschen das Geheimnis des Todes sehr nahe und verursachte Panik und Unsicherheit auf globaler Ebene, obwohl Leiden und Kummer den meisten von uns nicht neu sind. In der Tat haben viele von uns pers\u00f6nlich oder unter den Angeh\u00f6rigen verheerende Momente durchlebt, wenn ein lieber Mensch t\u00f6dlich erkrankte, Drogenmissbrauch, einen finanziellen Zusammenbruch usw. erlitt. Manche habe schwere Zeiten durchgemacht infolge von politischen Auseinandersetzungen und ethnischen Spannungen in ihren Regionen oder in ihren L\u00e4ndern. Es lohnt sich, sich unserem Gr\u00fcnder zuzuwenden, um zu erfahren, wie er das Geheimnis des Leidens erlebte. Nach dem Beispiel Jesu versuchte Claret \u00fcberall, wo er t\u00e4tig war, alles, um das Leiden anderer zu lindern. Claret und seine Priester setzten ihr Leben aufs Spiel, um den Menschen w\u00e4hrend des Erdbebens und der darauf folgenden Choleraepidemie 1852 in Santiago de Cuba zu dienen (vgl. <em>Autobiographie,<\/em> 529\u2013537).<\/p>\n<p>Als das Leiden zu Claret kam, nahm er es im Geiste Christi an. Bei dem Attentatsversuch in Holgu\u00edn (Kuba) am 1. Februar 1856 schnitt das Rasiermesser des Attent\u00e4ters bis auf den Kochen seines Ober- und Unterkiefers und hinterlie\u00df f\u00fcr den Rest seines Lebens eine dauerhafte Narbe im Gesicht und eine gewisse Schwierigkeit bei der Artikulation. Seine Antwort auf diesen Anschlag auf sein Leben war Freude und Entz\u00fccken dar\u00fcber, dass er, wie er schrieb, \u201eerreicht hatte, was ich so sehr w\u00fcnschte, n\u00e4mlich mein Blut aus Liebe zu Jesus und zu Maria zu vergie\u00dfen und die Wahrheiten des Evangeliums mit dem Blut meiner Adern zu besiegeln\u201c (vgl. <em>Autobiographie,<\/em> 577). Seine Zeit in Madrid als Beichtvater von K\u00f6nigin Isabella II. war f\u00fcr ihn eine andere Art von Martyrium.<\/p>\n<p>Zwei Jahre vor seinem Tod bekam er ein Geschw\u00fcr im Mund, das in der damaligen Zeit zum Tode f\u00fchren konnte. In einem Brief an P. Jos\u00e9 Xifr\u00e9 schrieb Claret am 4. M\u00e4rz 1868:<\/p>\n<p>\u201eAch, wie gern w\u00fcrde ich sterben, wenn es mir der Herr erlaubte \u2026 Vergangene Woche dachte ich mir, die g\u00f6ttliche Erlaubnis sei schon gekommen, und ich war sehr gl\u00fccklich \u2026 Ich hatte ein Geschw\u00fcr im Mund, man sah den Unterkieferknochen, und das Geschw\u00fcr wurde jeden Tag gr\u00f6\u00dfer. Ich habe einige Menschen an so etwas sterben sehen [\u2026]. Als ich mein Geschw\u00fcr sah und wie es gr\u00f6\u00dfer wurde und dass es mich schlie\u00dflich fertigmachen w\u00fcrde, wollte ich es niemandem sagen, um sterben zu k\u00f6nnen, so gro\u00df ist mein Wunsch, bei Christus zu sein; doch ich glaubte, es sei besser und gottgef\u00e4lliger, es doch zu sagen und mich der Bel\u00e4stigung und den Qualen der Operationen und der Heilmittel zu unterziehen, und so machte ich es.\u201c Claret zeigte das Geschw\u00fcr einem Arzt, der am n\u00e4chsten Tag mit all seinen Ger\u00e4ten kam und zwei Z\u00e4hne zog und das Geschw\u00fcr mit einem Elixier bestrich, das schlie\u00dflich geheilt wurde. Er schloss: \u201eMeine Hoffnungen auf einen baldigen Tod sind vereitelt. Gepriesen sei Gott \u2026 (<em>Epistolario Claretiano,<\/em> Band 2, S. 1249\u20131250).<\/p>\n<p>Im Leiden kann sich ein Missionar leicht mit dem heiligen Paulus identifizieren, der schrieb: \u201eLeben wir, so leben wir dem Herrn, sterben wir, so sterben wir dem Herrn. Ob wir leben oder ob wir sterben, wir geh\u00f6ren dem Herrn\u201c (R\u00f6m 14,8).<\/p>\n<p>Als die Nachricht vom Tod Clarets Mutter Antonia Par\u00eds (Gr\u00fcnderin der Claretinerinnen) erreichte, die glaubte, dass Gott Claret zu einem Werkzeug der Erneuerung der Kirche erw\u00e4hlte, fragte sie sich, wie sein Auftrag nun erf\u00fcllt w\u00fcrde. Sie schrieb in ihr Tagebuch, was ihr der Herr offenbarte: \u201eIst mein Wort vielleicht zu kurz? Vertraue, Tochter, warte eine kleine Weile, und du wirst sehen, was ich tue \u2026\u201c (<em>Tagebuch,<\/em> Nr. 109). K\u00f6nnte es sein, dass der Herr durch das Leben und missionarische Wirken all derer geantwortet hat, die am Charisma des heiligen Antonius Maria Claret Anteil haben sollten? Unsere Mitarbeit ist ebenfalls erforderlich, um es wahr zu machen.<\/p>\n<p>Liebe Claretiner, die passende Ehrung f\u00fcr unseren Gr\u00fcnder am 150. Jahrestag seines Todes ist unsere Versprechen, Gott und seine Kirche selbstlos zu lieben und uns zu verpflichten, Zeugen und Boten der Freude des Evangeliums zu sein, wie er es in seinen Tagen war.<\/p>\n<p>Als Claret Jesus in seinem Leben entdeckte, bekam er auch die Mutter Jesu, die ihn in seinem Leben und missionarischen Wirken formte. Das ist auch unser Geschick. In der Tat ist ein Leben, das man wie Claret im Dienst des Evangeliums verbringt, wert, dass man es mit all seinen Konsequenzen lebt. Ich w\u00fcnsche euch allen eine bedeutungsvolle Feier des Festes unseres Gr\u00fcnders, des heiligen Antonius Maria Claret.<\/p>\n<p>P. Mathew Vattamattam CMF<br \/>\nGeneraloberer<\/p>\n<p>24. Oktober 2020<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Liebe Mitbr\u00fcder, vor 150 Jahren wurde unser geliebter Ordensvater und Gr\u00fcnder unserer charismatischen Familie, der heilige Antonius Maria Claret, an die Brust des Vaters gerufen, nachdem er seinen Auftrag auf Erden vollendet hatte. 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